Werden Werbung und Unterhaltung in einem Atemzug genannt, ist die Reaktion des Konsumenten in den meisten Fällen sehr genau vorhersehbar – er wird die Symbiose ablehnen. Dies ist nicht weiter verwunderlich, gilt doch Werbung gemeinhin als Feind der Unterhaltung. Sei es die Werbeunterbrechung im Fernsehen, selbstverständlich immer an den spannendsten Stellen, Printwerbung, die Artikel scheinbar auseinanderreißt, oder Radiowerbung, die den unterbrechungsfreien Musikgenuß stört.
Tagtäglich und an fast allen Orten sind Menschen heute einer riesigen Flut an Werbereizen ausgesetzt, die sie nicht alle verarbeiten können. Die Konsequenz ist Reaktanz, die Ablehnung der Werbung.
Es stellt sich für werbetreibende Unternehmen demnach die Frage, wie sie ihre Zielgruppen möglichst effizient aber auch möglichst subluminal ansprechen kann. Der Konsument soll im optimalen Fall nicht merken, daß er Werbung ausgesetzt ist, jedoch trotzdem Produkte, Marken und Werbeaussagen aufnehmen. Als Allheilmittel wurde in den letzten Jahren das sogenannte Product Placement angepriesen, das die genannte Zielsetzung der Unternehmen äußerst erfolgversprechend in die Realität
umsetzen soll.
Diese Arbeit soll einen kritischen Blick auf das Product Placement in all seinen Ausführungen, den rechtlichen Beschränkungen, der Akzeptanz beim Konsumenten und letztlich den Vor- und Nachteilen werfen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitende Betrachtung
- Product Placement
- Definition Product Placement
- Historischer Hintergrund des Product Placement
- Rechtliche Aspekte des Product Placement
- Arten des Product Placement
- Brand Placement
- Corporate Placement
- Generic Placement
- Idea Placement
- Akzeptanz und Wirkung des Product Placement
- Pro & Contra Product Placement
- Argumente für den Einsatz von Product Placement
- Argumente gegen den Einsatz von Product Placement
- Finale Betrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht das Phänomen des Product Placements aus verschiedenen Perspektiven. Ziel ist es, die Funktionsweise, die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Akzeptanz beim Konsumenten sowie die Vor- und Nachteile des Product Placements zu beleuchten.
- Definition und Abgrenzung von Product Placement
- Entwicklung und historischer Hintergrund des Product Placements
- Rechtliche Aspekte und Herausforderungen des Product Placements
- Arten und Formen des Product Placements
- Akzeptanz, Wirkung und Kritik am Product Placement
Zusammenfassung der Kapitel
Die einleitenden Ausführungen thematisieren die Problematik der Werbeüberlastung und die Notwendigkeit für Unternehmen, ihre Zielgruppen möglichst effektiv und subliminal anzusprechen.
Kapitel 2 widmet sich dem Product Placement, seiner Definition, seinem historischen Hintergrund und den rechtlichen Rahmenbedingungen.
Kapitel 3 präsentiert verschiedene Arten des Product Placements, darunter Brand Placement, Corporate Placement, Generic Placement und Idea Placement.
Kapitel 4 analysiert die Akzeptanz und Wirkung des Product Placements bei Konsumenten.
Kapitel 5 diskutiert Argumente für und gegen den Einsatz von Product Placement.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beleuchtet das Thema Product Placement mit einem Fokus auf Marketing, Kommunikationspolitik, Werbewirkungsforschung, Konsumentenverhalten, Recht und Medienwirtschaft. Zentrale Begriffe sind: Markenintegration, Markenkommunikation, Schleichwerbung, Konsumentenakzeptanz, Werbewirkung und Medienethik.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Product Placement?
Product Placement ist die gezielte Integration von Marken oder Produkten in Medieninhalte (Filme, Serien), ohne den Unterhaltungsfluss durch klassische Werbeunterbrechungen zu stören.
Was ist der Unterschied zwischen Brand Placement und Corporate Placement?
Brand Placement fokussiert auf ein spezifisches Produkt, während Corporate Placement den Namen oder das Image eines gesamten Unternehmens in den Vordergrund rückt.
Ist Product Placement in Deutschland rechtlich erlaubt?
Es ist unter bestimmten Auflagen erlaubt, muss aber in der Regel gekennzeichnet werden, um Schleichwerbung zu vermeiden und die Trennung von Werbung und Programm zu wahren.
Warum nutzen Unternehmen Product Placement?
Um die wachsende Werbeablehnung (Reaktanz) der Konsumenten zu umgehen und Marken in einem emotional positiven Umfeld subliminal zu verankern.
Wie reagieren Konsumenten auf Produktplatzierungen?
Die Akzeptanz hängt stark von der Glaubwürdigkeit ab. Wenn die Platzierung natürlich wirkt, wird sie oft akzeptiert; wirkt sie aufdringlich, kann sie negative Reaktionen hervorrufen.
- Quote paper
- Nils-Christian Apel (Author), 2004, Product Placement - eine kritische Betrachtung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30159