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Antizionismus von Links. Die Berichterstattung über Israel und die Juden in der Zeitschrift „konkret“ zwischen 1961 und 1972

Título: Antizionismus von Links. Die Berichterstattung über Israel und die Juden in der Zeitschrift „konkret“ zwischen 1961 und 1972

Tesis de Maestría , 2014 , 91 Páginas , Calificación: 2,20

Autor:in: Katya Salomon (Autor)

Historia de Alemania - Posguerra, Guerra Fría
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Zwischen 1967 und 1969 entwickelte sich ein fast die ganzen Studentenbewegung umfassender Anti-Israel-Konsens, der erkennbare antisemitische Züge trug und sich nicht auf den Staat Israel und die dort lebenden Juden beschränkte, sondern sich teilweise auch verschwörungstheoretisch gegen die gesamte Judenheit richtete. Diese Entwicklung zum Antizionismus soll anhand der Zeitschrift „konkret“ untersucht werden. „konkret“ war ein linksgerichtetes Blatt, das als Sprachrohr der linkssozialistischen Strömungen um 1968 fungierte und so ein wichtiges Organ der Studentenbewegung war. Die Magisterarbeit wird untersuchen, inwiefern sich ein Einstellungswandel zum Staat Israel und zu den Juden in der Berichterstattung der Zeitschrift innerhalb des untersuchten Zeitraums (vom Eichmann-Prozess bis zum Olympia-Attentat) nachweisen lässt und inwiefern bei den in der Zeitschrift abgedruckten antizionistischen Ausführungen antijüdische Vorurteile und sekundärantisemitische Komponenten zu erkennen sind.

Die vorliegende Arbeit hat die Analyse des Antizionismus in der Berichterstattung der Zeitschrift „konkret“ in dem Zeitraum zwischen dem Eichmannprozess 1961 und dem Olympiaattentat in München 1972 zum Thema. In der Studentenbewegung zeichnete sich innerhalb die-ses Zeitraums, genauer zwischen 1967 und 1969, ein Wandel von einer kritischen Solidarität gegenüber Israel hin zu einer dogmatisch antizionistischen Beziehungsweise antiisraelischen Sicht auf den Nahostkonflikt ab. Die antizionistischen Äußerungen innerhalb der bundesrepublikanischen Neuen Linken fungierten nicht selten als ein Ventil für antisemitische Ressentiments.
Die Zeitschrift „konkret“ war seit ihren Anfängen 1958 eng an die Studentenbewegung gebunden und fungierte von Anfang an, aber vor allem während der Zeit um die Studentenrevolte als eine wichtiges Sprachrohr von ihr.
Diese Magisterarbeit wird der Frage nachgehen, ob sich dieser Wandel der Einstellung Israel und den Juden gegenüber auch in der „konkret“-Berichterstattung wiedererkennen lässt, so wie auch die möglichen Ursachen für diesen Wandel beleuchten. Darüber hinaus soll unter-sucht werden, ob sich in der Berichterstattung über Israel und die Juden primärantisemitische Stereotype oder sekundärantisemitische Elemente erkennen lassen.
[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Konzeptualisierung und Begriffseingrenzung

1.1. Antisemitismus

1.2. Sekundärantisemitismus

1.3. Antizionismus:

1.3.1. Die marxistisch-leninistische Ideologie:

1.3.2. Der marxistisch-leninistischer Antiimperialismus

1.3.3. Der antiimperialistische Antizionismus

1.3.4. Antisemitismus- und Faschismusinterpretation innerhalb der marxistisch-leninistische Theorie

1.4. Kriterien um klassischen und Sekundärantisemitischen Elementen in israelkritischen Argumentationen zu erkennen

2. Die 68er Bewegung

2.1. Der SDS

2.2. Neue Linke

2.3. Die Große Koalition, die Notstandsgesetze, und die APO

2.4. Enteignet-Springer-Kampagne

3. Die 68er Bewegung und ihre Beziehung zu Israel

3.1. Einstellung der Studentenbewegung zu Israel bis zur Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zu Israel

3.2. Einstellung der Studentenbewegung zu Israel vor und nach dem Sechstagekrieg

3.3. Die Antispringerkampagne und der Antizionismus

3.4. Das Bedürfnis nach einer „Normalisierung“ der nationalen Identität

3.5. Die Identifikation mit den Befreiungsbewegungen aus der Dritten Welt

3.6. Terroristische Dimension des Antizionismus in der Bundesrepublik

4. Die Zeitschrift „konkret“

4.1. Konkret und die Studentenbewegung der erste hälfte der 60er Jahre

4.2. 1964 Bruch mit der DDR und kapitalistischer Neubeginn

4.3. „konkret“ und die APO

4.4. „konkret“ und die SED

4.5. Radikalisierung von Ulrike Meinhof

4.6. Röhls Abgrenzung von der Radikalen Linke

4.7. Entwicklung zum „Mezzo Porno“

5. Analyse

5.1. Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Judenverfolgung

5.2. Auseinandersetzung mit dem aktuellen Antisemitismus der BRD

5.3. Darstellung Israels vor dem Sechstagekrieg

5.4. Darstellung von Israel nach dem Sechstagekrieg bis 1968

5.5. Darstellung Israels ab 1969 bis 1972

5.6. Idealisierte Darstellung Al Fatahs

5.6.1. Identifikation Al-Fatahs als Teil der „Befreiungsbewegungen aus der Dritten Welt“

5.6.2. Unkritische Darstellung der Waffenausbildung von Minderjährigen

5.6.3. Idealisierung der Gewaltanwendung von Al Fatah

5.6.4. Al Fatah und die Juden

5.7. Auseinandersetzung mit dem antizionistisch motivierten Terror in der BRD

5.8. Die Antispringerkampagne und der Antizionismus in „konkret“

5.8.1. „Springers liebster Jude“

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den Wandel in der Einstellung gegenüber Israel und den Juden in der Zeitschrift „konkret“ zwischen 1961 und 1972. Ziel ist es zu untersuchen, ob sich die antizionistische Wende der Neuen Linken in der Berichterstattung widerspiegelt und inwieweit dabei antisemitische Stereotype oder sekundärantisemitische Elemente instrumentalisiert wurden.

  • Entwicklung des Antizionismus innerhalb der bundesrepublikanischen Linken
  • Die Rolle der DDR-Beeinflussung und der Antispringerkampagne
  • Wandel von kritischer Solidarität hin zu dogmatischem Antizionismus
  • Verwendung von NS-Vergleichen und sekundärantisemitischen Mustern
  • Darstellung terroristischer Gruppen wie Al Fatah und ihre Idealisierung

Auszug aus dem Buch

3.6. Terroristische Dimension des Antizionismus in der Bundesrepublik

Die antizionistische Rhetorik der bundesrepublikanischen Neuen Linken verschärfte sich ab 1969 deutlich und blieb nicht auf der Ebene der mündlichen und schriftlichen Agitation, sondern wurde auch vereinzelt von terroristischen Taten gefolgt.

So wurde am 9. November 1969, dem 31. Jahrestag der „Reichskristallnacht“, eine Brandbombe im jüdischen Gemeindehaus deponiert. Nach dem Plan der Attentäter hätte die Bombe während der Gedenkveranstaltung anlässlich dieses Jahrestages detonieren sollen, was an einer überalterten Zündkapsel scheiterte. Bei der Gedenkveranstaltung waren 250 Menschen anwesend, unter denen der Vorsitzende der jüdische Gemeinde Heinz Galinsky und der damalige Berliner Bürgermeister Karl Schütz waren. Außerdem wurden am gleichen Tag Denkmäler für NS-Opfer mit den Worten „Schalom und Napalm“ beschmiert.

Der versuchte Brandanschlag wurde von der Gruppe „Tupamaros Westberlin“ unter Führung von Dieter Kunzelmann, Gründungsmitglied der „Kommune 1“ ausgeführt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Konzeptualisierung und Begriffseingrenzung: Definiert die theoretischen Grundlagen wie Antisemitismus, Sekundärantisemitismus und Antizionismus, um eine analytische Basis für die Untersuchung zu schaffen.

2. Die 68er Bewegung: Beschreibt die heterogene Struktur der 68er Bewegung, die Entstehung der Neuen Linken und die Bedeutung der APO und der Antispringerkampagne.

3. Die 68er Bewegung und ihre Beziehung zu Israel: Beleuchtet den Wandel der Einstellung gegenüber Israel, von früher kritischer Solidarität bis zur dogmatischen Ablehnung nach dem Sechstagekrieg.

4. Die Zeitschrift „konkret“: Zeichnet die Geschichte der Zeitschrift nach, ihre Bindung an die Studentenbewegung und die zunehmende Infiltration bzw. Beeinflussung durch die DDR.

5. Analyse: Untersucht chronologisch die Berichterstattung über den Holocaust, den Antisemitismus in der BRD, die Darstellung Israels, die Idealisierung von Al Fatah sowie den antizionistisch motivierten Terror.

Schlüsselwörter

Antizionismus, Antisemitismus, Sekundärantisemitismus, konkret, Neue Linke, 68er Bewegung, DDR, Israel, Nahostkonflikt, Al Fatah, Studentenbewegung, Holocaust-Relativierung, Antispringerkampagne, NS-Vergleiche, Terrorismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Berichterstattung der linken Zeitschrift „konkret“ über Israel, Juden und den Nahostkonflikt in den Jahren 1961 bis 1972.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Entwicklung des Antizionismus in der Neuen Linken, die Instrumentalisierung israelkritischer Argumentationen für sekundärantisemitische Ressentiments und die ideologische Verbindung zum DDR-finanzierten Umfeld.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit prüft, ob sich der Wandel der Einstellung gegenüber Israel in der „konkret“-Berichterstattung widerspiegelt und ob dabei antisemitische Stereotype zur nationalen Entlastung verwendet wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer empirisch-historischen Analyse, bei der Artikel der Zeitschrift anhand eines erstellten Kriterienkatalogs für antisemitische und antizionistische Elemente chronologisch ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Auseinandersetzung mit dem Holocaust, die Darstellung Israels in verschiedenen Phasen des Nahostkonflikts, die Idealisierung von Palästinenserorganisationen und die Bewertung antizionistischer Terroranschläge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen gehören Antizionismus, Sekundärantisemitismus, 68er Bewegung, konkret, Neue Linke und Holocaust-Relativierung.

Inwiefern spielte die DDR bei der inhaltlichen Ausrichtung von „konkret“ eine Rolle?

Die Analyse zeigt, dass die Zeitschrift eng mit der DDR verbunden war und von ihr finanziert wurde, was die Verbreitung von DDR-konformen Narrativen über den Nahostkonflikt und Israel stark förderte.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Antizionismus in der damaligen Linken?

Sie kommt zu dem Schluss, dass der Antizionismus oft als „Ventil“ für antisemitische Ressentiments diente, um sich von der NS-Vergangenheit zu distanzieren und eine vermeintliche „Normalisierung“ der deutschen Identität zu erreichen.

Final del extracto de 91 páginas  - subir

Detalles

Título
Antizionismus von Links. Die Berichterstattung über Israel und die Juden in der Zeitschrift „konkret“ zwischen 1961 und 1972
Universidad
Leuphana Universität Lüneburg
Calificación
2,20
Autor
Katya Salomon (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
91
No. de catálogo
V301626
ISBN (Ebook)
9783656979715
ISBN (Libro)
9783656979722
Idioma
Alemán
Etiqueta
antizionismus links eine analyse berichterstattung israel juden zeitschrift
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katya Salomon (Autor), 2014, Antizionismus von Links. Die Berichterstattung über Israel und die Juden in der Zeitschrift „konkret“ zwischen 1961 und 1972, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301626
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