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Die Förderung der personellen Kompetenz in Berufsorientierungskursen nach medizinischer Rehabilitation

Title: Die Förderung der personellen Kompetenz in
Berufsorientierungskursen nach medizinischer Rehabilitation

Term Paper , 2015 , 54 Pages , Grade: 2

Autor:in: Ellen Berger (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

In der Facharbeit geht es um die Förderung der personellen Kompetenz von Schülern durch Beziehung, Motivationsaufbau und Vertrauensarbeit, Beziehungsgestaltung von Jugendlichen und Erziehern, mit praktischem Beispiel.

Menschen, die durch eine Krankheit oder einen Unfall von einer Behinderung betroffen sind und sich in einem Rehabilitationsprozess befinden, machen unfreiwillig einen schweren Lernprozess durch. Die Funktionsfähigkeit und die persönlichen Möglichkeiten im beruflichen und sozialen Umfeld haben sich verändert und der Rehabilitand muss sich damit auf veränderte Lebensbedingungen einstellen. Das Krankheitsereignis wird nicht als reale Tatsache angesehen, sondern es wird in vielen Fällen verdrängt. Alles Wünschen und Hoffen bezieht sich auf die Vorstellung, dass das Ereignis oder zumindest die Folgen rückgängig gemacht werden können. Diese Einstellung, die als normales Ausgangsverhalten eines Rehabilitanden angesehen werden kann, fördert die passive Erwartungshaltung und steht im Gegensatz zum angestrebten Endverhalten. Hinzu kommt das Ausgeliefertsein an eine Institution und an Menschen, die sich der Rehabilitand nicht aussuchen kann. Er hat kaum eine Möglichkeit sich zu entziehen. Es kann von ihm also nicht sofort eine positive Grundstimmung für die Ziele der Rehabilitation erwartet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begründung der Themenwahl

3. Theoretische Grundlagen

3.1. Rehabilitation, Entwicklungsaufgaben, Kompetenzen

3.1.1 besondere Lebenssituationen - Was ist Rehabilitation?

3.1.2 Entwicklungsaufgaben nach Robert J. Havighurst

3.1.3 Entwicklung nach Klaus Hurrelmann

3.1.4 Personelle Kompetenz, Definition und Grundlagen

3.2. Grundhaltung des Erziehers

3.2.1 Grundlagen professioneller Beziehungsarbeit

3.2.2 Wertschätzung, Kongruenz, Empathie

3.2.3 Nähe und Distanz

3.2.4 Vertrauen nach Franz Petermann

3.3. Kommunikation als zentrales Mittel

3.3.1 Ohne Worte?

3.3.2 Motivierende Gesprächsführung nach C. Rogers

3.3.3 Feedback und Störungen der Kommunikation

3.4. Motivationsaufbau ist die Grundlage

3.4.1 Einführung zur Motivation, Prozessablauf

3.4.2 Intrinsische und extrinsische Motivation

3.4.3 Motive und Motivationskriterien

3.4.4 Motivation unter Beachtung der Grundbedürfnisse des Menschen

4. Bezug zur eigenen Berufspraxis

4.1. Beschreibung der Einrichtung und des Konzeptes „RVL“

5. Situationsanalyse

5.1. Allgemeine Vorstellung

5.2. Vorstellung von Florian

5.3. Vorstellung der Werkstatt

6. Zielsetzung für den Praxistag

7. Planung und methodisches Vorgehen

7.1. Planung des Praxistages

8. Durchführung des Praxistages

9. Resümee / Ausblick

9.1. Resümee

9.2. Ausblick

10. Reflexion

11. Literatur- und Quellennachweis

Fördergespräch

Zielsetzung & Themen

Die Facharbeit untersucht, ob durch gezielte Beziehungsarbeit und Motivationsaufbau die personelle Kompetenz junger Teilnehmer eines beruflichen Rehabilitationsvorbereitungskurses gefördert werden kann, um ihnen den Weg in eine berufliche Neuorientierung zu ebnen. Am Fallbeispiel des Teilnehmers Florian R. wird aufgezeigt, wie durch professionelle pädagogische Begleitung Ängste abgebaut und neue berufliche Perspektiven entwickelt werden können.

  • Theoretische Grundlagen zur Rehabilitation und Entwicklungsaufgaben
  • Die professionelle Grundhaltung des Erziehers (Empathie, Wertschätzung, Vertrauen)
  • Kommunikation als zentrales Mittel in der pädagogischen Arbeit
  • Methoden des Motivationsaufbaus
  • Praxisorientierte Anwendung am Fallbeispiel Florian R.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Entwicklungsaufgaben nach Robert J. Havighurst

Der Entwicklungspsychologe Robert J. Havighurst beschrieb erstmals das Konzept der Entwicklungsaufgaben. Geordnet sind die Entwicklungsaufgaben nach Lebensphasen, wie z.B. Kindergartenalter, Grundschulalter oder Jugendalter. Sie entstehen durch das Zusammentreffen biologischen Faktoren wie der körperlichen Entwicklung des Einzelnen und den gesellschaftlichen Erwartungen mit Werten und Normen sowie den eigenen, individuellen Zielsetzungen.

Beispiele für Entwicklungsaufgaben im Jugendalter sind die Ablösung vom Elternhaus und die Planung und Vorbereitung der Berufslaufbahn. Zu den Entwicklungsaufgaben im Erwachsenenalter zählen u.a. die Partnerwahl und die Vorbereitung der Familiengründung. Diese beiden Phasen von Entwicklungsaufgaben werde ich in meiner Facharbeit später noch einmal kurz aufgreifen.

Die Entwicklungsaufgaben dienen dem Erwerb von Fähigkeiten, die sich ein Kind, Jugendlicher oder Erwachsener zu einem bestimmten Zeitpunkt angeeignet haben sollte, um sich gesund zu entwickeln und zukünftige Lebensaufgaben bewältigen zu können. Havighurst geht davon aus, dass es „sensible Phasen“ gibt. Diese Phasen sind Zeitabschnitte, in denen die Bewältigung verschiedener Aufgaben besonders gut gelingt. Natürlich können bestimmte Prozesse auch zu anderen Zeitpunkten geleistet werden, dann aber mit mehr Aufwand, als in den sensiblen Phasen. Die erfolgreiche Vollendung von Entwicklungsaufgaben in einem bestimmten Lebensabschnitt führt zu Zufriedenheit und Erfolg beim Einzelnen und seinem Umfeld. Im Gegensatz dazu führt die Nichterfüllung zur Unzufriedenheit bis hin zu Problemen und Schwierigkeiten bei der Bewältigung der nächsten Entwicklungsschritte. Durch die Individualität der Menschen bewältigen einige die Entwicklungsaufgaben früher oder anders als andere. Die Aufgabe des Erziehers ist es, in diesem Prozess zu unterstützen, so dass jeder junge Mensch seinen eigenen Weg finden kann. Es ist auch die Aufgabe des Erziehers, den Jugendlichen verschiedene Möglichkeiten zu bieten, für verschiedene Situationen entsprechende Lösungsstrategien zu entwickeln und auszuprobieren, lebensweltnah und im „Selbstversuch“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die institutionelle Praxis der beruflichen Rehabilitation ein und erläutert die zentrale Fragestellung der Facharbeit im Kontext des Teilnehmers Florian R.

2. Begründung der Themenwahl: Dieses Kapitel erläutert die Motivation der Autorin, basierend auf ihrer Tätigkeit in Rehabilitationsprojekten und der Begegnung mit Florian R., die Relevanz der Beziehungsarbeit hervorzuheben.

3. Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Konzepte wie Rehabilitation, Entwicklungsaufgaben, die professionelle Grundhaltung des Erziehers, Kommunikation und Motivation theoretisch fundiert.

4. Bezug zur eigenen Berufspraxis: Die Einrichtung und das Konzept des "RVL" werden beschrieben, um den institutionellen Rahmen der Beziehungsarbeit und Förderung zu verdeutlichen.

5. Situationsanalyse: Dieses Kapitel analysiert die Lebenssituation der Jugendlichen im Kurs sowie das spezifische Fallbeispiel von Florian R. und die Wahl der Werkstatt.

6. Zielsetzung für den Praxistag: Die pädagogischen Richt-, Grob- und Feinziele für den Praxistag in der Kfz-Werkstatt werden formuliert.

7. Planung und methodisches Vorgehen: Die methodische Vorbereitung und Strukturierung des Praxistages wird im Hinblick auf Florians Bedürfnisse detailliert dargestellt.

8. Durchführung des Praxistages: Der tatsächliche Ablauf des Praxistages und die begleitende Unterstützung durch die Autorin werden dokumentiert.

9. Resümee / Ausblick: Die Entwicklung von Florian wird reflektiert und die Forschungsfragen werden auf Basis der praktischen Ergebnisse beantwortet.

10. Reflexion: Die Autorin reflektiert ihre eigene pädagogische Arbeit und den Wissenszuwachs durch die Anwendung theoretischer Grundlagen.

11. Literatur- und Quellennachweis: Zusammenstellung der verwendeten Fachliteratur und Quellen.

Schlüsselwörter

Rehabilitation, personelle Kompetenz, Beziehungsarbeit, Motivationsaufbau, Entwicklungsaufgaben, pädagogische Begleitung, berufliche Neuorientierung, Erzieher, klientenzentrierte Gesprächsführung, Selbstvertrauen, Selbstwirksamkeit, Berufsfindung, Förderung, professionelle Haltung, Fallbeispiel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der pädagogischen Förderung junger Menschen in einer beruflichen Rehabilitationsmaßnahme durch gezielte Beziehungsarbeit und Motivationsaufbau.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die zentralen Themen sind Rehabilitation, Beziehungsarbeit, Kommunikation, Motivationspsychologie und die praktische Anwendung pädagogischer Methoden am Beispiel eines Fallbeispiels.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es zu belegen, dass die Förderung der personellen Kompetenz bei jungen Rehabilitanden durch eine professionelle Beziehungsgestaltung und Motivationsarbeit erfolgreich möglich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt theoretische Konzepte (z.B. von Havighurst, Hurrelmann, Rogers, Petermann, Maslow) und wendet diese in einer praktischen Fallstudie (Analyse und Dokumentation der Arbeit mit dem Teilnehmer Florian R.) an.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Fundierung der pädagogischen Grundhaltung und Kommunikation als auch die detaillierte Darstellung des Praxistages mit Florian R. in einer Kfz-Werkstatt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Rehabilitation, Beziehungsarbeit, Motivationsaufbau, personelle Kompetenz, Entwicklungsaufgaben und pädagogische Begleitung.

Welche Bedeutung spielt die Körpersprache in der Arbeit?

Die Körpersprache wird als wesentliches Element der nonverbalen Kommunikation zwischen Erzieher und Teilnehmer genutzt, um Sicherheit zu geben und Gefühlszustände auch ohne Worte zu spiegeln.

Wie trägt der Praxistag in der Werkstatt zur Entwicklung von Florian R. bei?

Der Praxistag ermöglicht Florian R., durch direkte praktische Erfahrung, wertschätzendes Feedback und schrittweise Übernahme von Verantwortung sein Selbstbewusstsein zu stärken und eine informierte Entscheidung über seine berufliche Zukunft zu treffen.

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Details

Title
Die Förderung der personellen Kompetenz in Berufsorientierungskursen nach medizinischer Rehabilitation
Grade
2
Author
Ellen Berger (Author)
Publication Year
2015
Pages
54
Catalog Number
V301780
ISBN (eBook)
9783668003187
ISBN (Book)
9783668003194
Language
German
Tags
Jugendarbeit Jugendliche Sozialarbeit Motivation Vertrauen gesundheit Salotogenese
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ellen Berger (Author), 2015, Die Förderung der personellen Kompetenz in Berufsorientierungskursen nach medizinischer Rehabilitation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301780
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