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Milk-Run und andere Standard-Transport-Konzepte in der Automobilindustrie

Titel: Milk-Run und andere Standard-Transport-Konzepte in der Automobilindustrie

Hausarbeit , 2014 , 12 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Martin Tronich (Autor:in)

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Es lässt sich allgemein beobachten, dass die sachliche Arbeitsteilung der Unternehmen seit Jahren zunimmt. Dadurch werden immer mehr Vorprodukte von Zulieferern aus dem In- und Ausland bezogen. Eine Konsequenz daraus ist der stetige Anstieg der Gütertransportintensität. Diese hat von 1999 bis 2012 um ca. 8% Prozent zugenommen.

Ebenso verhält es sich bei den Herstellern (Original Equipment Manufacturer = OEM) der deutschen Automobilindustrie. In den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts lag der Wert der Eigenfertigungstiefe noch bei über 35% . Heute entstehen ca. 75% der Wertschöpfung bei den Zulieferern. Dies entspricht einer Eigenfertigungstiefe der OEM von ca. 25%. Weiterhin ist zu beobachten, dass die Anzahl der hergestellten Fahrzeugmodelle und deren Derivate und somit die Anzahl der verschiedenen Einbauteile stark zunimmt. „Der heutige Wettbewerb erfordert innovative, individuelle und komplexe Fahrzeuge immer schneller in hoher Qualität zu insgesamt günstigeren Kosten auf den Markt zu bringen.“ Dazu bedarf es moderner Produktionskonzepte wie Fertigungssegmentierung, Automatisierung und Flexibilisierung der Produktion. Eine der Konsequenzen daraus ist, dass Lagerflächen zugunsten Fertigungsflächen reduziert werden.

Aus diesen Entwicklungen resultiert, dass im Rahmen der Beschaffungslogistik prozessstabile, leistungsstarke und kostenoptimierte externe Transportkonzepte mit Vermeidung interner Lagerhaltung entwickelt und implementiert werden müssen. Dazu hat sich in der Automobilindustrie die Zusammenarbeit mit Gebietsspediteuren vielfach durchgesetzt.

In der vorliegenden Arbeit wird aufgezeigt, welche Transportkonzepte unter welchen Voraussetzungen eingesetzt werden. Dabei wird insbesondere auf die Bündelung von Transporten eingegangen. Hierzu werden zuerst Begriffe aus der Logistik definiert und abgegrenzt. Danach werden die Standardtransportkonzepte Direkttransport, Gebietsspediteur und Milk-Run erläutert – so, wie sie in erster Linie in der Automobilindustrie Anwendung finden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffliche Grundlagen und Abgrenzung

2.1 Logistik

2.2 Beschaffungslogistik

2.3 Verkehrsträger, Verkehrsmittel und Transportsystem

3 Standardtransportkonzepte der Automobilindustrie

3.1 Direkttransport

3.2 Gebietsspediteurs-Konzept

3.3 Milk-Run

4 Fazit

5 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht moderne Transportkonzepte in der Beschaffungslogistik der Automobilindustrie, um angesichts steigender Variantenvielfalt und sinkender Fertigungstiefe kostenoptimierte und prozessstabile Materialströme zu gewährleisten.

  • Grundlagen der Logistik und Beschaffungslogistik
  • Bedeutung von Verkehrsträgern und Transportsystemen
  • Analyse des Direkttransport-Konzepts
  • Funktionsweise des Gebietsspediteurs-Modells
  • Implementierung und Vorteile des Milk-Run-Verfahrens

Auszug aus dem Buch

3.3 Milk-Run

Der Milk – Run kann als Sonderform der Zusammenarbeit mit Gebietsspediteuren, bzw. Logistikdienstleistern betrachtet werden. Idealerweise wird dieser ohne Umschlag als Direkttransport durchgeführt. In der Praxis gibt es aber auch Ausprägungen, bei welchen der Milk – Run mit Umschlag Anwendung findet.

Die Namensgebung kommt aus dem Amerikanischen und vergleicht die Methode mit dem Milchjungen, der jeden Morgen auf einer festgelegten Route den Haushalten volle Milchflaschen bringt und gleichzeitig das Leergut wieder einsammelt. Diese Vorgehensweise wurde von der Industrie und auch vom Handel übernommen.

Es muss differenziert werden, ob es sich um einen internen oder einen externen Milk-Run handelt. Der interne Milk-Run dient der innerbetrieblichen Materialversorgung und wird im Rahmen dieser Arbeit nicht weiter behandelt.

Der außerbetriebliche Milk-Run ist eine weitere Methode Transport- und Abwicklungskosten zu reduzieren. Auch hier werden die Automobilhersteller in Komplettladungen beliefert. Der Milchjunge ist in diesem Fall der Logistikdienstleister bzw. der Gebietsspediteur. Dieser fährt in Sammelrundtouren regional auf festgelegten Routen, also in einer im Vorfeld definierter Reihenfolge eine überschaubare Anzahl von Lieferanten an. Diese liegen in der Regel in geografischer Nähe. Sowohl die Ankunfts- und Abfahrzeiten, als auch die Anliefer- und Abholmengen sind dabei vorgegeben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die zunehmende Arbeitsteilung und Transportintensität in der Automobilindustrie, die den Bedarf an effizienten Logistikkonzepten zur Kostenoptimierung erhöht.

2 Begriffliche Grundlagen und Abgrenzung: Definiert zentrale Begriffe wie Logistik und Beschaffungslogistik sowie die Rolle von Verkehrsträgern und Transportsystemen innerhalb der Wertschöpfungskette.

3 Standardtransportkonzepte der Automobilindustrie: Erläutert die drei gängigen Konzepte Direkttransport, Gebietsspediteur und Milk-Run zur Optimierung der Materialanlieferung unter Berücksichtigung von Transportauslastung und Taktung.

4 Fazit: Fasst zusammen, dass die Konzepte zwar die Transportkosten senken können, ihre praktische Umsetzung jedoch aufgrund komplexer Anforderungen und Planungsaufwände ständigen Optimierungen unterliegt.

5 Literaturverzeichnis: Listet sämtliche in der Arbeit verwendeten Quellen und Fachpublikationen auf.

Schlüsselwörter

Beschaffungslogistik, Automobilindustrie, Transportkonzepte, Direkttransport, Gebietsspediteur, Milk-Run, Materialfluss, Just-in-Time, Ladungsträger, Transportauslastung, Logistikdienstleister, Inbound-Logistik, Wertschöpfung, Supply Chain, Sammelrundtour

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung der Beschaffungslogistik in der Automobilindustrie durch den Einsatz verschiedener Transportkonzepte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den Anforderungen an die Inbound-Logistik, der Abgrenzung von Logistikbegriffen und dem Vergleich der Transportformen Direkttransport, Gebietsspediteur und Milk-Run.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, unter welchen Voraussetzungen spezifische Transportkonzepte eingesetzt werden können, um eine versorgungssichere und kostenoptimierte Materialbereitstellung zu gewährleisten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse, die den aktuellen Stand der logistischen Standardtransportkonzepte anhand betriebswirtschaftlicher Fachliteratur aufarbeitet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit erläutert?

Der Hauptteil analysiert detailliert die logistischen Grundlagen sowie die Funktionsweise und Anwendungsbereiche von Direkttransporten, dem Gebietsspediteurs-Konzept und dem Milk-Run.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Beschaffungslogistik, Automobilindustrie, Milk-Run und Transportoptimierung charakterisiert.

Was ist der wesentliche Unterschied zwischen dem Gebietsspediteurs-Konzept und dem Milk-Run?

Während der Gebietsspediteur meist eine Konsolidierung an einem Umschlagspunkt (Transshipment Terminal) vorsieht, zeichnet sich der Milk-Run durch eine sequenzielle Sammelrundtour aus, die idealerweise ohne Umschlag direkt beim Lieferanten beginnt und beim Hersteller endet.

Wann findet ein Milk-Run Anwendung?

Ein Milk-Run wird primär eingesetzt, um bei räumlich naheliegenden Lieferanten und vorgegebenen Mengen eine hohe Auslastung der Transportmittel durch einen geschlossenen Leergut- und Vollgutkreislauf zu erreichen.

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Details

Titel
Milk-Run und andere Standard-Transport-Konzepte in der Automobilindustrie
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Veranstaltung
Produktions- und Materialmanagement
Note
1,3
Autor
Martin Tronich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
12
Katalognummer
V301893
ISBN (eBook)
9783956875342
ISBN (Buch)
9783668005464
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Milkrun Milk-Run Automobilindustrie Beschaffungslogistik Direkttransport Inbound Outbound Gebietsspediteur Logistik Standardtransportkonzept
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Tronich (Autor:in), 2014, Milk-Run und andere Standard-Transport-Konzepte in der Automobilindustrie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301893
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  12  Seiten
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