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Feminismus. Opfer der Medien?

Titre: Feminismus. Opfer der Medien?

Essai , 2014 , 8 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Lena Müller (Auteur)

Etudes de Genre
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Wenn die Protagonistin aus der Serie „Grey’s Anatomy“ Meredith Grey mit ihrem Oberarzt schläft, um bei den besten Operationen teilnehmen zu können, dann wird sie zu einem Vorbild erklärt. Wenn Heidi Klum in ihrer Sendung „Germany’ s Next Topmodel“ viel zu dünne und minderjährige Mädchen über den Laufsteg schickt und diese einkleidet, dann wird sie als Ikone betitelt. Und wenn Carrie Bradshaw, die Hauptfigur aus „Sex and the City“ sich jede Woche mit einem anderen Mann trifft und keine ernsthafte Beziehungen eingeht, dann ist das ein Zeichen für die Emanzipation und Freiheit der Frau. In all diesen „Frauenserien“ wird die Frau als zickig, fremdbestimmt oder dem Mann unterwürfig dargestellt. Doch entspricht dieses Bild der „freien Frau“ wirklich der Wahrheit oder ist es nur ein Konstrukt der Medien, um zu polarisieren? Ist der Feminismus Opfer der Medien oder ist es für den Feminismus möglich, seine Anliegen mit Hilfe der Medien zu manifestieren? Meiner Meinung nach wird das Fernsehprogramm durch Themen dominiert, welche die Frauen destabilisiert und trivialisiert. So ist es kein Wunder, dass „bestimmte Normen und Bilder von Weiblichkeit und Männlichkeit im kollektiven Gedächtnis veranker[t]“ werden (Schmincke 2013: 146). Wenn es dann Serien gibt wie die Serie von Marti Noxon „Women’ s Studies“, in der Diane Keaton eine ehemalige Ikone des Feminismus, eine Professorin spielt, die ihren Job aufgibt, um ein Porno-Magazin für Frauen zu gründen, entspricht das dann einem wahren Bild des heutigen Feminismus, dass Frauen sich selbstverwirklichen und auf eigenen Beinen stehen können oder reduziert es die Frau wieder nur auf ihre äußerlichen, sexuellen Aspekte? Nicht nur in Serien, sondern auch in öffentlichen Debatten wird die Frau stereotypisch dargestellt und der Feminismus wird so durch einzelne Personen kategorisiert und eventuell sogar diskreditiert (Vgl. Flicker 2008:135).

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analyse der medialen Darstellung des Feminismus

2.1 Androzentrische Ausrichtung und Medieneinfluss

2.2 Problematik der Personalisierung durch Alice Schwarzer

2.3 Herausforderungen der medialen Inszenierung

2.4 Berufliche Strukturen und Ausschluss feministischer Standpunkte

2.5 Alternativen zur medialen Repräsentation

3. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Feminismus und Massenmedien. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern die mediale Darstellung den Feminismus trivialisiert, instrumentalisiert oder als Opfer der "Aufmerksamkeitsmaschinerie" diskreditiert, anstatt eine Plattform für differenzierte Anliegen zu bieten.

  • Die androzentrische Struktur und männliche Dominanz in Medienbetrieben.
  • Die problematische Wirkung der Personalisierung des Feminismus auf einzelne Ikonen wie Alice Schwarzer.
  • Die Diskrepanz zwischen Unterhaltungsanspruch (z. B. in "Frauenserien") und feministischer Realität.
  • Möglichkeiten und Grenzen alternativer Medienformate wie Blogs und Internetforen.
  • Notwendigkeit einer aktiven Mitgestaltung der medialen Debatte durch feministische Akteurinnen.

Auszug aus dem Buch

Androzentrische Ausrichtung und Medieneinfluss

Es ist klar eine androzentrische Ausrichtung auf die Medien festzustellen (Vgl. Dorer/Klaus 2013). Die Medien waren und sind immer noch stark männerdominiert, was die Abwertung der Frau und des Feminismus erklärt. Wenn man recherchiert, stellt man fest, dass die sogenannten „Frauenserien“ beispielsweise häufig von Männern produziert werden beziehungsweise die Idee von Männern war. So ist es also kaum möglich für Frauen als notwendige Voraussetzung für das Entstehen einer organisierten Frauenbewegung die Schaffung einer eigenen „Frauen-Öffentlichkeit“ zu schaffen (Vgl. Schmincke 2013: 146/147). Auch in öffentlichen Diskussionen werden häufiger Männer als Frauen einbezogen beziehungsweise werden auch seltener feministische Themen zur Diskussion gestellt und somit in die Öffentlichkeit getragen.

Die einzelnen Frauen, die solch einer Diskussion mit wichtigen und bekannten männlichen Persönlichkeiten ausgesetzt werden, haben es natürlich schwer, ihren Standpunkt alleine zu manifestieren Und auch die Serien, die Frauen scheinbar also emanzipiert und frei darstellen, sind von den männlichen Ansichten einer Frau beeinflusst. Beispielsweise sitzt in der Jury von der berühmtesten Modelcasting – Show nur eine Frau und zwei Männer und in der bekanntesten Arztserie, die sich überwiegend Frauen ansehen, haben die Chefarzt- und Oberarztposten die Männer inne. So kann also schlecht ein wirklichkeitsnahes Bild vom wahren Feminismus dargestellt wird. Es wird dem Zuschauer vorgegaukelt, dass das der heutige Feminismus ist. So erfolgt ein Aushandeln und ein Bestätigen im Rahmen bestehender Machtverhältnisse, dem sich die Frauen unterziehen müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der medialen Darstellung von Frauen und dem Feminismus im Kontext aktueller Unterhaltungsmedien und öffentlicher Diskurse.

2. Analyse der medialen Darstellung des Feminismus: Untersuchung der strukturellen Benachteiligung von Frauen in den Medien und der Herausforderungen für den Feminismus, sich als ernstzunehmende Bewegung zu positionieren.

3. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Machtverhältnisse in den Medien und der Appell, dass eine aktive Einflussnahme durch Feministinnen unerlässlich ist, um Stereotype abzubauen.

Schlüsselwörter

Feminismus, Medien, Androzentrismus, Frauenbild, Frauenbewegung, mediale Aufmerksamkeitsmaschinerie, Stereotype, Öffentlichkeit, Gleichberechtigung, Frauenserien, Alice Schwarzer, Internetblogs, mediale Repräsentation, Machtverhältnisse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen dem Feminismus und der modernen Medienwelt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die mediale Inszenierung von Geschlechterrollen, die Dominanz männlicher Produktionsstrukturen und die Schwierigkeiten bei der Etablierung einer authentischen "Frauen-Öffentlichkeit".

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit hinterfragt, ob der Feminismus in den Medien lediglich instrumentalisiert wird oder ob es Möglichkeiten gibt, ihn als ernstzunehmendes politisches Anliegen zu manifestieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche Analyse, die auf aktueller feministischer Literatur und Diskursen über Medienstrategien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die mediale Machtstruktur, die Problematik der Personalisierung durch Ikonen sowie die Effektivität von Massenmedien im Vergleich zu alternativen Medienformen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Feminismus, Medien, Androzentrismus, mediale Repräsentation und öffentliche Debatte.

Warum ist die Person Alice Schwarzer für die Analyse relevant?

Sie wird als Beispiel für die Personalisierung des Feminismus angeführt, die einerseits Aufmerksamkeit generiert, andererseits durch ihre begrenzte mediale Wahrnehmung als "die eine" Feministin differenziertere Strömungen erschwert.

Sind Internetblogs eine wirkliche Alternative zu den Massenmedien?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Blogs keine echte Alternative darstellen, sondern eher als ergänzende Medienform betrachtet werden können, da ihre Reichweite und Struktur gegenüber den Massenmedien limitiert sind.

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Résumé des informations

Titre
Feminismus. Opfer der Medien?
Université
University of Marburg  (Institut für Politikwissenschaft)
Cours
Aktuelle feministische Literatur
Note
2,3
Auteur
Lena Müller (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
8
N° de catalogue
V301926
ISBN (ebook)
9783956876189
ISBN (Livre)
9783668005624
Langue
allemand
mots-clé
feminismus opfer medien
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lena Müller (Auteur), 2014, Feminismus. Opfer der Medien?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301926
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Extrait de  8  pages
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