Identität und ihre Konstruktion in Argentinien und in Ricardo Piglias "Respiración artificial"


Hausarbeit (Hauptseminar), 2013

25 Seiten, Note: 1,0

Susanne Becker (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Identität und wichtige beeinflussende Faktoren
1.1 Das Exil
1.2 Der Nationenbegriff
1.3 Transkulturalität

2 Identität(ssuche) in Argentinien

3 Identitätskonstruktion in Piglias Respiración artificial

4 Identitätskonstruktion von Romanfiguren
4.1 Emilio Renzi
4.2 Marcelo Maggi
4.3 Vladimir Tardewski

Fazit

Bibliografie

Einleitung

“The only home is writing.”[1] Diese von Edward Said aufgenommene These von Adorno beschreibt in prägnanter Form den Gefühlszustand vieler Schriftsteller im Exil. Da alle Protagonisten in Piglias Roman Respiración artificial diesen Autor fernab der Heimat in irgendeiner Weise verkörpern, ist es nötig, sich mit dem Exil an sich und seinen Folgen für die Identitätsbildung auseinanderzusetzen. Doch was versteht man eigentlich unter Identität? Diese Frage muss zunächst geklärt werden, bevor sich mit der Frage beschäftigt werden kann, welche wichtigen Faktoren sie beeinflussen. Dazu wird die vorliegende Arbeit im Hinblick auf die Identitäten der Romanfiguren besonders die Konzepte der Nation und der Transkulturalität erläutern, die mit der Identitätsbildung ebenso wie dem Exil in einer Art Wechselnbeziehung stehen. Darüber hinaus wird die Rolle des Schriftstellers im Exil während der argentinischen Militärdiktatur, die den historischen Hintergrund für Piglias Roman darstellt, sowohl in der Realität als auch im Buch untersucht und anschließend mit der Identitätskonstruktion der Charaktere in Verbindung gebracht.

Darüber hinaus analysiert die vorliegende Arbeit in einem zweiten Teil die Probleme der Identitätsbildung in Argentinien, die auch im Roman eine Rolle spielen. Des Weiteren widmet sich dieser Text Piglias vielschichtiger und komplexer Identitätskonstruktion in seinem Roman und geht dabei auf die auffällige Intertextualität, die Funktion der Sprache und die Struktur von Raum und Zeit ein. Zuletzt analysiert der Aufsatz drei der Protagonisten: Emilio Renzi, Marcelo Maggi und Vladimir Tardewski. Diese Charaktere symbolisieren je unterschiedliche argentinische Verhaltensmodelle und Stereotypen, die besonders im Lichte der Diktatur das analytische Interesse gewinnen. Die Arbeit beschäftigt sich jeweils einzeln mit der jeweiligen Identität der genannten Figuren und geht dabei auf die sie beeinflussenden Punkte Exil, Nation und Transkulturalität ein, um festzustellen, inwieweit eine dem Titel entsprechende künstliche Identität vorliegt und wenn ja, wie diese konstruiert wird.

1 Identität und wichtige beeinflussende Faktoren

Die Entwicklung und Bewahrung einer kulturellen Identität ist laut Spiller eine wichtige Kraftquelle für eine gesunde Gesellschaft.[2] Doch was überhaupt bezeichnet der viel gebrauchte Terminus der Identität? Im folgende Abschnitt soll zunächst eine Erklärung versucht werden: Identität ist ein Konstrukt, das auf der Fähigkeit der Selbstreflexion beruht. Dabei zeichnet sie sich sowohl durch eine gewisse Essenz als auch durch einen stetigen Veränderungsprozess aus.

Zur Ausbildung von Identiät sind weiterhin zwei sich gegenseitig bedingende Prozesse nötig: Sozialisation und Individuation. Während Sozialisation die Anpassung an gesellschaftliche Normen und die Ausfüllung sozialer Rollen meint, die z. B. durch Nationalität, Abstammung und Geschlecht sowie kulturellen Traditionen vorgegeben werden, bedeutet Individuation die bewusste Auswahl bestimmter Verhaltensweisen, Sprach- oder Kleidungsstile, mit denen man sich von anderen Individuen abgrenzt. Heute gewinnen dabei die individuellen veränderbaren Komponenten zunehmend Bedeutung für die Identität eines Menschen gegenüber den unveränderbaren Faktoren.[3] An dieser Stelle muss ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass sich Identiät sowohl durch Gemeinsamkeiten als auch durch Differenzen formen kann. So bildet man einerseits Interessengemeinschaften mit Individuen, grenzt sich damit andererseits automatisch gegen Personen anderer Präferenzen ab.

Folgt man Spiller, spielen darüber hinaus folgende Aspekte eine wichtige Rolle für die Identität(sbildung): Die Selbst- und Fremdwahrnehmung, die Anlass zur Selbstreflexion bieten, sowie die Gewichtung der verschiedenen sozialen Rollen und interessebedingten Facetten einer Person zueinander, die die Individuation verfeinern und dadurch verstärken.[4]

1.1 Das Exil

Oftmals ist es für Menschen die im Exil leben ungleich schwieriger, eine Identität aufzubauen als für Personen, die in ihrer (Wahl-)Heimat leben. Zunächst muss festgehalten werden, dass es sich beim Exil um eine Spaltung zwischen einem Mensch und seiner Heimat handelt, welche einen unwiederbringlichen Verlust darstellt und oft als politische Strafe eingesetzt wird.

Obwohl es neben Exilanten weitere soziale Gruppen wie etwa politische Flüchtlinge oder Auswanderer gibt, die nicht in ihrem Heimatland wohnen und denen die Rückkehr dorthin später oft nicht möglich ist, ist es jedoch dem Exilant eigen, dass er ganz allein verbannt wird. Um das Exil irgendwann als neue Stabilität wahrnehmen zu können, muss jedoch erst der Bruch mit der Heimat verarbeitet und die Integration in die neue Kultur vollbracht werden.

Bei allen negativen Aspekten des Exils darf man jedoch auch nicht vergessen, dass es besonders Intellektuellen und dabei im Besonderen Autoren auch zu ruhmreichen Zeiten mit fruchtbarer Arbeit verhelfen konnte und kann. Jene Werke sind laut Edward Said allerdings nur Ablenkungsbemühungen[5] und doch gleichzeitig eine tröstende Selbstherapie, da das Schreiben in der Muttersprache dabei hilft, den Entzug des Heimatlandes zu verarbeiten.[6] Trotzdem bleibt der Exilant aber nicht selten tief in seinem Inneren ein unglücklicher Außenseiter in der neuen Sprach- und Kulturgemeinschaft. Er spürt die Entwurzelung ständig und lebt mit dem Gefühl, auch hier nur provisorisch zu wohnen.[7] Said zitiert dazu passenderweise und ironisch Adorno: „It’s part of morality not to be at home in one’s home.“[8]

In Lateinamerika ist das Exil schon seit langer Zeit eine beliebte Strafe für alle, die ihre von den Machthabern unerwünschte, da kritische, politische Ansicht gemäß dem dort populären Verfahren öffentlich kundtun. Besonders Intellektuelle gerieten in den Diktaturen in Konflikt mit dem Militär, wenn sie die politische Unterdrückung, die Starrheit sozialer Strukturen und den beschränkten Horizont kritisierten.[9]

Obwohl die Exilanten innerhalb Lateinamerikas meist nicht die Sprache wechseln mussten und müssen und so nicht ganz so stark der Entfremdung ausgesetzt scheinen, darf man trotzdem nicht annehmen, dass die Verbannung merklich weniger schlimm für diese Exilanten gewesen sein muss. Besonders Schriftsteller hatten und haben mit kulturellen und linguistischen Unterschieden in verschiedenen Regionen Lateinamerikas zu kämpfen. Die veränderte Konnotation einiger Begriffe und auch die eigene fortschreitende Hybridisierung mit der neuen Sprache und Kultur machen es dem Autor zunehmend schwerer, seine Zuhörergruppen inner- und außerhalb des Gastlandes wie gewünscht anzusprechen. Diese Beschneidung seiner Möglichkeiten versetzt ihn in einen künstlichen Zustand und verschlimmert seine einsame Situation im Exil.[10] Denn was ist ein Schriftsteller ohne Sprache?

Trotz der genannten Schwierigkeiten trägt der Schriftsteller im Exil eine politische und öffentlich-bildende Verantwortung, die ihm von seinen Landsleuten im Gastland auferlegt wird. Diese Forderungen basieren auf dem Wunsch nach einem gesunden Staatssystem, das in den Diktaturen Lateinamerikas in Form von Beachtung der Menschenrechte, Gerechtigkeit und demokratischen Formen nahezu nicht mehr existent war.[11] Dafür wurde von den Machthabern das intellektuelle Feld negiert und verbannt, da es für sozialen Aufruhr als Folge von Modifizierungsversuchen politischer und wirtschaftlicher Art verantwortlich gemacht wurde und des Weiteren die sozialen Probleme offen analysierte und diskutierte, was in Diktaturen höchst unerwünscht war.[12] Als Konsequenz schlossen die Herrschenden sämtliche kulturelle Einrichtungen, die zur Erweiterung des kulturellen Horizonts beitrugen und als Nährboden für politische Diskussionen fungierten. Literarische Werke wurden zensiert, Autoren im Land zum Schweigen verurteilt und ein Verbot für die Wiederbelebung der Kultur erlassen. Aus diesen Praktiken resultierte eine kulturelle Lähmung ganzer Länder und die einzige Möglichkeit, kritische Literatur zu verfassen, war, sie geschickt zu verschleiern und etwaige Kritik beispielsweise in eine andere Zeit der Geschichte einzuflechten. Diese Verschleierung mussten auch die freiwilligen und unfreiwilligen Exilanten praktizieren, wenn sie mit ihrer Literatur ihre Landsleute in der Heimat erreichen wollten. Selbst dann war es höchst unsicher, ob ihre „ausländischen“ Werke dort nicht sowieso der Zensur zum Opfer fallen würden.[13]

Folglich ist der Autor für die Verteidigung und Beeinflussung der Kultur und der Gesellschaft verantwortlich und prägt ihre Identität. Daraus entsteht ein Paradox: Der Autor im Exil, dem die Identität entzogen wurde und der sie erst mühsam wieder aufbauen muss, soll die des Volkes, dessen Teil er nur noch auf dem Papier ist, verändern und stärken. Insgesamt kann das Exil als transnationale und transkulturelle Erfahrung aufgefasst werden. Erst zerbricht es die Identität, welche der Exilant erst langsam wieder zusammensetzt und dabei neue Stücke, die er durch Impulse des neuen Landes gewonnen hat, ergänzt und andere alte vielleicht nicht mehr integriert. So entsteht sowohl auf individueller Ebene als auch derer der Nation eine hybride Identität, die Elemente mehrerer Kulturen ineinander verschmilzt. Damit ist auf natürliche Weise eine Transkulturalität entstanden, mit der sich in einem späteren Kapitel befasset wird.

1.2 Der Nationenbegriff

Der Begriff der Nation bzw. des Nationalstaates ist eng mit kollektiver Identität verbunden und birgt unter anderem sprachliche, ökonomische und jurisische Aspekte, die sich bedingen.[14] Laut Spiller ist eine lateinamerikanische Nation eher eine politische Willensgemeinschaft, die sich selbst eine Verfassung gibt und dem Vorbild von Nordamerika und Westeuropa nachempfunden ist, als eine kulturelle Sittengemeinschaft.

Meiner Meinung nach trifft diese These nicht ohne weiteres auf alle Gesellschaftsschichten eines Landes und damit nicht auf eine Nation zu. Gerade sozial schwache Gruppen werden sich eher über ihre Traditionen mit ihrem Land identifizieren als über den politischen Willen. Als weitere Faktoren, die die Nationenbildung begünstigen, nennt Spiller das persönliche Zugehörigkeitsgefühl zu einer kulturellen Schicksalsgemeinschaft mit einer gemeinsamen Abstammung[15], also die Bindung an ein Volk, einen Ort oder bestimmte Traditionen.[16]

Des Weiteren behauptet Spiller, der Nationenbegriff sei nicht so sehr ein politischer, analytischer oder territoriumbestimmender Begriff, sondern vielmehr ein psychologisch effizienter Terminus.[17] Dem stimme ich nur bedingt zu: Auch wenn der Begriff der Nation Menschen vereint ohne politisch oder territoriumsbestimmend zu sein, so ist er doch in gewissem Maße Voraussetzung für die Akzeptanz von Politik oder geografischer Grenzen, da sich die Menschen durch die psychologische Anziehungskraft des Konzepts von außen betrachtet zu einem Ganzen, einem Kollektiv, zusammentun, womit sie sich identifizieren um so eine politische Willens – und Kulturgemeinschaft zu bilden, die sie laut der Definition von ‚Nation‘ nach Spiller sein sollten und welche enorm identitätsstiftend wirkt.

Im Vergleich dazu ist das Exil eine einsame Angelegenheit außerhalb einer Gruppe.

Jedoch pflegen viele Exilanten gemeinsam mit anderen ausgewiesenen Landesgenossen eine Art Nationalismus aus dem Exil heraus aufzubauen und am Leben zu halten, indem sie beispielsweise die Geschichte ihres Heimatlandes (neu) konstruieren, die Sprache pflegen und einen nahezu übertriebenen Solidaritätssinn für die neue Gruppe entwickeln, während sie außenstehenden Personen, seien es auch ebenfalls Exilanten, oft feindlich begegnen.[18] Hierbei stellt sich die Frage, ob die erwähnte Gruppe dann noch als Opfer oder schon als Täter handelt.

1.3 Transkulturalität

Der modern erscheinende Terminus der Transkulturalität bezeichnet eigentlich nichts anderes als ein sehr altes Prinzip der Kulturvermischung und –verflechtung. Ob Sprachen, Speisen, Musik, Religion oder Genetik: Die betroffenen Bereiche sind sowohl auf Makro- wie auf Mikro- oder Individualebene schier unendlich.

Unzählige Länder und Menschen haben in ihrer Kultur Gehalte einer anderen aufgenommen[19] und identifizieren sich nun damit – ein Stückchen „fremde“ Kultur gehört fest zur Identität fast aller Personen - als triviales Beispiel sei der Erfolg italienischer Restaurants in Deutschland angeführt, die niemand als „fremd“ bezeichnen würde. Die neuen Identitätselemente sind jedoch nicht immer frei wählbar, da die Ursache für die Berührung mit anderen Kulturen häufig Machtprozesse sind.[20]

In Lateinamerika fand ab 1930 unter anderem als Folge der Weltwirtschaftskrise eine enorme nationale und internationale Migration statt. In Argentinien zogen ganze Massen Einheimischer auf der Suche nach einem wirtschaftlich besseren Leben vom Land in die Hauptstadt, aus Europa strömten Flüchtlinge und Verfolgte der Weltkriege nach Buenos Aires. Unter letzteren befanden sich eine nennenswert große Anzahl deutscher und italienischer Intellektueller. Dadurch wuchs einerseits die urbane Bevölkerung konsequenterweise rasch und andererseits prallten die verschiedenen Kulturen der aus zahlreichen verschiedenen Ländern kommenden Migranten aufeinander, was erst zu starken Reibungen und später zu einem rapiden Prozess der Transkulturation und somit der Bildung von Transkulturalität führte.[21] Elemente verschiedener Kulturen vermischten sich, verschmolzen teilweise und bildeten so einen Teil einer neuen, breit gefächerten argentinischen Identität.[22]

Häufig schlossen sich in Argentinien intellektuelle Exilanten zusammen, um die Einsamkeit zu bekämpfen und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, sofern es die linguistischen Barrieren erlaubten. Dadurch änderte sich ihre Wahrnehmung hin zu einer trankulturelleren Einstellung, die sie bei der (eventuellen) Wiederkehr in ihr Vaterland automatischerweise mitnahmen und dort weiterverbreiteten. Nicht selten jedoch war eine Person nach einigen Jahren im Exil unter Einfluss der anderen Kultur(en) bereits so verändert, dass sie sich plötzlich auch in ihrer Heimat nicht mehr zu Hause fühlten – ebenso wenig wie im Gastland: Der tragische Zustand der Heimatlosigkeit ist eingetreten[23], die mühsam aufgebaute neue Identität bricht erneut zusammen, die Suche beginnt von vorne.

Letztendlich hat die Transkulturation der Exilanten in Lateinamerika in hohem Maße dazu beigetragen, dass Brücken zwischen den verschiedenen Ländern des Kontinents geschlagen wurden – Brücken, die vorher nur in der Wahrnehmung der Europäer vorhanden waren. Die Etablierung der durch das Exil gewonnenen Kontakte und die verstärkte Kommunikation der intellektuellen Eliten der einzelnen Länder führten zu einer Bereicherung der lateinamerikanischen Politik, Wissenschaft und der regionalen Kulturen. Transkulturation ist ein ebenso kontinuierlicher Prozess der Identitätsbildung wie die Identitätsbildung selbst – man bedenke, dass sich auch die Kulturen der Welt in einer ständigen Entwicklung befinden. Und obwohl fast alle Menschen der Erde in irgendeiner Weise Transkulturalität aufweisen, dominiert bei der Mehrheit ein regionaler oder nationaler Hauptakzent der Identität.[24]

2 Identität(ssuche) in Argentinien

Im Argentinien des 19. Jahrhunderts will die Literatur entscheidend auf die Gründung und Entwicklung der nationalen Identität mitwirken, die sich seit der Unabhängigkeit von 1816 zunächst nur langsam entwickelt.[25] Die Schwierigkeit der argentinischen Identitätsentwicklung und der Herausbildung eines Nationalgefühls liegt bis heute im ständigen Pendeln zwischen dem Minderwertigkeitsgefühl gegenüber Europa und dem Überlegenheitsgefühl gegenüber den anderen Ländern Lateinamerikas, wobei das Überlegenheitsgefühl vom geringen kulturellen, als wenig prestigereich angesehenen indigenen Einfluss und der starken Identifikation mit Europa herrührt.[26]

Ein anderes Problem der Identitätsbildung Argentiniens waren die zahlreichen verschiedenen Ethnien, die dort zusammentrafen und oftmals die Kultur ihres Herkunftslandes in Argentinien weiterlebten, wodurch das Land durch seine starke inter- und transkulturelle Prägung zu einem kulturellen Mosaik wurde.[27] Dies bedeutet, dass bei der Identitätsbildung ungleich mehr wählbare Facetten der Sprache, des Verhaltens usw. vorhanden waren, als es in einem eher monokulturell geprägten Land der Fall ist, wodurch der Identitätsbildungsprozess Argentiniens durch den langsamen Selektionsprozess verkompliziert und ausgebremst wurde.

Die beschriebene Transkulturalität des Landes findet man laut Piglia auch in der Literatur des 19. Jahrhunderts: Argentinische Autoren experimientieren mit verschiedenen Gattungen, Stilformen und Sprachen und vermischen sie sogar teilweise, um Besonderheiten der Gesellschaft wiederzugeben.[28] Auch er selbst tut selbiges in Respiración artificial.

[...]


[1] Edward Said: Reflections on Exile and other Essays. Inventories of the Present, Cambridge, Harvard University Press 2001, 184.

[2] Roland Spiller: Zwischen Utopie und Aporie. Die erzählerische Ermittlung der Identität im argentinischen Roman der Gegenwart, Frankfurt a. M.: Vervuert 1993, 24.

[3] Ibid., 25sq.

[4] Ibid., 27.

[5] Said: op. cit., 173.

[6] Ibid., 177.

[7] Ibid., 185.

[8] Ibid., 184.

[9] Angel Rama: „La riesgosa navegación del escritor exiliado”, in: Nueva Sociedad Vol. 35 (1978), 5-15, 1.

[10] Ibid., 9, 16.

[11] Ibid., 30.

[12] Ibid., 11.

[13] Ibid., 13.

[14] Spiller: op. cit., 28.

[15] Ibid., 30.

[16] Rama: op. cit., 1.

[17] Spiller: op. cit., 36.

[18] Rama: op. cit., 2.

[19] Wolfgang: Welsch „Was ist eigentlich Transkulturalität?“ in: Darowsky, Lucyna et al. (Hg.): Hochschule als transkultureller Raum? Kultur, Bildung und Differenz in der Universität, Bielefeld 2010, S. 39-66, 42.

[20] Ibid., 53.

[21] Rama: op. cit., 2.

[22] Ibid., 3.

[23] Ibid., 9.

[24] Welsch, op. cit., 61.

[25] Spiller: op. cit., 28.

[26] Ibid., 31.

[27] Ibid., 35sq.

[28] Piglia zit. bei Spiller: op. cit., 31, 33.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Identität und ihre Konstruktion in Argentinien und in Ricardo Piglias "Respiración artificial"
Hochschule
Universität Mannheim
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
25
Katalognummer
V302033
ISBN (eBook)
9783956877308
ISBN (Buch)
9783668005839
Dateigröße
445 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ricardo Piglia, Respiración artificial, Transkulturalität, Argentinien, Tardewski
Arbeit zitieren
Susanne Becker (Autor), 2013, Identität und ihre Konstruktion in Argentinien und in Ricardo Piglias "Respiración artificial", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302033

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