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"Die Kunst ist tot! Es lebe die Kunst!". Ästhetik, Philosophie, Politik und Vermarktung der Kunst

Titre: "Die Kunst ist tot! Es lebe die Kunst!". Ästhetik, Philosophie, Politik und Vermarktung der Kunst

Essai Scientifique , 2005 , 25 Pages , Note: A

Autor:in: Dr. phil. MA Heide Marie Herstad (Auteur)

Théâtrologie, Danse
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Kunst ist tot! Es lebe die Kunst!
Kunst wurde im Laufe der Jahrtausende immer wieder zu Grabe getragen. Kunst als Teil des Lebens und einer Lebensvorstellung ist immer noch lebendig. Kunst als politisches Mittel war eine Demonstration der Größe Gottes und der Größe des Menschen. Kunst war eine Demonstration von Macht, Ehrwürdigkeit und Erhabenheit. Kunst schlug im demokratischen Zeitalter um in Kunstindustrie und künstlerische Reproduktion. Kunst ist heute die Jagd nach einem besseren Leben, nach einer Vergeistigung des Lebens und einer Ästhetisierung des Alltags. Kunst kann als Aktivierung des Lebens und als psychosomatische Reinigung verstanden werden. (Vgl. Shusterman, 2000). Kunst als Reflexion auf sich selbst verflüchtigte sich in die Theorie und Philosophie. Kunst als praktische Verwirklichung der Kunst zerbröselte in der Sucht nach dem Neuen.

Die Kunst erhielt einen funktionalen Wert. Sie sollte unendliche Abgründe im Menschen aufdecken und entdecken und die exotische Außenwelt des anderen in einer sich globalisierenden Welt ausloten. Kunst verschwindet mit der Idee des Abendlandes und taucht in immer neuen Gewändern von östlicher Weisheit, von mythologischer Erkenntnis und vom Credo einer globalen Toleranz auf.
Kunst als Träger kultureller Werte wird darin zum Träger der Transformation von Ideen und zum Träger der Transformation und Veränderung des Menschen.
Kunst als Mittel zur Transformation reflektiert auf keine Wirklichkeit mehr, sondern verflüchtigt sich in die Transformation der Transformation. Wirklichkeit entwirklicht spiegelt sich nicht in Kunst, sondern nur in der Idee der Veränderung von Wirklichkeit. Kunst auf den Menschen fixiert, verweilt in der reinen Nabelschau. Kunst an die politischen, sozialen, kulturellen und philosophischen Ereignisse gebunden lebt und stirbt mit ihrer jeweiligen Funktion. Kunst zur Autonomie erklärt schwebt im luftleeren Raum. Kunst wird funktionslos und gegenstandslos. Kunst reflektiert dann nur auf sich selbst.

Die Kunst ist tot! Sie wurde schon von Platon an den Schandpfahl gebunden und aus der feinen Gesellschaft rausgeschmissen. Sie wurde über die Jahrhunderte ständig aufs Neue zu Grabe getragen.

Die Kunst lebt immer noch! Die Kunst lebt solange der Mensch in immer neuer Realisierung seiner selbst sein In-der-Welt-Sein und seine Vergänglichkeit in sich ständig wandelnden Formen zu begreifen versucht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Die Kunst ist tot! - Es lebe die Kunst!

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Kunstbegriffs von der Antike bis zur Postmoderne und analysiert kritisch das wiederkehrende Narrativ vom "Ende der Kunst". Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie der Tanz als eine gelebte künstlerische Praxis in diese theoretischen Debatten über Ästhetik und Kunstphilosophie integriert werden kann.

  • Historische Transformation des Kunstverständnisses
  • Paradoxien der Kunstreflexion von Platon bis zur Gegenwart
  • Das Ende der Kunst als Ausdruck eines westlichen Bezugssystems
  • Philosophische Konzepte von Schönheit, Erhabenem und Autonomie
  • Der Tanz als Herausforderung für kunstphilosophische Systembildungen

Auszug aus dem Buch

Die Kunst ist tot! - Es lebe die Kunst!

Das Ende der Kunst ist immer etwas anderes, es ist das Ende der Stilgeschichte, das Ende vom Inhalt, das Ende einer „Fortschritts oder Problemgeschichte“ (Ullrich, 2000, Bd. 3, 557), das Ende von Revolution, Hoffnung und Heilserwartung. Das Credo vom Ende der Kunst muss relativiert werden am Bezugssystem: Als was Kunst wird verstanden? Denn Kunst kann vieles bedeuten: Kunst kann das Können sein, der geniale Augenblick, die konkretisierte Kreativität, manifeste Meilensteine in der Entwicklung des Menschen, Kunst kann das manifeste Produkt dieses genialen Augenblicks sein, und Kunst kann ein Begriff sein, der auf sich selber reflektiert.

Ich werde im Folgenden versuchen, die Entwicklung des Kunstbegriffes von der europäischen Antike bis zur modernen und postmodernen Kunst in ein Relativsystem zu setzen. Was versteht, was verstand der Mensch in Relation zu seinem Weltverständnis im Lauf der Jahrhunderte als Kunst? Ist Kunst der Ausdruck der begriffenen Wirklichkeit als endzeitlich oder ewig waltendes Ereignis? Ist Kunst eine konstante Größe oder ein sich ständig wandelndes Ereignis? Die abschließende Frage ist, wie kann der Tanz als Kunst in diese Jahrtausend alte Debatte der Kunstreflexion, Kunstphilosophie und Ästhetik integriert werden?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Kunst ist tot! - Es lebe die Kunst!: Dieses einleitende Kapitel skizziert die Problematik des Kunstbegriffs sowie die historischen Behauptungen über das Ende der Kunst und führt die zentrale Fragestellung zur Einordnung des Tanzes in die philosophische Kunstdebatte ein.

Schlüsselwörter

Kunstbegriff, Ende der Kunst, Ästhetik, Kunstphilosophie, Tanz, Postmoderne, Transformation, Autonomie, Wirklichkeit, Platon, Aristoteles, Heidegger, Adorno, Kunsttheorie, Kulturgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und dem Wandel des Kunstbegriffs sowie der ständigen Debatte über das vermeintliche "Ende der Kunst" in der abendländischen Philosophie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Kunsttheorie, das Verhältnis von Kunst zu Wahrheit und Wirklichkeit sowie die philosophische Bewertung von Kunst in verschiedenen Epochen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, das Narrativ vom Ende der Kunst zu hinterfragen und zu untersuchen, ob und wie der Tanz als lebendige künstlerische Ausdrucksform in die etablierten kunstphilosophischen Gedankensysteme integriert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, indem sie kunstphilosophische Diskurse von der Antike bis zur Gegenwart aufarbeitet und kritisch zueinander in Beziehung setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ansätze bedeutender Philosophen wie Platon, Aristoteles, Kant, Hegel, Heidegger und Adorno und setzt diese in Bezug zu modernen Kunstströmungen und aktuellen ästhetischen Theorien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Kunstbegriff, Ende der Kunst, Ästhetik, Kunstphilosophie, Transformation, Autonomie und Tanz.

Welche Rolle spielt der Tanz in der Argumentation?

Der Tanz dient als konkretes Fallbeispiel, an dem die Schwierigkeiten der Philosophie aufgezeigt werden, eine körperlich-bewegte Praxis in ihre rein theoretischen Konstrukte einzubinden.

Wie wird das "Ende der Kunst" bei Adorno interpretiert?

Adorno sieht das Ende der Kunst sowohl als Teil einer elitären Kulturphilosophie als auch als dialektisches Problem, bei dem die Kunst ihre Autonomie gegenüber einer funktionalen Welt behaupten muss.

Was bedeutet die "Demokratisierung der Kunst" im Kontext dieser Arbeit?

Damit ist der Ansatz gemeint, Kunst aus exklusiven kunsttheoretischen Zusammenhängen zu lösen und als gestaltende Kraft im Leben jedes Menschen, etwa nach Ansätzen von Joseph Beuys, neu zu denken.

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Résumé des informations

Titre
"Die Kunst ist tot! Es lebe die Kunst!". Ästhetik, Philosophie, Politik und Vermarktung der Kunst
Université
Stockholm University  (Teater- och dansvetenskap)
Cours
Scandinavian Masterdegree in dance
Note
A
Auteur
Dr. phil. MA Heide Marie Herstad (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
25
N° de catalogue
V302113
ISBN (ebook)
9783668013025
ISBN (Livre)
9783668013032
Langue
allemand
mots-clé
Reflexionen über Kunst und Kunsttheorien Kunstphilosophie und Ästhetik-Diskussion Kunstpolitik und Kunstvermarktung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dr. phil. MA Heide Marie Herstad (Auteur), 2005, "Die Kunst ist tot! Es lebe die Kunst!". Ästhetik, Philosophie, Politik und Vermarktung der Kunst, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302113
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Extrait de  25  pages
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