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"Dumm ist der, der Dummes tut". Erziehung und Intellekt in Wolframs von Eschenbach "Parzival"

Titre: "Dumm ist der, der Dummes tut". Erziehung und Intellekt in Wolframs von Eschenbach "Parzival"

Dossier / Travail de Séminaire , 2012 , 27 Pages , Note: 2,5

Autor:in: Maria Hanstein (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale
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Intelligenz ist „die Fähigkeit zur Anpassung an neue Bedingungen und die Fähigkeit zur Lösung neuartiger Probleme“.

Auf dem Gebiet der Intelligenz wird seit mehr als 100 Jahren geforscht, dennoch ist noch immer nicht genau geklärt, was zu der Intelligenz zu zählen ist und welche Faktoren sie beeinflussen.
Zur Integration der abundanten Positionen wurde ein Konzept eingeführt, welches drei verschiedene Ebenen abdeckt: (1) die Verhaltensebene, bei der um die Intelligenzprodukte geht, (2) die Prozessebene, die sich mit der Informationsverarbeitung und -umsetzung beschäftigt und (3) die Kontextebene, die auf die situative Bedingtheit der Intelligenz Wert legt.

„Meine Mama hat immer gesagt: Dumm ist der, der Dummes tut“. Forrest Gump von Winston Groom ist eines der besten Beispiele der modernen Trivialliteratur, um zu zeigen, wie wenig wichtig es ist, wie intelligent ein Mensch sein muss, um etwas aus seinem Leben zu machen. Wichtig ist nur die Einstellung des Menschen selbst und derjenigen, die diesen Menschen erziehen. Der Intelligenzquotient von Forrest Gump liegt im untersten Drittel, dennoch ist er am Ende des Romans durch sein Shrimp-Imperium ein Multimillionär, bekam die Tapferkeitsmedaille, ist sowohl Ping-Pong-Weltmeister sowie der Urheber mehrerer erfolgreicher Verkaufsschlager und heiratet eine reizende und intelligente Frau.

Ebenso wie Forrest Gump ist Wolframs von Eschenbach „Parzival“ nicht von der Weisheit geküsst worden, was der Autor durch den Begriff der "tumpheit" in seiner mittelhochdeutschen Erzählung deutlich macht.
Doch ebenso wie Forrest Gump erlangt Parzival großen Ruhm und gestaltet sein Leben bestmöglich.
In dieser Arbeit wird anhand des Berliner Intelligenzstrukturmodells die Entwicklung des Parzival dargestellt. Zusätzlich werden die verschiedenen Erzieher und Lehrer, die auf Parzival einwirken, einbezogen, um den Zusammenhang zwischen Intellekt und Erziehung zu verdeutlichen.

Um dies zu verwirklichen wird zunächst das Modell vorgestellt und erläutert. Darauf aufbauend werden die Hauptstationen von Parzivals Lebensweg benannt, durch welche sein Intellekt mittels des Berliner Intelligenzstrukturmodells nachgewiesen werden wird.

Im Anschluss darauf wird eine kurze Zusammenfassung der Resultate gegeben und ermittelt, inwiefern sich das Modell in diesem Zusammenhang eignet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Das Berliner Intelligenzstrukturmodell (BIS)

2.2 Die Idee der Lernfähigkeit

3 Parzivals tumpheit

4 Erziehung des Parzival

4.1 Herzeloyde

4.2 Iwânet

4.3 Gurnemanz

4.4 Condwîr amûrs

4.5 Parzival und der Gral

4.5.1 Sigûne

4.5.2 Trevrizent

4.5.3 Feirefîz

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Entwicklung der Hauptfigur Parzival aus Wolfram von Eschenbachs gleichnamigem Werk anhand des Berliner Intelligenzstrukturmodells (BIS). Ziel ist es, Parzivals „tumpheit“ nicht als angeborenes Defizit, sondern als Resultat einer spezifischen Erziehungssituation zu verstehen und seinen Weg zum reifen, ritterlichen Mann psychologisch zu analysieren.

  • Analyse des Berliner Intelligenzstrukturmodells zur Erfassung intellektueller Fähigkeiten.
  • Untersuchung der Bedeutung der „tumpheit“ bei Parzival.
  • Rolle der verschiedenen Erzieher und Lehrer auf Parzivals Lebensweg.
  • Verknüpfung von kognitiver Entwicklung mit höfischer Erziehung und ritterlicher Ehre.
  • Vergleich der Identitätsentwicklung mit modernen medienwirksamen Beispielen.

Auszug aus dem Buch

4.3 Gurnemanz

Auf seiner weiteren Reise kommt er zu dem Herrn Gurnemanz de Grâharz. Dort angekommen denkt er an den Rat seiner Mutter zurück und:

sus antwurt im dô Parzivâl

ûz tumben witzen sunder twâl.

'mich pat mîn muoter nemen rât

ze dem der grâwe locke hât.

dâ wil ich iu dienen nâch,

sît mir mîn muoter des verjach.'

Hieraus wird ersichtlich, dass Parzival sich nach wie vor an den Rat seiner Mutter erinnert, ihn auch weiterhin umsetzt und ihn sogar erweitert, indem er zusätzlich seine Dienste als Dank anbietet. Weiterhin zeigt sich hier seine Lernbereitschaft, da seine Mutter ihm zwar sagt, dass er einem weisen Mann folgen soll, so er ihn lehren will, sie hat jedoch nicht ausdrücklich gesagt, dass er darum bitten soll, was Parzival hiermit aber tut. Gurnemanz kommt seiner Bitte gern nach, sagt ihm aber, er müsse sich mit Freundlichkeit fügen, sollte er seinen Rat tatsächlich wollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Intelligenzforschung und die Parallele zwischen Parzival und dem modernen Beispiel Forrest Gump.

2 Theoretische Grundlagen: Vorstellung des Berliner Intelligenzstrukturmodells und des Konzepts der Lernfähigkeit nach Jürgen Guthke.

3 Parzivals tumpheit: Definition und Interpretation des Begriffs der Tumpheit im Kontext der mittelalterlichen Erzählung.

4 Erziehung des Parzival: Detaillierte Analyse der verschiedenen Erziehungsphasen und Lehrfiguren, die Parzivals intellektuelle und ritterliche Reifung vorantreiben.

5 Zusammenfassung: Resümee über die intellektuelle Entwicklung Parzivals und die Eignung des Modells für die Analyse dieser literarischen Figur.

Schlüsselwörter

Parzival, Wolfram von Eschenbach, Berliner Intelligenzstrukturmodell, BIS, Tumpheit, Erziehung, Lernfähigkeit, Gurnemanz, Intelligenz, Rittertum, kognitive Entwicklung, mittelalterliche Literatur, Psychologie, Wissensverarbeitung, Höfische Erziehungslehren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Entwicklung der literarischen Figur Parzival aus einer psychologischen Perspektive, um zu zeigen, wie er seine anfängliche Unerfahrenheit („tumpheit“) durch Erziehung überwindet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Anwendung psychologischer Intelligenzmodelle auf mittelalterliche Texte, die Analyse ritterlicher Erziehung und die Charakterentwicklung des Protagonisten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist der Nachweis, dass Parzivals Tumpheit keine genetische Dummheit ist, sondern durch gezielte Unterweisung und Lerneffekte in eine hohe ritterliche Intelligenz transformiert wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird das Berliner Intelligenzstrukturmodell (BIS) von Adolf Otto Jäger als methodischer Rahmen genutzt, um Parzivals Handlungen in verschiedene intellektuelle Kompetenzbereiche einzuordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der verschiedenen Lehrer wie Herzeloyde, Iwânet, Gurnemanz und Trevrizent, deren Einflüsse auf Parzivals Entwicklung anhand der BIS-Kategorien untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Tumpheit, BIS, Intelligenz, Erziehung, Rittertum und Lernfähigkeit definiert.

Warum ist die Rolle der Mutter, Herzeloyde, so bedeutend für Parzivals anfängliche Tumpheit?

Herzeloyde versucht, Parzival vom Rittertum fernzuhalten, wodurch er keine soziale oder ritterliche Bildung erhält. Diese isolierte Erziehung ist die Ursache für seine mangelnde Erfahrung und seine naive Sicht auf die höfische Welt.

Inwiefern spielt der Gral eine Rolle bei der Entwicklung seines Intellekts?

Die Begegnung mit dem Gral und sein Versagen, die richtige Frage zu stellen, markieren einen Wendepunkt. Dies zwingt Parzival zur Selbstreflexion und zur kritischen Auseinandersetzung mit seinem bisherigen Wissen, was seine kognitive Verarbeitungskapazität massiv steigert.

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Résumé des informations

Titre
"Dumm ist der, der Dummes tut". Erziehung und Intellekt in Wolframs von Eschenbach "Parzival"
Université
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Deutsche Philologie)
Cours
Höfische Erziehungslehren
Note
2,5
Auteur
Maria Hanstein (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
27
N° de catalogue
V302143
ISBN (ebook)
9783668000582
ISBN (Livre)
9783668000599
Langue
allemand
mots-clé
Parzival Berliner Intelligenzstrukturmodell Höfische Erziehungslehre BIS Lernfähigkeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Maria Hanstein (Auteur), 2012, "Dumm ist der, der Dummes tut". Erziehung und Intellekt in Wolframs von Eschenbach "Parzival", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302143
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Extrait de  27  pages
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