Die Bedeutung und Notwendigkeit eines Social Media Monitorings wird von einem Großteil aller Unternehmen in Deutschland noch unterschätzt. Dabei kann die richtige Nutzung das Erreichen eines Unternehmens,- Produkt- oder Kampagnenziel unterstützen.
Die Anwendungsmöglichkeiten sind dabei Branchenübergreifend und von der Unternehmensgröße weitgehendsten unabhängig. Dennoch ist ein aktiver Einsatz eines Monitoring Tools nur bei einem geringen Teil der Unternehmen zu finden. Weiterhin existieren bei diesen Unternehmen, welche ein Monitoring im Einsatz haben, eklatante Fehler bei der Nutzung, welche einen effizienten Einsatz verhindern.
Nach einer Definition soll dem Leser zu Beginn dieser Arbeit das Wissen vermittelt werden, wie ein typischer Social Media Monitoring Anbieter intern aufgestellt ist. Hierzu werden exemplarisch drei Bereiche und deren Aufgabengebiete vorgestellt. Außerdem werden die Grundzüge des Aufsetzens eines Monitorings dargestellt. Anschließend werden konkrete Anwendungsbeispiele gegeben, um die Anwendungsvielfalt und deren Bedeutung zu verdeutlichen.
Daraufhin erfolgt eine Erklärung und Begründung im Bezug zum Titel dieser Arbeit, warum Social Media Monitoring eine unterschätzte Wunderwaffe ist. Darauf aufbauend werden unternehmensseitige Empfehlungen gegeben, um Fehler zu vermeiden und ein Monitoring richtig zu nutzen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.2 Problemstellung
1.3 Methodisches Vorgehen und Zielsetzung
2. Definition
3. Aufbau eines Social Media Monitoring Anbieters und Funktionsweise des Monitoring Tools
3.1 Die IT
3.2 Research
3.3 Agenturleistungen
4. Konkrete Anwendungsbeispiele
5. Die unterschätzte Wunderwaffe
6. Wie kann eine falsche Nutzung verhindert werden?
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen Überblick über den internen Aufbau sowie die Funktionsweise von Social Media Monitoring Tools zu vermitteln. Dabei wird die Dringlichkeit ihres Einsatzes in Unternehmen verdeutlicht, Gründe für eine ineffiziente Nutzung analysiert und anhand konkreter Beispiele aufgezeigt, wie diese durch gezielte Maßnahmen verhindert werden kann, um das Potenzial als "Wunderwaffe" voll auszuschöpfen.
- Aufbau und interne Abteilungen von Monitoring-Anbietern
- Technologische Funktionsweise und Sentiment-Analyse
- Einsatzmöglichkeiten im Marketing und Kundenservice
- Konkrete Wettbewerbsbeobachtung und Analyse
- Herausforderungen bei der Implementierung in Unternehmen
Auszug aus dem Buch
3.1 Die IT
Die IT ist der wichtigste und umfangreichste Bereich. Sie ist für die Datenbeschaffung verantwortlich, ohne die das komplette Tool nutzlos wäre. Hierzu müssen möglichst viele Quellen eingefügt werden, um möglichst das gesamte Social Web abzudecken. Mithilfe von Parsern, Robots und ähnlichen Hilfsmitteln, werden diese Quellen durchsucht. Dabei kommt es immer wieder zu Herausforderungen und Änderungen. Facebook hat beispielsweise Ende Januar die Funktionalitäten von APIs zum Abgreifen von Daten umgestellt. Daraufhin muss die IT schnellstmöglich reagieren, damit Beiträge wieder ordnungsgemäß erfasst und Kunden informiert werden können.
Ein weiterer Aufgabenbereich der IT ist die Computer Linguistik. Computer Linguisten werden meist zur Erstellung von Suchabfragen (Queries) eingesetzt. Diese Queries bestehen aus Keywords (die zuvor mit den Kunden abgestimmt werden), die mit Operatoren (z.B. AND, OR, AND NOT, Tilde) verbunden sind. Das Social Web wird nach diesen Keywords durchsucht und alle passenden Beiträge werden auf den Servern gesammelt und sortiert. Unternehmen zahlen meist nach Trefferanzahl (Serverkapazität), daher ist es in ihrem Interesse, dass alle gefundenen Beiträge eine hohe Relevanz besitzen. Alle Beiträge laufen anschließend in einen „Feed“, welcher allgemeine Keywords enthält. Daraufhin lassen sich „Sub-Feeds“ erstellen, in denen speziellere Keywords angegeben sind. So kann der Hauptfeed bspw. Daten zu einem Unternehmen sammeln, und die Sub-Feeds enthalten alle Beiträge zu einzelnen Produkten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Relevanz von Social Media Monitoring angesichts explodierender Datenmengen und definiert das Ziel, den Nutzen dieser Technologie für Unternehmen aufzuzeigen.
2. Definition: Dieses Kapitel erläutert den Begriff Social Media Monitoring und grenzt kostenlose von professionellen, semantikbasierten Monitoring-Lösungen ab.
3. Aufbau eines Social Media Monitoring Anbieters und Funktionsweise des Monitoring Tools: Hier werden die zentralen Abteilungen eines Anbieters (IT, Research, Agenturleistungen) detailliert vorgestellt und deren spezifische Aufgaben beschrieben.
4. Konkrete Anwendungsbeispiele: Anhand einer Wettbewerbsbeobachtung zwischen Mercedes-Benz, Toyota und Ford wird praktisch demonstriert, wie Monitoring-Tools zur Analyse von Tonalität, Trends und Zielgruppen eingesetzt werden.
5. Die unterschätzte Wunderwaffe: Dieses Kapitel fasst das strategische Potenzial von Monitoring für Unternehmen zusammen und analysiert die Ursachen für das bisher unzureichende Nutzungsverhalten.
6. Wie kann eine falsche Nutzung verhindert werden?: Das Kapitel gibt praktische Handlungsempfehlungen, um Monitoring-Tools effizient in unternehmerische Prozesse zu integrieren und Fehlentscheidungen zu vermeiden.
7. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Social Media Monitoring ein essenzieller Bestandteil moderner Strategien ist und Unternehmen ihre internen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einsatz dringend optimieren sollten.
Schlüsselwörter
Social Media Monitoring, User-Generated-Content, Sentiment-Analyse, Wettbewerbsbeobachtung, Marketing-Strategie, Big Data, Community Management, Influencer Marketing, Social Leads, Datenanalyse, Monitoring Tools, Unternehmenskommunikation, Krisenmonitoring, Produktmanagement, digitale Daten
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung von Social Media Monitoring als Instrument für Unternehmen, um Kundenmeinungen zu verstehen und strategische Vorteile zu erlangen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen den internen Aufbau von Monitoring-Dienstleistern, die technologischen Funktionen der Tools, praxisorientierte Anwendungsfälle und die erfolgreiche Integration in Unternehmensprozesse.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, dem Leser einen umfassenden Überblick über die Funktionsweise und den Nutzen von Social Media Monitoring zu geben, um so die Dringlichkeit des Einsatzes zu verdeutlichen und Tipps zur Vermeidung von Anwendungsfehlern zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analysierende Herangehensweise, ergänzt durch eine praktische Fallstudie zur Wettbewerbsbeobachtung, um die theoretischen Aspekte zu veranschaulichen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erläutert die IT-Struktur (z.B. Computerlinguistik), die Aufgaben von Research-Analysten und Agenturleistungen sowie konkrete Beispiele aus der Automobilbranche.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Social Media Monitoring, Sentiment-Analyse, Wettbewerbsbeobachtung, Datenanalyse und strategisches Marketing.
Warum wird Social Media Monitoring als "unterschätzte Wunderwaffe" bezeichnet?
Obwohl Monitoring-Tools einen erheblichen Wissensvorsprung und effiziente Steuerungsmöglichkeiten bieten, unterschätzt der Großteil der Unternehmen in Deutschland den Nutzen oder scheitert an der korrekten Implementierung.
Welche Rolle spielt die "intelligente Semantik" bei Monitoring-Tools?
Sie ermöglicht es, den Kontext von Beiträgen (z.B. Sarkasmus oder Doppeldeutigkeit von Begriffen) zu verstehen, wodurch die Qualität der Datenerfassung gegenüber einfachen Keyword-Suchen massiv gesteigert wird.
Was sind laut Autor die größten Hürden für Unternehmen beim Einsatz von Monitoring?
Zu den Hürden zählen mangelndes Wissen über die Möglichkeiten, Angst vor Kosten, Vorbehalte gegenüber dem Thema Datenschutz und fehlendes Personal zur Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse.
- Citation du texte
- Simon Preuß (Auteur), 2015, Social Media Monitoring. Definition, Funktionsweise und Anwendungsbeispiele, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302173