Lebens- und Bewegungswelten von Kindern in der Gegenwart


Examensarbeit, 2004

77 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhalt

1 Einleitung

2 Zum Verständnis von Kindheit

2.1 Theoretische Grundlagen der Sozialisationsforschung
2.2 Zum Begriff ’Kindheit’
2.3 Zusammenfassung

3 Gesellschaft im Wandel
3.1 Das Individualisierungsmodell nach Beck
3.2 Enttraditionalisierung und Individualisierung
3.3 Institutionalisierung von Biographiemustern
3.4 Zusammenfassung und Ergänzungen

4 Lebenswelten von Kindern im Wandel – die „äußere Realität“ -
4.1 Theoretische Grundlagen - Der sozialökologische Ansatz -
4.2 Das Modell der vier sozialökologischen Zonen
4.3 Fünf Ebenen des Wandels kindlicher Lebenswelten
4.3.1 Familiale Ebene
4.3.2 Ebene des Konsums
4.3.3 Mediale Ebene
4.3.4 Ebene der Erziehung
4.3.5 Ebene kindlicher Lebensräume (Exkurs zur Zeitdimension)

5 Bewegungswelten im Wandel
5.1 Der Bewegungsalltag in den 50er Jahren
5.2 Sportzugang heute: „Versportung des Kinderalltags“
5.3 Ausschnitte informeller Bewegungswelten
5.4 Zusammenfassende Betrachtungen und erste Schlussfolgerungen
5.5 Ein Vergleich mit zwei aktuellen empirischen Untersuchungen

Literatur

Erklärung

1 Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Veränderungsprozessen in der alltäglichen Lebensführung von Kindern seit den 50er Jahren bis in die Gegenwart. Hierbei wird dem Lebensweltbegriff im Rahmen eines sozial-ökologischen Ansatzes in Anlehnung an Baacke (1998) eine große Bedeutung beigemessen, da er die konkrete Lebenswirklichkeit der Kinder einbezieht. Innerhalb dieses Lebensweltkonzepts richtet sich der Blick insbesondere auf das alltägliche Bewegungshandeln in der Lebensphase Kindheit, wobei dem Begriff der kindlichen Bewegungswelt eine zentrale Bedeutung zugewiesen wird. Es wird danach gefragt, welchen Aktivitäten Kindern nachgehen, an welchen Orten sie welchen Aktivitäten nachgehen und mit wem sie welche Aktivitäten betreiben. In diesem Zusammenhang interessieren vor allem kindliche Bewegungs-, Spiel- und Sportaktivitäten in Bezug auf die Lebensverhältnisse der Kinder. Es stellt sich die Frage, ob es einen Zusammenhang von Veränderungen der Alltagsbedingungen der Kinder, wie sie beispielsweise Zeiher&Zeiher (1994) beschreiben, und einer Veränderung in der kindlichen Lebens- und Bewegungswelt gibt und ob die Entfaltung von Eigenständigkeit und Initiative, welche Bestandteil einer umfassenden Persönlichkeitsentwicklung sind, von gesellschaftlichen Veränderungen betroffen sind. Hier sollen Gesellschaft und Individuum aufeinander bezogen und mögliche Abhängigkeiten oder Schnittstellen untersucht werden. Zeiher&Zeiher (1994,10) sehen im individuellen Handeln der Kinder das Bindeglied zwischen Individuum und Gesellschaft. Ich greife diesen handlungstheoretischen Ansatz auf, welcher das Verhältnis von Mensch und Welt im Handeln begreift und werde mich ebenfalls der von Zeiher&Zeiher benutzten Begriffe Ort und Zeit bedienen, in denen sich sowohl gesellschaftliche Modernisierung als auch individuelles Handeln fassen lassen (vgl. Zeiher&Zeiher 1994,10). Die Ergebnisse und Tendenzen, die sich im Rahmen der Literaturanalyse zu diesen Themen ergeben, sollen schließlich anhand zweier aktueller empirischer Untersuchungen von Breuer (2002) und Kleine (2003) überprüft werden. Ist Kindheit heute durch ein hohes Maß an Bewegungsarmut gekennzeichnet ? Fehlt es den Kindern auf Grund zunehmender »Institutionalisierung« und »Pädagogisierung« an selbstständigen Handlungsmöglichkeiten ? Dominieren Konsum und Medien den Kinderalltag ? Dies sind u.a. Fragen, die es im Rahmen dieser Arbeit zu klären gilt.

In Kapitel eins wird zuerst einmal der theoretische Rahmen für diese Examensarbeit abgesteckt und der Kindheitsbegriff geklärt, der den Ausgangspunkt meiner Arbeit bildet, was aufgrund der Fülle verschiedenster Kindheitsbilder aus der Vergangenheit und Gegenwart notwendig ist. Wir können den wissenschaftlichen Diskurs nur dann verstehen, wenn wir darüber im Klaren sind, was die jeweiligen Autoren unter Kindheit verstehen und welchen Platz sie Kindern in der heutigen Gesellschaft zuweisen. An dieser Stelle werde ich mich dem „Modell des produktiv realitätsverarbeitenden Subjekts“ nach Hurrelmann (1986) anschließen und Aspekte seiner Sozialisationstheorie aufgreifen, da es mir im Hinblick auf Lebens- und Bewegungswelten von Kindern immer auch um Chancen und Risiken einer ‚gelungenen’ Persönlichkeitsentwicklung geht. Ich bin mir darüber im Klaren, dass ich die Forderungen, die Hurrelmann an eine komplexe Sozialisationstheorie stellt, in dieser Arbeit nur annähernd berücksichtigen kann. Ich werde mich daher auf die Bereiche Familie, Erziehung, Medien, Konsum und die Ebene der Lebensräume beschränken, da diese Bereiche in der von mir verwendeten Literatur einen hohen Stellenwert einnehmen und sich für eine eher soziologische Betrachtung eignen. Des Weiteren werde ich in Kapitel eins die zentralen Arbeiten der Kindheitshistoriker Ariés (1975) und DeMause (1977) vorstellen, da sie zwei grundlegende Pole der historischen Kindheitsforschung abstecken und mir den Anlass für die Frage gegeben haben, ob sich heutige Kindheit eher als fortschrittlich oder eher als rückschrittlich beschreiben lässt.

In Kapitel zwei richtet sich der Blick nicht mehr auf das Individuum - also das Kind-, sondern auf die Gesellschaft. Es interessiert vor allem die Frage nach dem gesellschaftlichen Wandel. Was sind die Merkmale moderner Gesellschaften ? Welche Veränderungsprozesse lassen sich feststellen ? Welche Gründe gibt es für diese Veränderungen ? Grundlage dieses Kapitels ist das Individualisierungs-theorem nach Beck (1986).

In Kapitel drei wird ein erster Versuch unternommen, den Wandel von Gesellschaft und den Wandel von Kindheit aufeinander zu beziehen. An dieser Stelle wird der Raum-Zeit-Ansatz von Zeiher&Zeiher (1994) innerhalb des sozial-ökologischen Ansatzes von Baacke (1998) erläutert und die Fragestellung gemäß dieses Ansatzes präzisiert. Kindliche Lebenswelten werden auf den Ebenen der Familie, der Erziehung, der Medien, des Konsums und der Lebensräume untersucht, um ein erstes Bild einer modernen Kindheit zu erzeugen. Ob dies überhaupt möglich ist, oder ob Kindheit gar nicht generalisierbar ist, bleibt zu klären.

Eine spezifische Betrachtung des Bewegungslebens der Kinder findet dann in Kapitel vier statt. Es wird nach den Auswirkungen der veränderten Lebensbedingungen auf das kindliche Spiel- und Bewegungsverständnis gefragt und der Begriff der Bewegungswelt untersucht. Lassen sich die in Kapitel drei festgestellten Tendenzen wie »Verhäuslichung«, »Institutionalisierung« und »Verinselung« auf die Bewegungswelt beziehen ? Lässt sich ein typischer Sportzugang der heutigen Kinder ausmachen oder sind Sport und Bewegung ein weites Feld kindlicher Aktivitäten geworden ? Zwei Empirische Untersuchungen sollen hier am Ende einen Einblick in die Lebenswirklichkeit unserer Kinder ermöglichen.

Das Kapitel fünf bildet den Abschluss meiner Arbeit. In einem Rückblick auf die vorherigen Kapitel stellt sich die Frage, was nun eigentlich Kindheit in der Gegenwart heißt. Hat der gesellschaftliche Wandel alleinigen Einfluss auf die Veränderungen der kindlichen Lebens- und Bewegungswelt oder bedingen sich gesellschaftlicher Wandel und Wandel innerhalb der Kindheit gegenseitig ?

Welche Schlüsse können wir aus dem wissenschaftlichen Diskurs über die heutige Kindheit ziehen ?

Ich muss im Vorfeld kritisch anmerken, dass in der von mir verwendeten Sekundärliteratur häufig generalisierende Aussagen zur heutigen Kindheit gemacht werden, die eine typische Mittelschichtsverzerrung bewirken. Besonders wenig Gewicht wird auf die Unterscheidung der sozialen Milieus verschiedener Kindergruppen gelegt. Ich bin mir darüber im Klaren, dass sich dieses Problem auch durch meine Arbeit zieht. Markante Stellen, die kritisch zu reflektieren sind, habe ich daher mit einer Fußnote versehen, um darin die Problematik aufzuzeigen.

Des Weiteren habe ich an einigen Stellen Fußnoten eingefügt, um im Vorfeld Gegenpositionen zu benennen, die dann in den nachfolgenden Kapiteln vorgestellt und erläutert werden.

2 Zum Verständnis von Kindheit

Ziel dieser Examensarbeit ist die Analyse und Interpretation vom Wandel kindlicher Lebens- und Bewegungswelten. Im Zentrum stehen die Fragen: Was tun Kinder im Alltag ? Wo tun Kinder was ? Mit wem tun Kinder was ? Und gleichzeitig interessiert mich die Frage nach den Wirkungen dieser Tätigkeiten auf die Kinder, also auf ihre Persönlichkeitsentwicklung. Um sich der letzten Frage nähern zu können, halte ich es für sinnvoll, in einem ersten Schritt ein theoretisches Vorverständnis zur Sozialisationstheorie aufzubauen und die Begriffe Persönlichkeit und Sozialisation zu klären. In diesem Rahmen sollen dann auch unterschiedliche Modellvorstellungen zum Verhältnis von Individuum und Gesellschaft vorgestellt und gegeneinander abgegrenzt werden, um schließlich eine eigene Position zu bestimmen. Da wir den Begriff Kindheit ständig im alltäglichen Sprachgebrauch verwenden, aber eigentlich doch keine genaue Vorstellung davon haben was Kindheit bedeuten kann und was Kindheit ausmacht, werde ich in einem zweiten Schritt das Phänomen Kindheit aus unterschiedlichen Perspektiven näher beleuchten. Am Ende des Kapitels soll ein Bild von Kindheit entstehen, welches die Grundlage weiterer Überlegungen bildet.

2.1 Theoretische Grundlagen der Sozialisationsforschung

Die Sozialisationsforschung ist ein interdisziplinäres Arbeitsgebiet geworden, in dem sich vor allem die Soziologen, die Psychologen und die Pädagogen bewegen. Ihr Hauptaugenmerk richtet sich auf die Untersuchung der Frage, wie und in welchem Ausmaß gesellschaftliche Strukturen und Prozesse auf die menschliche Persönlichkeitsentwicklung wirken. Was hat nun die Persönlichkeitsentwicklung mit der Fragestellung dieser Arbeit zu tun ? Dazu bedarf es einer Erläuterung des Persönlichkeitsbegriffs.

„Mit Persönlichkeit wird das einem Menschen spezifische organisierte Gefüge von Merkmalen, Eigenschaften, Einstellungen, Fertigkeiten und Handlungskompetenzen bezeichnet, das sich auf der Grundlage der biologischen und psychischen Ausstattung als Ergebnis

der Bewältigung von Lebensaufgaben jeweils lebensgeschichtlich ergibt.“(Oerter 2002, 212)

Merkmale, Eigenschaften, Einstellungen, Fertigkeiten und Handlungs-kompetenzen in Verbindung mit der Bewältigung von Lebensaufgaben interessieren im Hinblick auf den kindlichen Umgang mit veränderten gesellschaftlichen Bedingungen und werden somit Bestandteil meiner Untersuchung, wobei der biologischen und psychischen Ausstattung des Menschen hier keine Beachtung geschenkt wird. Eine detaillierte Untersuchung dieses Gegenstands fällt zu sehr in den Bereich der Entwicklungspsychologie, mit dem ich mich in dieser Arbeit nicht auseinandersetze, um mich nicht in der Breite des Themas zu verlieren. Neben dem Begriff der Persönlichkeitsentwicklung ist auch der Begriff der Sozialisation zu bestimmen. Hurrelmann (1989, 18) liefert folgende Definition zum Begriff der Sozialisation: „Sozialisation bezeichnet den Prozess der Konstituierung der Persönlichkeit in wechselseitiger Abhängigkeit von und in kontinuierlicher Auseinandersetzung mit der gesellschaftlich vermittelten sozialen und dinglich- materiellen- Umwelt einerseits und der biophysischen Struktur des Organismus andererseits.“

Ich werde den ersten Aspekt dieser Definition aufgreifen, da er meiner Fragestellung aus soziologischer Perspektive sehr nahe steht. Die „biophysische Struktur des Organismus“ –also die Innenseite des Individuums- werde ich nicht in meine Arbeit einbeziehen. Es muss allerdings klar sein, dass ich, wenn ich die Persönlichkeitsentwicklung möglichst vollständig erfassen will – was nicht Ziel dieser Arbeit ist - , eine komplexe Theorie mit starker Realitätsnähe benötige, welche sich über mehrere Analyseebenen erstreckt. So eine Theorie grenzt sich von reduktionistischen und eindimensionalen Positionen mit ihrem statischen Menschen- und Gesellschaftsbild ab, in denen eine „lineare einfaktorielle Determinationen der Persönlichkeitsentwicklung“ vorherrscht.

(vgl. Hurrelmann 1986, 12).

Hurrelmann (1989,20f ) beschreibt mehrere „Subjektmodelle“, die mit Ausnahme des „Interaktiven Modells“ unterschiedliche Gewichtungen im Mensch-Umwelt-Verhältnis beinhalten.

Im „Mechanischen Modell“ wirkt lediglich die Umwelt auf die Entwicklung des Menschen. Das Verhalten einer Person wird als Konsequenz oder Reaktion auf bestimmte Umweltbedingungen interpretiert.

- Das „Organische Modell“ geht von einer gegebenen Umwelt aus, in der sich das Individuum von innen heraus entwickelt. Die Antriebskräfte für die Entwicklung liegen also in der Person selbst.
- Im „systemischen Modell“ passt sich die Person an die gesellschaftlich vermittelten Normen und Werte an. Diese Erwartungen und Verhaltensmaßstäbe werden dann verinnerlicht und dienen als Ziele des eigenen Handelns.
- Das „interaktive Modell“ sieht die menschliche Entwicklung und die Entwicklung der sozialen-materiellen Welt in wechselseitiger Abhängigkeit. Das Subjekt setzt sich produktiv mit der Umwelt auseinander und eignet sie sich an, wobei es die Fähigkeit der Selbstreflexion besitzt.

Mit einem Plädoyer für das „interaktive Modell“ wendet sich Hurrelmann von behavioristischen, strukturfunktionalistischen und konstruktivistischen Ansätzen ab und entwirft das Modell des „produktiv realitätsverarbeitenden Subjekts“.

(vgl. Hurrelmann 1986, 11-23)

Eine übersichtliche Gegenüberstellung und Kritik dieser Ansätze findet sich bei Schmidt (1998, 21ff). Es ist wichtig zu betonen, dass es bei diesen Modellen um das Spannungsverhältnis zwischen „Personalisation“ und „Sozialisation“(ebd.,21) geht. Die verschiedenen Ansätze versuchen zu erklären, ob und in welchem Maße die Persönlichkeitsentwicklung vom Individuum selbst ausgeht, oder ob und in welchem Maße die Gesellschaft einen Einfluss auf diese Entwicklung hat. Rolff/Zimmermann (1997, 11f) stellen ihrerseits die Sozialisation in ein Spannungsverhältnis von „Entfaltung“ und „Reduktion“ und erweitern meine Ausführungen um einen interessanten Aspekt, auf den ich in Kapitel 1.2 eingehe. Am Ende der Arbeit lässt sich schließlich fragen, ob die empirischen Befunde und Thesen zur veränderten Kindheit – und insbesondere der Bewegungskindheit – eine Entfaltung der kindlichen Persönlichkeit bedingen oder ob wir eher ein pessimistisches Bild von Kindheit bekommen und uns somit am Pol der Reduktion bewegen.

Nachdem nun ein grober Überblick über mögliche Mensch-Welt-Verhältnisse aus sozialisationstheoretischer Sicht gegeben ist, stellt sich die Frage, welches Menschenbild bzw. welches „Subjektmodell“ meiner Arbeit zu Grunde liegen soll. Ich werde hier der Position von Hurrelmann folgen, der sich im wissen-schaftlichen Diskurs wie folgt verortet:

„Was hier proklamiert wird, ist also ein Modell der dialektischen Beziehungen zwischen Subjekt und gesellschaftlich vermittelter Realität, eines interdependenten Zusammenhangs von individueller und gesellschaftlicher Veränderung und Entwicklung. Dieses Modell stellt das menschliche Subjektmodell in einen sozialen und ökologischen Kontext, der subjektiv aufgenommen und verarbeitet wird, der in diesem Sinne also auf das Subjekt einwirkt, aber zugleich immer auch durch das Individuum beeinflußt, verändert und gestaltet wird.“(Hurrelmann 1986, 13).

Dieses Modell des „produktiv realitätsverarbeitenden Subjekts“ bietet den Vorteil, dass es mehrperspektivisch ist und somit über die Grenzen der einzelnen Wissenschaftsdisziplinen tragbar ist. Außerdem löst sich dieses Modell von der Vorstellung einer ausschließlich passiven Prägung des Individuums von außen. Es ist nun möglich, Fähigkeiten wie Realitätsverarbeitung, Problembewältigung und Realitätsveränderung –welche das Individuum zweifellos besitzt- zu untersuchen, ohne sofort an Grenzen des theoretischen Rahmens zu stoßen. Hurrelmann hat mit seinem Ansatz die Theorie des symbolischen Interaktionismus weiterentwickelt, die den Menschen als „schöpferischen Konstrukteur seiner sozialen Lebenswelt“ versteht und in ähnlicher Weise vom „kreativen, produktiv seine Umwelt verarbeitenden und gestaltenden Individuum“ ausgeht. Der Mensch kann seine Umwelt und Handlungen mit Bedeutung versehen, er kann in die Rolle anderer Kommunikationspartner schlüpfen und auf diesem Weg Selbstbild und Bewusstsein aufbauen (vgl. ebd., 17).

Hurrelmann (1986, 17) kritisiert an diesem Ansatz, dass er die „Verfestigung“ und „Institutionalisierung von sozialen Strukturen“ vernachlässigt und nicht bedenkt, dass diese Strukturen eine „Eigendynamik“ entwickeln, sich von der Person loslösen und ihr als „vorgeformte Gegebenheiten entgegentreten“.

Aus diesem Grund spricht sich Hurrelmann (1986, 19f) für eine mehr-perspektivische und ganzheitliche Beschreibung aus, welche von einem komplexen Realitätsmodell ausgeht.

Eine Gegenstandsanalyse und –interpretation auf verschiedenen Ebenen optimiert und erweitert den Prozess der Erkenntnisgewinnung und bringt sicherlich ein realitätsnahes Bild der Wirklichkeit hervor, welches nicht auf vereinfachten Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen beruht. Ich werde den Schwerpunkt auf eine soziologische Betrachtung legen und in erster Linie soziale und materielle Lebensbedingungen sowie die gesellschaftliche Sozial- und Wertestruktur –also die „äußere Realität“(Hurrelmann 1998, 71) - in Bezug zur Persönlichkeits-entwicklung untersuchen.

2.2 Zum Begriff ’Kindheit’

Wenn man sich dem Kindheitsbegriff nähert, so stößt man auf drei grundlegende Sachverhalte: Kindheit ist zum einen „Entwicklungstatsache“(vgl. Bernfeld 1967,51) und kann als abgeschlossener Entwicklungsabschnitt betrachtet werden, welcher in einzelne Entwicklungsphasen eingeteilt wird. Schmidt (1998, 9) beschreibt diese Sichtweise als „charakteristisch für die deutsche Entwicklungs-psychologie der zwanziger und dreißiger Jahre.“ Die Entwicklung des kindlichen Körpers wurde als Ursache für die leibliche und seelische Entwicklung des Kindes angesehen.

Der Vorstellung von „Kindheit als Entwicklungsabschnitt“ setzt Schmidt (1998, 10) die „Kindheit als menschliche Seinsweise“ entgegen. Er grenzt somit eine biologische Determinierung von Entwicklungsvorgängen von einer anthro-pologischen Argumentation ab. Dieser Dimension zu Folge kommt der Mensch unfertig zur Welt und muss in der ersten Phase der Menschwerdung im Rahmen seiner Erbanlagen lebensnotwendige Verhaltensformen erlernen, zu denen auch seine Bewegungsformen gehören. Durch die Erziehung und Förderung der nachfolgenden Generation sichert sich jede Gesellschaft ihren eigenen Fortbestand (vgl. Breuer 2002, 5).

„Je nachdem, wie in der Gesellschaft kindliche Entwicklung jeweils gedeutet und über Erziehung verwirklicht wird, konstituiert sich eine bestimmte Vorstellung, ein spezifischer Begriff von Kindheit.“

(ebd., 5)

So tritt neben die biologische bzw. anthropologische Dimension noch die Dimension von Kindheit als historisch soziale Tatsache.

Wenn wir diese sozialhistorische Betrachtung von Kindheit weiter verfolgen, so treffen wir unweigerlich auf die Klassiker der historischen Kindheitsforschung Ariés (1975) und DeMause (1977).

„Seit Ariés und de Mause wissen wir, daß ein so anscheinend selbstverständlicher Tatbestand wie die »Kindheit« als bewußt wahrgenommener und auch wahrgemachter prinzipieller Abstand zwischen Erwachsenen und Kindern sich erst langsam im Laufe des 16.Jahrhunderts entwickelte.“(Rolff/Zimmermann 1997, 8)

Die Menschen des 10. und 11. Jahrhunderts schenkten dem Bild von der Kindheit keine Beachtung es hatte für sie kein Interesse, noch nicht einmal Realität (vgl. Ariés 1975, 93). Die Ikonographie, die auch Ariés als zentrale Methode seiner Erkenntnisgewinnung nutzt, basiert auf der Form- und Inhaltsdeutung von Bildwerken. Ariés zentrale These lautet, dass es die Kindheit, wie wir sie in modernen Industriegesellschaften kennen, nicht immer gegeben hat. Die mittelalterliche Gesellschaft hatte kein Verhältnis zur Kindheit.

Es geht Ariés dabei nicht um Kategorien wie Liebe und Zuneigung, welche sehr wohl in der mittelalterlichen Gesellschaft vorhanden waren, sondern um ein Verständnis von Kindheit und einer bewussten Wahrnehmung der Kinder.

(vgl. ebd., 209)

„Ein solches bewusstes Verhältnis zur Kindheit gab es nicht. Deshalb gehörte das Kind auch, sobald es ohne die ständige Fürsorge seiner Mutter, seiner Amme oder seiner Kinderfrau leben konnte, der Gesellschaft der Erwachsenen an und unterschied sich nicht länger von ihr.

(ebd., 209)

Auf künstlerischen Darstellungen wurden so Ariés (1975, 92) Kinder häufig als „hinsichtlich der Größe reduzierte Erwachsene“ dargestellt. Die erste Einstellung zur Kindheit sei, so Ariés (1975, 217) innerhalb der Familien in Form von „Gehätschel“ der kleineren Kinder aufgetreten und erst ab dem 17.Jahrhundert wurde das Kind als „zerbrechliches Geschöpf Gottes“ gesehen, das es zu bewahren und zu einem „verständigen Wesen“ zu erziehen galt.

Ab diesem Zeitpunkt kommt es zu einer „[...] Aufwertung der Institution Elternhaus und Schule als Entfernung des Kindes aus der Erwachsenenwelt [...]“Schmidt (1998,15).

„Kindheit galt nun als ‚grundständige’ Zeit, die zur Formung des Menschen als notwendig angesehen wurde. Kinder wurden nicht mehr als für das Leben reif angesehen; sie bedurften nun einer besonderen Zuwendung. Der soziale Ort hierfür wurde die private bürgerliche Kleinfamilie wie auch die Schule. [...]. Für Ariés sind all dieses die Anfänge der Leidenszeit der Kinder. Mit Beginn der Moderne wurden sie aus der Ungezwungenheit des Aufwachsens im »großen Haus«, d.h. aus einer ganzheitlichen Lebenswelt hinausgedrängt und fanden sich in den pädagogischen Anstalten und Veranstaltungen wieder.“

(Rolff/Zimmermann 1997, 9)

Dieser Romantisierung der mittelalterlichen Kindheit bzw. dieser Kritik am Verfall der Kindheit in der Moderne bei Ariés stellt DeMause die Leidens-geschichte der Kindheit in der vorbürgerlichen Zeit gegenüber.

„Die Geschichte der Kindheit ist ein Alptraum aus dem wir gerade erst erwachen. Je weiter wir in der Geschichte zurückgehen, desto unzureichender wird die Pflege der Kinder, die Fürsorge für sie, und desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder getötet, ausgesetzt, geschlagen, gequält und sexuell mißbraucht wurden.“(DeMause 1977, 7)

DeMause geht in seiner Psychogenetischen Theorie der Geschichte davon aus, dass die zentrale Antriebskraft historischen Wandels und damit gesellschaftlichen Wandels weder in der Technologie, noch in der Ökonomie zu finden ist, sondern in den „psychogenen“ Veränderungen der Persönlichkeits- oder Charakterstruktur, die sich aus der Interaktion von Eltern und Kinder in einer Generationenabfolge ergibt (vgl. ebd., 10).

Es geht ihm also um die Qualität der Beziehungen zwischen Kindern und Erwachsenen in der Geschichte. Diese Beziehungen waren lange Zeit durch fehlende Empathie der Eltern geprägt und es fehlte ihnen an emotionaler Reife, um die Kinder als eigenständige Personen anzuerkennen.

DeMause (1977, 112) geht davon aus, dass „[...] jede neue Elterngeneration ihre Ängste allmählich überwindet und die Fähigkeit entwickelt, die Bedürfnisse ihrer Kinder zu erkennen und zu befriedigen.“ Daraus lässt sich ableiten, dass sich die Eltern-Kind-Beziehungen kontinuierlich verbessern und wir heute ein höheres Maß an elterliche Fürsorge feststellen, als dies in der Vergangenheit der Fall war. Rolff/Zimmermann (1997, 9) sprechen von einer „Fortschrittsgeschichte“ der Kindheit bei DeMause. DeMause selbst beschreibt die höchste Stufe der Eltern-Kind-Beziehung wie folgt:

„Das Kind weiß besser als seine Eltern, was es zu in jedem Stadium seines Lebens braucht. Die Eltern versuchen sich in die erweiternden und besonderen Bedürfnisse des Kindes einzufühlen und sie zu erfüllen. Bei dieser Beziehungsform fehlt jeglicher Versuch der Disziplinierung oder der Formung von »Gewohnheiten«. Die Kinder werden weder geschlagen noch gescholten, und man entschuldigt sich bei ihnen, wenn sie einmal unter großem Stress angeschrien [sic] werden. Diese Form verlangt von beiden Eltern außerordentlich viel Zeit, Energie und Diskussions-bereitschaft, insbesondere während der ersten sechs Jahre, denn einem kleinen Kind dabei zu helfen, seine täglichen Ziele zu erreichen, bedeutet, ständig auf es einzugehen, mit ihm zu spielen, seine Regressionen zu tolerieren, ihm zu dienen, statt sich von ihm bedienen zu lassen, seine emotionalen Konflikte zu interpretieren und ihm die für seine sich entwickelnden Interessen erforderlichen Gegenstände zur Verfügung zu stellen.“(DeMause 1977, 115ff)

Beide Ansätze zeigen, dass Kinder dann als besondere Gruppe mit spezifischen Bedürfnissen gesehen werden, wenn sie aus der Erwachsenenwelt ausgegliedert werden, wenn sich die Erwachsenen Gedanken über die Entwicklung der Kinder machen und wenn Kinder als eigenständige Menschen anerkannt werden.

Ihr Gegensatz liegt darin, dass bei Ariés Kindheit als Leidenszeit auf Grund zunehmender institutioneller Kontrolle gesehen wird und bei DeMause Kindheit als Fortschrittsgeschichte interpretiert wird, in der sich die Qualität der Eltern-Kind-Beziehungen bis heute verbessert hat.

Rolff/Zimmermann (1997, 11) leiten aus beiden Positionen ein „Spannungs-verhältnis zwischen Entfaltung und Reduktion“ ab, in dem sich die Sozialisation bewegt. Wenn man von einer Verarmung der heutigen Kindheit spricht, bewegt man sich am Pol der Reduktion. Bilder von Kindheit, die diesem Muster entsprechen, stufen die heutige Kindheit herab und stellen ihr die ‚bessere’ Kindheit der Vergangenheit gegenüber. Diese Kindheitsbilder gehen von einer reduzierten Persönlichkeitsentwicklung des Kindes aus.

Am Pol der Entfaltung findet man Bilder, welche Kindheit als reinen Fortschritt interpretieren, da es den Kindern kontinuierlich besser geht. Man geht hier von einer vielseitigen, wenn nicht sogar allseitigen, Persönlichkeitsentwicklung, der Kinder aus.

In Anlehnung an Rolff/Zimmermann (1997, 12) stelle ich die These auf, dass der Wandel von Kindheit von Reduktion und Fortschritt zugleich angetrieben wird. In der Verkettung dieser beiden Pole entsteht ein widersprüchliches Verhältnis, welches uns daran hindert eine „[...] vorschnelle Wertung des Wandels zu formulieren.“

2.3 Zusammenfassung

In diesem Kapitel ist ein theoretisches Grundgerüst entstanden, welches den groben Rahmen meiner Arbeit bildet. Ich habe meine Fragestellung in das Gebiet der Sozialisationsforschung eingebettet und habe mich den Begriffen ‚Persönlichkeit’ und ‚Sozialisation’ genähert. Menschliche Persönlichkeit wurde –kurz gesagt- als Ergebnis der Bewältigung von Lebensaufgaben im Laufe der Lebensgeschichte verstanden. Unter Sozialisation wurde der Prozess verstanden, in dem die Persönlichkeit ausgebildet wird. Dieser Prozess beruht auf einem wechselseitigen Verhältnis von Mensch und Umwelt. Nun war es wichtig, ein so genanntes ‚Subjektmodell’ –also ein Modell des Menschen- zu finden, welches sich für meine folgenden Untersuchungen als tragbar erweist. Es wurden eindimensionale ‚Subjektmodelle’ vorgestellt, die auf Grund ihrer engen Perspektive kritisiert wurden. Diesen Modellen habe ich in Anlehnung an Hurrelmann (1986) das Modell des „produktiv realitätsverarbeitenden Subjekts“ entgegengestellt. Der Mensch steht mit seiner Welt in dialektischer Beziehung. Dieses Modell geht davon aus, dass individuelle und gesellschaftliche Veränderung und Entwicklung voneinander abhängen. Der Mensch steht in einem sozialen und ökologischen Zusammenhang, der auf das Subjekt einwirkt, aber immer auch durch das Subjekt verändert wird. Die so entstandene Offenheit dieses Modells bietet die Möglichkeit einer umfassenden Realitätsanalyse, da es sich auf mehreren Analysebenen verwenden lässt.

In einer Annäherung an den Kindheitsbegriff bin ich auf die Kindheitshistoriker Ariés (1975) und DeMause (1977) gestoßen. Kindheit wurde zum einen als Leidensgeschichte und zum anderen als Fortschrittsgeschichte bezeichnet. Moderne Kindheitsbilder lassen sich zwischen diesen beiden Polen verorten. In dieser Examensarbeit werden Kinder zum einen als produktive realitätsverarbeitende Subjekte gesehen, die sich aktiv mit ihrer Welt auseinandersetzen, zum anderen wird die These aufgestellt, dass sich diese Kinder im „Spannungsverhältnis von Entfaltung und Reduktion“(Rolff/Zimmermann 1997, 11) bewegen.

3 Gesellschaft im Wandel

Im vorigen Kapitel ging es darum, im Spannungsfeld von Individuum und Gesellschaft die Seite des Individuums – also die Seite des Kindes – zu beleuchten. In diesem Kapitel geht es um die gesellschaftliche Seite. Erst wenn beide Pole für sich analysiert sind, kann eine Synthese erfolgen, in der Individuum und Gesellschaft aufeinander bezogen werden. Es soll hier der Versuch unternommen werden, grundlegende Merkmale und Charakteristika unserer modernen Industriegesellschaft aufzuzeigen und damit den Wandel dieser Gesellschaft insbesondere in den letzten drei Jahrzehnten zu beschreiben. Dies soll auf der Basis der Beck’schen Gesellschaftstheorie erfolgen, wobei es nicht um eine gesamtgesellschaftliche Analyse geht, sondern lediglich um die Konturen einer veränderten Gesellschaft. Beck (1986, 13) geht von der Annahme aus, dass sich unsere Gesellschaft aus den „Konturen der klassischen Industriegesellschaf “ herauslöse und die Gestalt einer industriellen »Risikogesellschaft« annähme. Er beschreibt die geschichtliche Entwicklung der Moderne der letzten zwei, drei Jahrzehnte um diesen Gestaltwandel begreifbar zu machen.

„Ähnlich wie im 19.Jahrhundert Modernisierung ständisch verknöcherte Agrargesellschaft aufgelöst und das Strukturbild der Industriegesellschaft herausgeschält hat, löst die Modernisierung heute die Konturen der Industriegesellschaft auf, und in der Kontinuität der Moderne entsteht eine andere gesellschaftliche Gestalt“ (ebd.,14).

Beck stellt also zwei Modernisierungsprozesse fest: Zum einen die

Modernisierung der traditionellen Gesellschaft und zum anderen die Modernisierung der Industriegesellschaft. Gemäß der zweiten Vorstellung müsste man heute von einer »postmodernen« Gesellschaft sprechen. In diesem Zusammenhang formuliert Beck (1986,17) die Leitidee einer „reflexiven Modernisierung der Industriegesellschaft“. Diese Leitidee baut Beck aus zwei verschiedenen Richtungen auf. Zum einen untersucht er das Verhältnis von Reichtumsproduktion und Risikoproduktion und die damit einhergehenden sozialen Gefährdungen, und zum anderen stellt er die Widersprüche von Moderne und Postmoderne ins Zentrum seiner Überlegungen.

Beck entwickelt innerhalb dieser zweiten Perspektive sein Individualisierungs-theorem, welches ich für meine Arbeit aufgreife. Damit stellt sich die Frage, ob sich dieser Trend, den Rolff/Zimmermann (1997, 151) als „Gegentrend zur Sozialisation über Massenkultur“ beschreiben bestätigen lässt oder nicht. Die Frage lautet genauer: Können wir Tendenzen ausmachen, die uns zu der Überzeugung bringen, dass die heutige Kindheit eine von Massenmedien vereinnahmte Kindheit ist, oder lässt sich feststellen, dass Kindheit heute als Resultat eines Individualisierungstrends durch eine Beschäftigungsvielfalt gekennzeichnet ist (vgl. Kleine 2003, 16) ?

„Die Enttraditionalisierung der Lebenswelt [...] wird immer häufiger vor dem Hintergrund des Individualisierungskonzepts diskutiert“, welches eine „[...] brauchbare theoretische Grundlage für die Interpretation des Wandels von Kindheit“ darstellt (Rolff/Zimmermann 1997, 151).

Ich werde mich diesem Gedanken anschließen und im folgenden das Individualisierungsmodell nach Beck (1986) vorstellen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 77 Seiten

Details

Titel
Lebens- und Bewegungswelten von Kindern in der Gegenwart
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
2,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
77
Katalognummer
V30235
ISBN (eBook)
9783638315395
Dateigröße
745 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lebens-, Bewegungswelten, Kindern, Gegenwart
Arbeit zitieren
Markus Markmann (Autor:in), 2004, Lebens- und Bewegungswelten von Kindern in der Gegenwart, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30235

Kommentare

  • Gast am 10.5.2015

    Guten Tag,
    ich bin am Kauf Ihrer Arbeit interessiert und habe vorerst folgende Frage:
    Beinhaltet sie konkrete empirische Studien zu diesem Vergleich? Bzw. auf welche Studien stützt sich der Vergleich am Ende?
    Mit freundlichem Gruß,
    Christian S.

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