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Lebens- und Bewegungswelten von Kindern in der Gegenwart

Title: Lebens- und Bewegungswelten von Kindern in der Gegenwart

Examination Thesis , 2004 , 77 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Markus Markmann (Author)

Sport - Sport Sociology
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Veränderungsprozessen in der alltäglichen Lebensführung von Kindern seit den 50er Jahren bis in die Gegenwart. Hierbei wird dem Lebensweltbegriff im Rahmen eines sozialökologischen Ansatzes in Anlehnung an Baacke (1998) eine große Bedeutung beigemessen, da er die konkrete Lebenswirklichkeit der Kinder einbezieht. Innerhalb dieses Lebensweltkonzepts richtet sich der Blick insbesondere auf das alltägliche Bewegungshandeln in der Lebensphase Kindheit, wobei dem Begriff der kindlichen Bewegungswelt eine zentrale Bedeutung zugewiesen wird. Es wird danach gefragt, welchen Aktivitäten Kindern nachgehen, an welchen Orten sie welchen Aktivitäten nachgehen und mit wem sie welche Aktivitäten betreiben. In diesem Zusammenhang interessieren vor allem kindliche Bewegungs-, Spiel- und Sportaktivitäten in Bezug auf die Lebensverhältnisse der Kinder. Es stellt sich die Frage, ob es einen Zusammenhang von Veränderungen der Alltagsbedingungen der Kinder, wie sie beispielsweise Zeiher&Zeiher (1994) beschreiben, und einer Veränderung in der kindlichen Lebens- und Bewegungswelt gibt und ob die Entfaltung von Eigenständigkeit und Initiative, welche Bestandteil einer umfassenden Persönlichkeitsentwicklung sind, von gesellschaftlichen Veränderungen betroffen sind. Hier sollen Gesellschaft und Individuum aufeinander bezogen und mögliche Abhängigkeiten oder Schnittstellen untersucht werden. Zeiher&Zeiher (1994,10) sehen im individuellen Handeln der Kinder das Bindeglied zwischen Individuum und Gesellschaft. Ich greife diesen handlungstheoretischen Ansatz auf, welcher das Verhältnis von Mensch und Welt im Handeln begreift und werde mich ebenfalls der von Zeiher&Zeiher benutzten Begriffe Ort und Zeit bedienen, in denen sich sowohl gesellschaftliche Modernisierung als auch individuelles Handeln fassen lassen (vgl. Zeiher&Zeiher 1994,10). Die Ergebnisse und Tendenzen, die sich im Rahmen der Literaturanalyse zu diesen Themen ergeben, sollen schließlich anhand zweier aktueller empirischer Untersuchungen von Breuer (2002) und Kleine (2003) überprüft werden. Ist Kindheit heute durch ein hohes Maß an Bewegungsarmut gekennzeichnet ? Fehlt es den Kindern auf Grund zunehmender »Institutionalisierung« und »Pädagogisierung« an selbstständigen Handlungsmöglichkeiten ? Dominieren Konsum und Medien den Kinderalltag ? Dies sind u.a. Fragen, die es im Rahmen dieser Arbeit zu klären gilt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zum Verständnis von Kindheit

2.1 Theoretische Grundlagen der Sozialisationsforschung

2.2 Zum Begriff ’Kindheit’

2.3 Zusammenfassung

3 Gesellschaft im Wandel

3.1 Das Individualisierungsmodell nach Beck

3.2 Enttraditionalisierung und Individualisierung

3.3 Institutionalisierung von Biographiemustern

3.4 Zusammenfassung und Ergänzungen

4 Lebenswelten von Kindern im Wandel – die „äußere Realität“

4.1 Theoretische Grundlagen - Der sozialökologische Ansatz -

4.2 Das Modell der vier sozialökologischen Zonen

4.3 Fünf Ebenen des Wandels kindlicher Lebenswelten

4.3.1 Familiale Ebene

4.3.2 Ebene des Konsums

4.3.3 Mediale Ebene

4.3.4 Ebene der Erziehung

4.3.5 Ebene kindlicher Lebensräume (Exkurs zur Zeitdimension)

5 Bewegungswelten im Wandel

5.1 Der Bewegungsalltag in den 50er Jahren

5.2 Sportzugang heute: „Versportung des Kinderalltags“

5.3 Ausschnitte informeller Bewegungswelten

5.4 Zusammenfassende Betrachtungen und erste Schlussfolgerungen

5.5 Ein Vergleich mit zwei aktuellen empirischen Untersuchungen

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Veränderungsprozesse in der Lebensführung und dem Bewegungshandeln von Kindern seit den 1950er Jahren bis zur Gegenwart. Im Fokus steht die Frage, wie sich gesellschaftliche Modernisierungen auf die kindliche Persönlichkeitsentwicklung auswirken und welche Bedeutung informelle sowie institutionalisierte Bewegungskulturen für die heutige Kindheit haben.

  • Sozialisationsforschung und das Modell des produktiv realitätsverarbeitenden Subjekts.
  • Gesellschaftlicher Wandel durch Individualisierung und „Risikogesellschaft“.
  • Veränderung kindlicher Lebenswelten auf familialer, medialer und räumlicher Ebene.
  • Wandel von Bewegungswelten: Vom traditionellen Straßenspiel zur „Versportung des Kinderalltags“.
  • Vergleich empirischer Untersuchungen zur heutigen Lebenswirklichkeit von Kindern.

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Veränderungsprozessen in der alltäglichen Lebensführung von Kindern seit den 50er Jahren bis in die Gegenwart. Hierbei wird dem Lebensweltbegriff im Rahmen eines sozialökologischen Ansatzes in Anlehnung an Baacke (1998) eine große Bedeutung beigemessen, da er die konkrete Lebenswirklichkeit der Kinder einbezieht.

Innerhalb dieses Lebensweltkonzepts richtet sich der Blick insbesondere auf das alltägliche Bewegungshandeln in der Lebensphase Kindheit, wobei dem Begriff der kindlichen Bewegungswelt eine zentrale Bedeutung zugewiesen wird. Es wird danach gefragt, welchen Aktivitäten Kindern nachgehen, an welchen Orten sie welchen Aktivitäten nachgehen und mit wem sie welche Aktivitäten betreiben. In diesem Zusammenhang interessieren vor allem kindliche Bewegungs-, Spiel- und Sportaktivitäten in Bezug auf die Lebensverhältnisse der Kinder.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Hinführung zum Thema, Darlegung der Forschungsfragen sowie Erläuterung des sozialökologischen Ansatzes als theoretischer Rahmen.

2 Zum Verständnis von Kindheit: Klärung der Begriffe Persönlichkeit und Sozialisation sowie historischer Diskurs über verschiedene Kindheitsbilder.

3 Gesellschaft im Wandel: Analyse der gesellschaftlichen Transformation durch das Individualisierungsmodell von Beck und Entstehung der Risikogesellschaft.

4 Lebenswelten von Kindern im Wandel – die „äußere Realität“: Untersuchung der kindlichen Lebenswelt auf fünf verschiedenen Ebenen unter Anwendung des sozialökologischen Zonenmodells.

5 Bewegungswelten im Wandel: Kontrastierung des Bewegungsalltags in den 1950ern mit heutigen Trends wie der Versportung und informellen Bewegungskulturen unter Einbezug aktueller Studien.

Schlüsselwörter

Kindheit, Sozialisation, Individualisierung, Lebenswelt, Bewegungswelt, Sportzugang, Versportung, Kindheitsforschung, Sozialökologischer Ansatz, Medienkonsum, Straßenspiel, Persönlichkeitsentwicklung, Risikogesellschaft, Institutionen, Biographiemuster.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich die Lebens- und Bewegungswelten von Kindern seit den 1950er Jahren bis heute verändert haben und welche Auswirkungen diese Veränderungen auf die kindliche Persönlichkeitsentwicklung haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem gesellschaftlichen Wandel, den veränderten kindlichen Lebensbedingungen in Familie, Medien und Freizeit sowie der Transformation des kindlichen Spiel- und Bewegungsverhaltens.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen modernen gesellschaftlichen Strukturen (wie Individualisierung) und den alltäglichen Erfahrungsräumen von Kindern zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen, ob moderne Kindheit durch Bewegungsarmut und Verlust von Eigenständigkeit gekennzeichnet ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse basierend auf dem sozialökologischen Ansatz (nach Baacke und Zeiher/Zeiher) und vergleicht diese theoretischen Erkenntnisse mit Ergebnissen aktueller empirischer Untersuchungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die soziologische Analyse des gesellschaftlichen Wandels, die Untersuchung der kindlichen Lebenswelten (Ebenen der Familie, des Konsums, der Medien und der Lebensräume) sowie die spezifische Betrachtung der Bewegungswelten im Wandel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kindheit, Sozialisation, Individualisierung, Versportung, Lebenswelt und Risikogesellschaft definieren.

Was bedeutet der Begriff „Verhäuslichung“ in diesem Kontext?

Verhäuslichung beschreibt den Trend, dass kindliche Handlungsräume zunehmend von öffentlichen Außenräumen (wie der Straße) in geschützte, kontrollierte Binnenräume (Wohnung, Sportverein) verlagert wurden.

Was besagt die „Versportung des Kinderalltags“?

Dieser Begriff beschreibt die Tendenz, dass das kindliche Bedürfnis nach Bewegung und Spiel zunehmend in organisierte, institutionelle oder kommerzielle Bahnen gelenkt wird, statt in eigenständigen, informellen Kontexten stattzufinden.

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Details

Title
Lebens- und Bewegungswelten von Kindern in der Gegenwart
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Grade
2,0
Author
Markus Markmann (Author)
Publication Year
2004
Pages
77
Catalog Number
V30235
ISBN (eBook)
9783638315395
Language
German
Tags
Lebens- Bewegungswelten Kindern Gegenwart
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Markmann (Author), 2004, Lebens- und Bewegungswelten von Kindern in der Gegenwart, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30235
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