„Wer Erfahrung aussortiert, ist selbst schuld!“ Der erfolgreiche Unternehmer Otmar Fahrion bringt die Gefahr auf den Punkt, die eine Entlassung älterer Mitarbeiter mit sich bringt.
Der demographische Wandel verändert die Altersstrukturen in Unternehmen. Mitarbeiter werden immer älter, die Lebensarbeitszeit verlängert sich und die Zahl junger Berufseinsteiger nimmt ab. Deshalb ist es ein Gebot der Stunde, sich um die Beschäftigungsfähigkeit der altersdiversen Belegschaft zu kümmern.
Dieses Buch zeigt, welche Vor- und Nachteile mit der Beschäftigung älterer Menschen verbunden sind, welche Bedeutung das Erfahrungswissen dieser Kollegen hat und welche Auswirkungen die Rekrutierung älterer Mitarbeiter auf die Unternehmenskultur hat.
Aus dem Inhalt:
Körperliche und geistige Eigenschaften älterer Mitarbeiter
Vor- und Nachteile älterer Mitarbeiter
Einfluss älterer Frauen auf die Unternehmenskultur
Erfahrungswissen älterer Mitarbeiter
Chancen für altersheterogene Gruppe
Inhaltsverzeichnis
Olaf Meschke: Die Bedeutung des Erfahrungswissens älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter den Bedingungen des demografischen Wandels
Einführung
Demografie
„Ältere“ Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Können und Wollen älterer Mitarbeiter
Erfahrungswissen
Resümee
Julia Förster: Auswirkungen einer demographieorientierten Rekrutierung auf die Unternehmenskultur
Einleitung
Theoretische Grundlagen
Untersuchungsrahmen
Untersuchung
Ergebnisse
Jessica Kühn: Die Wirkungen des demografischen Wandels auf die Betriebe in Deutschland. Handlungsmöglichkeiten für Arbeitgeber und -nehmer
Einleitung
Demografie und demografische Prozesse in der Bundesrepublik
Die Wirkungen des demografischen Wandels auf Arbeitsmarkt und Beschäftigung
Maßnahmen für die demografieorientierte Eingliederung der älteren Arbeitnehmer in die Betriebe
Betriebliches Personalmanagement – Anpassung der Arbeitsgestaltung im Betrieb
Fazit
Dominic Konrad: Die Folgen der Bevölkerungsalterung für den Arbeitsmarkt in Deutschland
Zusammenfassung
Einleitung
Demographische Entwicklung in Deutschland
Die Herausforderungen am Arbeitsmarkt
Handlungsempfehlungen
Resümee
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt und die Bedeutung des Erfahrungswissens sowie der Potenziale älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Unternehmen. Im Fokus steht dabei die Frage, wie Personalpolitik und Unternehmenskultur angepasst werden können, um den Herausforderungen durch Fachkräftemangel und Bevölkerungsalterung strategisch und produktiv zu begegnen.
- Demografischer Wandel und seine Auswirkungen auf Erwerbspersonenpotenziale
- Potenziale und Qualifikationen älterer Arbeitnehmer in Unternehmen
- Anpassung der Unternehmenskultur und Arbeitsgestaltung im demografischen Wandel
- Strategien für ein altersgerechtes Personalmanagement und lebenslanges Lernen
- Rolle des Wissenstransfers zwischen den Generationen im Betrieb
Auszug aus dem Buch
Erfahrungswissen
Beim erfahrungsabhängigen Wissen handelt es sich um sogenanntes implizites Wissen. Es ist nicht artikulierbar und „beeinflusst das Handeln mehr als angelerntes Faktenwissen“. „Die soziale Lerntheorie geht davon aus, dass individuelles Verhalten von Erfahrungen geprägt und von Vorbildern erlernt ist.“
Dabei muss man zwischen allgemeinem Erfahrungswissen und dem für unternehmerische Leistungserstellungsprozesse relevantem Erfahrungswissen unterscheiden, also Erfahrungen, welche im direkten oder indirekten Zusammenhang mit Arbeitsprozessen stehen. Beim Erfahrungswissen handelt es sich regelmäßig um nicht allgemeingültige und damit aufzeichenbare Informationen. Mitarbeiter von Unternehmen oder Organisationen verfügen über eine umfangreichere Berufs- und Lebenserfahrung und damit mehr Anknüpfungspunkte. „Erfahrung gründet auf wiederholtem Wahrnehmen zum Beispiel Erleben, Anschauen, Empfinden von Ereignissen, die sich vorwiegend in der Auseinandersetzung mit den Arbeitsaufgaben, aber auch mit anderen Lebenssituationen sowie mit sich selbst ergeben. Die Transformation der Wahrnehmungsinhalte erfolgt durch teilweise unbewusste Aufnahme, reflexive Verarbeitung, Interpretation und Verknüpfung mit bestehenden Konzepten. Dadurch entstehen im Gehirn veränderte Erlebensweisen und Handlungsvoraussetzungen kognitiver, emotionaler und motivationaler Natur. Diese wiederum bilden die Grundlage für neue Erfahrungen.“
Zusammenfassung der Kapitel
Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle des Wissens in einer Informationsgesellschaft und die Notwendigkeit, ältere Mitarbeiter als essenzielle Ressource zu betrachten.
Demografie: Dieses Kapitel definiert demografische Grundbegriffe und analysiert die demografische Entwicklung in Deutschland, insbesondere den Geburtenrückgang und die steigende Lebenserwartung.
„Ältere“ Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Hier werden Definitionen des Begriffs „älterer Arbeitnehmer“ diskutiert und die Leistungsfähigkeit älterer Arbeitskräfte in Bezug auf das Defizitmodell hinterfragt.
Können und Wollen älterer Mitarbeiter: Dieses Kapitel thematisiert die Qualifikationen, Motivationen und Barrieren älterer Mitarbeiter und zeigt deren Bedeutung für das Unternehmen auf.
Erfahrungswissen: Hier wird der Wert des impliziten Wissens älterer Beschäftigter als strategische Ressource zur Leistungserstellung analysiert.
Resümee: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, dass die Nutzung des Potenzials älterer Mitarbeiter eine wirtschaftliche Notwendigkeit zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit darstellt.
Schlüsselwörter
Demografischer Wandel, Personalvermögen, Erfahrungswissen, Altersstruktur, Fachkräftemangel, Personalmanagement, lebenslanges Lernen, Unternehmenskultur, Generationenmanagement, Babyboomer, Leistungsfähigkeit, Motivation, Wissensmanagement, Altersbilder, Erwerbspersonenpotenzial.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen im Kontext des demografischen Wandels ihre Personalstrategien anpassen können, um von den Fähigkeiten und dem Erfahrungswissen älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu profitieren.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die Auswirkungen der Bevölkerungsalterung auf den Arbeitsmarkt, die Qualifikationen und Potenziale älterer Mitarbeiter sowie die Anpassung der Unternehmenskultur an eine diversere Belegschaft.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es zu belegen, dass die Beschäftigung und Förderung älterer Mitarbeiter eine betriebswirtschaftlich sinnvolle und notwendige Antwort auf den Fachkräftemangel darstellt.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und nutzt theoretische Konzepte wie das Personalvermögenskonzept, um die Bedeutung von Erfahrungswissen und Motivation zu systematisieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die demografische Entwicklung, die Definition des Alterns im Arbeitsleben, die verschiedenen Facetten des Erfahrungswissens und Strategien zum Abbau von Motivationsbarrieren bei älteren Beschäftigten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Demografischer Wandel, Personalvermögen, Erfahrungswissen, Altersstruktur, Fachkräftemangel, Personalmanagement und Unternehmenskultur sind die zentralen Begriffe.
Welche Rolle spielt der sogenannte „Generationenvertrag“ für Unternehmen?
Der Generationenvertrag wird in Bezug auf die betriebliche Personalplanung als Grundlage für Wissens- und Erfahrungstransfer zwischen verschiedenen Altersgruppen interpretiert, um Know-how im Unternehmen zu halten.
Wie unterscheidet sich die fluide von der kristallinen Intelligenz bei älteren Mitarbeitern?
Während die fluide Intelligenz bei älteren Menschen tendenziell abnimmt, bleibt die kristalline Intelligenz, die auf langjähriger Erfahrung und erlerntem Wissen basiert, stabil und gleicht kognitive Einbußen aus.
Warum ist eine „altersgerechte Arbeitsgestaltung“ wichtig?
Sie dient dazu, die Leistungsfähigkeit älterer Mitarbeiter langfristig zu erhalten, individuelle gesundheitliche Bedürfnisse zu berücksichtigen und das Ausscheiden wertvoller Fachkräfte zu verhindern.
- Quote paper
- Julia Förster (Author), Olaf Meschke (Author), Jessica Kühn (Author), Dominic Konrad (Author), 2015, Von der Erfahrung älterer Mitarbeiter profitieren. Was Unternehmer von ihnen lernen können, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302459