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Die Landwirtschaft und die Ländliche Gesellschaft im Deutschen Kaiserreich

Title: Die Landwirtschaft und die Ländliche Gesellschaft im Deutschen Kaiserreich

Term Paper (Advanced seminar) , 2013 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sebastian Gogol (Author)

History - Basics
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Ziel dieser Arbeit ist es, die Landwirtschaft sowie die ländliche Gesellschaft des Deutschen Kaiserreiches (1871 – 1914) näher zu betrachten. Beachtenswert ist es, dass nicht nur die Gesellschaft auf dem Lande einzeln herausgearbeitet bzw. vorgestellt werden kann. Die Landwirtschaft, eng mit der Landgesellschaft verbunden, spielt in dieser Thematik eine ebenso große Rolle wie die politische Organisation der Großgrundbesitzer, Bauern und Landarbeiter. Bei der Betrachtung der Landwirtschaftsgeschichte erscheint es außerdem sinnvoll, nicht nur die Entwicklung der Landwirtschaft im Deutschen Kaiserreich zu beschreiben, sondern deren Geschichte im sogenannten „langen 19. Jahrhundert“ zu erläutern.
Dieser Zeitraum beginnt im Jahre 1789 und endet mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges 1914. Besonders wichtig bei der Erschließung der Thematik ist der Industrialisierungsprozess, der sich im 19. Jahrhundert im deutschen wie europäischen Raum mit positiven wie auch negativen Folgen zu beobachten ist. Im Hinblick auf die Entwicklung der Landwirtschaft im zweiten Punkt dieser Arbeit wird diese Problematik aufgegriffen. Gleichfalls beleuchtet wird der Eingriff des Staates auf die Landwirtschaft in dem Kapitel, das den Agrarprotektionismus beschreibt. In Punkt 2.4 geht es um die Professionalisierung und die Technisierung der Landwirtschaft. Auch hier sind Vorgänge zu beobachten, die im Bezug zur Landgesellschaft wichtig erscheinen.
Im dritten Abschnitt wird dann die Ländliche Gesellschaft näher beschrieben, wobei auch hier Ansatzpunkte bzw. Entwicklungen vor Beginn des Kaiserreiches zu suchen sind. Die Gesellschaft ist in drei Gruppen aufgeteilt: Großgrundbesitzer, Bauern und Landarbeiter.
Die organisierte Landgesellschaft rückt im vierten Punkt der Arbeit in den Mittelpunkt. Hier geht es vor allem um die politische Organisation der drei Gruppen auf dem Lande. Hier soll die Frage geklärt, ob und in welchem Umfang die Großgrundbesitzer, die Bauern und die Landarbeiter politisch repräsentiert wurden. Der Punkt 4.1, der den Bund der Landwirte beschreibt, soll einen thematischen Schwerpunkt setzen, da diese Organisation eine Art Sonderstellung im Deutschen Kaiserreich einnimmt.
Zwei Fragen werden gestellt, die diese Arbeit zu beantworten versucht. Die erste Annahme geht davon aus, dass die feudalen Strukturen, die vor der Bauernbefreiung bestanden, auch nach den Agrarreformen nachhaltig bestehen blieben und sich diese alten sozialen Strukturen

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DIE LANDWIRTSCHAFT IM „LANGEN 19. JAHRHUNDERT“

2.1 Die Agrarreformen

2.2 Von der Hochkonjunktur in die Agrarkrise

2.3 Der Agrarprotektionismus

2.4 Die Verwissenschaftlichung und Technisierung

3. DIE LÄNDLICHE GESELLSCHAFT

3.1 Die Großgrundbesitzer

3.2 Die Bauern

3.3 Die Landarbeiter

4. DIE ORGANISIERTE LANDGESELLSCHAFT

4.1 Der Bund der Landwirte (1893 – 1914)

4.2 Interessenvertretungen der Landarbeiter?

5. ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die sozioökonomischen Entwicklungen und politischen Strukturen der Landwirtschaft und der ländlichen Gesellschaft im Deutschen Kaiserreich (1871–1914) mit dem Ziel, die Transformation der landwirtschaftlichen Arbeitsverhältnisse sowie die Machtverhältnisse zwischen Großgrundbesitzern, Bauern und Landarbeitern zu analysieren.

  • Struktureller Wandel der Landwirtschaft im „langen 19. Jahrhundert“
  • Einfluss von Agrarreformen und Technisierung auf die ländliche Gesellschaft
  • Die Rolle der Großgrundbesitzer und das Aufkommen des „Junkertums“
  • Politische Interessenvertretung durch den Bund der Landwirte
  • Die soziale Lage und rechtliche Entmündigung der Landarbeiter

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Großgrundbesitzer

Dieser Punkt ist im Wesentlichen gekennzeichnet durch das Wechselspiel zwischen Adel und Bürgertum im Großgrundbesitz. In den Ostelbischen Gebieten waren die sogenannten „Junker“ ansässig. Außerdem ist auffällig, dass der Großgrundbesitz in Ostelbien einen höheren Anteil hatte als in den anderen deutschen Landwirtschaftsgebieten. Hier wurde der Begriff „Rittergüter“ geprägt, der ebenso zum Großgrundbesitz zählte. Die Rolle des Adels steht hier besonders im Vordergrund, denn sollten sich auch hier einschneidende Veränderungen in der Beziehung des Adels zum Grundbesitz vollziehen. „Im Zentrum adeliger Existenz hatte von Anbeginn an Herrschaft gestanden, vor allem Herrschaft über Menschen. […] Die drei Reformwellen […] in jenen Jahren nach der Jahrhundertwende […] hatten dazu geführt, daß gerade solche Herrenrechte zum Teil verloren gingen, zum Teil energisch beschnitten wurden.“25 Außerdem ist ein Unterschied zwischen Grundherrschaft und Gutsherrschaft auszumachen und auch hier ist in Preußen ein Sonderfall zu beobachten. „Das System der Gutsherrschaft im Gegensatz zur Grundherrschaft hatte sich im preußischen Osten bereits seit den Anfängen einer kapitalistischen Orientierung der Landwirtschaft im 17. Jht. Zunehmend durchgesetzt.“26 Hier wird deutlich, dass der ostelbische Großgrundbesitzer die Bauern sozusagen als Arbeitskräfte einsetzen musste wie in der kapitalistischen Produktion, da die Gutsherren nicht von den Renten- und Steuerzahlungen in Ostelbien überleben konnten.27 Hier kommt ein Unterschied zum Tragen

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung definiert das Untersuchungsziel, den zeitlichen Rahmen des „langen 19. Jahrhunderts“ und die zentrale Forschungsfrage nach der Persistenz feudaler Strukturen trotz agrarischer Modernisierung.

2. DIE LANDWIRTSCHAFT IM „LANGEN 19. JAHRHUNDERT“: Dieses Kapitel behandelt die Agrarreformen, den Wandel von der Hochkonjunktur zur Krise, staatliche Schutzmaßnahmen und die zunehmende Verwissenschaftlichung der Landwirtschaft.

3. DIE LÄNDLICHE GESELLSCHAFT: Das Kapitel differenziert die ländliche Bevölkerung in Großgrundbesitzer, Bauern und Landarbeiter und analysiert deren jeweilige soziale Stellung und Abhängigkeiten.

4. DIE ORGANISIERTE LANDGESELLSCHAFT: Hier wird die politische Organisation der Landbevölkerung, insbesondere der Einfluss des Bundes der Landwirte, sowie das Fehlen effektiver Interessenvertretungen für Landarbeiter thematisiert.

5. ZUSAMMENFASSUNG: Die Zusammenfassung zieht das Fazit, dass sich zwar die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen modernisierten, soziale Hierarchien und patriarchale Strukturen jedoch beharrlich fortbestanden.

Schlüsselwörter

Deutsches Kaiserreich, Landwirtschaft, Ländliche Gesellschaft, Agrarreformen, Großgrundbesitzer, Bauern, Landarbeiter, Bund der Landwirte, Agrarprotektionismus, Industrialisierung, Junker, soziale Schichtung, Agrarkrise, Modernisierung, Feudalstrukturen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Landwirtschaft und die soziale Struktur der ländlichen Bevölkerung im Deutschen Kaiserreich zwischen 1871 und 1914.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind der agrarwirtschaftliche Wandel, die politische Interessenvertretung der Agrarier und die soziale Lage der verschiedenen bäuerlichen und ländlichen Schichten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob feudale Strukturen trotz Agrarreformen bestehen blieben und inwieweit diese die soziale Integration der unteren ländlichen Schichten verhinderten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse, die fachwissenschaftliche Literatur und agrarhistorische Quellen auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die ökonomische Entwicklung der Landwirtschaft, eine soziologische Typisierung der ländlichen Gruppen und eine Analyse der organisierten politischen Interessenvertretung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Landwirtschaft, Agrarreformen, Großgrundbesitzer, Bund der Landwirte und soziale Transformation.

Welche Rolle spielten die sogenannten „Junker“ in dieser Untersuchung?

Sie werden als ostelbische Großgrundbesitzer analysiert, die ihre patriarchale Machtstellung durch die Transformation zum agrarkapitalistischen Unternehmertum zu bewahren wussten.

Warum konnte sich laut Arbeit keine starke Interessenvertretung für Landarbeiter bilden?

Durch Streik- und Koalitionsverbote sowie ein von der Oberschicht kontrolliertes soziales Klima blieb den Landarbeitern eine politische Organisation verwehrt.

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Details

Title
Die Landwirtschaft und die Ländliche Gesellschaft im Deutschen Kaiserreich
College
Technical University of Chemnitz  (Institut für Europäische Geschichte)
Course
Das Deutsche Kaiserreich (1871 – 1918): wirtschaftsgeschichtlich, sozialgeschichtlich, transnational
Grade
1,7
Author
Sebastian Gogol (Author)
Publication Year
2013
Pages
20
Catalog Number
V302474
ISBN (eBook)
9783668002142
ISBN (Book)
9783668002159
Language
German
Tags
landwirtschaft ländliche gesellschaft deutschen kaiserreich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Gogol (Author), 2013, Die Landwirtschaft und die Ländliche Gesellschaft im Deutschen Kaiserreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302474
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