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Die Polizei in England im 19. Jahrhundert. Historischer Überblick und Stagnation der Polizeireformen

Título: Die Polizei in England im 19. Jahrhundert. Historischer Überblick und Stagnation der Polizeireformen

Trabajo Escrito , 2007 , 14 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: B.A. Sebastian Gogol (Autor)

Historia de Europa - Tiempos modernos, absolutismo, industrialización
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Gegenstand dieser Arbeit ist die Entwicklung der Polizei in England im 19. Jahrhundert. Die Polizeientwicklung soll in den einzelnen Zeitabschnitten wiedergegeben werden, wobei auch verstärkt auf die London Metropolitan Police eingegangen werden muss, hatte diese Institution doch eine Ausnahmerolle im englischen Polizeiwesen. Außerdem sollte die Industrialisierung und die damit verbundenen neu auftretenden sozialen Probleme Beachtung finden.
Doch sollen hier zunächst die Aufgaben einer Polizei allgemein definiert werden beziehungsweise die Ausgangslage des Polizeisystems in England am Ende des 18. Jahrhunderts betrachtet werden um in das Jahrhundert der Polizeireformen überzuleiten.

„Polizei im modernen Sinn ist die berufsmäßige Monopolorganisation für legitime staatliche Gewaltanwendung nach innen wie das Militär für diejenige nach außen.“
Das bedeutet, dass die Polizei den Staat schützt und auch als eine Stütze der Staatsmacht fungieren soll wie das Militär, wobei hier der einzige Unterschied ist, dass die Polizei die innere Sicherheit eines Staates gewährleistet und das Militär den Staat außenpolitisch absichert.

Auch unterscheiden sich die beiden Institutionen (Polizei und Heer) in ihrer Vorgehensweise. Während das System des Militärs eher reaktionär ausgelegt ist, soll die Polizei präventiv handeln. „Das Präventionsprinzip trennte die Polizei endgültig vom Militär, das beim Einsatz für innere Sicherheit ja nur reagieren kann.“ Die Polizei sollte also nicht nur auf Verbrechen reagieren, sondern sie sollte eher dazu Beitragen, dass Verbrechen verhindert werden.

Für England stellt sich die Frage, ob das Polizeiwesen im 19. Jahrhundert schon den Status einer Monopolorganisation (Polizei als Träger des staatlichen Gewaltmonopols nach innen) hatte und ob das Polizeiwesen sich auch im ganzen Land durchsetzen konnte oder nur auf bestimmte Gebiete (z.B. London) beschränkt blieb.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts war die innenpolitische Situation Englands so, dass es eine Polizei wie im heutigen Sinne nicht gab. „There were no full-time paid uniformed police forces; policing agencies were local, decentralized and mostly unpaid. Control of law and order was largely in the hands of unpaid landowners acting as Justices of the Peace.” Der Staat hatte also noch keinen Einfluss auf die innere Sicherheit.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung - Das englische Polizeiwesen am Ende des 18. Jahrhunderts.

2. Das Polizeiwesen Englands von 1800 - 1850

2.1. Die Zeit der Kriege und der politischen Krisen

2.2. The London Metropolitan Police

3. Das Polizeiwesen Englands von 1850 – 1900

3.1. Der Aufbau der Polizei auf dem Land

3.2. Die Stagnation der Polizeireformen am Ende des Jahrhunderts

4. Zusammenfassung

5. Bibliografie

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Entwicklung und Transformation des englischen Polizeiwesens im 19. Jahrhundert, wobei der Fokus auf dem Übergang von dezentralen, privaten Strukturen hin zu einem staatlich organisierten Polizeiapparat unter Berücksichtigung des Einflusses der Industrialisierung und innenpolitischer Krisen liegt.

  • Die historische Entwicklung des englischen Polizeiwesens im 19. Jahrhundert.
  • Die Rolle der London Metropolitan Police als Vorreiter einer modernen Polizei.
  • Der Einfluss der Industrialisierung auf die Kriminalitätsentwicklung und soziale Kontrolle.
  • Die Herausforderungen bei der Etablierung zentralstaatlicher Polizeistrukturen gegenüber lokalen Interessen.
  • Der langsame Rückzug des Militärs aus der Rolle als innenpolitische Ordnungskraft.

Auszug aus dem Buch

2.2. The London Metropolitan Police

Als Sir Robert Peel das Amt des Innenministers 1822 innehatte, überraschte es nicht, dass es bald zu einer nötigen Reform des Polizeiwesens kommen musste. Hatte Peel doch schon Erfahrungen im Umgang mit solche Reformen: „Peel’s Step owed something both to his own earlier experience with a constabulary while he was Chief Secretary in Ireland, and to the advice of the Duke of Weliington.“ Peel hatte in Irland die Aufgabe, die bürgerkriegsähnlichen Zustände zu mindern und deshalb war hier zunächst eine Polizeireform zur Bekämpfung dieser Zustände erforderlich, welche die späteren Polizeireformen in London prägen sollte. „So wurde mit der ‚Dublin Police Act’ von 1808 eine zentrale Polizeiverwaltung aufgebaut, die Vorbild für die Polizeireformen in London Ende der 20er Jahre werden sollte.“

Im Jahre 1829 war es dann soweit, Peel konnte eine eingreifende Reform im Polizeiwesen erwirken. „Robert Peel, introducing his Metropolis Police Improvement Bill to the House of Commons in April 1829, argued that his proposed reforms were necessary to meet the growing threat to property and person in the capital which was clearly to be seen in the annual statistics of committals for trial.“ Durch diese Reform hatte von nun an der Staat zum ersten Mal die Möglichkeit, gezielt die innere Sicherheit zu lenken. Einziger Nachteil dieser Reform war, dass sie nur auf London beschränkt blieb und somit nicht auf den Rest des Landes übergreifen konnte. „Durch die ‚Metropolitan Police Act’ wurde ein einziger Polizeidistrikt geschaffen, der ein Gebiet mit einem Radius von zwölf Meilen um die Stadtmitte umfasste – eben mit Ausnahme des geografisch kleinen Raumes der City of London. An der Spitze der London Metropolitan Police, […], standen zwei von der Regierung ernannte Commissioners, welche die hierarchisch aufgebaute und fest an das Innenministerium angegliederte bürokratische Institution leiteten:…“ Nun also war die gewünschte Polizeieinheit geschaffen, in welcher der Staat sein Gewaltmonopol in der Innenpolitik durchsetzen konnte, jedoch noch örtlich beschränkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung - Das englische Polizeiwesen am Ende des 18. Jahrhunderts.: Die Einleitung definiert den modernen Polizeibegriff und beleuchtet die Ausgangslage Englands, das Ende des 18. Jahrhunderts noch über kein staatliches, professionelles Polizeiwesen verfügte.

2. Das Polizeiwesen Englands von 1800 - 1850: Dieses Kapitel analysiert die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts, die durch Bevölkerungswachstum, soziale Spannungen und die bahnbrechende Gründung der London Metropolitan Police geprägt war.

2.1. Die Zeit der Kriege und der politischen Krisen: Hier werden die Schwierigkeiten der Kriminalitätserfassung und die Versuche beschrieben, mit Freiwilligenverbänden und frühen, gescheiterten Reformgesetzen auf soziale Unruhen zu reagieren.

2.2. The London Metropolitan Police: Dieses Kapitel behandelt die erfolgreiche Einführung der Londoner Polizei unter Sir Robert Peel und die Herausforderungen bei der Kompetenzabgrenzung im Vergleich zu anderen Einheiten.

3. Das Polizeiwesen Englands von 1850 – 1900: Der Fokus liegt auf der Konsolidierung und dem Ausbau der Strukturen, insbesondere auf dem Land, während die große Reformwelle in London abflachte.

3.1. Der Aufbau der Polizei auf dem Land: Es wird die schleppende Entwicklung der ländlichen Polizeien thematisiert, die erst durch den County and Borough Police Act von 1856 eine landesweite, verbindliche Grundlage erhielten.

3.2. Die Stagnation der Polizeireformen am Ende des Jahrhunderts: Die Zeit zwischen 1850 und 1900 wird als eine Ära der Kontinuität beschrieben, in der bestehende Systeme professionalisiert, aber kaum grundlegend erneuert wurden.

4. Zusammenfassung: Das Kapitel zieht ein Fazit über den langen Modernisierungsprozess und hält fest, dass England mit der Gründung der Metropolitan Police 1829 eine Vorreiterrolle einnahm, der Aufbau eines modernen Polizeistaates jedoch ein langwieriger Prozess war.

5. Bibliografie: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur zur historischen Entwicklung des englischen Polizeiwesens.

Schlüsselwörter

Polizeiwesen, England, 19. Jahrhundert, London Metropolitan Police, Sir Robert Peel, Innere Sicherheit, Gewaltmonopol, Kriminalität, Industrialisierung, Polizeireform, County and Borough Police Act, Sozialgeschichte, Behördenorganisation, Moderne Polizei, Staatsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Transformation des Polizeiwesens in England im Verlauf des 19. Jahrhunderts, von einer dezentralen, privaten Organisation hin zu staatlich gelenkten Strukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Gründung der London Metropolitan Police, der Einfluss der Industrialisierung auf die Kriminalitätsrate sowie der langsame Prozess der Professionalisierung und Zentralisierung polizeilicher Arbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu analysieren, wie England den Übergang zu einem modernen Polizeimodell schaffte und inwiefern der Staat sein Gewaltmonopol gegenüber lokalen, dezentralen Strukturen durchsetzen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer Auswertung zeitgenössischer Quellen und einschlägiger fachwissenschaftlicher Literatur zur Rechts- und Sozialgeschichte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in zwei Zeitabschnitte (1800–1850 und 1850–1900), in denen die jeweiligen Reformschritte, Krisen und der Ausbau der Sicherheitskräfte detailliert untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Polizeireform, London Metropolitan Police, staatliches Gewaltmonopol, soziale Kontrolle und die Modernisierung der inneren Sicherheit im 19. Jahrhundert.

Welche Rolle spielte Sir Robert Peel für die Polizeireform?

Sir Robert Peel war als Innenminister der Architekt der entscheidenden Polizeireform von 1829, welche durch die Schaffung der London Metropolitan Police den Grundstein für eine moderne, zivile Polizei legte.

Warum war es so schwierig, eine einheitliche Polizei auf dem Land durchzusetzen?

Lokale Magistrate wollten ihre Kontrolle über die Polizei nicht an den Zentralstaat abgeben, was dazu führte, dass frühe Reformgesetze oft fakultativ blieben und erst durch spätere Gesetze, wie den Act von 1856, eine landesweite Vereinheitlichung erzwungen wurde.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Polizei in England im 19. Jahrhundert. Historischer Überblick und Stagnation der Polizeireformen
Universidad
Technical University of Chemnitz  (Institut für Europäische Geschichte)
Curso
Die Entstehung des modernen Staates (17. – 19. Jahrhundert)
Calificación
1,7
Autor
B.A. Sebastian Gogol (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
14
No. de catálogo
V302528
ISBN (Ebook)
9783668001183
ISBN (Libro)
9783668001190
Idioma
Alemán
Etiqueta
moderner Staat Polizei England Geschichte des 19. Jahrhunderts
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
B.A. Sebastian Gogol (Autor), 2007, Die Polizei in England im 19. Jahrhundert. Historischer Überblick und Stagnation der Polizeireformen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302528
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