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‚Mad Scientists‘ und grenzüberschreitende Wissenschaft? Eine Analyse der Darstellung von Wissenschaft in der Serie „Orphan Black“

Titel: ‚Mad Scientists‘ und grenzüberschreitende Wissenschaft? Eine Analyse der Darstellung von Wissenschaft in der Serie „Orphan Black“

Hausarbeit , 2015 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Levke Albertsen (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Darstellung von Wissenschaft in modernen Massenmedien, wie beispielsweise dem Spielfilm oder der Serie, beeinflusst die öffentliche Wahrnehmung von Wissenschaft. Bei kontroversen Wissenschaftsfragen können moderne Massenmedien Meinungsbildungsprozesse steuern und Einfluss nehmen auf das Bild, das in der Gesellschaft entsteht (Pansegrau 2009). Besonders bei ethischen Themen gibt es häufig eine ausgeprägte mediale Begleitung, so auch bei der Gentechnik, dem Klonen und der künstlichen Erschaffung von Leben.

2013 wurde erstmals die Science-Fiction Serie „Orphan Black“ ausgestrahlt, in der es um mehrere Klone geht, die getrennt voneinander aufwachsen, sich durch Zufall begegnen und ihrer Herkunft auf die Spur kommen. In der zweiten Staffel liegt ein Fokus auf dem DYAD Institut, dem wissenschaftlichen Institut, das die Klone erschuf und nun überwacht, beziehungsweise betreut. Die Darstellung der Wissenschaft in dieser Serie wurde bislang noch nicht analysiert, obwohl dies ein zentrales Element ist. Da eine solche mediale Darstellung einen starken Einfluss auf die öffentliche Meinung haben kann, ist es erstrebenswert, herauszufinden, wie genau die Wissenschaft dargestellt wird. Aus diesem Grund ist es Ziel dieser Hausarbeit, die Darstellung der Wissenschaft zu analysieren. Dabei liegt der Fokus auf den Fragen, ob die Wissenschaft als gefährlich und fahrlässig gezeigt wird, die Wissenschaftler dem Stereotyp des ‚Mad Scientists‘ entsprechen, oder womöglich ein anderes Bild der Wissenschaft, die sich mit Klonen und Stammzellenforschung auseinandersetzt, projiziert wird.

Hierfür werden zu Beginn die Grundlagen, die Geschichte, die rechtliche Lage und die ethische Diskussion des Klonens eingeführt. Zudem wird der Stereotyp des ‚Mad Scientists‘ definiert, um danach ermitteln zu können, ob die Wissenschaftler in der Serie „Orphan Black“ ebenfalls diesem Stereotyp entsprechen und sich eventuell, durch das Erzeugen von künstlichem Leben und die Stammzellforschung, ethisch angreifbar machen. Abschließend werden die Erkenntnisse aus der Analyse dargestellt sowie ein Ausblick auf weitere Problemstellungen gegeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Künstliches Leben – die historische und aktuelle Diskussion

2.1. Grundlagen des Klonens

2.2. Zusammenfassung der historischen Entwicklung des Klonens

2.3. Rechtliche Lage

2.4. Ethische Verpflichtungen und Grenzen

3. Definition des ‚Mad Scientists‘

4. Filmanalyse Orphan Black

4.1. Einführung in die Thematik der Serie

4.2. Analyse und Interpretation der Darstellung der Wissenschaft

4.2.1. DYAD Institut

4.2.2. Aldous Leekie

4.2.3. Ethan Duncan

4.2.4. Cosima Niehaus

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Wissenschaft in der Serie „Orphan Black“ dargestellt wird, insbesondere ob sie als gefährlich und fahrlässig inszeniert wird und inwieweit die dortigen Akteure dem Stereotyp des „Mad Scientists“ entsprechen.

  • Historische und aktuelle wissenschaftliche Debatte um das Klonen.
  • Ethische und rechtliche Herausforderungen moderner Gentechnik.
  • Definition und filmische Tradierung des „Mad Scientist“-Stereotyps.
  • Analyse der Darstellung des DYAD Instituts und zentraler Wissenschaftlerfiguren in der Serie.
  • Untersuchung der Differenzierung von Frauen- und Männerbildern im wissenschaftlichen Kontext.

Auszug aus dem Buch

4.2.1. Das DYAD Institut

Das DYAD Institut, das die Produktion von Klonen unterstützt und die bereits bestehenden Klone überwacht, ist sehr vielschichtig aufgebaut: Einerseits gibt es die öffentliche, moderne, neue Wissenschaft, die DYAD bekannt macht. Diese Forschung findet in einem modernen Gebäude in hellen, verglasten und offenen Büros statt. Es ist eine transparente Umgebung, in der nichts unentdeckt bleibt, was den Anschein legalen Handelns erweckt.

Andererseits zeigt die Serie die geheime, alte Wissenschaft in einer rechtlichen Grauzone rund um das Klonen von Menschen. Das DYAD Institut überredete die Wissenschaftler dazu, die Embryonen ausreifen zu lassen, und ist somit für die Entwicklung der Klone verantwortlich. Diese Forschung findet im Keller des alten Flügels statt, zwischen Gemäuern aus Ziegelsteinen, wo die Räume dunkel und geheimnisvoll wirken. Dr. Aldous Leekie sagt selbst:

„Auch wenn es ihm etwas an Glanz fehlt, ist der alte Flügel der Ort, an dem unsere heikelsten Forschungen stattfindet“ (OB 2/2/12:02-13:27).

Die Akteure innerhalb des Instituts reichen von den wissenschaftlichen Mitarbeitern und Leitern, wie Dr. Leekie, bis zur unternehmerischen Geschäftsführung, wie Marion Bowles.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Einfluss medialer Darstellungen auf das gesellschaftliche Bild der Wissenschaft und formuliert das Ziel, die Darstellung der Klon- und Stammzellenforschung in „Orphan Black“ zu analysieren.

2. Künstliches Leben – die historische und aktuelle Diskussion: Dieses Kapitel vermittelt Grundlagen zum Klonen, skizziert die historische Entwicklung sowie die rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen der Forschung.

3. Definition des ‚Mad Scientists‘: Es wird das theoretische Konstrukt des „Mad Scientist“ als verrückter, besessener und ethikfreier Wissenschaftler hergeleitet, der als Kontrastfolie für die spätere Analyse dient.

4. Filmanalyse Orphan Black: Die Serie wird inhaltlich eingeführt, gefolgt von einer detaillierten Analyse des DYAD Instituts und spezifischer Charaktere auf ihre Entsprechung zum „Mad Scientist“-Stereotyp hin.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Serie ein differenziertes Bild zeichnet, indem sie männliche Wissenschaftler eher als klassische „Mad Scientists“ darstellt, während die alternative Wissenschaftlerin Cosima einen Gegenpol bildet.

Schlüsselwörter

Orphan Black, Wissenschaftsdarstellung, Mad Scientist, Klonen, Gentechnik, Stammzellenforschung, DYAD Institut, Bioethik, Serienanalyse, Eugenik, Filmanalyse, Menschenwürde, Biotechnologie, Gentechnische Veränderung, Mediale Wahrnehmung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Darstellung von Wissenschaft, Klonen und Stammzellenforschung in der Science-Fiction-Serie „Orphan Black“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die ethische Debatte um künstliches Leben, die historische Entwicklung des Klonens sowie die mediale Inszenierung von Wissenschaftlern.

Was ist die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob die in der Serie gezeigte Wissenschaft als gefährlich dargestellt wird und ob die Wissenschaftler dem Stereotyp des „Mad Scientists“ entsprechen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Filmanalyse, um narrative Muster und Charakterdarstellungen in Bezug auf das „Mad Scientist“-Stereotyp zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Klon-Problematik, die Definition des „Mad Scientist“ sowie die praktische Analyse der Serie und ihrer Charaktere.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Orphan Black, Mad Scientist, Klonen, Stammzellenforschung und Bioethik.

Wie verkörpert Dr. Aldous Leekie den „Mad Scientist“?

Leekie ist besessen von seiner Vision der „Neolution“, vernachlässigt ethische Grenzen, instrumentalisiert Menschen und verliert den Bezug zur Verantwortung für seine Taten.

Warum stellt Cosima Niehaus einen Gegenpol dar?

Cosima hinterfragt die Ökonomisierung der Wissenschaft kritisch, forscht unabhängig und verkörpert eine moderne, inspirierende sowie ethisch reflektierte Wissenschaftlerin.

Wie unterscheidet die Serie zwischen der Darstellung von Männern und Frauen?

Die Arbeit stellt fest, dass die „Mad Scientist“-Problematik in der Serie primär männliche Wissenschaftler betrifft, während weibliche Wissenschaftlerinnen stärker modernisiert und sexualisiert dargestellt werden.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
‚Mad Scientists‘ und grenzüberschreitende Wissenschaft? Eine Analyse der Darstellung von Wissenschaft in der Serie „Orphan Black“
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg
Note
1,0
Autor
Levke Albertsen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
25
Katalognummer
V302553
ISBN (eBook)
9783668011120
ISBN (Buch)
9783668011137
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Darstellung von Wissenschaft Filmanalyse Wissenschaftsdarstellung Orphan Black Klonen Science Fiction Medienwirksamkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Levke Albertsen (Autor:in), 2015, ‚Mad Scientists‘ und grenzüberschreitende Wissenschaft? Eine Analyse der Darstellung von Wissenschaft in der Serie „Orphan Black“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302553
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Leseprobe aus  25  Seiten
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