Bei meiner Beobachtung habe ich mich im fachdidaktischen Sinne auf die Frage der Medienwahl „Wie soll gelehrt und gelernt werden?“ konzentriert. Hierbei beschränke ich mich auf drei Methoden, die zunächst sehr trivial erscheinen, aber aufgrund kleiner Veränderungen von den gängigen Methoden abweichen und höchst interessant sind:
1. Hausaufgabenbesprechung in Kleingruppen (statt im Plenum),
2. Zwei Referatsgruppen zum selben Thema (statt jede Gruppe ein Thema),
3. Gedankenexperiment.
Anschließend werde ich auf sozial-psychologische Beobachtungen eingehen, die ich während meiner Praktikumszeit, insbesondere im Zusammenhang mit dem Fachdidaktischen Teil dieser Arbeit, gemacht habe.
Am Ende dieser Schulpraktischen Studie folgt eine kritische Aufarbeitung meiner eigenen Unterrichtsstunde im Rahmen meines Praktikums.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Unterrichtsbeobachtung und Reflexion
2.1 Fachdidaktischer Aspekt: Methodenfrage
2.1.1 Eigene Beobachtungen zur Methodenfrage
2.1.2 Wissenschaftliche Analyse der eigenen Beobachtungen
2.2 Sozial-psychologische Aspekte
3. Eigene Unterrichtsstunde: Thema „Gerechtigkeit“
3.1 Vorbereitung
3.1.1 Bedingungsanalyse
3.1.2 Sachanalyse
3.1.3 Didaktische Analyse
3.1.4 Methodische Analyse
3.1.5 Medien
3.1.6 Lernziel
3.2 Umsetzung in der Praxis
3.2.1 Durchführung und eigene Bewertung
3.2.2 Fremdbewertung durch Lehrerin und Praktikantin
4. Resümee
5. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Bedeutung didaktischer Methoden im Ethikunterricht zu untersuchen und zu analysieren, wie spezifische Ansätze das kritische Denken und die Argumentationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler fördern können. Basierend auf einem Schulpraktikum wird analysiert, inwieweit unterschiedliche Methoden – insbesondere die szenische Darstellung und Gedankenexperimente – zur Auseinandersetzung mit komplexen, moralischen Fragestellungen beitragen.
- Analyse fachdidaktischer Methoden im Ethikunterricht
- Untersuchung sozial-psychologischer Aspekte der Lernatmosphäre
- Reflexion über die Durchführung einer eigenen Unterrichtseinheit zum Thema Gerechtigkeit
- Vergleich zwischen theoretischem Entwurf und praktischer Umsetzung
Auszug aus dem Buch
Gedankenexperiment (10. Klasse)
In einer 10. Klasse, die vom Leistungsniveau sehr hoch einzustufen ist, erlebte ich die Methode eines Gedankenexperimentes.
Bei einem Gedankenexperiment (oder: Gedankenversuch) geht es darum, dass die Lehrkraft die SuS mit einer nicht-realen oder nur schwer vorstellbaren Situation konfrontiert. Diese Situation sollen die SuS in Gedanken simulieren und sich überlegen, welche Folgen sich hieraus ergeben würden.
Im Folgenden möchte ich den Inhalt des durchgeführten Gedankenexperiments kurz aufarbeiten, um anschließend eine persönliche Bewertung abzugeben.
Die Unterrichtsstunde fand donnerstags, in der 3. und 4. Stunde statt und das Thema der Einheit war „Utilitarismus“. Ich werde in diesem Gespräch den Begriff „Schüler“ für männlich sowie weiblich gebrauchen. Des Weiteren handelt es sich hierbei um eine Rekonstruktion und keine wörtliche Wiedergabe des Gesagten.
Lehrkraft: „Stell Dir vor, es gäbe die Lustmaschine, an die Du dich anschließen lassen könntest. Du würdest eine Welt erleben, in der du ununterbrochen Lust empfinden würdest.“
Schüler 1: „Das ist ja ein Non-plus-Ultra! Eine absolute Maximierung meines Lustempfindens.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Autorin beschreibt ihren fachdidaktischen Schwerpunkt während des Praktikums, der insbesondere auf der Frage nach effektiven Methoden im Ethikunterricht liegt.
2. Unterrichtsbeobachtung und Reflexion: Es werden ausgewählte Lehrmethoden wie die Hausaufgabenbesprechung in Kleingruppen und Gedankenexperimente analysiert und kritisch hinterfragt.
3. Eigene Unterrichtsstunde: Thema „Gerechtigkeit“: Dieses Kapitel dokumentiert die detaillierte Vorbereitung, Planung und Durchführung einer selbst gehaltenen Doppelstunde zum Thema Gerechtigkeit inklusive Reflexion.
4. Resümee: Ein abschließendes Fazit zieht die Autorin über ihre gewonnenen Erkenntnisse zur Komplexität des Fachs Ethik und der Bedeutung methodischer Vielfalt für den Lernerfolg.
5. Literaturverzeichnis: Auflistung der für die Arbeit herangezogenen wissenschaftlichen Quellen und Fachliteratur.
Schlüsselwörter
Ethikunterricht, Fachdidaktik, Gerechtigkeit, Gedankenexperiment, Methodenwahl, Unterrichtsbeobachtung, Utilitarismus, Szenische Darstellung, Sozialpsychologie, Argumentationsfähigkeit, Schülerzentrierung, Schulpraktikum, Unterrichtsreflexion, Lehrerrolle, Moralentwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert einen Praktikumsbericht im Fach Ethik, wobei der Fokus auf der didaktischen Analyse ausgewählter Lehrmethoden und deren Anwendung im Unterricht liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen fachdidaktische Methoden, die Bedeutung von Sozial-psychologischen Aspekten im Ethikunterricht sowie die Planung und Reflexion eigener Unterrichtsstunden.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie Schüler durch gezielte methodische Ansätze zum kritischen Denken und zur moralischen Argumentation befähigt werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine qualitative Beobachtung und Reflexion, die durch didaktische Fachliteratur gestützt und wissenschaftlich analysiert wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Beobachtung externer Unterrichtseinheiten, die theoretische Aufarbeitung dieser Methoden und eine detaillierte, eigene Unterrichtsplanung zum Thema Gerechtigkeit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Ethikunterricht, Fachdidaktik, Gerechtigkeit, Gedankenexperiment, Methodenwahl und Unterrichtsreflexion sind die prägenden Begriffe.
Wie wurde das Thema Gerechtigkeit in der 6. Klasse didaktisch aufbereitet?
Das Thema wurde durch eine Einstiegssituation mit einem Bild (Prüfungssituation mit Tieren) eingeleitet, um dann in Kleingruppen durch szenische Darstellungen vertieft und schließlich in einer Diskussion kritisch hinterfragt zu werden.
Welchen Einfluss hat die Lehrkraft auf die Diskussion ethischer Themen laut der Autorin?
Die Autorin betont, dass die Lehrkraft eine moderierende Rolle einnehmen muss, um eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Schüler sicher fühlen, ihre eigene Meinung zu äußern.
- Arbeit zitieren
- Jessica Krüger (Autor:in), 2014, Wie soll gelehrt und gelernt werden? Schulpraktische Studie anhand dreier Methoden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302687