Bei meiner Beobachtung habe ich mich auf die Frage der Methodenwahl „Wie soll gelehrt und gelernt werden?“ konzentriert. Hierbei werde ich mich auf einzelne Methoden beschränken und untersuchen, inwiefern diese den Lernprozess zielführend gestalten.
Im weiteren Verlauf folgt die Aufarbeitung und kritische Untersuchung meiner eigenen Unterrichtsstunde zum Thema „Wortwahl“ in der Unterstufe. Hierbei werde ich nicht nur mein persönliches Feedback, sondern auch das der Lehrkraft heranziehen.
Abschließen möchte ich diese Schulpraktische Studie mit einem persönlichen Resümee, in dem ich darlegen werde, was ich aus meiner fünf-wöchigen-Praktikumszeit mitgenommen habe.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Unterrichtsbeobachtung und Unterrichtsreflexion
2.1 Fachdidaktische Aspekte
2.1.1 Eigene Beobachtungen zum Aspekt der Methodenfrage
2.1.2 Wissenschaftliche Analyse der eigenen Beobachtungen
3. Eigene Unterrichtsstunde
3.1 Vorbereitung der eigenen Unterrichtsstunde
3.1.1 Bedingungsanalyse
3.2 Sachanalyse
3.3 Didaktische Analyse
3.4 Methodische Analyse
3.5 Medien
3.6 Lernziel
3.7 Umsetzung in die Praxis
3.7.1 Durchführung und eigene Bewertung
3.7.2 Auswertung
3.7.2.1 Ergebnisse
3.7.2.2 Fremdbewertung durch die Lehrkraft
4. Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit dient als Reflexionsbericht eines schulpraktischen Semesters, wobei das primäre Ziel die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der eigenen Unterrichtspraxis sowie der beobachteten Methodenwahl im Deutschunterricht darstellt.
- Reflexion der Methodenwahl im Deutschunterricht (Schwerpunkt: Methoden der Unterstufe)
- Analyse der Wirksamkeit aktivierender Methoden wie szenisches Spiel und Ballspiele
- Planung und Durchführung einer Unterrichtseinheit zum Thema Wortarten in einer 5. Klasse
- Abgleich theoretischer fachdidaktischer Ansätze mit der schulischen Unterrichtsrealität
- Erfahrungsbericht zur Lehrer-Schüler-Interaktion und zur Gestaltung von Feedback-Kulturen
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Eigene Beobachtungen zum Aspekt der Methodenfrage
Während meiner fünf-wöchigen Praktikumszeit konnte ich zahlreiche Methoden beobachten. Insbesondere fiel mir auf, dass in der Unterstufe viele Gruppenarbeiten durchgeführt wurden, während dies in den höheren Klassen eher nachließ. Der spielerische Faktor spielte in den unteren Klassen eine große Rolle, während dieser in den höheren Stufen gar nicht mehr zum Vorschein kam.
Dass die Auswahl der Methoden eine wichtige Rolle spielt und diese sehr genau durchdacht sein muss, konnte ich nicht nur bei meinen Hospitationen beobachten, sondern auch in meinen eigenen Unterrichtsstunden erleben.
In meinen Beobachtungen zeigte sich, dass ein regelmäßiger Wechsel von Methoden äußerst wichtig ist und es für die SuS sehr eintönig und langweilig sein kann, wenn immer wieder dieselbe Methode durchgenommen wird. Auch ist es wichtig darauf zu achten, dass man bei den Methoden die Sozialform mitberücksichtigt. Ein Unterricht, der nur aus Einzelarbeitsmethoden besteht, ist für die SuS genauso eintönig und demotivierend, wie ein Unterricht, der nur mit aktiven Gruppenarbeitsmethoden durchgeführt wird. Hierbei ist ein Wechsel zwischen den Sozialformen sehr bedeutsam.
Aus Gründen des Umfanges dieser Arbeit ist es mir leider nicht möglich, auf jede Methode einzugehen. Deshalb beschränke ich mich auf zwei Methoden, die ich so im Unterricht noch nie beobachten konnte und die ich sehr interessant fand.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des fachdidaktischen Praktikums im Rahmen der Schulpraktischen Studien II mit Fokus auf die Beobachtung der Methodenwahl im Deutschunterricht.
2. Unterrichtsbeobachtung und Unterrichtsreflexion: Theoretische und praktische Auseinandersetzung mit fachdidaktischen Methoden, insbesondere der szenischen Darstellung von Dialogen.
3. Eigene Unterrichtsstunde: Detaillierte Darstellung der Planung, Vorbereitung, methodischen Umsetzung und Auswertung der eigenen Lehrversuche zum Thema Wortarten in einer 5. Klasse.
4. Resümee: Zusammenfassende Bewertung der persönlichen Entwicklung während der Praktikumszeit und Reflexion des schulklimas sowie der Feedback-Kultur.
Schlüsselwörter
Schulpraktische Studien, Deutschunterricht, Methodenwahl, Fachdidaktik, Unterstufe, Unterrichtsreflexion, Wortarten, Unterrichtsplanung, Bedingungsanalyse, Szenische Interpretation, Feedback-Kultur, Sozialformen, Lernerfolg, Hospitation, Lehrkraft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit umfasst den Praktikumsbericht der Autorin, die im Rahmen ihres Lehramtsstudiums ein fachdidaktisches Praktikum an einem Gymnasium absolvierte und ihre Erfahrungen sowie Lehraktivitäten reflektiert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind die methodische Gestaltung des Deutschunterrichts, die Reflexion über eigene Lehrversuche und die Auseinandersetzung mit schulpädagogischen Grundlagen wie der Bedingungs- und Sachanalyse.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Das Hauptziel ist die Verbindung von theoretischem Wissen aus der Universität mit der praktischen Anwendung im Schulalltag sowie die kritische Selbstreflexion der eigenen Unterrichtskompetenz.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden qualitative Beobachtungsprotokolle erstellt, die auf Basis fachdidaktischer Literatur (insbesondere von Gisela Beste) und unter Einbeziehung von Lehrplänen wissenschaftlich analysiert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Hospitationsphase, in der Methoden wie das szenische Spiel untersucht wurden, und die eigene Unterrichtsgestaltung zur Einführung von Wortarten in einer 5. Klasse.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen Schulpraktische Studien, Methodenwahl, Unterrichtsreflexion, Wortarten, Fachdidaktik und Feedback-Kultur.
Wie wurde das Thema „Wortarten“ in der 5. Klasse methodisch eingeführt?
Die Autorin nutzte ein erzählendes Märchen („Das Märchen vom Land der Sprachen“), um die Wortarten anschaulich zu präsentieren, gefolgt von einer gemeinsamen Definitionserarbeitung und einem aktivierenden Ballspiel.
Welche Rolle spielt die Rückmeldung durch die Lehrkraft?
Die Fremdbewertung dient der Korrektur der eigenen Wahrnehmung, wobei die Lehrkraft vor allem die methodische Abwechslung lobte, aber auch das Zeitmanagement und die Schwierigkeitsgrad-Anpassung kritisch hinterfragte.
Welche Bedeutung misst die Autorin der "Feedback-Kultur" bei?
Sie betont, dass ein angemessener Umgang mit konstruktivem Feedback in der Unterstufe gefördert werden sollte, um die soziale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler zu stärken und die Qualität der Referate zu verbessern.
- Arbeit zitieren
- Jessica Krüger (Autor:in), 2014, Wie soll gelehrt und gelernt werden? Schulpraktische Studie anhand der Einübung eines Dialoges und eines Gruppenspiels, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302690