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Geheimes Organisieren von U-Boot-Projekten in Arbeitsorganisationen

Title: Geheimes Organisieren von U-Boot-Projekten in Arbeitsorganisationen

Term Paper (Advanced seminar) , 2015 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Volker Müller (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Summary Excerpt Details

Im ersten Abschnitt der Hausarbeit werden die Begriffe Geheimnis, Arbeitsorganisation und U-Boot-Projekt abgegrenzt und erklärt. Insbesondere für U-Boot-Projekte existiert eine Vielzahl ähnlicher Begriffe, die oft fälschlicherweise synonym verwendet werden.

Der zweite Teil stellt einige soziologische Ansichten zur Geheimhaltung von Luhmann und Simmel vor, die auf Organisationen gerichtet werden.
Er soll verdeutlichen, dass U Boot Projekte nur eine von vielen Formen des Geheimnisses sind.
Deren praktische Einbettung in die Organisation ist detailliert im dritten Abschnitt aufgeführt, in dem sowohl die damit zusammenhängenden Eigenheiten der Individuen als auch der Organisation beschrieben sind.

Der vierte Teil der Hausarbeit setzt sich auszugsweise mit den formellen und informellen Handlungsmöglichkeiten in Organisationen auseinander, die im Umgang mit Geheimnissen und dem Unbekannten existieren.
Daran ist eine Zusammenfassung angeschlossen, in der ein Ausblick in andere Bereiche diskutiert wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsdefinition

2.1 Geheimnis, formell-informell

2.2 Arbeitsorganisation und Organisation

2.3 U-Boot-Projekte (engl. bootlegging) und skunk works

3 Luhmann und Simmel – Beredetes Geheimnis

3.1 Luhmann – Ungewissheit, Zukunft und Organisation

3.2 Simmel – Das Geheimnis

4 U-Boot-Projekte in Organisationen

5 Formelles Organisieren und informelle Geheimnisse

5.1 Formeller Umgang mit U-Boot-Projekten

5.2 Vorteile informeller Geheimnisse

6 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen geheimer "U-Boot-Projekte" innerhalb von Arbeitsorganisationen aus einer organisationssoziologischen Perspektive. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, wie das Geheimnis als soziales Phänomen genutzt wird, um trotz formeller organisationaler Einschränkungen innovative Potenziale zu entfalten und individuelle Handlungsspielräume zu erweitern.

  • Soziologische Geheimnistheorie nach Luhmann und Simmel
  • Abgrenzung von Organisationsbegriffen und U-Boot-Projekten
  • Informelles Handeln und die Rolle von Geheimhaltung in Unternehmen
  • Konflikt zwischen formellen Strukturen und informeller Innovationsförderung
  • Die Funktion von Vertrauen und Unsichtbarkeit bei internen Projekten

Auszug aus dem Buch

3.2 Simmel – Das Geheimnis

Simmel streicht den ambivalenten Charakter des Geheimen und Verborgene heraus, in dem er es normativ „als das aufrichtige Uns-Offenbaren und das lügenhafte Uns-Verbergen“ benennt (Simmel 1908: 259). Das Geheimnis wird als unmoralisch beschrieben und mit Täuschung und Lüge assoziiert. Parallel erfordere die positiv bewertete Diskretion den Respekt gegenüber den unkonkreten Geheimnissen des Anderen. So sei nicht nur das Verborgene sondern gleichfalls alles nicht bewusst Offenbarte davon betroffen. Andernfalls bestehe durch ein ‚zu nahe Treten‘ die Gefahr der Zerstörung des Persönlichkeitswertes der Person (vgl. Simmel 1908: 265). Diese Bewahrung der Distanz beruht auf Gegenseitigkeit, in der ein Nicht-Wissen oder Nicht-Wissen-Wollen Bestandteil des sozialen Beziehungsgefüges ist. In größeren Organisationen mit vielen Mitgliedern dürfte, wenn man an die Mitgliedschaftsbedingung in Arbeitsorganisationen denkt, eine innere Distanziertheit dem Normalfall entsprechen. Doch tatsächlich beruhe, laut Simmel, der soziale Verkehr ebenso darauf, dass jeder etwas mehr über den anderen weiß, als dieser von sich aus offenbart oder offenbaren möchte. Individuell werde dies vielleicht als Indiskretion wahrgenommen, jedoch sei es für das gesellschaftliche Funktionieren erforderlich (vgl. Simmel 1908: 267).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Wahl des Geheimnisses als soziales Phänomen und führt in die Verknüpfung von Geheimnis-Theorie mit der Praxis von U-Boot-Projekten ein.

2 Begriffsdefinition: Hier werden zentrale Termini wie Geheimnis, Arbeitsorganisation sowie U-Boot-Projekte und skunk works voneinander abgegrenzt.

3 Luhmann und Simmel – Beredetes Geheimnis: Dieses Kapitel erörtert soziologische Ansätze von Luhmann zur Ungewissheit und von Simmel zum Wert des Geheimnisses innerhalb des sozialen Gefüges.

4 U-Boot-Projekte in Organisationen: Der Hauptteil analysiert, wie sich U-Boot-Projekte in Forschung und Entwicklung innerhalb von Unternehmen verhalten und warum sie oft geheim bleiben.

5 Formelles Organisieren und informelle Geheimnisse: Es wird untersucht, wie Organisationen formell mit U-Boot-Projekten umgehen und welche Vorteile das informelle Geheimhalten für die Innovation bietet.

6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert, wie Geheimhaltung in modernen Organisationen als Mechanismus zur Zielerreichung dient.

Schlüsselwörter

U-Boot-Projekte, Bootlegging, Geheimnis, Arbeitsorganisation, Innovationsmanagement, Soziologie, Luhmann, Simmel, Informelles Handeln, Organisationssoziologie, Vertrauen, Wissenslücken, Organisationsziel, Geheimhaltung, Innovationskultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Analyse von geheimen, nicht offiziell genehmigten Projekten (sog. U-Boot-Projekte) in professionellen Arbeitsorganisationen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die theoretische Betrachtung von Geheimnissen (Luhmann, Simmel) und deren praktische Anwendung oder Auswirkung auf das Innovationsverhalten und die Organisationsstruktur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu verstehen, wie U-Boot-Projekte als Instrumente zur Reduktion von Ungewissheit und zur Förderung von Innovation genutzt werden können, trotz des hohen Geheimhaltungscharakters.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-soziologische Analyse, die auf Literaturarbeit, soziologischen Begriffsdefinitionen und der Auswertung von Innovationsstudien (z. B. Michalik, Augsdorfer) basiert.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil behandelt die typologischen Unterscheidungen von U-Boot-Projekten, die Motivation der Mitarbeiter sowie die Indifferenz oder Gegenstrategien des Managements gegenüber diesen informellen Aktivitäten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind U-Boot-Projekte, Bootlegging, Geheimnis, Vertrauen, Organisationssoziologie und Innovationsmanagement.

Warum betrachten Organisationen U-Boot-Projekte oft zwiespältig?

Organisationen sehen in ihnen einerseits ein Sicherheitsrisiko und eine Abweichung von der formellen Planung, andererseits bieten sie ein Ventil für innovative Ideen, die im formellen Prozess scheitern würden.

Welche Rolle spielt Vertrauen bei der Entstehung von U-Boot-Projekten?

Laut Augsdorfer sind U-Boot-Projekte nur in einem Umfeld möglich, in dem ein gewisses Vertrauensverhältnis oder die Akzeptanz von Wissenslücken zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern besteht.

Verhindert das "permitted bootlegging" tatsächlich die Entstehung geheimer Projekte?

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass erlaubte 20%-Prozent-Zeit-Programme das geheime, unautorisierte Bootlegging in der Regel nicht ersetzen, da Mitarbeiter weiterhin den informellen Weg wählen, um Druck und Rechtfertigungspflichten zu entgehen.

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Details

Title
Geheimes Organisieren von U-Boot-Projekten in Arbeitsorganisationen
College
University of Hagen  (Institut für Soziologie)
Course
Modul 5B: INDIVIDUALISIERUNGSPHÄNOMENE IN ARBEITS- UND ORGANISATIONSGESELLSCHAFTEN
Grade
1,3
Author
Volker Müller (Author)
Publication Year
2015
Pages
24
Catalog Number
V302702
ISBN (eBook)
9783668008502
ISBN (Book)
9783668008519
Language
German
Tags
Geheimhaltung U-Boot-Projekt bootlegging Simmel geheim formell informelle Geheimnisse Innovationsmanagement industrielle Entwicklung skunk works Luhmann und Fuchs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Volker Müller (Author), 2015, Geheimes Organisieren von U-Boot-Projekten in Arbeitsorganisationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302702
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