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Land Grabbing. Die globale Jagd um Boden und der Kampf um das "grüne Gold"

Titel: Land Grabbing. Die globale Jagd um Boden und der Kampf um das "grüne Gold"

Hausarbeit , 2015 , 31 Seiten

Autor:in: Ramona Kaniut (Autor:in)

Umweltwissenschaften
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Globalisierung: Bagger aus Korea, Gewächshäuser aus Ecuador, Bewässerungsanlagen aus Israel, Motoren aus Deutschland, Pflanzen aus Indien, Plastik aus China und Kapital aus Europa und die Waren gehen in die USA. Noch globaler kann es nicht mehr werden.
Wenn Ihnen jemand prophezeit, dass die Welt austrocknen wird, die Menschen hungern werden und Naturkatastrophen entstehen, was sind Ihre ersten Gedanken? Ich bezweifle, dass Sie in erster Linie Ihre große Chance im Investment sehen und einer daraus resultierenden Chance große Gewinne zu erwirtschaften, wenn Sie nicht gerade Investor oder Spekulant sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Was versteht man unter "land grabbing"?

1.1 Entwicklung und Definition

2 Wo und in welchem Umfang findet "land grabbing" statt?

2.1 Äthiopien

2.2 Lateinamerika - Brasilien

3 Beweggründe für Landnahme

3.1 Bewegründe der Investoren

3.1.1 Bevölkerungswachstum und Ressourcenknappheit

3.1.2 Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage

3.2 Beweggründe der Verpächter

3.2.1 Wirtschaftliche Vorteile und Technologietransfer

4 Die Akteure

4.1 Saudi-Arabien

4.2 China - Der Big Brother Südostasiens

4.2.1 Länderbeispiele

4.2.2 Sumatra, Indonesien

4.2.3 Papua-Neuguinea

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen "Land Grabbing" als neue Form der Landnahme zur Sicherung von Agrarrohstoffen und beleuchtet die Motive der beteiligten Akteure vor dem Hintergrund globaler Krisen.

  • Ursprung und Definition des Begriffs "Land Grabbing"
  • Regionale Schwerpunkte der Landnahmen (u.a. Äthiopien und Brasilien)
  • Wirtschaftliche Triebkräfte wie Bevölkerungswachstum und Ressourcenknappheit
  • Die Rolle von Investoren, Spekulanten und staatlichen Akteuren
  • Kritische Analyse zwischen Entwicklungschance und Neokolonialismus

Auszug aus dem Buch

1.1 Entwicklung und Definition

Der Mensch muss essen und wer die Macht über das Essen hat, hat die Macht über die Menschheit. Um Essen zu produzieren, braucht es Land. Wem das Land gehört, dem gehört das Essen. So ist jetzt ein weltweiter Kampf um fruchtbares Ackerland ausgebrochen mit wohl katastrophalen Folgen für die Gesundheit des Planeten und vor allem für den Großteil der Menschheit.

Früher waren es die Kolonialmächte, heute sind es die reichen Großkonzerne - meistens aus Europa, den USA, Indien und den Golfstaaten - die Land erobern. Sie kaufen und pachten großflächig Land in Afrika, Asien, Osteuropa und Südamerika, was weltweit zu massiven Preiserhöhungen bei Nahrungsmitteln führt.

In die Höhe schießende Getreidepreise und Ängste vor der Nahrungsmittelknappheit haben weltweit einen "Run" auf Land ausgelöst. Der Grund war zuerst die Banken- und Finanzkrise im Jahre 2007, dann die Nahrungsmittelkrise Ende 2007 / Anfang 2008 - eine Entwicklung, die außer Kontrolle geraten ist.

Dadurch fragten sich Spekulanten und Investoren was heute noch überhaupt Rendite verspricht. Die Finanzmärkte haben eine verhängnisvolle Antwort entdeckt. Der neueste Rausch: "Land grabbing". Was versteht man unter "land grabbing" (grabbing = grabschen)? Gemeint ist nichts anderes als der Landraub oder die Landnahme entwicklungsarmer Länder.

Wenn man es mit dem früheren Kolonialismus vergleicht, könnte man meinen, es sei eine Art "Neue Landnahme" mit einer neuen Dimension: mit neuen Akteuren, einer neuen Größenordnung und einer neuen Form der Investition.

Zusammenfassung der Kapitel

Was versteht man unter "land grabbing"?: Einführung in die Begrifflichkeit und den historischen Kontext der weltweiten Jagd nach Ackerland als Folge von Finanz- und Nahrungsmittelkrisen.

Wo und in welchem Umfang findet "land grabbing" statt?: Untersuchung geografischer Schwerpunkte der Landnahme, mit Fokus auf Äthiopien und Brasilien.

Beweggründe für Landnahme: Analyse der Ursachen, wobei sowohl die Bedürfnisse der Investoren (Rohstoffsicherung) als auch die Erwartungen der Verpächter (Technologietransfer) gegenübergestellt werden.

Die Akteure: Identifikation der treibenden Kräfte hinter den Landnahmen, insbesondere Saudi-Arabien und China, sowie deren Vorgehensweise in den betroffenen Regionen.

Fazit: Zusammenfassende kritische Reflexion darüber, ob Landnahmen eine Form der wirtschaftlichen Entwicklung oder einen Neokolonialismus darstellen.

Schlüsselwörter

Land Grabbing, Neokolonialismus, Nahrungsmittelkrise, Agrarflächen, Investoren, Spekulation, globale Wirtschaft, Äthiopien, Brasilien, Ressourcenknappheit, Bevölkerungswachstum, Landnahme, Welternährung, Rohstoffsicherung, Kapitalanlage.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit thematisiert das Phänomen "Land Grabbing", also den großflächigen Erwerb oder die Pacht von Agrarflächen in Entwicklungsländern durch ausländische Akteure.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Ursachen des Landraubs, die Akteure auf dem Weltmarkt, die Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung sowie die Frage nach der moralischen Rechtfertigung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Motive für die moderne Landnahme offenzulegen und zu bewerten, ob es sich um eine Form der förderlichen Direktinvestition oder um einen modernen "Neokolonialismus" handelt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse und greift dabei auf bekannte Quellen, wie die Werke des Umweltjournalisten Fred Pearce, sowie aktuelle Berichte von Nichtregierungsorganisationen zurück.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition, die Analyse der Beweggründe (sowohl von Käufern als auch Verkäufern) und eine detaillierte Betrachtung spezifischer Akteure wie Saudi-Arabien und China.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Land Grabbing, Nahrungsmittelkrise, Neokolonialismus, Agrarflächen und globale Investitionen beschreiben.

Welche Rolle spielt die Wassernutzung bei der Landnahme?

Der Autor betont, dass Land und Wasser untrennbar verbunden sind; beim Landraub findet oft gleichzeitig ein "Wasserraub" statt, da die Kontrolle über das Land auch den Zugang zu den lebensnotwendigen Wasserquellen für die lokale Bevölkerung entzieht.

Warum investiert Saudi-Arabien in landwirtschaftliche Flächen im Ausland?

Da Saudi-Arabien aufgrund der Wüstenlage nicht autark bei der Nahrungsmittelproduktion sein kann und eigene Wasservorräte erschöpft sind, versucht das Land durch die Initiative "King Abdullah Initiative for Saudi Agricultural Investment Abroad" die Versorgung der eigenen Bevölkerung zu sichern.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Land Grabbing. Die globale Jagd um Boden und der Kampf um das "grüne Gold"
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Autor
Ramona Kaniut (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
31
Katalognummer
V302766
ISBN (eBook)
9783668027282
ISBN (Buch)
9783668027299
Sprache
Deutsch
Schlagworte
land grabbing globalisierung Investment Landnahme Wirtschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ramona Kaniut (Autor:in), 2015, Land Grabbing. Die globale Jagd um Boden und der Kampf um das "grüne Gold", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302766
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Leseprobe aus  31  Seiten
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