Ziel dieser Arbeit ist es, sich mit den Einflüssen anderer Sprachen auf die deutsche Sprache auseinanderzusetzen und nachzuweisen, durch welche Sprachkontakte das gegenwärtige Deutsch herausgebildet wurde.
Dazu gibt diese Arbeit einen philologisch und historisch strukturierten Überblick über die Einflüsse anderer Sprachen auf die Deutsche, um zu erfahren, welche Einflüsse am bedeutsamsten waren. Die Forschung dieser Arbeit basiert auf der standardisierten deutschen Sprache, die heutzutage in Deutschland gesprochen wird. Im Mittelpunkt steht auch die Entwicklung, die Erhaltung und die sprachlichen Einflüsse in der Sprachgeschichte.
Die deutsche Sprache ist die offizielle Sprache von Deutschland und Österreich und ist auch eine der Amtssprachen der Schweiz. Deutsch ist eine germanische Sprache, die zur süd- oder westgermanischen Gruppe der indoeuropäischen Sprachfamilie gehört, zusammen mit Englisch, Friesisch und Niederländisch (niederländischer, Flämisch). Ihre gebräuchlichsten Wörter sowie ihre grundlegende grammatische Struktur sind ähnlich zu anderen germanischen Sprachen. Insgesamt ist Deutsch die Muttersprache von mehr als 100 Millionen Menschen und damit vermutlich an sechster Stelle der Muttersprachen in der Welt (nach Chinesisch, Englisch, Hindi-Urdu, Spanisch und Russisch). Damit gehört sie zu den wichtigsten Kultursprachen der westlichen Welt.
Die Arbeit wird in drei Hauptteile gegliedert: der erste Teil macht den Leser zunächst mit einigen der wichtigsten Grundlagen vertraut, die für ein besseres Verständnis der Begriffe notwendig ist, auf denen sich diese Arbeit konzentriert. Der zweite Teil dieser Arbeit wird die Geschichte und die Entwicklung des Deutschen im Laufe der Zeit darstellen. Der dritte Teil dieser Arbeit beschäftigt sich mit der lexikalischen Analyse der Lehnwörter, um aufzuklären, welche Sprachen das Deutsche am meistens beeinflusst haben. Außerdem ist das Hauptziel dieses Kapitels herauszufinden, zu welchen Anteilen diese Fremdsprachen näherungsweise das Deutsche beeinflusst haben. Das Endziel des vierten Kapitels ist es, aufzuklären, inwiefern Deutsch andere indoeuropäische Sprachen beeinflusst hat, obwohl auf diesen Forschungsgegenstand weniger eingegangen wird.
Abschließend, in der Zusammenfassung, werden die Forschungsergebnisse diskutiert und zusammengefasst. Die Zusammenfassung wird die größten Einflüsse kurz vergleichen und darstellen, welche Sprachen am meisten die gegenwärtige deutsche Sprache beeinflusst haben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Terminologische Grundlagen
3. Die historische Entwicklung der deutschen Sprache
3.1. Frühzeit – Ursprünge in der Antike
3.2. Das Mittelalter – Althochdeutsch (ahd.)
3.3. Das Mittelalter – Mittelhochdeutsch (mhd.)
3.5. Das Deutsch der Gegenwart - Neuhochdeutsch (nhd.)
4. Fremdsprachliche Einflüsse auf das Deutsch im Laufe der Zeit
4.1. Entlehungsmethoden
4.2. Der lateinische Einfluss
4.3. Der griechische Einfluss
4.4. Der französische Einfluss
4.5. Der englische Einfluss
4.6. Deutsche Wörter in anderen Sprachen
5. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen und sprachwissenschaftlichen Einflüsse anderer Sprachen auf das Deutsche. Ziel ist es, die Entwicklung der deutschen Sprache über verschiedene Epochen hinweg nachzuvollziehen und aufzuzeigen, wie Sprachkontakte und Entlehnungsprozesse das heutige Deutsch maßgeblich geprägt haben.
- Historische Entwicklung der deutschen Sprache von der Frühzeit bis zur Gegenwart.
- Analyse terminologischer Grundlagen des Sprachwandels und der Entlehnungsarten.
- Untersuchung der fremdsprachlichen Einflüsse (Latein, Griechisch, Französisch, Englisch).
- Lexikalische Analyse der Lehnwörter und deren Integration in das deutsche System.
- Reflexion über den Stellenwert der deutschen Sprache als Kultursprache.
Auszug aus dem Buch
3.1. Frühzeit – Ursprünge in der Antike
Die deutsche Geschichte begann mit den Germanen und ihrem Kampf im 1. Jahrhundert n. Chr. gegen Rom. Während dem 6. und 7. Jahrhundert sind aus den sogenannten voliterarischen Deutsch nur einige Schriften bekannt. Der Name des deutschen Germanien wurde von einem Römer vergeben im Jahre 786. Dieser Name basierte auf der weltberühmten Umschreibung der Stämme Nordeuropas von Tacitus. In seinem Buch prägte der römische Senator und Historiker Tacitus (55-116 n. Chr.) das Bild von den Einwohnern Germanias für alle Zeiten. Alle vielfältigen Stämme die nördlich der Alpen unterwegs waren, fasste er unter Germanen zusammen. Um den Römern ihre eigene Dekadenz vorzuhalten, schuf er ein Idealbild der Germanen. Der Name Germanien ist dann allmählich um der am Rhein lebenden Stämme erweitert worden. Sie waren bekannt als ein freiheitsliebendes, kämpferisches und naturnahes Menschengeschlecht. Aber sie waren auch aggressiv, brutal und wie Barbaren ohne Sitten und Religionen, welches befremdlich auf die Weltstadt Rom wirkte.
Das Römische Reich war jener Zeit die antike Supermacht und in der Hauptstadt Rom regierte am meistens der Luxus. Den meisten Bürgern der ewigen Stadt mangelte es an nichts. Über den barbarischen Germanen machten sie höchstens Witze. Die meisten Menschen dort führten ein karges Leben, noch schlimmer als es der Römer Tacitus Wahr haben wollte. Tacitus war vermutlich nie in Germanien gewesen. Durch Berichte von Reisenden und Soldaten und aus Cäsars Schriften über den gallischen Krieg trug er alle Fakten zusammen. Tacitus gab dem Land in seinem Buch einen Schaurigen und widerwärtigen Eindruck. Was man durchaus verstehen kann sind die Beschwerden der römischen Reisenden über das Wetter im Land hinter dem Regenbogen. Tacitus bewunderte, wie abgehärtet die Germanen waren und irgendjemand muss ihm von dem Merkwürdigen, aber vernünftigen Kleidungsstück mit Namen Hose berichtet haben, welches es in Rom nicht gab.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung der Sprache als Kommunikationsmittel und Zielsetzung der Arbeit, die Einflüsse anderer Sprachen auf das Deutsche philologisch und historisch zu untersuchen.
2. Terminologische Grundlagen: Erläuterung zentraler Begriffe der Sprachkontaktforschung wie Lehnwörter, Lehnprägungen und Fremdwörter sowie deren theoretische Einordnung.
3. Die historische Entwicklung der deutschen Sprache: Überblick über die Stadien der deutschen Sprachgeschichte von der germanischen Frühzeit bis zum Neuhochdeutsch unter Berücksichtigung kultureller und politischer Faktoren.
3.1. Frühzeit – Ursprünge in der Antike: Analyse der frühen germanischen Identität und der Anfänge der Schriftlichkeit im Kontext der römischen Kontakte.
3.2. Das Mittelalter – Althochdeutsch (ahd.): Beschreibung der sprachlichen Situation zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert und der Rolle der Kirche als Träger der Schriftkultur.
3.3. Das Mittelalter – Mittelhochdeutsch (mhd.): Untersuchung der höfischen Sprachepoche und der Entwicklung hin zu einer ersten überregionalen schriftlichen Konsolidierung.
3.5. Das Deutsch der Gegenwart - Neuhochdeutsch (nhd.): Darstellung der Entwicklung des modernen Deutsch im 20. Jahrhundert unter dem Einfluss globaler Ereignisse und gesellschaftlicher Veränderungen.
4. Fremdsprachliche Einflüsse auf das Deutsch im Laufe der Zeit: Diskussion der verschiedenen Methoden und Auswirkungen der Beeinflussung des deutschen Wortschatzes durch andere Sprachen.
4.1. Entlehungsmethoden: Untersuchung der Mechanismen von Sprachkontakten und wie verschiedene soziale Kontexte zu Entlehnungen führen.
4.2. Der lateinische Einfluss: Analyse der Auswirkungen der römischen Zeit und der Christianisierung auf den deutschen Wortschatz.
4.3. Der griechische Einfluss: Darstellung der Anreicherung des Deutschen durch griechische Termini, insbesondere im Bereich der Wissenschaft und Geistesgeschichte.
4.4. Der französische Einfluss: Untersuchung des Einflusses des Französischen auf die deutsche Lexik und Phonologie zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert.
4.5. Der englische Einfluss: Analyse der wachsenden Bedeutung des Englischen und der Entstehung von Anglizismen und dem Begriff Denglisch.
4.6. Deutsche Wörter in anderen Sprachen: Überblick über Lehnwörter, die aus dem Deutschen in andere Sprachen wie Rumänisch oder Türkisch gelangt sind.
5. Zusammenfassung: Synthese der Forschungsergebnisse über die Einflüsse fremder Sprachen und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung durch Globalisierung und Immigration.
Schlüsselwörter
Sprachwandel, Sprachkontakt, Deutsch, Lehnwörter, Fremdwörter, Etymologie, Germanistik, Indoeuropäische Sprachen, Entlehnung, Sprachgeschichte, Lexik, Anglizismen, Globalisierung, Kultursprache, Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit dem historischen Sprachwandel des Deutschen und den vielfältigen Einflüssen, die andere Sprachen im Laufe der Jahrhunderte auf den deutschen Wortschatz ausgeübt haben.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen sind die historische Sprachstadien-Entwicklung (Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch, Neuhochdeutsch), die Theorie der Entlehnung sowie die spezifische Analyse von Einflüssen aus dem Lateinischen, Griechischen, Französischen und Englischen.
Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?
Das Ziel ist der Nachweis, durch welche Sprachkontakte das gegenwärtige Deutsch geprägt wurde und wie sich die deutsche Sprache trotz umfangreicher Fremdeinflüsse ihre germanische Identität bewahrt hat.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?
Die Arbeit nutzt einen historisch-philologischen Ansatz sowie eine lexikalische Analyse, um die Integration und Entwicklung von Lehnwörtern in das deutsche Sprachsystem nachzuweisen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Sprachepochen und eine detaillierte Betrachtung der verschiedenen Fremdeinflüsse anhand von Beispielen aus den Bereichen Substantive, Adjektive und Verben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Sprachwandel, Sprachkontakt, Lehnwörter, Fremdwörter und der historische Kontext der deutschen Sprache.
Welche Rolle spielt Martin Luther für die deutsche Sprache laut der Autorin?
Martin Luther wird als eine zentrale Figur für die Standardisierung des Deutschen genannt, insbesondere durch seine Bibelübersetzung, die einen wesentlichen Beitrag zur Spracheinheit im 16. Jahrhundert leistete.
Warum wird der Begriff "Denglisch" in der Arbeit diskutiert?
Der Begriff wird verwendet, um die moderne Mischung aus deutschen und englischen Wörtern zu beschreiben, die insbesondere durch die Globalisierung und den zunehmenden Einfluss des Englischen in der heutigen Zeit entstanden ist.
Welche Rolle spielen die untersuchten Tabellen in der Arbeit?
Die Tabellen dienen als empirischer Beleg für die Integration von Fremdwörtern und illustrieren die morphologische und lautliche Anpassung dieser Wörter an das deutsche Sprachsystem im Zeitverlauf.
- Citar trabajo
- Emine Karabiber (Autor), 2015, Fremdsprachliche Einflüsse auf die historische Entwicklung der deutschen Sprache, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302927