Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehung des Studiosystems in Hollywood als eigenständiger Wirtschaftszweig mit einem hohen Industrialisierungsstandard.
Einleitend ist es notwendig, den Begriff Wertschöpfungskette im Hinblick auf die Filmproduktion zu erläutern, da er zum Verständnis eines vertikal diversifizierten Medienkonzerns einer US-Amerikanischen Major – Company dient. Die Wertschöpfungskette ist wesentliches Mittel dieser Arbeit zur Artikulation, Analyse und Vergleich von Unternehmensstrukturen und Einwicklungstendenzen. Ausgehend von einem kurzen geschichtlichen Überblick, wird auf die Entwicklung der Firmen Hollywoods zu umfassenden Entertainmentkonzernen und der Schaffung ihrer speziellen Marktmechanismen eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG:
2. WIRTSCHAFTLICHE VORBETRACHTUNG:
2.1 Wertschöpfungskette:
2.2 Aufbaustruktur eines umfassenden Medienkonzerns:
3. ENTSTEHUNG DES STUDIOSYSTEMS:
3.1 Etablierung Hollywoods:
3.2 Übernahme des US Kinomarktes:
3.3 Depression und Umstrukturierung:
4. MERKMALE DER STUDIOÄRA:
4.1 Starsystem:
5. STRUKTUR DER STUDIOS:
5.1 Marktmechanismen:
5.2 Strukturanalyse:
5.3 Filmproduktion:
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung und Etablierung des Studiosystems in Hollywood als hochgradig industrialisierten Wirtschaftszweig, wobei der Fokus auf den vertikalen Strukturen und ökonomischen Mechanismen liegt, die zur Marktbeherrschung der großen Filmkonzerne führten.
- Die ökonomische Bedeutung der Wertschöpfungskette im Filmgeschäft.
- Die Entwicklung von Produktionsfirmen zu integrierten Medienkonzernen.
- Methoden der Marktbeherrschung durch Erstaufführungskinos und Knebelverträge.
- Die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf die Studioraten und Produktionsweise.
- Das System der „Major Studios“ und ihre Kontrolle über das Starsystem.
Auszug aus dem Buch
Strukturanalyse:
Die Filmindustrie Hollywoods hat in dieser Ära etwa 200.000 Beschäftigte; Produktion, Verleih, Vorführung; und ist am Umsatzvolumen gerechnet auf Platz 45 der umsatzstärksten Industriezweige dieser Epoche.
Die Filmproduktion ist, besonders nach der Depression, nur eine Teiltätigkeit der Studios. Warner Brothers beispielsweise hat damals allein 108 weitere Geschäftsfelder, wie Filmlabore, Radiosender, Radiofabriken, Lithografie- Konzerne, Kinoausstattungs- Konzerne, etc. Das Kapital der Studios ist zwischen 50% und 75% in Ländereien, Gebäude und Equipment gebunden.
Die Kinoketten werden über Hypotheken und langfristige Darlehen finanziert. Warner Bros und Paramount als Beispiel bestehen zu 50% aus Schulden. Durch diese Verschuldung der Studios für den Erwerb der Kinos, liegt die eigentliche Macht hinter den Kulissen bei den Finanziers und nicht bei kreativen „Künstlern“.
So gesehen könnten sich die Studios aufgrund dieser finanziellen Lage rein wirtschaftlich das künstlerische, experimentierfreudig und hoch spekulative Produkt „Film“ gar nicht leisten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in das Thema des Studiosystems als eigenständigen Wirtschaftszweig ein und erläutert die methodische Bedeutung der Wertschöpfungskette.
2. WIRTSCHAFTLICHE VORBETRACHTUNG: Hier werden die Grundlagen der Wertschöpfungskette im Filmgeschäft und die strukturellen Merkmale eines diversifizierten Medienkonzerns analysiert.
3. ENTSTEHUNG DES STUDIOSYSTEMS: Dieses Kapitel beschreibt den historischen Aufstieg Hollywoods, die Monopolisierungstendenzen durch die MPPC sowie die Anpassungen während der Wirtschaftskrise.
4. MERKMALE DER STUDIOÄRA: Der Fokus liegt hier auf dem Starsystem, das durch exklusive Knebelverträge und gezieltes Marketing die Bindung zwischen Publikum und Studio festigte.
5. STRUKTUR DER STUDIOS: Dieses Kapitel untersucht die Marktmechanismen durch Kinobestände, die Unternehmensstrukturen der Majors sowie die hierarchischen Entscheidungsabläufe in der Filmproduktion.
Schlüsselwörter
Hollywood, Studiosystem, Wertschöpfungskette, Major Studios, Filmproduktion, Kino, Marktmonopol, Starsystem, Medienkonzern, Wirtschaftsgeschichte, Vertikale Integration, Filmindustrie, Block Booking, Produktionsbudget, Studioära.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Entstehung des Hollywooder Studiosystems und dessen Entwicklung zu einer industrialisierten, vertikal integrierten Wirtschaftsmacht in den 1930er Jahren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die ökonomischen Strukturen der Filmkonzerne, die vertikale Integration (von der Produktion bis zum Kino), das Starsystem und die Mechanismen der Marktbeherrschung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Hollywood durch eine spezifische Organisation der Wertschöpfungskette und die Kontrolle über Vertriebswege eine marktbeherrschende Stellung erlangte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine wirtschaftshistorische Analyse angewandt, die auf der Untersuchung der Wertschöpfungskette und der betriebswirtschaftlichen Struktur von US-amerikanischen Major-Studios basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der historischen Entstehung des Systems, den spezifischen Merkmalen wie dem Starsystem und der detaillierten strukturellen Analyse der Produktions- und Vertriebsmechanismen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Studiosystem, vertikale Integration, Major Studios, Erstaufführungskinos und industrielle Filmproduktion definiert.
Warum war der Besitz von Erstaufführungskinos für die Studios so wichtig?
Der Besitz dieser Kinos ermöglichte eine direkte Kontrolle über die Haupteinnahmequelle der Industrie und garantierte, dass die eigenen Produktionen in exklusivem Rahmen optimal ausgewertet werden konnten.
Wie veränderte die Weltwirtschaftskrise die Machtverhältnisse in Hollywood?
Die Krise führte zu einer wirtschaftlichen Selektion, bei der nur finanzstarke Studios überlebten und die Macht zunehmend von den kreativen Köpfen auf die Wall-Street-Finanziers überging.
- Citar trabajo
- Stefan Hoffmann (Autor), Mike Dehghan (Autor), 2001, Das Studiosystem Hollywoods, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30296