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Integriertes Hochwassermanagement. Risikovermeidung durch Raumplanung

Título: Integriertes Hochwassermanagement. Risikovermeidung durch Raumplanung

Trabajo Escrito , 2012 , 55 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: DI Manuela Stögerer (Autor), Valentin Schalk (Autor), Katharina Jutz (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Geografía física, geomorfología, estudios ambientales
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Wasser war seit jeher eine maßgebliche Grundlage des menschlichen Lebens und Wirtschaftens. Die Multifunktionalität des Flussgebiets zur Energiegewinnung, Transport von Gütern oder fruchtbare Ackerböden machten die Flusslandschaften damals wie heute zu attraktiven Siedlungsgebieten. Viele alte Siedlungskerne befinden sich daher in direkter Nähe zu Flüssen.

Dass diese jedoch nicht nur positiven Einfluss auf Siedlungen haben können, zeigen historische sowie aktuelle Hochwasserereignisse. Berichte über Ausmaß und Schäden deuten immer wieder darauf hin, wie wichtig und aktuell die Auseinandersetzung mit dem Thema Hochwasser ist. In Österreich wurde die Problematik vor allem durch die verheerenden Hochwässer in den Jahren 2002 und 2005 bewusst.

Um Hochwässer beschreiben und verstehen zu können, ist es wichtig einige wesentliche Faktoren, die bei Hochwasserereignissen zusammen spielen, zu nennen. Neben klimatischen oder geologischen Faktoren sind vor allem aktuelle räumliche Entwicklungen für das Entstehen von Hochwasserrisiken verantwortlich:
Steigender Bodenverbrauch, der durch Bevölkerungswachstum und wirtschaftlichen Entwicklungsdruck entsteht, führt in Kombination mit restriktiven naturräumliche Gegebenheiten zu beengten Räumen. Vor allem Geminden in alpinen Tallagen und Flusslandschaften haben Schwierigkeiten, Flächen für intensive und vielfältige Nutzungen bereit zu stellen. In Österreich sind beispielsweise 39% der Fläche für den Dauersiedlungsbereich geeignet, in Salzburg liegt der Wert lediglich bei 20 % des Bundeslandgebiets. Die Folge davon sind oft Siedlungsgrenzen, welche in Hochwasserbereiche ausufern.

Tritt Hochwasser aus dem Flussbett aus, entstehen Schäden erst wenn das Hochwasser auf etwas zu Schädigendes trifft. Erst durch die Interaktion von Gefährdung und Verletzbarkeit (Vulnerabilität) entsteht das Hochwasserrisiko. In Europa stieg in den letzten Jahrzehnten das Hochwasserrisiko vor allem durch das erhöhte Schadenspotential, das die Schadensummen in die Höhe treibt. Dafür verantwortlich sind beispielsweise vollausgebaute Kellergeschoße, Besitz teurer Maschinen oder ähnliches. Bei hochwasserbedingten Schäden unterscheidet man zwischen direkten und indirekten Schäden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. INTEGRIERTES HOCHWASSERMANAGEMENT

2.1. RISIKOKREISLAUF

2.1.1. HOCHWASSEREREIGNIS

2.1.2 BEWÄLTIGUNG

2.1.3 REGENERATION

2.1.4 PRÄVENTION

3. FOKUS RAUMPLANUNG

3.1. INFORMATIONSBESCHAFFUNG

3.1.1. HORA RISIKOZONIERUNG

3.1.2. GEFAHRENZONENPLÄNE

3.1.2.1 Gefahrenzonenpläne der Wildbach- und Lawinenverbauung

3.1.2.2 Der Gefahrenzonenplan der Bundeswasserbauverwaltung

3.2 RECHTLICHE GRUNDLAGEN

3.2.1 DIE RECHTSGRUNDLAGE AUF EUROPÄISCHER EBENE

3.2.2 DIE RECHTSGRUNDLAGEN AUF BUNDESEBENE

3.2.3 DIE RECHTSGRUNDLAGE AUF LANDESEBENE

3.3 MASSNAHMEN

3.3.1. PASSIVE MASSNAHMEN

3.3.2 TECHNISCHE MASSNAHMEN

4. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das integrierte Hochwassermanagement mit einem besonderen Fokus auf die Rolle der Raumplanung bei der Prävention. Ziel ist es, die komplexen rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen sowie die Instrumente zur Gefahrenzonenplanung und deren Anwendung in der Praxis zu analysieren.

  • Grundlagen des integrierten Hochwasserrisikomanagements und des Risikokreislaufs.
  • Die Bedeutung der Raumplanung als präventives Instrument im Hochwasserschutz.
  • Rechtliche Grundlagen auf europäischer, Bundes- und Landesebene.
  • Gefahrenzonenpläne als zentrale Informationsquelle für raumplanerische Entscheidungen.
  • Unterscheidung zwischen passiven und technischen Hochwasserschutzmaßnahmen.

Auszug aus dem Buch

Wandel von Sicherheitsdenken zu Risikokultur

Da das Katastrophenrisiko weltweit ansteigt und auch durch umfangreiche Schutzmaßnahmen ein Schadenspotential nicht vollständig vermieden werden kann, ist ein Paradigmenwechsel im Umgang mit Hochwasser nötig. (Rudolf-Miklau 2012:35)

Erforderlich ist eine Veränderung des Denkansatzes von der technisch-dominierten Beherrschung des Hochwassers mit hauptsächlichem Vermerk auf Schadensbegrenzung hin zu einer interdisziplinären Schadensvorbeugung, die sich durch vorsorgenden Umgang mit Hochwasser und der Anpassung menschlicher Lebensweise an drohende Gefahren auszeichnet. Durch die zeitgemäße Risikokultur sollen neben der Realisierung von verhältnismäßigen Vorbeugungsmaßnahmen vor allem die Bereitschaft in extremen Ereignissen Schäden hinzunehmen und die Risiken offen zu kommunizieren erreicht werden. Die neu entstehenden Anforderungen an die Schutz- und Sicherheitskonzepte werden durch das integrierte Naturgefahrenmanagement getragen. Es zeichnet sich durch eine ganzheitliche Betrachtung des gesamten Hochwasserrisikokreislaufes aus. Durch die Forcierung von ressort- und grenzübergreifendem Handeln aller vom Hochwasser betroffenen wird eine Hochwasserrisikoverminderung, -begrenzung oder -vermeidung angestrebt, die zu einer Minimierung der Hochwasserschäden führt. Maßnahmen zur Risikokommunikation, Bewusstseinsbildung, gut verbreitetes Katastrophenmanagement sind hier von besonderer Bedeutung (Rudolf-Miklau 2012:35; Kruse 2010:50; Müller 2010:6f).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die historische und aktuelle Bedeutung des Hochwasserschutzes, die Auswirkungen des Klimawandels sowie die wachsende Bedeutung der Raumplanung.

2. INTEGRIERTES HOCHWASSERMANAGEMENT: Dieses Kapitel definiert den Begriff des integrierten Hochwassermanagements als ganzheitlichen Ansatz und erläutert den Risikokreislauf mit seinen Phasen Bewältigung, Regeneration und Prävention.

3. FOKUS RAUMPLANUNG: Dieses Kernkapitel analysiert die Informationsbeschaffung durch Gefahrenzonenpläne und HORA, die rechtlichen Rahmenbedingungen auf verschiedenen Ebenen und differenziert zwischen passiven und technischen Maßnahmen.

4. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert eine verstärkte präventive Raumordnung, verbindlichere rechtliche Vorgaben für Gefahrenzonen und eine bessere überörtliche Abstimmung.

Schlüsselwörter

Hochwassermanagement, Risikokreislauf, Raumplanung, Gefahrenzonenplan, Prävention, Wasserrechtsgesetz, Raumordnungsgesetz, Naturgefahren, Hochwasserrisiko, Hochwasserrichtlinie, Siedlungsentwicklung, Schadenspotential, Risikokultur, Bundeswasserbauverwaltung, Wildbach- und Lawinenverbauung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das integrierte Hochwassermanagement, wobei der Schwerpunkt auf den präventiven Möglichkeiten der Raumplanung zur Minimierung von Hochwasserschäden liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind der Risikokreislauf, die rechtlichen Grundlagen von der EU-Ebene bis zur Gemeindeebene, die Gefahrenzonenplanung sowie die Unterscheidung zwischen baulichen und raumplanerischen Schutzmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Analyse der rechtlichen und organisatorischen Instrumente des Hochwasserschutzes, um aufzuzeigen, wie durch eine präventive Raumordnung das Katastrophenrisiko effizient reduziert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, der Auswertung relevanter Gesetze und Richtlinien sowie der Analyse von praktischen Planungsbeispielen und Expertengesprächen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Risikokreislaufs, die detaillierte Untersuchung der Informationsgrundlagen wie HORA und Gefahrenzonenpläne sowie die rechtliche und planerische Umsetzung von Schutzmaßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Hochwassermanagement, Risikokreislauf, Raumplanung, Gefahrenzonenplan und Prävention.

Wie unterscheiden sich die Gefahrenzonenpläne der Bundeswasserbauverwaltung von denen der Wildbach- und Lawinenverbauung?

Die Zuständigkeiten sind durch das Forstgesetz und die Kompetenzlage der Flüsse getrennt: Die WLV betreut Wildbäche und Lawinen mit Fokus auf forstrechtliche Aspekte, während die Bundeswasserbauverwaltung für größere Flüsse im regionalen Kontext zuständig ist.

Welchen rechtlichen Stellenwert haben Gefahrenzonenpläne in der Raumplanung?

Sie dienen als Gutachten mit Prognosecharakter. Obwohl sie für sich genommen oft keine unmittelbar verbindliche Rechtsnorm darstellen, müssen sie in der Raumplanung berücksichtigt werden und können durch ihre Kenntlichmachung im Flächenwidmungsplan eine starke steuernde Wirkung entfalten.

Warum ist ein "Wandel zu einer Risikokultur" laut Autor notwendig?

Da technische Schutzmaßnahmen allein ein Restrisiko nie vollständig ausschließen können, ist eine interdisziplinäre Schadensvorbeugung und eine Anpassung menschlicher Lebensweisen an drohende Gefahren unerlässlich.

Final del extracto de 55 páginas  - subir

Detalles

Título
Integriertes Hochwassermanagement. Risikovermeidung durch Raumplanung
Universidad
Vienna University of Technology
Calificación
1
Autores
DI Manuela Stögerer (Autor), Valentin Schalk (Autor), Katharina Jutz (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
55
No. de catálogo
V302973
ISBN (Ebook)
9783668018433
ISBN (Libro)
9783668018440
Idioma
Alemán
Etiqueta
integriertes hochwassermanagement risikovermeidung raumplanung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
DI Manuela Stögerer (Autor), Valentin Schalk (Autor), Katharina Jutz (Autor), 2012, Integriertes Hochwassermanagement. Risikovermeidung durch Raumplanung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302973
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