Gegenstand dieser Arbeit soll es sein, die grundlegenden Prinzipien des Guerilla Marketing vorzustellen und anhand von Praxisbeispielen zu verdeutlichen, sowie eine kritische Einschätzung bezüglich ihrer Wirkungsweise insbesondere in Bezug auf Klein- und Mittelständische Unternehmen vorzunehmen.
Zunächst scheint es mir angebracht, eine kurze fachlich- sachliche Diskussionsgrundlage vorzubereiten und den Begriff des Guerilla Marketing ausführlich zu definieren und auf seine Entstehungsgeschichte einzugehen. In diesem Zusammenhang wird auch die Problematik einer eindeutigen Begriffsdefinition erläutert. Danach werde ich versuchen, das Guerilla Marketing Konzept von klassischen Marketing Konzeptionen abzugrenzen. Anschließend erörtere ich wo und in welchem Ausmaß die jeweiligen GM Strategien zum Einsatz kommen.
Des Weiteren werde ich versuchen das zu Grunde liegende Prinzip des GM ausführlich zu erläutern. Dann beschreibe ich den Einfluss des GM auf den Marketing Mix, insbesondere innerhalb der Kommunikation, aber auch im Bereich Distributions-, Preis-, und Produktpolitik. Schwerpunkt der Arbeit soll die Darstellung und Bewertung eines eigenen GM Praxisbeispiels sein. Abschließend werde ich versuchen, die generellen Grenzen und Möglichkeiten von GM aufzuzeigen und eine eigene Einschätzung bezüglich einer zukünftigen Annäherung von klassischen Marketing Strategien an GM Konzepte vorzunehmen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Definition
2.2 Entstehungsgeschichte und Entwicklung
2.3 Problematik des Begriffsverständnisses
2.4 Abgrenzung zum klassischen Marketing
2.5 Einsatzgebiete / Anwender
3 Ziele und Prinzipien des Guerilla Marketing
4 Einfluss des Guerilla Marketing auf den Marketing Mix
4.1 Guerilla Marketing innerhalb der Kommunikation
4.1.1 Ambush Marketing
4.1.2 Low Budget Marketing
4.2 Guerilla Marketing außerhalb der Kommunikation
4.2.1 Guerilla Distributing
4.2.2 Guerilla Producting
4.2.3 Guerilla Prizing
5 Eigenes Praxisbeispiel
5.1 Beschreibung und Durchführung
5.2 Resonanz
6 Möglichkeiten und Grenzen
7 Fazit und Ausblick
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Guerilla Marketing als kosteneffiziente Strategie für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), um in einem von Reizüberflutung geprägten Marktumfeld trotz begrenzter Budgets hohe Aufmerksamkeit zu erzielen und sich vom klassischen Marketing abzuheben.
- Analyse der theoretischen Grundlagen und Prinzipien des Guerilla Marketings.
- Untersuchung des Einflusses von Guerilla-Taktiken auf den Marketing-Mix.
- Kritische Gegenüberstellung von Guerilla Marketing und klassischer Werbung.
- Praktische Erprobung einer Guerilla-Kampagne und Evaluation der Resonanz.
- Beurteilung der Möglichkeiten und Grenzen für den Einsatz in KMUs.
Auszug aus dem Buch
2.1 Definition
Zum Begriff des Guerilla Marketing finden sich in der Literatur unzählige Definitonsversuche. Im Folgenden möchte ich die Definitionsversuche von Thorsten Schulte, David Eicher, Prof. Dr. Konrad Zerr und Patrick Breitenbach nennen, die nach meiner Auffassung den Begriff des GM am besten definieren.
„Guerilla ist die Verkleinerungsform von „guerra“ und bedeutet daher Kleinkrieg und entspricht dem französischen Begriff des Partisanenkampfes. Beschreiben lässt sich der Kleinkrieg als Kampf irregulärer Kämpfer oder Gruppen gegen eine überlegene Großmacht mit dem Ziel der punktuellen Schwächung des Gegners.“
„Guerilla-Marketing ist die Kunst, den von Werbung übersättigten Konsumenten, größtmögliche Aufmerksamkeit durch unkonventionelles bzw. originelles Marketing zu entlocken. Dazu ist es notwendig, dass sich der Guerilla-Marketeer möglichst (aber nicht zwingend) außerhalb der klassischen Werbekanäle und Marketing-Traditionen bewegt.“
„Guerilla Marketing ist ein dynamisches Werbeprinzip. Es funktioniert raffiniert, unkonventionell, überraschend und mit einfachen Mitteln. Guerilla Aktionen verlaufen spektakulär, um die Aufmerksamkeit eines bestimmten Zielpublikums sowie der Medien zu gewinnen und deren Mitteilungsbedürfnis anzuregen. Auf diese Weise wird anschließend die Botschaft verbreitet.“
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die zunehmende Reizüberflutung durch klassische Werbung und leitet daraus die Notwendigkeit für alternative, aufmerksamkeitsstarke Guerilla-Marketing-Konzepte ab.
2 Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Guerilla Marketing, skizziert dessen historische Entwicklung aus den 1960er Jahren und erörtert die Abgrenzung zum klassischen Marketing.
3 Ziele und Prinzipien des Guerilla Marketing: Hier werden die zentralen Zielsetzungen, namentlich die Erzielung maximaler Aufmerksamkeit bei minimalem Mitteleinsatz, sowie die benötigten Organisationsstrukturen erläutert.
4 Einfluss des Guerilla Marketing auf den Marketing Mix: Das Kapitel untersucht, wie Guerilla Marketing neben der Kommunikation auch auf die Distributons-, Preis- und Produktpolitik ausstrahlt.
5 Eigenes Praxisbeispiel: Der Autor schildert die Planung, Durchführung und die Resonanz einer selbst entwickelten Guerilla-Aktion für das Unternehmen Savitor.
6 Möglichkeiten und Grenzen: Es werden die Chancen auf hohe Aufmerksamkeit und mediale Berichterstattung den Risiken von Effekthascherei und fehlender Markenbindung gegenübergestellt.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass Guerilla Marketing für KMUs eine wertvolle, wenn auch risikobehaftete Strategie ist, die zukünftig an Bedeutung gewinnen wird.
Schlüsselwörter
Guerilla Marketing, KMU, Marketing Mix, Ambush Marketing, Low Budget Marketing, Aufmerksamkeit, Werbebotschaft, Reizüberflutung, Innovation, Partisanenprinzip, Promotion, Kundenbindung, Guerilla Distributing, Guerilla Producting, Guerilla Prizing
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Einsatzmöglichkeiten und Wirkungsweisen von Guerilla Marketing, insbesondere mit dessen Anwendung durch kleine und mittelständische Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Fundierung des Begriffs, der Abgrenzung zum klassischen Marketing, dem Einfluss auf den Marketing-Mix sowie der kritischen Bewertung durch ein praktisches Beispiel.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen durch kreative und unkonventionelle Maßnahmen bei geringem Budget eine große Wirkung erzielen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Neben einer fundierten Literaturrecherche und der Aufarbeitung theoretischer Ansätze wird eine eigene Fallstudie (Praxisbeispiel) durchgeführt, um die Wirksamkeit der Strategie zu evaluieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Guerilla-Prinzipien, die methodische Analyse der verschiedenen Marketing-Instrumente und die detaillierte Darstellung einer selbst geplanten Promotion-Aktion.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Wesentliche Begriffe sind Guerilla Marketing, KMU, Low Budget, Aufmerksamkeit, Marketing Mix und unkonventionelle Taktiken.
Wie reagierten die Passanten auf das im Buch beschriebene Praxisprojekt?
Die Reaktion war weitestgehend positiv, insbesondere bei Familien mit Kindern; vereinzelt gab es jedoch auch negative Stimmen, die den Vorwurf der Tierquälerei erhoben.
Warum spielt die Unternehmensgröße beim Guerilla Marketing eine entscheidende Rolle?
Kleinere Unternehmen sind aufgrund ihrer begrenzten Budgets eher gezwungen, kreativ und flexibel zu agieren, während große Konzerne Guerilla Marketing meist nur ergänzend zu klassischen Kampagnen einsetzen.
- Arbeit zitieren
- Tobias Hübner (Autor:in), 2012, Guerilla Marketing als Chance für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303112