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Der neue Vater in der Mitte der Gesellschaft? Elternschaft und Familienbild

Título: Der neue Vater in der Mitte der Gesellschaft?
Elternschaft und Familienbild

Trabajo , 2015 , 14 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: B.A. Louisa Lang (Autor)

Etnología / Folclore
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Timo Heimerdinger beschäftigt sich hinsichtlich der Volkskunde/Kulturanthropologie mit Elternschaftskulturforschung. Sein Schwerpunkt liegt auf der Säuglings- und Kleinkinderfürsorge: er forscht ethnografisch auf den Gebieten der Ernährung, Mobilität und Schlaf/Beruhigung. Viele der Wissenschaftler, die sich mit dem Thema befassen, sind, wie er, selber Eltern.
Seit langem schon ist das Dilemma und die Chance über kulturelle Systeme zu forschen, denen man selbst angehört, Gegenstand methodologischer Reflexion. Heimerdinger erfährt diesen Diskurs im Zuge seiner wissenschaftlichen Arbeit am eigenen Leib.
In einer Gastvorlesung "Allein unter Frauen. In "Ethnografische Elternschaftskulturforschung aus männlicher Perspektive" in Mainz berichtet Heimerdinger von seinen Erfahrungen. In Bezug auf Elternschaftskultur scheint dieser Diskurs eine größere Rolle zu spielen. Elternschaft gilt als Erfahrung, die nur solche reflektieren können, die diese auch wirklich durchlebt haben. Heimerdinger erzählt von seinem Vortrag über das Stillen von Säuglingen, der recht emotionale und empörte Reaktionen des wissenschaftlichen Publikums verursacht hat. Er berichtet weiter, dass kinderlose Zuhörer seine Themenwahl häufig nicht verstehen, besonders Mütter irritiert über seine Themenwahl des Stillens seien und die Darstellung aus seiner Sicht zum Teil nicht teilen wollen.
Zahlreiche Studien und Beiträge befassen sich intensiv mit der Entwicklung und der Wandlung des Konzeptes der Vaterrolle. Schlagworte wie der „neue Väter“ oder „Vater-Kind-Beziehung“ bildeten sich im Zuge dessen heraus. Die Nachricht wird proklamiert: Väter von heute sind ihren Kindern so nah wie keine Generation vor ihnen. Sie interessieren sich viel mehr für ihren Nachwuchs und übernehmen mehr Aufgaben zu Hause als alle ihre Vorgänger. Parallel dazu zeigen andere Studien, dass Väter den Wunsch haben, mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen, die Realität jedoch ein anderes Bild zeigt, und Väter einen Großteil ihrer Energie für den Beruf verwenden. Was vor 40 Jahren noch Wunschdenken und graue Theorie war, ist mittlerweile scheinbar in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Oben genannte Aussagen zeigen aber, dass diese Selbstverständlichkeiten noch nicht überall solche sind.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Vater

2.1 Der Vater als Mann

2.2 Der Vater im Wandel der Zeit

2.3 Der Vater heute

3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der Vaterrolle in der Gesellschaft und analysiert, wie sich das Konzept des "neuen Vaters" historisch entwickelt hat und heute gelebt wird. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie sich Männer innerhalb veränderter Familienmodelle definieren und welche Herausforderungen sie bei der Vereinbarkeit von Erwerbs- und Familienarbeit erleben.

  • Historische Rekonstruktion der väterlichen Rolle und Männlichkeitsbilder
  • Einfluss von gesellschaftlichen Wandlungsprozessen und Geschlechterforschung
  • Die Rolle des Vaters als aktiver Erzieher und Betreuer
  • Herausforderungen und gesellschaftliche Widerstände bei der Umsetzung neuer Vaterschaftskonzepte

Auszug aus dem Buch

2.3 Der Vater heute

Väter waren somit bis vor 40 Jahren weder in den Schwangerschaftsverlauf und damit in die Entwicklung des zukünftigen Kindes involviert, noch war es ihnen gestattet im Kreißsaal dabei zu sein. Diese Situation hat sich durch grundlegende Erkenntnisse im Bereich der Bindungs- und Väterforschung gewandelt. Im 20. Jahrhundert spricht man von einer Neuorientierung der Frau und einem damit einhergehenden Wandel der Vaterrolle. In den 1960er Jahren breitete sich eine feministische Bewegung von den USA aus, die sich mit der Konstruktion scheinbarer Wesensmerkmale auseinandersetzte. Die Frauenrechtsbewegung sprach sich für neue weibliche Verhaltensweisen, einen strukturellen gesellschaftlichen Wandel und die Gleichberechtigung der beiden Geschlechter aus.

Die Geschlechtsrollen der Mutter- sowie Vaterschaft traten in Verhandlung (vgl. Mühling/Rost 2007, 10; Grunow 2007, 51) und damit auch die Beziehung der Eltern zu ihren Kindern. Für die Kindererziehung bedeutet dies eine Neuorientierung. Das hilflos-passive Kind mit seinen hauptsächlich biologischen Bedürfnissen wandelte sich zum aktiven und schon sehr früh wahrnehmenden, selbstständig interagierenden Individuum, dessen enge Beziehung zu seinen Bezugspersonen für die gesamte weitere Persönlichkeitsentwicklung zentral ist. Die enge Bindung der Eltern an das Kind wurde somit ausschlaggebend für die Pflege und Betreuung des Nachwuchses.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die kulturwissenschaftliche Elternschaftsforschung ein, beleuchtet das Dilemma der Erforschung eigener kultureller Systeme und beschreibt die Motivation der Arbeit basierend auf Timo Heimerdingers Gastvorlesung.

2 Der Vater: Dieses Kapitel analysiert Männlichkeitskonstruktionen und zeichnet die historische Entwicklung der Vaterrolle von der römischen Antike bis zur Gegenwart nach.

3 Fazit: Das Fazit resümiert, dass Väter heute emotional stärker in die Familie eingebunden sind, jedoch weiterhin mit gesellschaftlichen Erwartungen und strukturellen Hürden bei der aktiven Ausgestaltung ihrer Rolle kämpfen.

Schlüsselwörter

Vaterrolle, Männlichkeit, Elternschaft, Geschlechterforschung, Familienmodell, Erziehung, Kindeswohl, Sozialisation, Vaterschaft, Elternzeit, Kulturwissenschaft, Identität, Geschlechterrollen, Professionalisierung von Elternschaft, Wandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und dem Wandel der Vaterrolle in der Gesellschaft und beleuchtet den Übergang vom traditionellen Ernährer-Modell zum Konzept des "neuen Vaters".

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen historische Männlichkeitsbilder, der Einfluss der Geschlechterforschung, die Bedeutung der frühen Kindheit sowie die Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung einer gleichberechtigten Aufteilung von Familien- und Erwerbsarbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die veränderten Vaterschaftsvorstellungen zu untersuchen und zu analysieren, wie sich Männer heute in ihrer Rolle als aktive Erzieher definieren und welche Hürden sie dabei erfahren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kulturwissenschaftliche Perspektive und stützt sich auf eine historische Darstellung sowie die Analyse soziologischer und ethnografischer Forschungsbeiträge zur Familien- und Elternschaftskultur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Auseinandersetzung mit Männlichkeit, eine historische Rückschau auf die Vaterrolle und eine Untersuchung der heutigen Situation, inklusive moderner gesetzlicher Rahmenbedingungen wie dem Elterngeld.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Vaterrolle, Männlichkeit, Elternschaft, Geschlechterforschung, Familienmodell, Erziehung, Sozialisation und Vaterschaft.

Inwiefern beeinflusst das Konzept der "Professionalisierung von Elternschaft" die Rolle des Vaters?

Das Konzept beschreibt, dass Elternschaft heute mit einem hohen Anspruch an Spezialwissen verbunden ist, was Väter dazu veranlasst, sich aktiver in die Erziehung einzubringen, aber gleichzeitig den Druck erhöht, keine Fehler zu machen.

Welche Rolle spielt die betriebliche Struktur für Väter in Elternzeit?

Die Arbeit stellt fest, dass betriebliche Strukturen und die Reaktion von Management oder Kollegen oft ein entscheidendes Hindernis für Väter darstellen, Elternzeit in Anspruch zu nehmen, da traditionelle Denkmuster hier noch stark verankert sind.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Der neue Vater in der Mitte der Gesellschaft? Elternschaft und Familienbild
Universidad
Johannes Gutenberg University Mainz  (Kulturanthropologie/Volkskunde)
Curso
Aktuelle Themen und Perspektiven in der Kulturanthropologie
Calificación
1,0
Autor
B.A. Louisa Lang (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
14
No. de catálogo
V303124
ISBN (Ebook)
9783668013926
ISBN (Libro)
9783668013933
Idioma
Alemán
Etiqueta
vater mitte gesellschaft elternschaft familienbild Neuer vater
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
B.A. Louisa Lang (Autor), 2015, Der neue Vater in der Mitte der Gesellschaft? Elternschaft und Familienbild, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303124
Leer eBook
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