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"Super prudentia tua valde admiramur". Studien zu Papst Calixt II.

Title: "Super prudentia tua valde admiramur". Studien zu Papst Calixt II.

Term Paper (Advanced seminar) , 1995 , 30 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Michael Kuhlmann (Author)

History - Basics
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Die folgende Arbeit wirft Schlaglichter auf die Laufbahn des Erzbischofes Guy von Vienne und auf seinen erfolgreichen Pontifikat als Calixt II. Sie widmet sich in erster Linie den herausragenden Ereignissen seines Wirkens, die auf zwei Ebenen - der burgundischen und der europäischen - mit dem päpstlich-kaiserlichen Konflikt in enger Verbindung stehen. Als Zäsuren müssen - neben Guys Erhebung zum Erzbischof - die Jahre 1112 und 1119 gelten: das Jahr 1112 mit dem Eintritt Guys in die "große Politik" im Zuge seines Engagements im Kirchenstreit von Besancon und auf der Synode von Vienne; das Jahr 1119 mit dem Beginn seines Pontifikats, das schließlich nach einem vergeblichen Versuch die Beilegung eines beinahe fünf Jahrzehnte dauernden Konfliktes von europäischem Ausmaß brachte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B.

I. Erzbischof Guy von Vienne

1. Herkunft und Jugend

2. Die Jahre 1088-1112: Guy als Erzbischof von Vienne

3. Guy und die politische Entwicklung der Jahre 1112 bis 1119

II. Papst Calixt II.

1. Neue Festigung päpstlicher Herrschaft und eine gescheiterte Friedensinitiative

2. Das "Wormser Konkordat"

C. Machtpolitiker oder Friedensstifter?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die politische Laufbahn von Erzbischof Guy von Vienne, dem späteren Papst Calixt II., und beleuchtet insbesondere sein Handeln während des Investiturstreits im frühen 12. Jahrhundert. Dabei wird untersucht, inwieweit Calixt II. eine Synthese aus machtpolitischem Kalkül und friedensstiftendem Kompromiss bei der Lösung des Konflikts mit dem Kaisertum vollzog.

  • Die politische Rolle von Guy von Vienne im burgundischen Kontext
  • Der Kirchenstreit von Besancon als Zäsur in Guys Laufbahn
  • Die päpstliche Politik und die Rolle der Legaten im Investiturstreit
  • Die Vorgeschichte und der Abschluss des Wormser Konkordats 1122
  • Die Bewertung von Calixt II. als Machtpolitiker oder Friedensstifter

Auszug aus dem Buch

Die Jahre 1088-1112: Guy als Erzbischof von Vienne

Eine burgundische Gesandtschaft hatte sich in Rom über die Probleme beklagt, welche die fünf- oder sechsjährige Vakanz in Vienne bereitete. Womöglich hatte Wilhelm seinen Sohn bereits seit geraumer Zeit für die Übernahme des Erzbistums ausersehen, sodaß sich die lange Übergangsperiode aus der Jugend Guys erklärte. Und selbst 1088 bedurfte es päpstlicher Initiative, daß Guy den Stuhl besteigen konnte. Bald darauf scheint er geweiht worden zu sein, und ein anschließendes Treffen mit Urban II. verlief in freundschaftlicher Atmosphäre.

Der neue Erzbischof enttäuschte die hohen Erwartungen nicht, und es deutete sich an, daß der Provinz Vienne eine Epoche der Stabilität bevorstand. Dies sollte indes nicht für ganz Burgund gelten. Guy blieb der einzige Sohn des Grafen Wilhelm, der dem Kreuzzugsaufruf Urbans nicht folgte - obgleich er bei der Proklamation zugegen gewesen war; und am Beginn des 12. Jahrhunderts waren seine sämtlichen Brüder den Kämpfen zum Opfer gefallen. Für die Grafschaft Burgund verhieß das nichts Gutes.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Die Einleitung führt in die Umstände der Papstwahl von 1119 ein und skizziert die methodische sowie inhaltliche Ausrichtung der Untersuchung zu Calixt II.

B.: Dieses einleitende Kapitel dient als Überbegriff für die biographische und politische Analyse.

I. Erzbischof Guy von Vienne: Das Kapitel beleuchtet die Herkunft, die Jugend und die frühen Jahre Guys als Erzbischof von Vienne sowie seine politische Entwicklung bis 1119.

II. Papst Calixt II.: Dieser Abschnitt widmet sich dem Pontifikat Calixts II., der Festigung der päpstlichen Herrschaft, den gescheiterten Friedensbemühungen und dem Abschluss des Wormser Konkordats.

C. Machtpolitiker oder Friedensstifter?: Im Fazit wird Calixt II. in seinem politischen Wirken zwischen Machtpolitik und seinem Beitrag als Friedensstifter abschließend bewertet.

Schlüsselwörter

Calixt II., Guy von Vienne, Investiturstreit, Wormser Konkordat, Papsttum, Kirchenreform, Heinrich V., Besancon, päpstliche Legaten, Pontius von Cluny, Machtpolitik, Friedensstifter, Mittelalter, Kirchengeschichte, Machtblock.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Leben und politischen Wirken von Guy von Vienne, der später als Calixt II. Papst wurde, und seinem maßgeblichen Anteil an der Beilegung des Investiturstreits.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die kirchenpolitischen Spannungen des frühen 12. Jahrhunderts, das Verhältnis zwischen Papsttum und Kaisertum sowie die regionale Politik im Burgund.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Die Arbeit zielt darauf ab, Calixt II. als Akteur zu analysieren und zu klären, wie er den komplexen Konflikt mit dem Kaiser durch politische Taktik und Kompromissbereitschaft lösen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine historische Studie, die auf einer fundierten Auswertung zeitgenössischer Quellen und moderner wissenschaftlicher Literatur zur Investitur-Problematik basiert.

Welche Inhalte stehen im Hauptteil der Untersuchung?

Im Hauptteil werden Guys Aufstieg zum Erzbischof, sein Engagement im Kirchenstreit von Besancon sowie sein diplomatisches Wirken als Papst bis zum Wormser Konkordat detailliert behandelt.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Calixt II., Investiturstreit, Wormser Konkordat, Machtpolitik, Kirchenreform, päpstliche Autorität und das Verhältnis zu Heinrich V.

Inwiefern spielte das burgundische Herkunftsumfeld von Guy eine Rolle?

Seine familiäre Herkunft aus dem burgundischen Adel und die damit verbundenen Machtansprüche prägten sein Verständnis von politischem Handeln und seine Strategien zur Statussicherung.

Welche Bedeutung hatte der Kirchenstreit von Besancon für das Papsttum?

Dieser lokale Konflikt war ein wichtiges Testfeld für die päpstliche Macht, da er Calixt zwang, sich zwischen lokalen Interessen und der großen kirchenpolitischen Linie gegenüber dem Kaiser zu positionieren.

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Details

Title
"Super prudentia tua valde admiramur". Studien zu Papst Calixt II.
College
University of Münster  (Historisches Seminar)
Course
Hauptseminar "Neue Forschungen über Cluny"
Grade
1,7
Author
Michael Kuhlmann (Author)
Publication Year
1995
Pages
30
Catalog Number
V303208
ISBN (eBook)
9783668015845
ISBN (Book)
9783668015852
Language
German
Tags
Investiturstreit Hochmittelalter Cluny Calixt Vienne
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Kuhlmann (Author), 1995, "Super prudentia tua valde admiramur". Studien zu Papst Calixt II., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303208
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