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Der Umgang der CSU mit der Religion an Schulen

Titel: Der Umgang der CSU mit der Religion an Schulen

Hausarbeit , 2005 , 25 Seiten

Autor:in: Wencke Thiele (Autor:in)

Politik - Region: Westeuropa
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit zeigt auf, wie die Partei mit dem Thema Religion an öffentlichen Schulen umgeht. Mit einbezogen werden das Kruzifixurteil sowie das Kopftuchurteil.

Die Einheit von christlicher Kirche und Schule stand für die Christlich – Soziale Union (CSU) von Beginn der Partei an fest. Auch wurde die Einstellung über die Jahre beibehalten bzw. die Verbindung der beiden Komponenten noch weiter vorangetrieben. Einen Überblick über die Verflechtung von Schule und christlicher Kirche soll dieser Abschnitt übe die historische Entwicklung der Schule in Bayern und hier vor allem der bekenntnisbestimmten Schule bieten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Entwicklung bis in die 80er Jahre

2. Kruzifix – Urteil 1995

3. Kruzifix – Urteil II

4. Kopftuchurteil

Politisches oder religiöses Symbol ?

Auswirkungen auf die Schüler

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert kritisch den Umgang der CSU mit religiösen Symbolen und religiös geprägten Inhalten im bayerischen Schulwesen unter Berücksichtigung verfassungsrechtlicher Vorgaben und gesellschaftlicher Debatten.

  • Historische Verflechtung von bayerischer Schulpolitik und christlicher Konfession
  • Rechtliche Auseinandersetzungen um Kruzifixe in Klassenzimmern
  • Konfliktlinien und Debatten um das Kopftuchverbot für Lehrerinnen
  • Spannungsfeld zwischen staatlichem Neutralitätsgebot und christlichem Selbstverständnis der CSU
  • Bedeutung von Integration und Toleranz im schulischen Kontext

Auszug aus dem Buch

Politisches oder religiöses Symbol ?

Betrachtet man das Kopftuch zunächst einmal als das was es ohne jegliche ideologische Deutung ist, stellt es lediglich ein Kleidungsstück dar. Allerdings kann man das Tragen eines Kopftuches einer muslimischen Frau nicht einfach auf die sehr einfache Bedeutung zurückführen. Für muslimische Frauen ist das Kopftuch eine Möglichkeit, ihre Zugehörigkeit zum Islam auszudrücken. Innerhalb dieses Rahmens existieren jedoch noch einmal zahlreiche Deutungsmöglichkeiten für das Kopftuch: Zum einen kann es den Wunsch ausdrücken, Kleidungsvorschriften einhalten zu wollen. Es kann ein Zeichen für das Festhalten an Traditionen der Herkunftsgesellschaft sein oder sexuelle Nichtverfügbarkeit ausdrücken, so dass es der Trägerin einen gewissen ( selbst gewählten und nicht aufgezwungenen ) Schutz bietet.

Das Tragen des Kopftuches kann ebenso ein Mittelweg sein, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und die eigene Identität zu finden und zum anderen die Traditionen der Familie zu berücksichtigen. In letzter Zeit wird das Kopftuch vermehrt mit dem fundamentalistischen Islam gleichgesetzt, welcher die Frauen unterdrückt und das Tragen von Kopftüchern, Burqa etc. erzwingt. Burqa und Tschador sind allerdings ausdrücklich vom BVG-Urteil ausgenommen. Ein Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bringt die Lage in der öffentlichen Meinung auf den Punkt:

"Das Kopftuch steht im Islam nicht immer und unbedingt für eine fundamentalistische Gesinnung, doch angesichts der Zwangs-Kleiderordnung für Frauen im Iran und anderswo denkt man den Fundamentalismus quasi immer mit."

Zusammenfassung der Kapitel

1. Entwicklung bis in die 80er Jahre: Dieses Kapitel zeichnet die historische Verknüpfung von Schule und Kirche in Bayern nach, insbesondere die konfessionelle Prägung des Schulwesens durch die CSU.

2. Kruzifix – Urteil 1995: Hier wird die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Verbot von Kruzifixen in staatlichen Klassenzimmern und die kritische Reaktion der bayerischen Landesregierung thematisiert.

3. Kruzifix – Urteil II: Das Kapitel beleuchtet die Umgehungsstrategien der bayerischen Politik nach dem Urteil sowie konkrete Fallbeispiele von Lehrkräften, die gegen die Anbringung des Kruzifixes klagten.

4. Kopftuchurteil: Diese Analyse widmet sich dem rechtlichen und politischen Streit um das Kopftuch muslimischer Lehrerinnen, unterteilt in die symbolische Deutung und die Auswirkungen auf die Schülerschaft.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Kritik an der CSU-Schulpolitik zusammen, die Integration einseitig an bayerisch-christlichen Werten bemisst und das staatliche Neutralitätsgebot vernachlässigt.

Schlüsselwörter

CSU, bayerisches Schulwesen, Kruzifixurteil, Kopftuchurteil, Religionsfreiheit, staatliches Neutralitätsgebot, christliche Wertanschauung, Integration, Toleranz, Konfessionsschule, Grundgesetz, Schulpraxis, Islam, Fundamentalismus, Weltanschauung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der bayerischen Schulpolitik unter der CSU und deren Umgang mit religiösen Symbolen und Bekenntnissen in staatlichen Bildungseinrichtungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung der Bekenntnisschule, den juristischen Auseinandersetzungen um Kruzifixe und dem Kopftuchverbot für muslimische Lehrerinnen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die CSU durch ihre spezifische Auslegung von Religion und Tradition das staatliche Neutralitätsgebot im Bildungssystem beeinflusst und herausfordert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche und historische Analyse, die auf Dokumentenauswertung, Urteilen des Bundesverfassungsgerichts und medialen Diskursen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Nachkriegszeit sowie detaillierte Fallstudien zu den Kruzifix- und Kopfturkonflikten inklusive der Reaktionen der politischen Akteure.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Religionsfreiheit, Neutralitätsgebot, Integration, christliche Identität und konfessionelle Regelschule.

Welche Rolle spielte Alois Hundhammer in der bayerischen Schulpolitik?

Hundhammer war als Kultusminister maßgeblich dafür verantwortlich, dem bayerischen Schulsystem eine tief katholische und konfessionsgebundene Prägung zu geben.

Wie reagierte die CSU auf das Kruzifix-Urteil des Bundesverfassungsgerichts?

Die CSU reagierte mit Unverständnis und Kritik, lehnte das Urteil teils offen ab und implementierte neue gesetzliche Regelungen, die das Verbleiben der Kreuze unter bestimmten Bedingungen ermöglichen sollten.

Welche Argumente führen die Gegner des Kopftuchverbots an?

Gegner betonen den Gleichheitsgrundsatz, die Religionsfreiheit, die religiöse Selbstbestimmung und argumentieren, dass Integration durch Toleranz gegenüber Vielfalt statt durch Ausgrenzung gefördert wird.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Umgang der CSU mit der Religion an Schulen
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Otto-Suhr-Institut)
Veranstaltung
Parteien in der Bundesrepublik
Autor
Wencke Thiele (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
25
Katalognummer
V303246
ISBN (eBook)
9783668016781
ISBN (Buch)
9783668016798
Sprache
Deutsch
Schlagworte
umgang religion schulen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Wencke Thiele (Autor:in), 2005, Der Umgang der CSU mit der Religion an Schulen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303246
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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