Der Forschungsartikel im Fremdsprachenunterricht


Forschungsarbeit, 2015
21 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einführung

1. Elemente des Forschungsartikels
1.1 Einleitung
1.2 Methodenteil
1.2.1 Methoden bei theoretischen Arbeiten
1.2.2 Methoden bei empirischen Arbeiten
1.3 Ergebnisteil
1.4 Diskussionsteil
1.5 Abstract
1.6 Schlagworte
1.7 Literaturverzeichnis

2. Güterkriterien empirischer Arbeiten
2.1 Objektivität
2.2 Reliabilität
2.3 Validität

Fazit

Literatur

Einführung

Im Fremdsprachenunterricht kommt dem Verfassen von wissenschaftlichen Artikeln eine große Bedeutung zu. In diesem Sinne seien Doktoranden verpflichtet, wissenschaftliche Artikel zu schreiben bzw. zu publizieren. Für das Schreiben von Forschungsartikeln liegen viele wissenschaftliche Ratgeber vor. Es geht u.a. um Kruse, Otto (2007): Keine Angst vor dem leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium. Esselborn-Krumbiegel, Helga (2010): Richtig wissenschaftlich schreiben. und Trimmel, Michael (2009): Wissenschaftliches Arbeiten in Psychologie und Medizin. Forschungsartikel gilt laut Kruse, Otto (2010, 75f.)[1] als die wichtigste wissenschaftliche Textsorte. Sie hat eine standardisierte Form. In diesem Sinne werden die Forschungsartikel in Zeitschriften publiziert und somit ist der Umfang von Forschungsartikel begrenzt. So Kruse, Otto (2007, 196)[2]. Ein Forschungsartikel hat laut Kruse, Otto (2007, 197) das sogenannte IMRAD-Schema. Es geht um Einleitung, Methode, Ergebnisse und Diskussion. Ferner enthält Forschungsartikel folgende Elemente: Titel und Untertitel; Autorennamen mit Institution; Danksagung und Abstract. Ferner variiert sich laut Kruse, Otto (2007, 197) die Form des Forschungsartikels von einer Disziplin zu anderen. Jede Zeitschrift hat ihre eigenen Vorgaben bezüglich der Veröffentlichung eines Forschungsartikels. Die Forschungsartikel werden von Zeitschrift anonym begutachtet. Hier wird das sogenannte Peer-Review-Verfahren eingesetzt, d.h. anonyme Begutachtung.

1. Elemente des Forschungsartikels

In einem ersten Schritt wird auf die Elemente des Forschungsartikels eingegangen. Es geht unter anderem um die Einleitung, Methoden, Ergebnisse und Diskussion. Diese Bestandteile bilden die Struktur eines wissenschaftlichen Artikels. Sie werden nachfolgend diskutiert und dargestellt.

1.1 Einleitung

Im diesem Teil geht es um die Diskussion des Forschungsstandes. Nur die relevante Literatur wird dabei erläutert. So Trimmel, Michael (2009, 140)[3]. Bei der Einleitung handelt es sich um die Einführung ins Thema, in die Fragestellung, den Forschungsstand, und Forschungslücke. So Kruse, Otto (2010, 75f.)[4]

Laut Kruse, Otto (2010, 87) enthält die Einleitung folgende Punkte:

1. Worum geht es? Was ist Gegenstand?
2. Was ist Problem?
3. Welche Disziplin?
4. Fragestellung/ Zielsetzung
5. Stand der Forschung (Welche Forschung knüpft die Arbeit an)
6. Forschungslücke (Was ist bisher nicht bekannt)

Bei Esselborn-Krumbiegel, H. (2008, 145) findet sich die folgende Definition zur Einleitung:

„Die Einleitung einer Arbeit ist der Ort, an dem der Autor mit dem Leser in Kontakt tritt.“[5]

Zuerst sollte laut Sommer, Roy (2006, 49) ein Einstieg ins Thema stattfinden.

„In welchem Fach bzw. welcher Teildisziplin die Arbeit angesiedelt ist, worin der Anlass für die Untersuchung besteht (z.B. eine Kontroverse innerhalb des Faches, zu der Stellung genommen werden soll, oder die Absicht, einen literarischen Test aus der einer bestimmten theoretischen Perspektive neu zu interpretieren) und welche Annahmen (Prämissen) der Arbeit zugrunde liegen.“[6]

Dieser Einstieg gilt als Kontextualisierung, d.h. durch diesen Einstieg wird die Arbeit in einem Kontext eingebettet. Als Einstieg könnte auch ein vorangestelltes Zitat passend sein.

In der Einleitung muss die Fragestellung erläutert werden. Sie ist eine kurze Hinführung vom Kontext der Studie zum konkreten Thema.

Sie gilt als eine Erläuterung der Implikation des Titels, d.h. womit wird sich diese Untersuchung befassen? Welche Ziele verfolgt sie? Mit Hilfe welcher Methoden will sie ihr Ziel erreichen?

Außerdem sollte das Erkenntnisinteresse präzisiert sein und dazu wird die zentrale These genannt. Die Fragestellung könnte in mehreren Zeitfragen explizit konkretisiert werden.

In der Auseinandersetzung mit diesem Thema findet sich bei Esselborn-Krumbiegel, Helga (2010, 81) die folgende Definition von der Einleitung:

„Die Einleitung ist einer der wichtigsten Bausteine eines wissenschaftlichen Textes, weil sie zumeist den ersten Kontakt zwischen dem Autor und dem Leser herstellt und den Leser über Ziel und Vorgehensweise des Autors informiert.“[7]

1.2 Methodenteil

Methodenbeschreibung ist laut Trimmel, Michael (2009, 141 ff.)[8] für jede wissenschaftliche Arbeit unverzichtbar. Die Methode in den empirischen Arbeiten richtet sich laut Karmasin, Matthias/ Ribing, Rainer (2006, 110)[9] auf das Ziel und die Fragestellung der Untersuchung. Die Darstellung der Methode erfolgt normalerweise in der Einleitung. So Esselborn-Krumbiegel, Helga (2008, 151). In diesem Zusammenhang führt Esselborn-Krumbiegel, Helga (2008, 151) folgende Funktion zur Methodenbeschreibung:

„Die Methode einer wissenschaftlichen Arbeit sorgt dafür, dass die angeführten Belege die aufgestellten Hypothesen tatsächlich verifizieren.“[10]

Kruse, O. (2007, 131)[11] macht darauf aufmerksam, dass die Methode die verfolgte Vorgehensweise sei, um Erkenntnisse zu gewinnen. Die Methoden variieren sich von einer Disziplin zu anderer. So Kruse, O. (2007, 131).

Hauptfunktion des Methodenkapitels ist es, dem Leser mit genaueren Informationen über die Untersuchung zu versorgen. So Esselborn-Krumbiegel, Helga (2010, 112)[12].

Bei der Vorgehensweise einer wissenschaftlichen Arbeit geht man laut Esselborn-Krumbiegel, Helga (2008, 151)[13] zuerst auf den Gegenstand der Untersuchung. Anschließend werden Leitfragen gestellt. Diese Fragen sollten sich Antworten auf die zentrale Frage verschaffen. Darauf folgen die einzelnen Argumentationsschritte, d.h. welche Schritte werden bei der Beweisführung unternommen. Abschließend werden mögliche Voraussetzungen, die nötig sind, damit die Argumentation für den Leser sichtbar wird, genannt. Bei der Darstellung der Methoden geht es um die Untersuchungsmethode, Vorgehensweise, Materialien, Patienten oder Versuchspersonen, Auswertungsverfahren, Statistik. So Kruse, Otto (2010, 75f.)[14]

Das Methodenkapitel kann Trimmel, Michael (2009, 141 ff.)[15] folgende Bestandteile umfassen:

Untersuchungsteilnehmer: Hier werden Anzahl, soziale Herkunft, Beruf, Geschlecht oder weitere Merkmale wie Alter genannt. Andere Informationen wie Art der Rekrutierung, Rücklauf ei schriftlichen Befragungen können angeführt werden.

Untersuchungsplan: Hier werden abhängige und unabhängige Variabeln angeführt.

- Untersuchungsbedingungen, -materialen
- Geräte
- Untersuchungsdurchführung

Laut Kruse, O. (2007, 131)[16] gibt es des Weiteren folgende Methoden:

Textkorpora: Untersuchungen im Bereich der Linguistik beziehen sich meistens auf Textkorpora. So Kruse, O. (2007, 133). Hier werden Texte gesammelt, die nach bestimmten Kriterien ausgewertet werden. Die Kriterien sollten erläutert werden. Dazu sollten die ausgewerteten Texte einer ähnlichen Textsorte gehören.

Fragebogen: Bei Raab-Steiner, Elisabeth/ Benesch, Michael (2012, 65)[17] findet sich folgende Definition zum Fragebogen: „Der Fragebogen wird als Forschungsinstrument zur Erfassung von Meinungen, Einstellungen, Positionen zu Themen oder Sachverhalten eingesetzt.“

Experimentelle Forschung: Hier geht es um das Untersuchen von dem Zusammenwirken von Variablen. Stichproben werden herangezogen.

Methodenbeschreibung enthält laut Kruse, Otto (2010, 90 ff.) Folgendes:

1. Vorgehensweise: Die Arbeitschritte werden benannt.
2. Material: Material wird benannt und wie kommt man daran.
3. Versuchspersonen: Auswahl von Probanden
4. Methoden: Methoden werden benannt, z.B. Befragung
5. Stichprobe
6. Statistik: statistische Verfahren werden beschrieben.
7. Ethische Gesichtspunkte: Hier geht es um Vertraulichkeit, Einverständniserklärung, Schutz der Persönlichkeit.
8.

1.2.1 Methoden bei theoretischen Arbeiten

Die Methodenbeschreibung in den Literaturarbeiten und in den empirischen Untersuchungen ist laut Esselborn-Krumbiegel, Helga (2010, 105)[18] nicht gleich. (vgl. auch Kruse 2010, 90)[19]. Im Gegensatz zu empirischen Arbeiten erfolgt die Methodenbeschreibung in Literaturarbeiten nicht so detailliert. Hier findet sich diese Beschreibung in der Einleitung. Bei der Methodenbeschreibung können Fragen an das Material gestellt werden. Man kann auch den Ansatz einer Theorie durch ein Beispiel erklären, wenn diese wenige bekannt ist. So Esselborn-Krumbiegel, Helga (2010, 114)[20].

[...]


[1] KRUSE, OTTO (2010): Lesen und Schreiben, Konstanz , UVK/UTB

[2] KRUSE, OTTO (2007): Keine Angst vor dem leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium. 12., neu völlig bearbeitete Auflage. Frankfurt am Main, New York. Campus Concept

[3] Trimmel, Michael (2009): Wissenschaftliches Arbeiten in Psychologie und Medizin, Wien, Facultas wuv./UTB

[4] Kruse, Otto (2010): Lesen und Schreiben, Konstanz , UVK/UTB

[5] Esselborn-Krumbiegel, Helga (2010) Richtig wissenschaftlich schreiben. Paderborn. Schönigh/UTB.

[6] Sommer, Roy (2006): Schreibkompetenzen. Erfolgreich wissenschaftlich schreiben. Stuttgart. Klett

[7] Esselborn-Krumbiegel, Helga (2010) Richtig wissenschaftlich schreiben. Paderborn. Schönigh/UTB

[8] Trimmel, Michael (2009): Wissenschaftliches Arbeiten in Psychologie und Medizin, Wien, Facultas wuv./UTB

[9] Karmasin, Matthias/ Ribing, Rainer (2006): Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten. Ein Leitfaden für Seminararbeiten, Bachelor, - Master und Magisterarbeiten sowie Dissertationen 6. aktualisierte Auflage 2011. Erste Auflage 2006. Wien. Facultas WUV. UTB

[10] Esselborn-Krumbiegel, Helga (2008): Von der Idee zum Text. Eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben. 3. überarbeite Auflage 2008. Padernborn. Schöningh UTB. (Erste Auflage 2002)

[11] Kruse, Otto (2007): Keine Angst vor dem leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium. 12., neu völlig bearbeitete Auflage. Frankfurt am Main, New York. Campus Concept

[12] Esselborn-Krumbiegel, Helga (2010): Richtig wissenschaftlich schreiben. Paderborn. Schönigh/UTB

[13] Esselborn-Krumbiegel, Helga (2008): Von der Idee zum Text. Eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben. 3. überarbeite Auflage 2008. Padernborn. Schöningh UTB. (Erste Auflage 2002)

[14] Kruse, Otto (2010): Lesen und Schreiben, Konstanz , UVK/UTB

[15] Trimmel, Michael (2009): Wissenschaftliches Arbeiten in Psychologie und Medizin, Wien, Facultas wuv./UTB

[16] Kruse, Otto (2007): Keine Angst vor dem leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium. 12., neu völlig bearbeitete Auflage. Frankfurt am Main, New York. Campus Concept

[17] Kruse, Otto (2010): Lesen und Schreiben, Konstanz , UVK/UTB

[18] Esselborn-Krumbiegel, Helga (2010): Richtig wissenschaftlich schreiben. Paderborn. Schönigh/UTB

[19] Kruse, Otto (2010): Lesen und Schreiben, Konstanz , UVK/UTB

[20] Esselborn-Krumbiegel, Helga (2010): Richtig wissenschaftlich schreiben. Paderborn. Schönigh/UTB

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Details

Titel
Der Forschungsartikel im Fremdsprachenunterricht
Hochschule
University of Oran  (Fremdsprachen)
Autor
Jahr
2015
Seiten
21
Katalognummer
V303249
ISBN (eBook)
9783668017504
ISBN (Buch)
9783668017511
Dateigröße
487 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
forschungsartikel, fremdsprachenunterricht
Arbeit zitieren
Mag. Mohamed Chaabani (Autor), 2015, Der Forschungsartikel im Fremdsprachenunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303249

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