Individuelle Persönlichkeiten und effiziente Gruppen. Beeinflusst die Zusammenstellung eines Teams die Gruppenleistung?


Hausarbeit, 2015

27 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Zentrale Erkenntnisse zum Thema Gruppe und Gruppenleistung
1.1 Gruppe und Gruppenleistung
1.2 Aspekte Prozessgewinne und Prozessverluste
1.3 Allgemeine Aspekte zur Gruppenleistung

2. Zusammenhänge Persönlichkeitsmerkmale und Gruppenleistung
2.1 Das Persönlichkeitsmerkmal Gewissenhaftigkeit

3. Praxisorientierte Forschungserkenntnisse
3.1 Merkmale für die erfolgreiche Bearbeitung von Aufgaben
3.2 Fähigkeiten der Gruppenmitglieder und Gruppenleistung
3.3 Organisation und Koordination der Gruppe
3.4 Persönlichkeitsmerkmale und Gruppenarbeit
3.5 Fazit aus den vorgestellten Forschungsansätzen

4. Zusammenstellung von leistungsstarken Gruppen
4.1 Aspekte bei der Gruppenzusammenstellung
4.2 Fragestellungen vor dem Zusammenstellen von Gruppen
4.3 Leitlinien für eine „Kultur“ in leistungsstarken Gruppen
4.4 Einflussfaktoren auf leistungsfähige Teams

5. Stellungnahme und Einschätzung

6. Literaturverzeichnis

7. Anhang

A. Abbildungsverzeichnis

B. Tabellenverzeichnis

C. Ergebnisse der Metaanalyse von Bell (2007)

D. Gegenüberstellung Verfahren zur Persönlichkeitsmessung

Einleitung

In den letzten 200000 Jahren hat sich die Menschheit vom „affenähnlichen Säugetier“ zu einer hochentwickelten Spezies entwickelt, die Krankheiten bekämpft und Flugzeuge baut.

Das war möglich, weil der Mensch die Fähigkeit besitzt mit verschiedenen Menschen in Gruppen/ Teams zu kooperieren. Aufgaben werden durch Individuen, die Erfahrungen und Erfolge teilen effektiver und erfolgreicher bewältigt.

Der Mensch wird bereits in eine Gruppe, die Familie, geboren und ist im Laufe seiner individuellen Persönlichkeitsentwicklung in verschiedensten Gesellschaftsbereichen in Gruppen (Schulen, Vereinen, Sportteams, Arbeitsgruppen, Organisationen, etc.) interaktiv.

Heute ist die Gruppenforschung ein bedeutendes Gebiet der Sozialpsy- chologie. Effektive und erfolgreiche Teamarbeit/Gruppenarbeit ist ein wichtiger Erfolgsfaktor auch in Unternehmen. Funktioniert die Zusam- menarbeit in Unternehmen durch eine falsche Zusammenstellung der Gruppen und somit von Persönlichkeiten nicht, kann es zu erheblichen Auswirkungen im Kostenbereich aber auch zu negativen Auswirkungen in anderen Bereichen und den Prozessen in Unternehmen kommen.

Durch negative Gruppenleistung können folglich große Prozessverluste entstehen.

Erfahrungen und Forschungsergebnisse zeigen auf, dass manche Gruppen erfolgreicher sind als andere und somit ist die Zusammenstellung einer effizienten Gruppe, die erfolgreich Aufgaben bearbeiten kann, ein wichtiges umzusetzendes Ziel speziell auch in der Wirtschaft für Organisationen und Unternehmen.

In dieser Hausarbeit werden zentrale Erkenntnisse zum Thema Gruppe und Gruppenleistung mit einer Gegenüberstellung der Aspekte Prozess- gewinne und Prozessverluste in Bezug auf die Gruppenleistung ausge- führt. Mögliche Zusammenhänge von Persönlichkeit und Gruppenleis- tung, sowie allgemeine Aspekte zu Gruppenleistungen werden unter- sucht.

In einer umfassenden Literaturrecherche werden Forschungen und Er- gebnisse zu verschiedenen Erkenntnissen aus den Bereichen Gruppe, Gruppenleistung und Persönlichkeit beschrieben und Anwendungen in der Praxis aufgeführt. Auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse wer- den Empfehlungen für das Zusammenstellen von leistungsstarken Grup- pen beschrieben.

Eine persönliche Sichtweise und Stellungnahme zur Machbarkeit der Empfehlungen der Zusammenstellung von leistungsstarken Gruppen bildet den Schluss der Arbeit.

1. Zentrale Erkenntnisse zum Thema Gruppe und Gruppenleis- tung

1.1 Gruppe und Gruppenleistung

Orientiert an Brodbeck (2014) verstehen wir unter einer Gruppe eine Anzahl von Individuen, die direkt miteinander (face-to-face oder über soziale Netzwerke) interagieren und sich so gegenseitig beeinflussen.

Die Gruppenleistung beschrieben nach Steiner (1972, zitiert nach Frey und Bierhoff 2011) ist eine Leistung, welche eine Gruppe erbringen kann, wenn die der Gruppe zur Verfügung stehenden Ressourcen (Fä- higkeiten, Wissen, Werkzeuge, etc.) optimal eingesetzt werden, um eine Aufgabe zu erfüllen. Hierbei handelt es sich um die potenzielle Produk- tivität einer Gruppe.

1.2 Aspekte Prozessgewinne und Prozessverluste

Frey und Bierhoff (2011) beschreiben eine Steigerung der Gruppenleistung als Resultat der Leistungssteigerung von Gruppenmitgliedern und durch positiven Einfluss von gruppenspezifischen Komponenten (wie Gruppenzusammensetzung, Motivation).

Prozessgewinne sind ein Leistungszuwachs, der sich durch Gruppenarbeit im Vergleich zu Einzelarbeit ergeben kann.

Nach Steiner (1972, zitiert nach Frey und Bierhoff 2011) entstehen Leistungsverminderungen, Prozessverluste, wenn in der Gruppe Koordinations- und Motivationsprobleme zum Beispiel durch die gewählte Aufgabenstellung entstehen.

Die Gruppenleistung entsteht nach Jonas, Stroebe und Hewstone (2014) und Werth & Mayer (2008) aus drei Aspekten:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb 1.1: Gruppenleistung

Prozessgewinne wirken positiv auf die Gruppenleistung. Prozessverlus- te entstehen durch eine Leistungsminderung der Gruppenmitglieder.

1.3 Allgemeine Aspekte zur Gruppenleistung

Die Ergebnisse in 1.2 entstehen z.B. durch Motivationsaspekte, die nach Steiners Aufgabentypologie (1972, zitiert nach Stroebe, Hewstone, Co- dol, Stephenson, et.al, 1992) die Gruppenleistung durch Aufgabenarten beeinflussen.

Die Art der Aufgabenstellungen erzeugt unterschiedliche Anforderungen an die Gruppe, beeinflusst die Gruppenleistung und ist wichtig für die Motivation sowie die Zusammensetzung einer leistungsstarken Gruppe (siehe Kapitel 3. und Kapitel 4.).

Bei additiven Aufgaben liegt das Potential der Gruppe in der Summe der Einzelleistungen. Prozessgewinne entstehen z.B. in der Prozessebene Motivation durch Motivationsgewinn (soziale Kompensation). Stärkere Mitglieder arbeiten härter als einzelne, um Leistungen schwacher Mit- glieder zu kompensieren. Prozessverluste entstehen durch Motivations- verluste (soziales Faulenzen). Der individuelle Beitrag zur Gruppenleis- tung ist nicht messbar.

Das Gruppenpotential bei disjunktiven Aufgaben liegt in der besten Einzelleistung. Motivationsgewinn entsteht durch sozialen Wettbewerb. Die individuelle Leistung ist identifizierbar, Mitglieder wollen auf dem gleichen Niveau arbeiten. „Trittbrettfahrer“ sehen einen geringen Einfluss Ihrer Leistung und so entsteht Motivationsverlust.

Bei konjunktiven Aufgaben liegt das Gruppenpotential bei der schlech- testen Einzelleistung. Schwache Mitglieder arbeiten stärker, um nicht für eine schlechtere Gruppenleistung verantwortlich zu sein ->Köhler- Effekt (nach Köhler 1926,1927 zitiert nach Werth & Knoll 2012). Beim Mannschaftszeitfahren (Radrennen) entsteht Motivationsverlust beim stärksten Fahrer, der sich nicht so anstrengen muss (soziales Faulenzen).

Steiners Aufgaben-Typologien (1972) ermöglichen uns Aufgaben zu klassifizieren und zu erwartende Gruppenleistungen zu beschreiben.

Auch die Gruppengröße wirkt auf die Gruppenleistung. An dieser Stelle ist der Ringelmann-Effekt anlehnend an Ingham, Levinger, Graves, Peckham (1974) zu nennen. Hierbei handelt es sich um das Phänomen, dass die Leistung der Gruppe nicht proportional mit der Anzahl der Gruppenmitglieder steigt sondern mit zunehmender Anzahl unterpropor- tional ist.

Die Beschreibungen und Beispiele unter 1.3 machen deutlich, dass ne- ben den persönlichen Eigenschaften der Gruppenmitglieder (siehe Kapi- tel 2. und 3.) auch allgemeine Aspekte auf die Gruppenleistung einwir- ken. In weiteren Kapiteln dieser Arbeit wird darauf noch eingegangen.

2. Zusammenhänge von Persönlichkeitsmerkmalen und Grup- penleistung

Die Gruppenleistung ist das Resultat einer Gruppenarbeit. Unter Gruppe verstehen orientiert an Wenninger (2001) eine Mehrzahl von Personen und somit Persönlichkeiten die miteinander kommunizieren. Nach Wirtz (2014) ist ein Persönlichkeitsmerkmal eine individuelle Eigenschaft in der sich Personen voneinander unterscheiden. Persönlichkeitsmerkmale wirken auf unser individuelles Handeln und haben Auswirkungen auf die Gruppenleistung (Huber, et. al., 2007).

Diese Aussagen machen deutlich, dass Gruppenprozesse auch von den Persönlichkeitsmerkmalen der Gruppenmitglieder beeinflusst werden und führen so zu der Hypothese:

H:Persönlichkeitsmerkmale und Gruppenleistung haben einen direkten Zusammenhang.

Dieser Zusammenhang wird durch verschiedene Bedingungen deutlich. Immer dann wenn Gruppen (bereits ab 2 Personen) interagieren entsteht eine Struktur. Die 4 Stationen in der Struktur eines zwischenmenschlichen Kreislaufs nach Thomann & Schulz von Thun (1988, zitiert nach Schulz von Thun, 2007) lassen sich wie folgt darstellen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.2.1: Struktur eines zwischenmenschlichen Kreislaufs

Eine gute Gruppenleistung ist also auch abhängig davon, wie die Grup- penmitglieder zwischenmenschlich miteinander kommunizieren. Der größtmögliche Erfolg in einer Gruppe wird durch eine gute persönliche und sachliche Kommunikation unterstützt. Persönlichkeiten und damit die bisherige und zukünftige Persönlichkeitsentwicklung nehmen direk- ten Einfluss auf die Kommunikation und die Interaktionen in Gruppen.

Stark entwickelte Persönlichkeiten haben wahrscheinlich größere Fähigkeiten Charaktere besser einzuschätzen, Absichten zu erkennen und Begabungen und auch Interessen anderer Personen beurteilen zu können. Die Arbeit in einer Gruppe und somit die Gruppenleistung wird dadurch positiv unterstützt. Diese „Persönlichkeiten“ können entscheiden und Gruppenmitglieder und deren Stärken für die gemeinsame Gruppenleistung möglicherweise besser motivieren.

Persönlichkeitsmerkmale haben also Auswirkung auf die Gruppenleis- tung. Das „Big Five“ Modell oder auch Fünf-Faktoren-Modell (FFM) beschrieben nach Allport & Odbert (1930 und Costa & McCrae 1992, zitiert nach Howard & Howard 2008) betrachten diese Persönlichkeits- merkmale.

Sämtliche Persönlichkeitstypen können beschrieben werden. Die Haupt- dimensionen der Persönlichkeit, also die Faktoren der Persönlichkeit in Anlehnung an Ostendorf und Angleitner (2001, zitiert nach Howard und Howard 2008) sind:

1. Extraversion (Suche nach Aufregung, Aktivität, Geselligkeit und sozialen Kontakten.)
2. Offenheit für neue Erfahrungen (Offenheit für Neues und Beschäftigung mit geistigen Themen.
3. Verträglichkeit (Rücksichtnahme auf andere und das Erhalten positi- ver Beziehungen.)
4. Gewissenhaftigkeit (Kontrolliertes, zielsicheres und diszipliniertes Verhalten.)
5. Neurotizismus (Empfindlichkeit gegenüber negativen Einflüssen, Emotionen und Gedanken.)

Alle Faktoren enthalten Persönlichkeitsmerkmale in starker und niedriger Ausprägung (2 Dimensionen).

Der Faktor Gewissenhaftigkeit macht deutlich, dass Persönlichkeitsmerkmale Einfluss auf die Gruppenleistung haben (siehe 2.1).

2.1 Das Persönlichkeitsmerkmal Gewissenhaftigkeit

Gewissenhaftigkeit hat den Ausführungen nach Howard und Howard (2008) entsprechend zwei Dimensionen:

a) niedrige Ausprägung (inkompetent, unmotiviert, unsystematisch, willensschwach, unbesonnen)
b) starke Ausprägung (kompetent, ordentlich, systematisch, zielstrebig, besonnen, pflichtbewusst)

Die Beschreibungen zeigen auf, dass Menschen mit niedriger Ausprä- gung des Merkmals Gewissenhaftigkeit unmotiviert sind. Aufgaben werden von ihnen unsystematisch bearbeitet und es ist wahrscheinlich, dass die Ergebnisse und Lösungsvorschläge zu den Aufgaben eine ge- ringe Qualität aufzeigen. Bezogen auf die Prozessverluste (siehe auch Kapitel 1.) führt das zu sozialem Faulenzen und somit zu einer schlech- teren Gruppenleistung.

Die in diesem Kapitel 2. benannte Hypothese wird so „untermauert“: Das Persönlichkeitsmerkmal Gewissenhaftigkeit und die Gruppenleistung haben einen direkten Zusammenhang.

3. Praxisorientierte Forschungserkenntnisse

Die Ausarbeitungen in Kapitel 2. dieser Arbeit zeigen auf, dass Persönlichkeitsmerkmale und die Leistung einzelner Gruppenmitglieder einen Zusammenhang haben.

In diesem Kapitel 3. werden diese Ausführungen weiter beschrieben und verschiedene auch allgemeine Aspekte zum Thema Gruppenleistung dargestellt. Die Ausführungen tragen dazu bei allgemeine Merkmale, Persönlichkeitsmerkmale und deren Zusammenhänge mit Gruppenleis- tungen erkennen zu können und zu bewerten, um erfolgreich in Gruppen arbeiten zu können.

Studien zum Zusammenhang von Persönlichkeit, Gruppe und Gruppen- leistung werden vorgestellt, sowie Voraussetzungen für erfolgreiche Gruppenarbeit beschrieben und mit Beispielen aus der Praxis weiter ausgeführt.

Der heutige Forschungsstand liefert Forschungsergebnisse und Aussa- gen darüber, welche Persönlichkeitsmerkmale einzelner Gruppenmit- glieder, und welche Aspekte allgemein positiv auf die Gruppenleistung einwirken.

Leider gibt es nur wenige Aussagen über eine erfolgreiche Gruppenzusammensetzung.

Aufgrund der Vielfalt der Studien insgesamt und dem begrenzten Rahmen dieser Arbeit können hier nur einige Forschungsergebnisse beschrieben werden.

3.1 Merkmale für die erfolgreiche Bearbeitung von Aufgaben

Die Aufgabenstellung (wie bereits in Kapitel 1. beschrieben) und die Zielsetzung sind entscheidend für die Gruppenleistung und für die Gruppenzusammensetzung.

Wie bereits bei den Erkenntnissen zur Gruppenleistung in Kapitel 1. ausgeführt, sind Aufgabenarten relevant für die Gruppenleistung.

Bowers, Pharmer & Salas (2000; Stewart 2006; Webber & Donahue 2001, zitiert nach Becker, 2015) untersuchen Merkmale von Aufgaben, anhand derer entschieden werden kann, ob diese für Gruppenarbeit ge- eignet sind.

Die Komplexität der Aufgabe entscheidet, ob diese von einzelnen Per- sonen oder in Gruppen erledigt werden kann. Benz schaffte es zum Bei- spiel alleine einen Antrieb für Fahrzeuge (heutige Autos) zu entwickeln. Heute sind für solche Aufgaben, auch aufgrund der industriellen Ent- wicklungen, viele fachliche Perspektiven notwendig, um diese zu bewäl- tigen. Unternehmen entscheiden sich daher heute für Gruppenarbeit.

Die Zeit, welche für eine Aufgabe zur Verfügung steht ist auch ein entscheidendes Merkmal. Je geringer die zur Verfügung gestellte Zeit für eine Aufgabe ist, und je umfangreicher die Aufgabe ist, desto eher kann dieselbe in Gruppen bewältigt werden.

Wie bereits in Kapitel 2. beschrieben ist die Kommunikation, die Struk- tur der Kommunikation, also die Interaktion, ein zentrales Merkmal auch für die Aufgabenstellung. Anlehnend an Stewart & Barrick (2000, zitiert nach Becker, 2015) binden sich bei additiven Aufgaben die ein- zelnen Teile der Gruppe nicht sehr stark und jeder kann sich auf seine Teilaufgabe konzentrieren und parallel arbeiten. Der Kommunikations- bedarf ist eher gering.

Ein Beispiel wäre hier, das Sammeln von Kundenkontakten bezogen auf bestimmte Marksegmente, in dem ein Unternehmen aktiv ist, oder aktiv werden möchte. Bei diesem Beispiel kann das Wort Gruppenarbeit si- cher diskutiert werden. In der Praxis macht es also eher Sinn, Gruppen an zusammenhängenden Aufgaben arbeiten zu lassen. Der Erfolg ein- zelner Personen sollte auch von der Zuarbeit der anderen Mitglieder ab- hängen. Der Aufbau eines kompletten CRM - Systems (Customer Rela- tionship Management- Systems) wäre hier ein Beispiel für eine mögli- che zusammenhängende Arbeit.

Ein weiteres Merkmal bezogen auf die Aufgabenstellung ist ein ge- meinsames Ziel mit dem sich die Gruppenmitglieder identifizieren können. Fehlt dieses gemeinsame Ziel, leidet die Kommunikation. Ein Beispiel hier wäre die aktuelle Situation in der EU mit der Diskussion um die Verschuldung Griechenlands.

3.2 Fähigkeiten der Gruppenmitglieder und Gruppenleistung

Nach Forschungen von Becker (2015) sind auch die Fähigkeiten/Skills der einzelnen Gruppenmitglieder entscheidend im Zusammenhang mit Leistungen in Gruppen. Diversifikation (Demografisch - Alter, Ge- schlecht, Kultur ->siehe dazu auch Kapitel 5.) in Gruppen steht demzu- folge für positive Effekte in Bezug auf die Gruppenleistung. Es wird be- schrieben, dass die Leistung des Teams nicht zwingend aus der Summe der Einzelfähigkeiten der Mitglieder besteht. Bei Teamsportarten (Fuß- ball, Handball) zeigt sich oft, dass Mannschaften mit schwächeren Ein- zelspielern trotzdem gewinnen. Motivation und Teamfähigkeit sind hier entscheidend, aber auch die Zusammenstellung der Gruppe nach den in- dividuellen Fähigkeiten / Stärken. Es wird angeregt, einen Fit zwischen Team und Aufgabe herzustellen, siehe dazu Abb. 3.2.1.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3.1: Fit zwischen Team und Aufgabe ((Quelle: Becker,2015, K.13)

Es gibt nach Stewart (2006, zitiert nach Becker, 2015) grundlegende Fä- higkeiten wie beispielsweise Intelligenz, die allgemein positive Effekte auf die Gruppenleistung haben. Das ist nachzuvollziehen, da intelligente Personen besser kommunizieren, planen und organisieren könne. Selbst bei Aufgaben mit wenig Interaktion hängt der Erfolg, also die Gruppen- leistung stark von der Intelligenz der Einzelmitglieder ab.

[...]

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Individuelle Persönlichkeiten und effiziente Gruppen. Beeinflusst die Zusammenstellung eines Teams die Gruppenleistung?
Hochschule
Europäische Fernhochschule Hamburg  (Euro FH)
Note
2,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
27
Katalognummer
V303312
ISBN (eBook)
9783668016729
ISBN (Buch)
9783668016736
Dateigröße
1907 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gruppen, Persönlichkeit, Big Five
Arbeit zitieren
Martin Hegemann (Autor), 2015, Individuelle Persönlichkeiten und effiziente Gruppen. Beeinflusst die Zusammenstellung eines Teams die Gruppenleistung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303312

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