In dieser Arbeit wird auf die Thematik der Beschaffung und Nutzung von personenbezogener Daten durch Unternehmen im Internet eingegangen. Es wird gezeigt, auf welche Weise personenbezogene Daten gesammelt und verarbeitet werden, wie daraus Online-Profile von Nutzern erstellt werden und welche Schlüsse Unternehmen daraus ziehen.
Ich möchte aufzeigen, wie das Speichern solcher Daten und das Erstellen von personenbezogener Profile mit dem Datenschutz kollidiert. Es soll herausgestellt werden, ob die Nutzung der personenbezogenen Profile für den Verbraucher unbedenklich ist; ob er die Kontrolle darüber besitzt, wer seine Daten erhält, welche Daten derjenige erhält und zu welchen Informationen diese Daten kombiniert werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Veränderte Rahmenbedingungen und moderne Marketingkonzepte
2 Vorgänge der Datengewinnung und -verarbeitung
2.1 Welche Daten sollen geschützt werden? Was versteht man unter dem Begriff 'personenbezogene Daten'?
2.2 Datenschutzrechtliche Gesichtspunkte
2.2.1 Rechte der Betroffenen
2.2.2 Datenschutzbeauftragter
2.3 Ausgewählte Methoden der Datengewinnung
2.3.1 Einige Methoden zur Datengewinnung ausführlicher erklärt
2.3.1.1 Cookies
2.3.1.2 Logfiles
2.3.1.3 Botnetze
2.3.1.4 Onlinezwang
2.3.1.5 Cloud-Computing
2.3.1.6 Verknüpfung mit Social Media-Diensten
2.3.1.7 Kundenkarte
2.4 Die Auswertung der personenbezogenen Daten
2.4.1 Wie verarbeiten die Unternehmen die aus dem Internet gewonnenen Daten?
2.4.1.1 Web-Scoring
3 Fazit
4 Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht, wie Internet-Dienstleister personenbezogene Daten beschaffen, verarbeiten und zu Nutzerprofilen zusammenführen, um kritisch zu hinterfragen, ob diese Praxis trotz datenschutzrechtlicher Rahmenbedingungen für den Verbraucher tatsächlich unbedenklich ist.
- Methoden der Datengewinnung im Internet (z. B. Cookies, Logfiles, Social Media)
- Datenschutzrechtliche Grundlagen und deren Durchsetzung in der Praxis
- Die Rolle von CRM-Systemen bei der Erstellung und Nutzung von Kundenprofilen
- Der Konflikt zwischen unternehmerischem Dateninteresse und dem Recht auf Anonymität
Auszug aus dem Buch
2.3.1.1 Cookies
Wenn wir auf unseren Lieblingswebsites persönlich begrüßt werden oder wir beim surfen immer wieder auf Werbebanner von Produkten stoßen, die uns gefallen und nach denen wir in letzter Zeit im Internet gesucht haben, sind für diesen Effekt der Wiedererkennung Cookies verantwortlich. Bisher konnte ein Website Betreiber nicht erkennen, ob ein Nutzer seine Website schon einmal besucht hat oder nicht. Die Besucher waren anonym. Und sämtliche Veränderungen, die er auf der Website vorgenommen hat, gingen mit dem Verlassen der Seite wieder verloren. Um das zu verhindern, wurden Cookies entwickelt. Diese Software wurde eingeführt, um Webseiten nutzerfreundlicher zu machen, da Cookies ermöglichen, auf dem Rechner des Nutzers seine Präferenzen und Passwörter zu speichern, so dass hierauf dann die jeweilige Seite angepasst wird (vgl. Sachs, Marketing, Datenschutz und das Internet, 2008, S. 42). Vor allem über persönliche Registrierung der Nutzer kann ein Personenbezug hergestellt werden. Aufgrund der so gewonnenen Verhaltensdaten kann z. B. der Betreiber eines Onlineshops das Sortiment an die Nutzer individuell nach deren Bedürfnissen anpassen. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Interessen des Kunden angesprochen werden. Damit steigt also auch die Kaufwahrscheinlichkeit. Technisch gesehen sind Cookies zunächst leere Textdateien. Sie werden vom Websiteanbieter auf die Computer der Nutzer geschrieben. Diese können nur von dem Anbieter wieder ausgelesen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Veränderte Rahmenbedingungen und moderne Marketingkonzepte: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Bedeutung von Kundendaten im Zuge der Globalisierung und führt das Konzept des Customer Relationship Management (CRM) als zentrales Instrument der Datenverwaltung ein.
2 Vorgänge der Datengewinnung und -verarbeitung: Hier werden die rechtlichen Definitionen personenbezogener Daten sowie die gesetzlichen Rahmenbedingungen, verschiedene technische Methoden der Datensammlung und die Methoden der Profilbildung analysiert.
3 Fazit: Das Fazit fasst die Problematik des Interessenkonflikts zwischen Unternehmen und Verbrauchern zusammen und schlussfolgert, dass die Nutzung von CRM-Systemen aus heutiger Sicht datenschutzrechtlich nicht als unbedenklich eingestuft werden kann.
4 Literaturverzeichnis: Dies ist das Verzeichnis der verwendeten Quellen.
Schlüsselwörter
Datenschutz, CRM, Personenbezogene Daten, Kundendaten, Internet, Nutzerprofiling, Marketingkonzepte, BDSG, Web-Scoring, Internet-Dienstanbieter, Datengewinnung, Datenspeicherung, Verbraucherschutz, Datensicherheit, Transparenz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?
Die Arbeit befasst sich mit der Beschaffung und Verarbeitung personenbezogener Daten durch Unternehmen im Internet und prüft, ob diese Prozesse mit den geltenden Datenschutzvorgaben vereinbar sind.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind Methoden der digitalen Datengewinnung, rechtliche Datenschutzaspekte, die Funktionsweise von CRM-Systemen sowie die Erstellung und Auswertung von Nutzerprofilen.
Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?
Die Arbeit untersucht, ob die Erstellung und Nutzung von Nutzerprofilen für den Verbraucher datenschutzrechtlich unbedenklich ist und inwieweit der Nutzer die Kontrolle über seine Daten behält.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung von Fachzeitschriften sowie Online-Quellen basiert, um den aktuellen Stand der Datennutzung zu beleuchten.
Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?
Im Hauptteil werden zunächst die gesetzlichen Grundlagen und Akteure (wie der Datenschutzbeauftragte) analysiert, gefolgt von einer detaillierten Erläuterung technischer Methoden wie Cookies, Logfiles und Social-Media-Verknüpfungen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch die Begriffe Datenschutz, CRM, Datengewinnung und die Analyse von Nutzerverhalten im E-Commerce beschreiben.
Wie bewertet der Autor die Rolle von CRM in der modernen Wirtschaft?
Der Autor sieht CRM als ein EDV-gestütztes Instrument an, das zwar die Effizienz und Kundenbindung steigern kann, aber gleichzeitig einen hohen Bedarf an personenbezogenen Daten hat, der kritische Datenschutzfragen aufwirft.
Welche Bedeutung kommt dem "Web-Scoring" in der Arbeit zu?
Web-Scoring wird als eine besonders kritische Methode der Datenauswertung hervorgehoben, die zur Analyse der Bonität dient und laut Autor trotz Verbots in der Praxis häufig Anwendung findet.
- Citar trabajo
- Tom Gennrich (Autor), 2013, Customer Relationship unter datenschutzrechtlichen Gesichtspunkten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303340