Klassische Online-Werbung ist an einem kritischen Punkt angelangt: Nutzer empfinden Bannerwerbung als störend und ignorieren diese. Immer mehr Internetuser installieren AdBlocker, die Anzeigen automatisch unterdrücken und den Fokus auf redaktionelle Inhalte legen. Aus der Perspektive eines Publishers sind die aktuellen Entwicklungen existenzbedrohend. An dieser Problematik knüpft das sogenannte Native Advertising an, das auch in Deutschland immer mehr an Bedeutung gewinnt. Diese junge, aufstrebende Form der Online-Werbung ist Thema der vorliegenden Seminararbeit.
Native Advertising gilt spätestens seit der dmexco 2014 als eines der bestimmenden Marketinginstrumente. Die Relevanz dieser Arbeit wird durch aktuelle Meldungen verdeutlicht: Am 9. April 2015 hat Facebook ein Patent angemeldet, mit dem sich das soziale Netzwerk einen Vorsprung im Native-Advertising-Werbeökosystem verschaffen möchte.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Vorgehensweise
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Entwicklungen im Online-Marketing
2.2. Content Marketing und Native Advertising
2.2.1. Definition Content Marketing
2.2.2. Definition Native Advertising
2.2.3. Abgrenzung Content Marketing und Native Advertising
2.3. Formate
2.3.1. Sponsored Video
2.3.2. Sponsored Post & Story
2.3.3. Sponsored Playlist
2.3.4. Sponsored Image
2.3.5. Sponsored Links
2.3.6. Sponsored Listings
2.3.7. Referral Marketing
2.4. Marktteilnehmer
2.4.1. AdNetwork
2.4.2. Technology
2.4.3. Recommendation Ads
2.4.4. Content Creation
2.4.5. Publisher
3. Werbetreibende Unternehmen im Native Advertising
3.1. Chancen
3.2. Herausforderungen
4. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Potential von Native Advertising für werbetreibende Unternehmen, indem sie Chancen und Herausforderungen dieses Marketinginstruments analysiert, um Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche Umsetzung abzuleiten.
- Grundlagen des Content Marketings und Native Advertisings
- Analyse verschiedener Formate wie Sponsored Content und Referral Marketing
- Rolle der Marktteilnehmer wie AdNetworks und Publisher
- Evaluation von Werbewirkung und Akzeptanz bei Nutzern
- Herausforderungen in Bezug auf Qualität und Kooperationsmanagement
Auszug aus dem Buch
2.2.2. Definition Native Advertising
Gemäß der Beschreibung von Todd Wassermann entstammt der Begriff Native Advertising einem Vortrag an der OMMA Global Conference aus dem Jahr 2011 in New York. Der Investor Fred Wilson nennt beiläufig das Wort Native in Zusammenhang mit seinen Ausführungen zu einer neuen Form von Werbeanzeigen, die ein höheres Leistungspotential aufweisen.
Wie in Kapitel 2.1 erläutert, werden traditionelle Werbeformen vom Internetnutzer als störend wahrgenommen und gelten als nicht zeitgemäß. Auf dieser Entwicklung baut das Konzept von Native Advertising auf. Werbeinhalte werden im gewohnten Umfeld der Nutzer eingebunden und sollen Vertrauen schaffen.
Als Vertiefung hierzu kann die Definition des amerikanischen Native Advertising Dienstleisters Sharethrough in Zusammenarbeit mit der Interactive Advertising Bureau (IAB) Arbeitsgruppe Native Advertising betrachtet werden. Sharethrough charakterisiert Native Advertising als bezahlte Werbeinhalte, die angesichts ihrer natürlichen Form und Funktion ein barrierefreies Nutzererlebnis ermöglichen:
„Native advertising is a form of paid media where the ad experience follows the natural form and function of the user experience in which it is placed“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Problematik klassischer Bannerwerbung und führt in die Relevanz von Native Advertising als aufstrebendes Marketinginstrument ein.
2. Theoretische Grundlagen: Erläutert die Hintergründe der Online-Marketing-Entwicklung, definiert Content Marketing und Native Advertising, stellt gängige Formate sowie die wichtigsten Marktteilnehmer dar.
3. Werbetreibende Unternehmen im Native Advertising: Untersucht die Chancen durch hohe Werbewirkung und Akzeptanz sowie die Herausforderungen bei der Koordination und Qualitätssicherung.
4. Fazit und Ausblick: Fasst die Ergebnisse zusammen und formuliert Handlungsempfehlungen sowie einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich Facebook-Ökosystem und Wearable Devices.
Schlüsselwörter
Native Advertising, Content Marketing, Online-Marketing, Sponsored Content, Publisher, AdNetwork, Reichweite, Markenbindung, Werbewirkung, User Experience, Referral Marketing, Suchmaschinenranking, Mobile Commerce, AdBlocker, Targeting
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert Native Advertising als moderne Form der Online-Werbung, um deren Potentiale, Chancen und Herausforderungen für werbetreibende Unternehmen zu evaluieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Abgrenzung von Native Advertising und Content Marketing, eine detaillierte Übersicht verschiedener Werbeformate sowie die Untersuchung der Marktteilnehmer und ihrer jeweiligen Rollen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, das Potential von Native Advertising durch eine wissenschaftliche Untersuchung zu eruieren, um konkrete Handlungsempfehlungen für werbetreibende Unternehmen im Umgang mit diesem Instrument zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Seminararbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche, der Analyse aktueller Studien und Marktstatistiken sowie der Untersuchung von Best-Practice-Beispielen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen gelegt, die verschiedenen digitalen Werbeformate wie Sponsored Posts und Videos erläutert sowie die Marktteilnehmer, inklusive ihrer Geschäftsmodelle, dargestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Native Advertising, Content Marketing, Markenbindung, Werbewirkung, AdNetwork und Publisher charakterisieren.
Warum wird die Abgrenzung zum Content Marketing betont?
Da die Begriffe in der Praxis oft synonym verwendet werden, ist eine klare Abgrenzung notwendig, um die Rolle von Native Advertising als skalierbares Instrument innerhalb des Content Marketings zu verdeutlichen.
Welche Bedeutung hat das „Sponsored Listing“ bei eBay?
Das Format ermöglicht es Händlern, durch eine zusätzliche „Ad Rate“ ihre Produkte in den Suchergebnissen hervorzuheben und so die Sichtbarkeit und Absatzchancen gezielt zu erhöhen.
Warum ist das Thema mobile Endgeräte so relevant für die Arbeit?
Statistiken zeigen, dass klassische Banner auf kleinen Smartphone-Displays oft ignoriert oder als störend empfunden werden, während native Formate hier eine deutlich höhere Akzeptanz und Interaktionsrate erzielen.
Welche Rolle spielen „Social Signals“ für das Ranking bei Google?
Die Arbeit beleuchtet die Korrelation zwischen sozialen Interaktionen wie Likes und Shares mit einer vorderen Platzierung in den Suchergebnissen, wobei angemerkt wird, dass dies eher ein Indikator für Relevanz als ein direkter Kausalzusammenhang ist.
- Citar trabajo
- Lukas Lohmann (Autor), 2015, Native Advertising. Chancen und Herausforderungen im Online-Marketing, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303516