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Emile Durkheim - Leben und Werk

Titre: Emile Durkheim - Leben und Werk

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2003 , 11 Pages , Note: 2

Autor:in: Ralf Klossek (Auteur)

Théologie - Sciences des religions comparatives
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Als einer der Pioniere der modernen Soziologie trat Émile Durkheim in einer Zeit des europäischen Militarismus besonders für den Menschen als Individuum und dessen persönliche Freiheit ein. Seiner Meinung nach hängt Wohl und Wehe des Individuums aber fast ausschließlich von seiner direkten Umgebung, der Gesellschaft, ab. In dieser Hausarbeit werde ich Émile Durkheims Leben, seine Thesen und einige seiner wichtigsten Bücher behandeln. Insbesondere werde ich näher auf eines seiner interessantesten Werke, "Le suicide" ("Der Selbstmord") von 1897 eingehen. Ziel meiner Arbeit wird sein, Durkheims Theorie des Sozialen grob zu skizzieren und leicht verständlich darzulegen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographie

3. Durkheims Hauptthesen

3.1 Der Individualismus

3.2 Das Kollektiv

3.3 Totemismus

4. "Le suicide"/ "Der Selbstmord" (1897)

5. Fazit

6. Literatur

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Hausarbeit widmet sich dem Leben und Werk des Soziologen Émile Durkheim. Das primäre Ziel der Arbeit besteht darin, Durkheims soziologische Theorie des Sozialen zu skizzieren und seine wesentlichen Thesen sowie die Anwendung seiner Methodik anhand seines bedeutenden Werkes "Le suicide" leicht verständlich darzulegen.

  • Biografischer Werdegang und wissenschaftlicher Kontext Durkheims
  • Die Konzepte des Individualismus und der sozialen Solidarität
  • Das Verständnis von Kollektivbewusstsein und religiösen Bindungen
  • Analyse der Typologie des Selbstmords als soziales Phänomen

Auszug aus dem Buch

4. "Le suicide"/ "Der Selbstmord" (1897)

Dieses Werk setzt den Diskurs über Charakter und Zustand der modernen Gesellschaft (empirisch untermauert) fort. Ich lege in dieser Hausarbeit mein Hauptaugenmerk darauf.

Durkheim untersucht Gründe für den Selbstmord, wobei ihn Selbstmordraten als Indikatoren für Kollektivzustände, und nicht der einzelne Selbstmord interessieren. Er setzt die soziale Selbstmordrate als abhängige Variable und untersucht ihre Schwankungen in Relation zum gesellschaftlichen Zusammenhang. Er bearbeitete zuerst den Einfluss von nicht-sozialen Faktoren wie Geistesgestörtheit, Rasse, "Kosmische" Faktoren (Klima), etc., und hält deren Zusammenhang mit den Selbstmordraten für unbedeutend.

Deshalb stellt er im zweiten Teil des Buchs (Livre II) eine begründende Typologie sozialer Aspekte vor, die die Selbstmordtypen nach ihren Ursachen einordnen sollte. Er unterscheidet insbesondere den egoistischen, den altruistischen, und den anomischen Selbstmord.

Die Rate für den anomischen Selbstmord hängt nach Durkheim mit wirtschaftlichen Krisen, also Armut aber auch Reichtum, zusammen. Der Grund für den egoistischen Selbstmord ist, dass der Mensch sich zwanghaft auf sein eigenes Bewusstsein konzentriert und sich in die Leere seiner Vereinzelung sozusagen "verliebt":

Sein Kennzeichen ist ein melancholisches Dahindämmern, welches jegliche Aktivität lähmt. [...]. Er geht nur mit Widerwillen aus sich heraus. Aktivität wird ersetzt durch Grübelei und Versenken in sich selbst. Das Bewußtsein, das sich so ganz von seiner Umgebung abwendet, beschäftigt sich nur noch mit sich selbst als dem einzigen Objekt, und sein Hauptziel ist sich selbst zu beobachten und zu analysieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Leben und die Bedeutung Durkheims für die moderne Soziologie ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Theorie des Sozialen zu skizzieren.

2. Biographie: Dieses Kapitel zeichnet die Lebensstationen Durkheims nach und beleuchtet die akademischen sowie politisch-gesellschaftlichen Einflüsse seiner Zeit, wie die Dreyfus-Affäre.

3. Durkheims Hauptthesen: Hier werden die theoretischen Grundpfeiler wie der Individualismus, die Bedeutung des Kollektivs und der Totemismus als sozialer Erklärungsansatz erläutert.

3.1 Der Individualismus: Dieser Abschnitt thematisiert den sozialen Wandel durch Arbeitsteilung und die Unterscheidung zwischen mechanischer und organischer Solidarität.

3.2 Das Kollektiv: Hier wird dargelegt, warum Moral und Werte nach Durkheim unter dem Druck der Gesellschaft entstehen und das Individuum aus sozialen und persönlichen Anteilen besteht.

3.3 Totemismus: Dieser Teil befasst sich mit der Untersuchung primitiver Religionen, um die universellen Elemente religiösen Lebens und deren Bedeutung für die moderne Gesellschaft zu verstehen.

4. "Le suicide"/ "Der Selbstmord" (1897): Das Kapitel analysiert Durkheims empirische Untersuchung des Suizids, bei der er soziale Faktoren als Ursachen für unterschiedliche Selbstmordtypen identifiziert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung Durkheims für nachfolgende Generationen und die Weiterentwicklung der Soziologie sowie Religionswissenschaft zusammen.

6. Literatur: Dieses Kapitel listet die verwendeten Quellen und Werke auf, die für die Erarbeitung der Hausarbeit herangezogen wurden.

Schlüsselwörter

Émile Durkheim, Soziologie, Individualismus, Kollektiv, organische Solidarität, mechanische Solidarität, Selbstmord, Suizid, Anomie, Totemismus, Religion, soziale Integration, Moderne Gesellschaft, Religionswissenschaft, Arbeitsteilung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen Überblick über das Leben und die zentralen soziologischen Thesen von Émile Durkheim und untersucht seine Bedeutung als Pionier der modernen Soziologie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen der soziologische Individualismus, die Rolle des Kollektivbewusstseins, das Konzept des Totemismus sowie die soziologische Analyse des Suizids.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Durkheims Theorie des Sozialen grob zu skizzieren und seine zentralen Gedanken für den Leser leicht verständlich aufzubereiten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit ist als theoretische Aufarbeitung angelegt, die Durkheims soziologische Konzepte darstellt und anhand von dessen Hauptwerken (insbesondere "Le suicide") analysiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt Durkheims Biographie, seine zentralen Thesen zur sozialen Solidarität und Kollektivität sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit seiner Typologie der Selbstmordmotive.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Individualismus, soziales Kollektiv, mechanische/organische Solidarität, Anomie und Religion.

Wie erklärt Durkheim den Unterschied zwischen organischem und mechanischem Solidaritätsbegriff?

Mechanische Solidarität basiert auf Gleichheit und Tradition in primitiven Gesellschaften, während organische Solidarität in modernen Gesellschaften durch Arbeitsteilung und funktionale Differenzierung entsteht.

Warum betrachtet Durkheim den Suizid als ein soziales und nicht nur als ein individuelles Phänomen?

Durkheim argumentiert, dass Selbstmordraten als Indikatoren für soziale Zustände dienen; Suizid ist für ihn die Folge mangelnder oder erdrückender gesellschaftlicher Integration, wie beispielsweise beim egoistischen oder altruistischen Selbstmord.

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Résumé des informations

Titre
Emile Durkheim - Leben und Werk
Université
University of Hannover  (Seminar für Religionswissenschaft)
Cours
Wie entsteht Religion?- Antworten einiger Klassiker der Religionswissenschaft
Note
2
Auteur
Ralf Klossek (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
11
N° de catalogue
V30360
ISBN (ebook)
9783638316354
Langue
allemand
mots-clé
Emile Durkheim Leben Werk Religion Antworten Klassiker Religionswissenschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ralf Klossek (Auteur), 2003, Emile Durkheim - Leben und Werk, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30360
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Extrait de  11  pages
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