Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics for the subject German - Discussion and Essays

Leseautobiographie. Wie meine Legasthenie mich hinsichtlich meiner Leseentwicklung beeinflusst hat

Title: Leseautobiographie. Wie meine Legasthenie mich hinsichtlich meiner Leseentwicklung beeinflusst hat

Essay , 2015 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Malina Fagin (Author)

Didactics for the subject German - Discussion and Essays
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In meiner folgenden Leseautobiographie werde ich chronologisch, angefangen im Vorschulalter, bis zum aktuellen Stand, meine Entwicklung als Leserin schildern und diese anhand von wissenschaftlichen Erkenntnissen genauer analysieren. Die aufgeführten Aspekte werden dabei induktiv bearbeitet. Ich werde mich dementsprechend von meinen eigenen Erfahrungen ausgehend auf allgemeine wissenschaftliche Ergebnisse und Theorien beziehen.

Besonders prägnant erscheint mir meine Lesesozialisation im Grundschulalter. Deshalb möchte ich diesen Zeitabschnitt intensiver bearbeiten und hervorheben. Des Weiteren werde ich auf meine frühkindlichen Leseerfahrungen, das Lesen in den Sekundarstufen I und II, sowie auf meine heutige Lesesituation eingehen, um im letzten Schritt mein heutiges Leseverhalten reflexiv beurteilen zu können.

Während meiner Reflexion über meine Lesesozialisation erschien mir vor allem meine, erstmals in der Grundschule auffallende Legasthenie ein wichtiger Teilaspekt meiner Leseautobiographie zu sein. Die Identifikation mit dieser Tatsache, die für mich ein Makel war, war oft nicht einfach und hat meine Einstellung zum Lesen nachhaltig beeinflusst.

Deswegen werde ich in den folgenden Ausführungen neben den bereits genannten Schwerpunkten vor allem die Fragestellung behandeln, in wie weit mich meine Legasthenie in verschiedenen Abschnitten meiner Leseentwicklung beeinflusst hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Erste literarische Begegnungen im Vorschulalter

Innerfamiliäre Lesesozialisation

Außerfamiliäre Lesesozialisation

Lesen im Grundschulalter

Lesen in den Sekundarstufen

Sekundarstufe I

Sekundarstufe II

Aktuelles Lesen

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Leseautobiografie verfolgt das Ziel, die persönliche Entwicklung der Autorin als Leserin chronologisch nachzuzeichnen und induktiv mit wissenschaftlichen Theorien der Lesesozialisation zu verknüpfen. Dabei steht insbesondere die Auseinandersetzung mit der eigenen Legasthenie und deren Einfluss auf die Leseerfahrungen im Vordergrund.

  • Reflexion der kindlichen Lesesozialisation und des familiären Einflusses
  • Analyse der Auswirkungen von Legasthenie auf das Leseverhalten und die Einstellung zur Lektüre
  • Untersuchung der Lesemotivation in verschiedenen Bildungsstufen (Grundschule bis Sekundarstufe II)
  • Bedeutung von schulischen Rahmenbedingungen und Fördermaßnahmen
  • Entwicklung des heutigen Leseverhaltens und kritische Auseinandersetzung mit digitaler Mediennutzung

Auszug aus dem Buch

Innerfamiliäre Lesesozialisation

Während meines sogenannten Struwwelpeteralters (2. – 4. Lebensjahr), in dem Literatur überwiegend auditiv aufgenommen wird, war es vorwiegend meine Mutter, die meine Lesesozialisation geprägt hat (vgl. Bühler 1918). Sie war diejenige, die sich Zeit genommen hat, um mir vorzulesen und diejenige, die Literatur bewusst eingesetzt hat, um meine Entwicklung zu fördern. Wie wichtig die Mutter als Vorbild in der Leseentwicklung ist, betont auch Norbert Groeben (vgl. Groeben 2007: S. 139).

Meine Mutter las mir verschiedenste Bücher vor, meist Klassiker, wie die „Pettersson und Findus“ – Reihe von Sven Nordquist, „Das doppelte Lottchen“ von Erich Kästner und verschiedene Pixi Bücher. Ein Buch las sie mir besonders gerne vor, „Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?“ von Sam McBratney. Sie las mir das Buch dann jedes Mal so vor, als sei ich der kleine Hase und sie der große Hase, die versuchten sich gegenseitig in ihren Beschreibungen wie lieb sie sich haben zu überbieten. Auch im Nachhinein war dieses Buch jedes Mal eine Liebeserklärung meiner Mutter. Selbst heute lesen wir es manchmal noch gemeinsam, um in den alten Erinnerungen meiner Kindheit zu schwelgen.

Ein weiteres wichtiges Buch in dieser Zeit war die Kinderbibel, die ich besaß. Sie war hauptsächlich mit Bildern verziert und oft erzählte mir meine Mutter die Geschichten dazu frei. Durch dieses Buch fand in gewisser Weise meine Enkulturation statt, die sich auf die christliche Gemeinschaft bezog. Für mich war es normal, meine Eltern jeden Sonntag in die Freie-Evangelische-Gemeinde zu begleiten und durch die biblischen Geschichten wurden mir Werte und Normen vermittelt, die in dieser Gemeinschaft relevant sind.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Autorin skizziert ihren Plan, ihre Leseentwicklung chronologisch zu reflektieren und dabei den Einfluss ihrer Legasthenie wissenschaftlich einzuordnen.

Erste literarische Begegnungen im Vorschulalter: Der Fokus liegt auf der frühen, emotional geprägten Lesesozialisation innerhalb des Elternhauses.

Innerfamiliäre Lesesozialisation: Dieses Kapitel beschreibt die prägende Rolle der Mutter als Vorbild und die Bedeutung gemeinsamer Leseerfahrungen für die frühe Kindheit.

Außerfamiliäre Lesesozialisation: Hier wird die eher geringe Erinnerung an außerfamiliäre Einflüsse im Kindergartenalter thematisiert.

Lesen im Grundschulalter: Die Autorin schildert den Übergang zum eigenen Lesen, den Stolz auf den Lernfortschritt und die erste Konfrontation mit der Diagnose Legasthenie.

Lesen in den Sekundarstufen: Es wird die Veränderung der Lesemotivation hin zu einer eher pflichtorientierten Haltung durch schulische Anforderungen in Sekundarstufe I und II beleuchtet.

Aktuelles Lesen: Die Autorin analysiert ihr heutiges Leseverhalten, die Einbindung des Lesens in den Alltag und ihre kritische Reflexion über das Lesen im Internet.

Fazit: Eine abschließende Betrachtung, wie trotz Hürden wie Legasthenie eine positive Einstellung zum Lesen durch Förderung und Motivation entstehen konnte.

Schlüsselwörter

Lesesozialisation, Legasthenie, Leseautobiografie, Lesemotivation, Grundschulalter, Sekundarstufe, Schriftspracherwerb, Leseförderung, Leseerfahrung, Literaturpädagogik, Lesekrise, Mediensozialisation, Vorlesen, Elternhaus, Lesekompetenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Leseautobiografie im Kern?

Die Arbeit reflektiert die persönliche Leseentwicklung der Autorin von der frühen Kindheit bis ins Erwachsenenalter, wobei der Fokus auf dem Einfluss von Familie, Schule und einer diagnostizierten Legasthenie liegt.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Bedeutung von Vorlesesituationen, der Erwerb von Lesekompetenz, die Herausforderungen durch Legasthenie und die Veränderung von Leseinteressen im Zeitverlauf.

Was ist das primäre Ziel der wissenschaftlichen Analyse?

Das Ziel ist die induktive Verknüpfung persönlicher Leseerfahrungen mit existierenden wissenschaftlichen Theorien zur Lesesozialisation.

Welche methodische Herangehensweise wählt die Autorin?

Die Autorin wählt einen reflexiven, autobiografischen Ansatz, den sie durch den Rückgriff auf fachwissenschaftliche Literatur untermauert.

Was sind die Schwerpunkte im Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Abschnitte: Vorschulzeit, Grundschulalter, die Zeit in den Sekundarstufen und das heutige Leseverhalten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Leseautobiografie, Legasthenie, Lesesozialisation und Lesemotivation.

Warum wurde die Legasthenie zu einem zentralen Thema der Biografie?

Da die Diagnose in der Grundschule die Einstellung der Autorin zum Lesen und zum schulischen Erfolg stark beeinflusst und ihre Wahrnehmung als "Makel" nachhaltig geprägt hat.

Welche Rolle spielt die Mutter in der Entwicklung der Autorin?

Die Mutter fungierte als essenzielles Vorbild, das durch regelmäßiges Vorlesen und den Zugang zu Büchern das Fundament für eine positive Leseentwicklung legte.

Wie bewertet die Autorin den Einfluss des Internets auf ihr heutiges Lesen?

Kritisch, da sie feststellte, dass sie digitale Texte eher flüchtig überfliegt und somit das bewusste Lesen zugunsten einer oberflächlichen Informationsaufnahme vernachlässigt.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin für ihren späteren Beruf?

Als angehende Grundschullehrerin möchte sie den Fokus auf die Freude am Lesen legen und durch die richtige Motivation jedem Kind den Weg zum kompetenten Lesen ermöglichen.

Excerpt out of 13 pages  - scroll top

Details

Title
Leseautobiographie. Wie meine Legasthenie mich hinsichtlich meiner Leseentwicklung beeinflusst hat
College
Leuphana Universität Lüneburg
Course
Orientierung auf Sprache
Grade
1,7
Author
Malina Fagin (Author)
Publication Year
2015
Pages
13
Catalog Number
V303646
ISBN (eBook)
9783668021501
ISBN (Book)
9783668021518
Language
German
Tags
leseautobiographie legasthenie leseentwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Malina Fagin (Author), 2015, Leseautobiographie. Wie meine Legasthenie mich hinsichtlich meiner Leseentwicklung beeinflusst hat, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303646
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  13  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint