Lässt sich Ingleharts Theorie des Wertewandels auf die Gesellschaft der DDR übertragen?

Eine Diskussion am Wert der Selbstentfaltung


Hausarbeit, 2013

25 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung...1

2. Begrifflichkeiten und theoretische Grundlagen...2

2.1 Was sind Werte? Soziologische Deutungen des Wertbegriffs...2

2.2 Inglehart's Wertewandel-Theorie...4

2.3 Kritik an Inglehart's Wertewandel-Theorie...5

3. Wertewandel innerhalb der DDR-Bevölkerung?...6

3.1 Divergierende Meinungen in der Wertewandelforschung...7

3.2 Punks – Wertewandel innerhalb eines Teils der Kohorte der DDR- Jugendlichen...8

3.3 Mögliche Ursachen eines Wertewandels in Teilen der DDR-Bevölkerung...11

4. Fazit...12

5. Quellenverzeichnis...15

5.1 Literatur...15

5.2 Internetquellen...17

6. Abkürzungsverzeichnis...17

Anhang...19

1. Einleitung

Bei Diskussionen mit den eigenen Eltern, wird man feststellen, dass es bezüglich Wertevorstellungen und Bewertung dieser, wie bspw. zu politischer Partizipation, Selbstentfaltung oder finanzieller Sicherheit, sich nicht unerhebliche Divergenzen innerhalb dieser 2 Generationen auftun – insbesondere dann, wenn beide Generationen, in völlig gegensätzlichen politischen Systemen aufgewachsen sind. Das es durch den Fall der Mauer 1989 und dem darauffolgenden völkerrechtlichen Beitritt der DDR zur BRD im Jahre 1990 – als Resultat eines massiven Transformationsprozesses – zu einem normativen Wertewandel unter den ehemaligen DDR-Bürgern kam, lässt sich kaum von der Hand weisen. Infolge dessen stellt sich die Leitfrage, inwiefern sich ein Wertewandel innerhalb der Gesellschaft der DDR bzw. während des Bestehens dieses Staates vollzogen haben könnte. Explizit der Wert der Selbstentfaltung wird hierzu herangezogen, untersucht und anhand der »WertewandelTheorie« Ingleharts diskutiert.

Schon für die Klassiker der Sozialwissenschaften wie u.a. für Durkheim oder Weber, stand die Frage nach der Wertorientierung menschlichen Handelns, im Zentrum ihrer Theoriebildung. In den 1970er Jahren, wurde durch Ronald Ingleharts »Theorie des Wertewandels«, welche auf handlungstheoretischen Erklärungsansätzen und subjektiv ausgerichteten Forschungsmodellen basiert, die Wertewandelforschung der darauffolgenden Jahre maßgeblich geprägt – entfachte aber auch vielfältige Kritik.

Im ersten Teil dieser Arbeit wird ein theoretisches Grundgerüst konstruiert, indem der Terminus »Wert« per definitionem dargestellt und eine mögliche Rangordnung – inklusive einer Problematisierung dieser Ordnung – vorgestellt wird. Zur Schaffung eines permanenten Bezugsrahmens für die spätere Diskussion, wird sodann im zweiten Teil, Inglehart's »Theorie des Wertewandels« erläutert. Im Anschluss wird anhand der zuvor gewonnenen Erkenntnis diskutiert, ob sich ein Wertewandel – insb. auf den Wert Selbstentfaltung bezogen – in der DDR-Gesellschaft vollzogen hat, um damit die voran gestellte Leitfrage zu beantworten. Hierzu wird die jugendliche Subkultur der Punks aus dem Raum Thüringen – um einen regionalen Bezug herzustellen – als Beispiel dienen. Abschließend werden mögliche Einflussfaktoren für einen Wertewandel in der DDR aufgezeigt.

Sämtliche Personenbezeichnungen sind als geschlechtsneutral aufzufassen, wodurch impliziert wird, dass stets von weiblichen und männlichen Personen die Rede ist.

2. Begrifflichkeiten und theoretische Grundlagen

Zunächst gilt es einige elementare Begrifflichkeiten zu klären, um dadurch ein theoretisches Grundgerüst, zum besseren Verständnis der darauf folgenden Ausführungen und Diskussion zu schaffen. Hierzu wird zunächst der Wertbegriff per definitionem dargestellt und eingegrenzt sowie eine mögliche Rangordnung – mit einer Problematisierung dieser Rangordnung – vorgestellt. Im Anschluss wird Ingleharts »Theorie des Wertewandels« vorgestellt und von einigen kritischen Anmerkungen gerahmt.

2.1 Was sind Werte? Soziologische Deutungen des Wertbegriffs

Innerhalb der Naturwissenschaften bezeichnet der Terminus »Wert« messbare Tatbestände innerhalb eines axiomatischen Bezugsrahmens1 . In der Ökonomie bezeichnet »Wert« den „Ausdruck der Wichtigkeit eines Gutes, die es für die Befriedigung der subjektiven Bedürfnisse besitzt […] und in der betreffenden Präferenzordnung des Wirtschaftssubjektes widerspiegelt.“2 In den Sozialwissenschaften lässt sich der Begriff nicht so eindeutig definieren, da er mannigfache Phänomene bezeichnet. [...]


1 Schels (1997), S. 32.

2 http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/9679/wert-v9.html.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Lässt sich Ingleharts Theorie des Wertewandels auf die Gesellschaft der DDR übertragen?
Untertitel
Eine Diskussion am Wert der Selbstentfaltung
Hochschule
Universität Erfurt  (Staatswissenschaftliche Fakultät)
Veranstaltung
Politische Sozilogie
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
25
Katalognummer
V303656
ISBN (eBook)
9783668020658
ISBN (Buch)
9783668020665
Dateigröße
667 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wertewandel, Soziologie, Sozialwissenschaften, Politische Soziologie, Staatswissenschaften, Selbstenfaltung
Arbeit zitieren
Ronny Hellesch (Autor), 2013, Lässt sich Ingleharts Theorie des Wertewandels auf die Gesellschaft der DDR übertragen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303656

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