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Geschichte und Gedächtnis? Erinnerungsorte und Erinnerungslandschaft "deutsch-deutsche Grenze"

Titre: Geschichte und Gedächtnis? Erinnerungsorte und Erinnerungslandschaft "deutsch-deutsche Grenze"

Dossier / Travail , 2014 , 19 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Gerrit Hahn (Auteur)

Histoire - Divers
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In dieser Hausarbeit möchte ich mich vordergründig mit dem Begriff des Gedächtnisorts bzw. des Erinnerungsortes befassen, welcher auf den französischen Historiker Pierre Nora zurückzuführen ist. Zunächst erachte ich es für wichtig, mich kurz in der Begriffsverwirrung bezüglich der Termini Gedächtnisort und Erinnerungsort zu äußern. Daraufhin möchte ich ausführlich auf die Unterscheidung zwischen Geschichte und Gedächtnis eingehen, welche Pierre Nora getroffen hat, um im Anschluss daran die genaue Bedeutung des Terminus Gedächtnisort bzw. Erinnerungsort zu klären. Infolge dessen, möchte ich das zuvor Behandelte anhand eines Beispiels verdeutlichen und auch visualisieren. Das Beispiel soll hier die deutsch-deutsche Grenze als sogenannte Erinnerungslandschaft sein. Dazu werde ich mich kurz mit dem Begriff Erinnerungslandschaft befassen. Demzufolge möchte ich also die Vorstellungen Pierre Noras bezüglich eines Gedächtnisorts bzw. eines Erinnerungsortes auf das eben genannte Beispiel projizieren und es somit für den Leser greifbarer machen. Die der Hausarbeit inhärente Fragestellung soll daher ergründen, wie sich die Erinnerungslandschaft der deutsch-deutschen Grenze in Form einiger ausgewählter Erinnerungsträger mit den Ausführungen von Pierre Nora zu Gedächtnisorten bzw. Erinnerungsorten vergleichen lässt. Den Abschluss dieser Hausarbeit soll ein kurzes Fazit bilden, in dem ich mich auf die Fragestellung beziehe und noch einmal die Ergebnisse meiner Ausführungen skizziere.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gedächtnisort oder Erinnerungsort?

3. Vom Gedächtnis zur Geschichte

4. Erinnerungsorte

5. Erinnerungslandschaft

6. Erinnerungslandschaft deutsch-deutsche Grenze

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der "Erinnerungsorte" des französischen Historikers Pierre Nora und wendet es auf die Erinnerungslandschaft der ehemaligen innerdeutschen Grenze an, um die Wandlung von Bedeutung und Intention kollektiver Erinnerungskultur zu analysieren.

  • Kritische Auseinandersetzung mit den Begriffen Gedächtnis und Geschichte
  • Theoretische Fundierung des Begriffs "Erinnerungsort" nach Pierre Nora
  • Analyse der Erinnerungslandschaft als Ensemble von Erinnerungsträgern
  • Vergleichende Betrachtung von Erinnerungskulturen der DDR und der BRD
  • Fallbeispiele: Der 17. Juni 1953, Gedenkstein Lübeck-Schlutup und das Denkmal Rudi Arnstadt

Auszug aus dem Buch

3. Vom Gedächtnis zur Geschichte

Wie ich bereits in der Einleitung erwähnt habe, möchte ich mich in diesem Kapitel genauer mit der Unterscheidung der Begriffe Geschichte und Gedächtnis auseinandersetzen, welche Pierre Nora ausführlich vorgenommen hat. Dies halte ich für wesentlich, da ich mich im weiteren Verlauf der Hausarbeit mit dem Begriff des Erinnerungsortes und des Weiteren auch mit konkreten Beispielen für solche Erinnerungsorte beschäftigen werde. Der Begriff des Erinnerungsortes wird von der Unterscheidung der Begriffe Geschichte und Gedächtnis bedingt, was der Grund dafür ist, dass ich mich diesem Thema ausführlich widme.

Es ist zunächst einmal sehr deutlich erkennbar, dass für Nora ein klarer Unterschied zwischen Gedächtnis und Geschichte besteht. Zudem betrachtet er die im Folgenden skizzierte Unterscheidung äußerst kritisch. Dem Begriff des Gedächtnisses werden von Nora einige Attribute zugeschrieben, die es charakterisieren und somit vom Geschichtsbegriff unterscheiden.

Zuallererst ist es von Bedeutung, dass laut Nora gar kein Gedächtnis im eigentlichen Sinn mehr existiert. Dies ist unter anderem daran erkennbar, dass es sogenannte Gedächtnisgemeinschaften heutzutage nicht mehr gibt. Jene waren für Nora ein Verband verschiedener Akteure und Institutionen, welche auf selbstverständliche Art und Weise als Vermittler von Ideologien und Werten fungierten und zudem bestimmten, was für zukünftige Generationen bedeutsam und somit dem Gedenken würdig sei. Laut Nora hat die geschichtliche Entwicklung dahin geführt, dass wir Gemeinschaften, deren Ordnung durch das Gedächtnis bestimmt wurde, heute als archaisch oder gar primitiv bezeichnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Erinnerungsorte nach Pierre Nora ein und skizziert das Ziel, diese theoretischen Konzepte auf die deutsch-deutsche Grenze anzuwenden.

2. Gedächtnisort oder Erinnerungsort?: Es wird die terminologische Debatte zwischen "Gedächtnisort" und "Erinnerungsort" geklärt, wobei sich der Autor für den Begriff des Erinnerungsortes entscheidet.

3. Vom Gedächtnis zur Geschichte: Dieses Kapitel erläutert Noras kritische Unterscheidung zwischen gelebtem, kollektivem Gedächtnis und der historisch distanzierten Geschichtswissenschaft.

4. Erinnerungsorte: Hier werden die Definition und Klassifizierung von Erinnerungsorten als materielle, symbolische oder funktionale Überreste einer Gesellschaft dargestellt.

5. Erinnerungslandschaft: Der Begriff der Erinnerungslandschaft wird als notwendiges Ensemble von Erinnerungsorten eingeführt, um ein kollektives Gedächtnis abzubilden.

6. Erinnerungslandschaft deutsch-deutsche Grenze: Die Theorie wird anhand konkreter Beispiele an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze, wie dem Gedenkstein in Lübeck-Schlutup, praktisch angewandt und analysiert.

7. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Erinnerungslandschaft der deutsch-deutschen Grenze durch politische Akteure geprägt und einem stetigen Bedeutungswandel unterworfen ist.

Schlüsselwörter

Erinnerungsort, Gedächtnis, Geschichte, Pierre Nora, Erinnerungslandschaft, deutsch-deutsche Grenze, kollektives Gedächtnis, Geschichtsvermittlung, Metamorphose, Identität, Gedenken, Erinnerungskultur, Bruch, Überreste, Tradition

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Konzeption von Erinnerungsorten nach dem Historiker Pierre Nora und deren Anwendung auf die historische Erinnerungslandschaft entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung zwischen Gedächtnis und Geschichte, die Funktion von Erinnerungsorten als identitätsstiftende Elemente sowie die Rolle von politischen Akteuren bei der Gestaltung dieser Orte.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, inwiefern sich die Erinnerungslandschaft der deutsch-deutschen Grenze anhand von konkreten Erinnerungsträgern mit Pierre Noras theoretischen Ausführungen zu Erinnerungsorten vergleichen und erklären lässt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Methode, indem sie Begriffe definiert, kritisch reflektiert und diese durch die Fallbeispielanalyse auf ein spezifisches geographisches und historisches Feld projiziert.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsklärung (Gedächtnis, Geschichte, Erinnerungsort, Erinnerungslandschaft) und eine praktische Analyse spezifischer Orte wie dem 17. Juni 1953, dem Gedenkstein in Lübeck-Schlutup und dem Denkmal Rudi Arnstadt.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Erinnerungsort, kollektives Gedächtnis, deutsch-deutsche Grenze, Metamorphose und Geschichtsvermittlung gekennzeichnet.

Welche Bedeutung misst die Arbeit der "Metamorphose" bei Erinnerungsorten bei?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Erinnerungsorte nicht statisch sind, sondern – gemäß Noras Metamorphose – durch veränderte Zeitumstände und neue Akteure ihre ursprüngliche Bedeutung und Funktion wandeln können.

Wie unterscheidet sich die Erinnerungskultur zwischen BRD und DDR laut der Arbeit?

Die Arbeit zeigt auf, dass Erinnerungsorte in der BRD vielfältiger und oft kritikorientiert waren, während sie in der DDR – insbesondere vor der Wiedervereinigung – stärker ideologisch durch das SED-Regime geprägt und teilweise eindimensional waren.

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Résumé des informations

Titre
Geschichte und Gedächtnis? Erinnerungsorte und Erinnerungslandschaft "deutsch-deutsche Grenze"
Université
University of Paderborn  (Lehrstuhl für Materielles und Immaterielles Kulturerbe)
Cours
Proseminar: Kulturlandschaften
Note
1,0
Auteur
Gerrit Hahn (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
19
N° de catalogue
V303923
ISBN (ebook)
9783668022492
ISBN (Livre)
9783668022508
Langue
allemand
mots-clé
Kulturgeschichte Erinnerungsort Erinnerungsorte Pierre Nora Deutsch-deutsche Grenze Erinnerung Gedächtnisort Gedächtnisorte Geschichte Nora Gedächtnis
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Gerrit Hahn (Auteur), 2014, Geschichte und Gedächtnis? Erinnerungsorte und Erinnerungslandschaft "deutsch-deutsche Grenze", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303923
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Extrait de  19  pages
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