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Pädagogische Raumgestaltung in Kindertagesstätten. Wenn Räume ihre Wirkung zeigen

Title: Pädagogische Raumgestaltung in Kindertagesstätten. Wenn Räume ihre Wirkung zeigen

Term Paper , 2013 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Cornelia Döring (Author)

Pedagogy - Nursery Pedagogy, Early Childhood Education
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„Die Aufgabe der Umgebung ist nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren.“ (Maria Montessori)

Das bedeutet, dass Kinder mit ihrer Umgebung in Einklang stehen müssen, um sich frei entfalten und entwickeln zu können. Dafür benötigen Kinder, egal welchen Alters, eine anregende, vorbereite und atmosphärische Umgebung, die nicht nur rein aus Materialien besteht. In der Annahme, dass Kinder mit dem täglichen Besuch die Kindertagesstätte als Kinderzimmer sehen und nicht in erster Linie als Bildungsort, ist es umso wichtiger, dass die Räumlichkeiten Anreize bieten, die Welt zu entdecken und auf eigene Weise Erfahrungen zu sammeln. Zudem gewinnt die Raumgestaltung in der heutigen Zeit immer mehr an Relevanz, da Kindertagesstätten ganzheitlich als Bildungsstätte agieren und der Raum durch seine Wirkungsweise als miterziehendes Objekt verstanden wird.

Um ein Gefühl für die oben angeschnittene Thematik zu erhalten, beschäftigt sich diese Arbeit mit Raumkonzepten bzw. Raumgestaltung von Kindertagesstätten. Dabei geht die Autorin der zentralen Frage nach, wie sich die Raumgestaltung auf das Kind auswirkt und welche Rolle die pädagogische Fachkraft dabei einnimmt.

Im ersten Teil der Arbeit werden Bildungsräume unter dem Gesichtspunkt der pädagogischen Bedeutsamkeit näher beleuchtet. Anschließend wird ein Blick auf die Raumgestaltung der pädagogischen Ansätze nach „Reggio“ und „Offene Arbeit“ gewährt, um die Vielfältigkeit und Priorität darzustellen. Der Hauptteil der Hausarbeit setzt sich mit den Wirkungsfaktoren einer entwicklungsfördernden Raumgestaltung auseinander, um zum Schluss auf die Bedeutung und Wirkung von Räumen für bzw. auf das Kind einzugehen und die Rolle der pädagogischen Fachkraft zu reflektieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bildungsräume von pädagogischer Bedeutsamkeit

3. Raumgestaltung pädagogischer Ansätze

3.1. Reggio-Pädagogik

3.1.1. Bild vom Kind

3.1.2. Raumgestaltung

3.1.3. Rolle der pädagogischen Fachkraft

3.2. Offene Arbeit

3.2.1. Bild vom Kind

3.2.2. Raumgestaltung

3.2.3. Rolle der pädagogischen Fachkraft

4. Wirkungsfaktoren einer entwicklungsfördernden Raumgestaltung

4.1. Akustik

4.2. Licht

4.3. Farbe

4.4. Material

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung der Raumgestaltung in Kindertagesstätten für die kindliche Entwicklung und Selbstbildung. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie gezielt gestaltete Räume auf das Kind wirken und welche spezifische Rolle der pädagogischen Fachkraft in diesem Prozess zukommt.

  • Raum als „dritter Erzieher“ in pädagogischen Konzepten
  • Vergleich der Raumgestaltung in Reggio-Pädagogik und Offener Arbeit
  • Einfluss von Akustik, Licht, Farbe und Material auf Lernprozesse
  • Förderung von Selbstständigkeit und Eigenaktivität durch Raumstrukturen
  • Die veränderte Rolle der Fachkraft als Begleiterin und Beobachterin

Auszug aus dem Buch

4.1. Akustik

Lärm gehört unmittelbar und zwangsläufig zu dem Leben in Kindertagesstätten dazu. Oftmals wird die Lautstärke durch die große Anzahl der Kinder, deren Aktivitäten und fehlgeschlagene akustische Bauplanung in den einzelnen Gruppen stark erhöht. Der Lärmpegel schlägt sich somit auf die Gesundheit und beeinträchtigt die sprachliche Entwicklung des Kindes, da sprachliche Informationen schwer zu verstehen sind. (vgl.Machner 2008, S.13) Das bedeutet, dass eine Verbesserung der Akustik erfolgen muss, um für eine angenehme akustische Atmosphäre zu sorgen.

Abhilfe kann eine Veränderung des pädagogischen Konzeptes z.B. offene Arbeit schaffen, indem Funktionsräume eingerichtet werden, um laute von leisen Aktivitäten zu trennen. Es werden somit Konflikte zwischen Kindern vermieden, da jeder Funktionsraum sich auf ein Themengebiet bezieht, soziale Beziehungen fördert und Ruhe, sowie Konzentration vermittelt. Weiterhin kann die Qualität der Akustik in den Räumen durch Holzeinbauten, sogenannte „Räume im Raum“ weitaus verbessert werden. Diese Raumgestaltung sorgt für eine Lärmreduzierung, Einteilung und Strukturierung großer Gruppenräume, in denen Kinder in Kleingruppen parallel und ungestört spielen können. In den Räumen sollen Möglichkeiten zum Rückzug angeboten werden, damit die Kinder die Gelegenheit erhalten ihrem eigenen Bedürfnis zu folgen, von aktiver Phase zur ruhigen Phase überzugehen. Dies mindert die Lautstärke, da Kinder nicht ständig gezwungen sind aktiv zu sein. (vgl.Beek 2008a, S.17)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Raumgestaltung als miterziehendes Objekt ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der Wirkung auf das Kind und der Rolle der Fachkraft.

2. Bildungsräume von pädagogischer Bedeutsamkeit: Das Kapitel erläutert, dass Bildungsräume die Selbstbildungsprozesse und die Selbstständigkeit der Kinder maßgeblich unterstützen müssen, um den kindlichen Bedürfnissen gerecht zu werden.

3. Raumgestaltung pädagogischer Ansätze: Hier werden die Konzepte der Reggio-Pädagogik und der Offenen Arbeit im Hinblick auf ihr Bild vom Kind, ihre Raumgestaltung und die Rolle der pädagogischen Fachkraft gegenübergestellt.

4. Wirkungsfaktoren einer entwicklungsfördernden Raumgestaltung: Dieses Kapitel analysiert detailliert die vier zentralen Faktoren Akustik, Licht, Farbe und Material als Gestaltungswerkzeuge zur Anregung der kindlichen Sinne.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass eine flexible, den Bedürfnissen entsprechende Raumgestaltung die Eigenverantwortung und Selbstwirksamkeit der Kinder fördert, wobei die pädagogische Fachkraft als begleitende Beobachterin agiert.

Schlüsselwörter

Raumgestaltung, Kindertagesstätte, Reggio-Pädagogik, Offene Arbeit, Selbstbildungsprozess, Bildungsraum, Akustik, Licht, Farbe, Material, Pädagogische Fachkraft, Sinneswahrnehmung, Eigenaktivität, Funktionsräume, Partizipation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung der räumlichen Gestaltung in Kindertagesstätten und wie diese aktiv zur pädagogischen Arbeit und Entwicklung der Kinder beitragen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind pädagogische Raumkonzepte (Reggio-Pädagogik, Offene Arbeit) sowie die physikalischen Wirkungsfaktoren von Räumen wie Licht, Farbe, Akustik und Material.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der Gestaltung von Räumen und dem kindlichen Lernen zu ergründen und die Rolle der Erzieher/innen dabei zu definieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde zur Erstellung genutzt?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, die verschiedene Ansätze der Raumgestaltung und Erkenntnisse zur entwicklungsfördernden Umgebung zusammenführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse spezifischer pädagogischer Ansätze sowie die detaillierte Untersuchung der Einflussfaktoren auf die kindliche Wahrnehmung und Entwicklung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "dritter Erzieher", "Selbstbildung", "Funktionsräume" und "Sinnesanregung" charakterisiert.

Warum spielt die Akustik eine so große Rolle für die Qualität von Bildung in Kitas?

Eine schlechte Akustik führt zu einem hohen Lärmpegel, der die Konzentration stört und die sprachliche Entwicklung der Kinder beeinträchtigen kann, weshalb schallabsorbierende Maßnahmen essenziell sind.

Wie unterscheidet sich die Rolle der Fachkraft in Bezug auf die Raumgestaltung von klassischen Ansätzen?

Die moderne Rolle wandelt sich von einer steuernden Funktion hin zu einer begleitenden und beobachtenden Haltung, die den Kindern Freiraum zur Selbstbildung lässt.

Welche Bedeutung hat die "Piazza" in der Reggio-Pädagogik?

Die Piazza dient als zentraler Treffpunkt der Einrichtung, der Kommunikation und Begegnung fördert und als Ausstellungsort für Projekte fungiert.

Wie kann eine Kindertagesstätte mit verschiedenen Lichtverhältnissen auf Kinder wirken?

Helles Licht kann aktivierend wirken und eignet sich für Werkbereiche, während gedämpftes Licht die Entspannung und Ruhe in Rückzugsräumen unterstützen kann.

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Details

Title
Pädagogische Raumgestaltung in Kindertagesstätten. Wenn Räume ihre Wirkung zeigen
College
University of Applied Sciences Koblenz
Grade
1,0
Author
Cornelia Döring (Author)
Publication Year
2013
Pages
14
Catalog Number
V303992
ISBN (eBook)
9783668026605
ISBN (Book)
9783668026612
Language
German
Tags
pädagogische raumgestaltung kindertagesstätten wenn räume wirkung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Cornelia Döring (Author), 2013, Pädagogische Raumgestaltung in Kindertagesstätten. Wenn Räume ihre Wirkung zeigen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303992
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