Dies ist ein Diskussionsbeitrag / eine Streitschrift. Der Text spiegelt ausschließlich die Meinung des Autors wider.
Wir wissen nicht, ob es eine Instanz gibt – irgendetwas in dem Sinne, für den wir das Wort „Gott“ benutzen. Alles was wir wissen ist von Menschen erdacht, erzählt und aufgeschrieben worden.
Ich bin kein Theologe, sondern ich würde mich als Bibel- und Koranlesender Agnostiker bezeichnen. Dennoch nehme ich für mich nicht in Anspruch, die Bibel durchgängig zu kennen.
Ziel dieses Buches ist, Texte aus der Bibel vorzustellen, die nach meiner Auffassung im Gegensatz zur allgemeinen Darstellung stehen und über die kaum oder gar nicht gesprochen wird.
Teile dieses Buches beschäftigen sich mit den Sünden der römisch katholischen Kirche, weil sie es war, die das Fundament für die Versklavung der Menschen mittels Machtanmaßung und bewusster Falschinterpretation legte. Ihr Vergehen und ihre Versündigung an zig Generationen sind unbestritten. Dennoch will ich meine Aussagen nicht generell verstanden wissen, denn es gab und gibt immer Kardinäle, Bischöfe, Pfarrer und andere (ehrenamtliche) Kirchenmitglieder in verantwortlichen Positionen, die Gutes getan haben bzw. tun.
Da Gott offensichtlich eine Mehrklassengesellschaft mit Leibeigenen befürwortet, (2. Mose, 21. Kapitel „Gesetze über Leibeigenschaft, Totschlag und Körperverletzungen)“, frage ich: „Welchen Einfluss nimmt Gott -wenn er existiert- auf unsere Geburt?“ Und: Auf Grund welcher Prämissen starten die Einen in menschenunwürdigen Verhältnissen und die Anderen in Luxus und Wohlstand?
Das sind Kernfragen, die mich interessieren und auf die ich gerne eine überzeugende Antwort hätte.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Teil I
Was ist Religion?
Das Wesen der Religion
Die Verheißungen der Religionen
Die Apokryphen
Die Apokryphen des Neuen Testaments
Der Streit der Theologen
Teil II
Kapitel 1
Warum ließ Gott den Sündenfall zu?
Warum wurde der Mensch zum Töten gezwungen?
Gott und sein ambivalentes Verhältnis zur Sünde und den Menschen
So ist zu lesen in 2. Mose, Kapitel 32, 8. Absatz
Sind vor Gott wirklich alle gleich oder gibt es Auserwählte mit Sonderrechten?
Was geschieht mit den Generationen vor dem Tod von Jesus Christus?
Der Mensch, das Ebenbild Gottes?
Der Missbrauch des Ebenbildes
Das Verhältnis Kirche und Staat
Gibt es den „lieben“ Gott?
Ein provozierter Mord?
Wie versteht Gott Gerechtigkeit?
Das Konstrukt der Bibel
Das Alte Testament
Das Neue Testament
Die historischen Teile
Die erzählenden Teile
Die prophetischen Teile
Die lehrenden Teile
Die Gott verehrenden Texte
Die Widersprüche
Widersprüche im Alten Testament
Widersprüche im Neuen Testament
Kapitel 2
Die zehn Gebote
Wie genau sind die zehn Gebote?
Ist die Anbetung für Gott das Wichtigste?
Die Veränderung der zehn Gebote durch die Glaubensgemeinschaften
Kapitel 3
Ist Gott der Freund der Reichen und Mächtigen?
Die fünf Fragen zur Existenz Gottes
1. Nein, es gibt keinen Gott
2. Ja, es gibt den geschilderten Gott, aber es interessiert ihn nicht (mehr), was auf der Erde passiert.
3. Ja, Gott existiert, aber er hat Luzifer die Erde überlassen
4. Ja, Gott ist vorhanden. Er interessiert sich für alles was auf der Erde passiert. Er speichert jedes Detail für den Tag des Weltgerichts
5. Durch Jesus Christus ist das Alte Testament bedingt aufgehoben. Die Texte mit den Vorgaben, Verhaltensregeln und Strafen sind nur noch teilweise gültig. Die Bestrafung der Sünden erfolgt an dem Tag, an dem das Weltgericht stattfindet
Kapitel 4
Warum benachteiligt Gott die Armen?
Sind die Armen vor Gott rechtlos?
Was könnte sein, wenn es ein zweites Leben im Sinne der Verheißung gibt?
Teil III
Kapitel 5
Die wichtigsten westlichen Glaubensgemeinschaften
Das Judentum
Der Ursprung
Besondere Merkmale
Das Christentum
Die römisch katholische Kirche
Die Entwicklung
Ist die katholische Kirche antichristlich?
Die katholische Kirche und die Frauen
Die Gegenwart
Ist die katholische Kirche wandlungsfähig?
Die Altkatholische Kirche
Die orthodoxe(n) Kirche(n)
Die Entstehung
Die Unterschiede
Die evangelisch-lutherische Kirche
Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale
Die anglikanische Kirche
Der Islam
Das Wesen des Islam
Mohammed
Der Koran
Die Aggressivität der islamischen Glaubenslehre
Die fünf Hauptpflichten der Muslime
Weitere Glaubensgemeinschaften und ihre Verheißungen
Die Methodisten
Die Baptisten
Jehovas Zeugen
Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten
Die Neuapostolische Kirche
Die Mormonen
Die Quäker (gekürzte Selbstdarstellung)
Die Heilsarmee
Die Religionsstifter sterben nicht aus. Oder: So werden neue Glaubensgemeinschaften gegründet
1. Die Palmarianische-Katholische Kirche
2. Die Zwölf Stämme
3. Die Scientologen
Zusammenfassung von Teil III
1. Die Monotheisten
2. Die Anhänger der Dualität
3. Die Anhänger der Trinität
Wie konnte es zu dieser Vielfalt von Glaubensgemeinschaften kommen?
Warum viele Glaubensgemeinschaften erzählen, dass wir Menschen eine Seele haben
Die Glaubensgemeinschaften und ihre Reichtümer
Teil IV
Kapitel 6
Wie glaubwürdig ist die Bibel?
Das Alte Testament
Das Neue Testament
Anmerkung
Kapitel 7
Wer war Jesus?
Eine Verwechslung?
Jesus und seine Jünger
Gibt es ein Motiv für die Geburt Jesu Christi?
Die Frage nach der Wahrscheinlichkeit
Fazit
Kapitel 8
Stephanus und Paulus
War Paulus der Anti-Christ?
Die Manipulation der Glaubensregeln durch die Apostel, Bischöfe und Kirchenlehrer
Anmerkung
Kapitel 9
Die Offenbarung, eine Möchtegern-Vision?
Kommentar zur Offenbarung
Persönliche Schlussbemerkungen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit hinterfragt kritisch die Glaubwürdigkeit der Bibel und der von verschiedenen Glaubensgemeinschaften vermittelten Gottesbilder. Der Autor untersucht die Widersprüche in den heiligen Schriften, die historische Entwicklung kirchlicher Machtstrukturen sowie die ökonomischen Interessen, die hinter der Ausbreitung und Etablierung verschiedener Religionsgemeinschaften stehen.
- Kritische Analyse des Gottesbildes im Alten und Neuen Testament
- Machtstrukturen und der ökonomische Aspekt der katholischen Kirche
- Die Rolle von Jesus Christus und die Entstehung des Christentums
- Vergleichende Betrachtung verschiedener Glaubensgemeinschaften
- Hinterfragung der "Seele" als Instrument der Machtausübung
Auszug aus dem Buch
Die Verheißungen der Religionen
Alle mir bekannten Religionen versprechen ihren Glaubensanhängern für den Gehorsam gegenüber dem Schöpfer und die Erfüllung der „Verehrungsaufgaben“ (wozu auch immer die finanzielle Unterstützung gehört) Belohnungen. Diese „Belohnungen“ können sehr unterschiedlich sein. Gesundheit, die Erfüllung besonderer Wünsche, Abwendung von Not und Elend, Befreiung aus misslichen Umständen, Rettung aus besonderen Gefahrensituationen und vieles mehr. Und wenn es anders kommt als erwünscht, wird das, so die geistlichen Führer, zum Wohle des Betroffenen sein.
Das höchste und wertvollste Versprechen aller Glaubensgemeinschaften ist das Weiterleben der Menschen nach ihrem Tod. Dieses Versprechen hat für viele Menschen eine magische Faszination. Die Vorstellung, wieder geboren bzw. erweckt zu werden, hat, insbesondere in der Vergangenheit, die Menschen zu extremen Leistungen angetrieben.
Es ist offensichtlich, dass der Mensch –aus welchen Gründen auch immer- dem endgültigen Tod entgehen möchte. Die Sehnsucht nach einer Wiederkehr auf die Erde oder in eine andere imaginäre, bessere und schönere Welt beherrschte und beherrscht viele Menschen.
Dieses Streben der Menschen nach Wiederkehr in ein neues, besseres Leben verleiht den Glaubensgemeinschaften eine ungeheure Macht. Da es den geistlichen Führern in der Vergangenheit gelungen ist den Gläubigen einzureden, dass sie in diesem Prozess der Wiedergeburt eine Vermittlerrolle einnehmen bzw. ihnen teilweise einreden konnten, dass sie darüber (mit-) entscheiden können, wer in den Genuss der Wiedergeburt kommt, waren sie in vielen Staatsgemeinschaften unangreifbar.
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1: Untersucht die Widersprüche im Verhalten Gottes im Alten Testament, insbesondere im Kontext von Leid, Sünde und der Rolle des Menschen.
Kapitel 2: Analysiert die Zehn Gebote, ihre variierende Darstellung in der Bibel und wie Glaubensgemeinschaften diese Regeln zur Machtausübung interpretiert haben.
Kapitel 3: Hinterfragt das Verhältnis zwischen Gott und den Reichen/Mächtigen und stellt verschiedene philosophische Thesen zur Existenz Gottes auf.
Kapitel 4: Erörtert die Benachteiligung der Armen durch kirchliche Strukturen und stellt die Frage, ob Gott Armen gegenüber rechtlos agiert.
Kapitel 5: Bietet einen Überblick über wichtige Glaubensgemeinschaften (Judentum, Christentum, Islam) und ihre historischen Entwicklungen, Machtansprüche und ökonomischen Grundlagen.
Kapitel 6: Hinterfragt die historische Glaubwürdigkeit der Bibel und analysiert ihre verschiedenen Textformen (historisch, erzählend, prophetisch, lehrend).
Kapitel 7: Setzt sich kritisch mit der historischen Identität von Jesus Christus, seinem Leben und den Mythen um seine Geburt und Auferstehung auseinander.
Kapitel 8: Analysiert die Rolle von Paulus als eigentlichem Gründer des Christentums und dessen Reform der jüdischen Glaubenslehre.
Kapitel 9: Dekonstruiert das Buch der Offenbarung als konfuse Vision und zeigt auf, wie diese zur Machtfestigung genutzt wird.
Schlüsselwörter
Bibel, Religion, Gott, Glaubensgemeinschaften, Machtausübung, Jüngstes Gericht, Auferstehung, Kirche, Kapitalismus, Dogmen, Machtmissbrauch, Sündenfall, Atheismus, Agnostizismus, Prophetie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert kritisch das Wesen der Religion und die Machtansprüche verschiedener Glaubensgemeinschaften, basierend auf einer kritischen Lektüre der Bibel.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Hinterfragung des Gottesbildes, die Rolle der Kirche als Machtinstrument, die ökonomischen Aspekte von Religion und die historische Analyse biblischer Texte.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, Texte der Bibel vorzustellen, die im Gegensatz zur offiziellen Darstellung der Glaubensgemeinschaften stehen, und das Gottesbild auf logische Konsistenz zu prüfen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt einen agnostischen Ansatz zur kritischen Textanalyse, vergleicht historische Quellen und diskutiert soziologische Aspekte der Machtausübung durch organisierte Religionen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die historische Entstehung verschiedener Religionen, die Analyse der Bibel (Altes und Neues Testament), die Rolle des Klerus und die ökonomische Ausbeutung von Gläubigen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Bibelkritik, Machtstruktur der Kirche, Gottesbild, religiöse Heilsversprechen und die ökonomische Dimension von Glauben.
Wie bewertet der Autor die Rolle der katholischen Kirche?
Der Autor sieht die katholische Kirche als ein Konstrukt, das durch Machtanmaßung und die Erfindung von Dogmen ihre ökonomische und soziale Vormachtstellung über Jahrhunderte hinweg gesichert hat.
Wie steht die Arbeit zu der Idee einer unsterblichen Seele?
Der Autor führt aus, dass die Seele eine Erfindung der Kirche ist, um Gehorsam einzufordern, da die Bibel selbst keinen expliziten Beleg für eine unsterbliche Seele liefert.
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- Hans-Jürgen Borchardt (Author), 2016, Das Geschäft mit dem lieben Gott. Die Geschichte der Fälschungen durch die Religionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304015