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Gattungskonventionen und Strukturelemente im Kriminalroman. Eine Analyse von Agatha Christies „Alibi“

Título: Gattungskonventionen und Strukturelemente im Kriminalroman. Eine Analyse von Agatha Christies „Alibi“

Trabajo , 2015 , 29 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Andreas Stegmann (Autor)

Filología alemana - Géneros
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In der vorliegenden Hausarbeit werde ich mich, im Rahmen des Seminars „Der Täter als Ermittler“ im Modul 9: „Themen und Motive“, mit dem Thema „Regeln des Kriminalromans“ und den gattungsrelevanten Strukturelementen beschäftigen und diese anhand des Buches „Alibi“ von Agatha Christie konkretisieren. Das Motiv des „Täters als Ermittler“ zieht sich wie ein roter Faden durch die Chroniken der Literaturgeschichte, wobei es in den meisten Fällen situativ modifiziert und zeitgemäß angepasst wurde. In der Gattung der Kriminalliteratur, genauer gesagt der Untergattung der Detektivromane, ist es jedoch ein absolutes Novum gewesen den Ermittler oder seinen Helfer und die Rolle des Mörders in einer Person zu vereinen. Solche Neuheiten können den Leser erschüttern und es erschweren die Ermittlung des Täters nach rationalen Maßstäben zu vollziehen. Viele Leser präferieren diese Gattung, weil sie eine simple Unterhaltung suchen, andere hingegen, weil sie den Wetteifer mit dem Detektiv als Ausgleich zu ihrem Alltag verstehen und die Partizipation am Ermittlungsgang schätzen. Letztere werden über die Wendung des Romans sicherlich überrascht gewesen sein. Darüber hinaus gibt es, wie in jeder literarischen Gattung, einige mehr oder minder konstante Elemente, welche in diesem konkreten Gattungskontext der Dreiklang aus Verbrechen, Fahndung und der Festnahme sind. Situativ werden diese Strukturelemente von diversen stark veränderbaren Elementen wie dem Mordmotiv, dem Personenkreises und der Lokalität begleitet. Tendenziell teilen jedoch all diese Konstanten und auch Variablen die Besonderheit in Form eines Stoffes oder Motivs durch Modifikation oder Adaption, unzählige Male wiederverwendet werden zu können. Unweigerlich kommt es deshalb bei der enormen Mannigfaltigkeit der Gattung auch zu Redundanz oder Formen des geistigen Plagiats. Doch wie gewährleistet man Gerechtigkeit innerhalb eines Genres, das zwischenzeitig wie kaum ein anderes kommerziell ausgeschlachtet wurde? Außerdem stellte sich die Frage, wie ein gewisser Standard hinsichtlich des Niveaus konserviert werden konnte, als immer mehr Autoren auf den Markt drängten und versuchten ihre Ideen zu publizieren. Auf eine automatische Selbstregulation seitens der Schriftsteller oder des Marktes war nicht zwingend zu hoffen. Allenfalls war ein Gelingen also durch Reglementierungen und Konventionen einschlägig geschätzter Persönlichkeiten des Fachbereiches möglich.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Fragestellung und Bearbeitungskontext

2. Untersuchungsgegenstand und Forschungskontext

2.1. Kriminalroman

2.1.1 Thriller/Reißer

2.1.2 Detektivroman

2.1.3 Forschungshistorie und Popularität

2.2 Elemente und Strukturen des Idealtypischen Detektivromans

2.2.1 Inhaltliche Elemente der Handlung und deren Struktur

2.2.2 Variable und konstante Elemente des Detektivromans

3. Die Regeln des Kriminalromans - Gattungskonventionen

3.1 Ronald Knox - Detective Story Decalogue

3.2 Regelwerk des S.S. Van Dine - 20 Rules for writing detective stories

3.3 Kommentar, Wertung und Einfluss der Gattungskonventionen

3.4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz und Einhaltung von Gattungskonventionen im Kriminalroman, speziell anhand von Agatha Christies "Alibi". Dabei wird hinterfragt, inwieweit Regelwerke die Qualität sichern oder die kreative Vielfalt einschränken und ob Regelverstöße zum Erfolg des Werkes beigetragen haben.

  • Analyse gattungsspezifischer Strukturelemente (Action, Analysis, Mystery)
  • Abgrenzung der Begriffe Kriminalroman, Detektivroman und Thriller
  • Untersuchung der "Detective Story Decalogue" (R. Knox) und "20 Rules" (S.S. Van Dine)
  • Evaluation des Regelverhältnisses am Beispiel von "Alibi"
  • Diskussion der "Dialektik von gefesselt - entfesselt" in der Gattungsevolution

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Inhaltliche Elemente der Handlung und deren Struktur

Wie in fast jeder Gattung ist es auch in den Detektivromanen üblich, dass sich über die Jahre einige konstante Determinanten innerhalb des Genres ergeben haben, die mit großer Häufigkeit wiederverwendet werden. Regelmäßigkeit besteht indes vor allem im Handlungsablauf des Detektivromans. Diesbezüglich wurde in der Literaturwissenschaft schon der Versuch unternommen den prosaischen Detektivroman unter Aspekten der dramenspezifischen Poetik des Aristoteles zu untersuchen. Hinsichtlich der Frage nach der Struktur des Kriminalromans ist jedoch die Gliederung nach Schulz-Buschhaus wesentlich praktikabler, welche die Einteilung in Action, Analysis und Mystery suggeriert.

Der Terminus Analysis eignet sich dafür umso besser für die Klassifizierung einiger Elemente des Detektivromans, denn er impliziert in diesem konkreten Kontext „all jene Elemente, die dem Detektivroman den Charakter einer Denksportaufgabe“ verleihen. Folglich ist darin auch jegliche Form der Deduktion und Ermittlung enthalten, was diese Ausschnitte konsequenterweise von den aktiven und narrativen Passagen abgrenzt, welche keine Hypothesen, sondern vielmehr vollzogene Handlungen beschreiben. An dieser Stelle muss sich der Leser also die Frage nach dem „Wie“ und dem „Warum“ stellen. Der Ausdruck Mystery beschreibt über dies hinaus die im Folgenden noch näher besprochenen falschen Fährten und falschen Alibis, welche das Verbrechen erfolgreich kaschieren und eine Demaskierung des Täters erst am Ende des Romans ermöglichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, die gattungsrelevanten Strukturelemente anhand von Agatha Christies „Alibi“ zu untersuchen und die Bedeutung von Regelwerken für den Kriminalroman zu hinterfragen.

2. Untersuchungsgegenstand und Forschungskontext: Das Kapitel bietet eine begriffliche Abgrenzung zwischen Kriminalroman, Detektivroman und Thriller und analysiert die historisch sowie strukturell konstanten und variablen Elemente des Genres.

3. Die Regeln des Kriminalromans - Gattungskonventionen: Es werden die Regelwerke von Ronald Knox und S.S. Van Dine detailliert vorgestellt, kritisch auf den Roman „Alibi“ angewendet und ihre Bedeutung für die Gattungsevolution diskutiert.

Schlüsselwörter

Kriminalroman, Detektivroman, Agatha Christie, Alibi, Gattungskonventionen, Ronald Knox, S.S. Van Dine, Regelverstoß, Literaturwissenschaft, Struktur, Detektion, Mystery, Analysis, Trivialliteratur, Leserführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die gattungsspezifischen Regeln des klassischen Kriminalromans und bewertet deren Anwendung und Verletzung anhand des Romans „Alibi“ von Agatha Christie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf der Definition des Detektivromans, der Analyse von Gattungskonventionen (Regelwerke) und der Rolle des Lesers im Wetteifer mit dem Detektiv.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, herauszufinden, ob Regelverstöße im untersuchten Werk vorliegen und ob diese Verstöße möglicherweise sogar zum hohen Erfolg des Buches beigetragen haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die bestehende Gattungstheorien (z.B. von Knox und Van Dine) auf das Primärwerk anwendet und kritisch diskutiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriffsbestimmung, Strukturelemente) und eine praktische Anwendung, bei der die Regeln der Autoren auf Christies Werk angewendet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Kriminalroman, Gattungskonventionen, Deduktion, Detektion und das Spannungsfeld zwischen gefesseltem und entfesseltem Roman.

Wie bricht Agatha Christie in "Alibi" mit den Gattungskonventionen?

Die Autorin bricht insbesondere mit der Regel, dass der Täter nicht gleichzeitig der Erzähler sein darf, was die gängigen Erwartungen des Lesers an die Rollenverteilung im Detektivroman radikal herausfordert.

Warum sind die Regelwerke laut Autor heute nur noch von begrenzter Bedeutung?

Die Arbeit argumentiert, dass Fairness und Gerechtigkeit im Genre heute aus Respekt gegenüber dem Leser und nicht aufgrund starrer Reglements praktiziert werden, wodurch die historischen Regeln ihren verbindlichen Charakter verloren haben.

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Detalles

Título
Gattungskonventionen und Strukturelemente im Kriminalroman. Eine Analyse von Agatha Christies „Alibi“
Universidad
University of Koblenz-Landau  (Institut für Germanistik)
Curso
Gattungen und Formen
Calificación
2,0
Autor
Andreas Stegmann (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
29
No. de catálogo
V304055
ISBN (Ebook)
9783668037717
ISBN (Libro)
9783668037724
Idioma
Alemán
Etiqueta
Alibi Agatha Christie Gattungskonventionen Gattungen Strukturelemente Kriminalroman Detektivroman Regeln des Kriminalromans R.A. Knox
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Andreas Stegmann (Autor), 2015, Gattungskonventionen und Strukturelemente im Kriminalroman. Eine Analyse von Agatha Christies „Alibi“, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304055
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