Hausarbeit im Rahmen des Studienseminars Deutsch zum Thema "Figuren und Motive germanischer Sagen und ihr Einfluss auf die Gegenwart " (6. Jahrgangsstufe)
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2. Sachanalyse
2.1. Begriffsklärung Germanische Sage
2.2. Die Edda
2.3. Das Hildebrandslied
2.4. Wieland der Schmied
3. Analyse der Klassensituation
4. Durchführung und Analyse der Unterrichtsstunden
4.1. Stunde 1 – Die literarische Gattung Sage im Vergleich zum Märchen
4.1.1. Didaktische Analyse
4.1.1.1. Bildungsgehalt und Kompetenzniveau
4.1.1.2. Lernziele
4.1.1.3. Lehrplanbezug
4.1.2. Unterrichtsverlauf
4.1.3. Methodische Analyse
4.1.4. Reflexion der Stunde
4.2. Stunde 2 – Die germanischen Götter als Namensgeber der Wochentage
4.2.1. Didaktische Analyse
4.2.1.1. Bildungsgehalt und Kompetenzniveau
4.2.1.2. Lernziele
4.2.1.3. Lehrplanbezug
4.2.2. Unterrichtsverlauf
4.2.3. Methodische Analyse
4.2.4. Reflexion der Stunde
4.3. Stunde 3/4 – Das Hildebrandslied
4.3.1. Didaktische Analyse
4.3.1.1. Bildungsgehalt und Kompetenzniveau
4.3.1.2. Lernziele
4.3.1.3. Lehrplanbezug
4.3.2. Unterrichtsverlauf
4.3.3. Methodische Analyse
4.3.4. Reflexion der Stunde
4.4. Stunde 5 – Wieland der Schmied – Ein vorbildlicher Held?
4.4.1. Didaktische Analyse
4.4.1.1. Bildungsgehalt und Kompetenzniveau
4.4.1.2. Lernziele
4.4.1.3. Lehrplanbezug
4.4.2. Unterrichtsverlauf
4.4.3. Methodische Analyse
4.4.4. Reflexion der Stunde
4.5. Stunde 6 – Konzeption der Homepage „Germanische Sagen und ihr Einfluss auf die Gegenwart“
4.5.1. Didaktische Analyse
4.5.1.1. Bildungsgehalt und Kompetenzniveau
4.5.1.2. Lernziele
4.5.1.3. Lehrplanbezug
4.5.2. Unterrichtsverlauf
4.5.3. Methodische Analyse
4.5.4. Reflexion der Stunde
5. Abschließendes Fazit und Ausblick auf weitere Stunden
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen, dass der Einfluss der germanischen Götter- und Heldensagen auf die moderne Lebenswelt der SchülerInnen wesentlich größer ist, als allgemein angenommen wird. Durch ein strukturiertes Unterrichtsvorhaben in der 6. Jahrgangsstufe soll den SchülerInnen verdeutlicht werden, dass Figuren, Motive und Topoi dieser Sagenwelt unsere Kultur durchdringen und Teil ihrer täglichen Sozialisation sind.
- Identifikation und Vergleich von Merkmalen der Gattungen Sage und Märchen.
- Untersuchung des germanischen Götter- und Weltbildes (Edda) sowie dessen Einfluss auf unsere Wochentage.
- Analyse des Vater-Sohn-Konflikts im Hildebrandslied und dessen Relevanz in modernen Medien (z.B. Star Wars).
- Kritische Auseinandersetzung mit dem Heldenbegriff am Beispiel von Wieland der Schmied.
- Medienkompetenzförderung durch die konzeptionelle Erstellung einer thematischen Homepage.
Auszug aus dem Buch
2.1. Begriffsklärung Germanische Sage
Der Begriff Sage ist aufgrund der Vielfältigkeit seiner Untergattungen schwer zu fassen. Dennoch gibt es prototypische Sagen, an denen sich bestimmte Merkmale einer Sage identifizieren lassen und gleichzeitig als Unterscheidung von der epischen Gattung Märchen dienen: Bindung an feste Orte, zeitliche Festlegung durch Einbindung historischer Personen oder von Zeitangaben sowie eine simple Kategorisierung: Dämonische Sagen, historische Sagen/Wissenssagen (aber auch Heldensagen), Ätiologien und Göttersagen.
Der Terminus Göttersage bedarf einer näheren Bestimmung: Göttersagen lassen sich unter dem Oberbegriff Mythologie verorten, verstanden als „Aussagen über die Götterwelt und die Religionen der Völker“. Im Folgenden wird ausschließlich Göttersage verwendet, um zum einen den Bezug zum Thema der Unterrichtssequenz zu verdeutlichen und zum anderen terminologische Missverständnisse zu vermeiden, die von einem abweichenden Verständnis des Begriffes Mythologie herrühren könnten.
Typisch für viele Sagen, insbesondere die der mittelalterlichen Sagenwelt, ist ihr mythischer Charakter im Sinne einer „Mythisierung des Alltäglichen“. Darunter verstehen LANGE und PETZOLDT, dass Ereignisse – v.a. die in der Natur – als Taten persönlicher Wesen und nicht als Resultat physikalischer Kräfte interpretiert werden. Hier wird die Verbindung zwischen Mythologie und Sagen deutlich: Unwetter werden bspw. nicht auf Naturgesetze zurückgeführt, sondern auf Taten der Götter. Hieran erkennt man auch, dass es den Urhebern von Sagen nicht um Historie im heutigen Sinne als einer Wahrheit, die auf Fakten basiert, geht. Viel mehr steht die magische und numinose Deutung der erlebten Wirklichkeit im Zentrum, um eine Person, ein Ereignis, ein Gebäude usw. zu erhöhen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorwort: Dieses Kapitel erläutert die Aktualität germanischer Sagen und begründet das Anliegen der Arbeit, den SchülerInnen deren omnipräsenten Einfluss auf die heutige Medienwelt aufzuzeigen.
2. Sachanalyse: Hier werden die fachwissenschaftlichen Grundlagen zu zentralen Begriffen wie Sage, der Edda, dem Hildebrandslied und Wieland der Schmied komprimiert und theoretisch fundiert dargestellt.
3. Analyse der Klassensituation: Dieses Kapitel beschreibt die Lerngruppe (6b) und berücksichtigt bei der Planung der Unterrichtsstunden deren lebhaftes Verhalten sowie die Affinität zu visuellen Medien.
4. Durchführung und Analyse der Unterrichtsstunden: Der Hauptteil umfasst die detaillierte Planung, Durchführung und Reflexion von sechs Unterrichtseinheiten, die sich mit verschiedenen Aspekten der germanischen Sagenwelt und deren Transfer in die Gegenwart beschäftigen.
5. Abschließendes Fazit und Ausblick auf weitere Stunden: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der erreichten Lernziele, einer Reflexion des Zeitmanagements und gibt einen Ausblick auf die Weiterarbeit mit Heimatsagen sowie die abschließende Evaluation der Unterrichtssequenz.
Schlüsselwörter
Germanische Sagen, Edda, Hildebrandslied, Wieland der Schmied, Märchen, Medienkompetenz, Heldenbegriff, Literaturunterricht, Unterrichtsplanung, Unterrichtsreflexion, Göttersage, Heldensage, Wissensvermittlung, Realschule, Lernzielanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert ein Unterrichtsvorhaben für die 6. Jahrgangsstufe an einer Realschule, in dem die germanische Sagenwelt und ihr fortwährender Einfluss auf die heutige Lebens- und Medienwelt der SchülerInnen thematisiert werden.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Die zentralen Themen sind die Gattungsmerkmale von Sagen und Märchen, das Weltbild der Edda, der Vater-Sohn-Konflikt im Hildebrandslied, der problematische moderne Heldenbegriff am Beispiel von Wieland der Schmied sowie die Erstellung einer Homepage zur Ergebnissicherung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Hauptziel ist die Bewusstwerdung und Reflexion der eigenen Enkulturation und Sozialisation der SchülerInnen durch das Erkennen von Motiven und Figuren germanischer Sagen in ihrem Alltag und in modernen Medien.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?
Es wird eine didaktische Unterrichtsplanung und -analyse durchgeführt, die auf aktueller Literaturdidaktik basiert, inklusive der Einbindung multimedialer Methoden wie Autoreninterviews (CrazyTalk) und Stationenarbeit.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden sechs spezifische Unterrichtsstunden detailliert geplant, durchgeführt und evaluiert, wobei jede Stunde eine didaktische Analyse, Lernziele, einen konkreten Unterrichtsverlauf sowie eine anschließende Reflexion enthält.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Germanische Sagen, Unterrichtssequenz, Medienkompetenz, Literaturdidaktik, Heldenbegriff, Transfer in die Gegenwart und schülerzentrierter Deutschunterricht.
Wie werden die SchülerInnen für das Thema "Althochdeutsch" motiviert?
Die Motivation erfolgt durch den Vergleich mit der populären Star Wars-Saga, wobei das Motiv des Vater-Sohn-Konflikts als Brücke zwischen althochdeutscher Tradition und moderner Filmkultur dient.
Warum spielt die Erstellung einer Homepage eine so große Rolle?
Die Homepage dient als medienintegrative Methode zur Ergebnissicherung und Motivationssteigerung, bei der die SchülerInnen ihre erarbeiteten Inhalte (Texte, Bilder) für eine reale Veröffentlichung aufbereiten und somit moderne Medienkompetenz erwerben.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2013, Figuren und Motive germanischer Sagen und ihr Einfluss auf die Gegenwart, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304058