Im Fokus der Arbeit steht der fiktive Gesundheitsdienstleister für Schwangere "Strong Mama". Am Beispiel der Firma wird die Umsetzung von Unternehmensstrategien als andauernder Prozess dargestellt.
Der Ablauf eines Strategiewechsels ("Strategic Change") als Folge von Marktveränderungen wird an einem konkreten Beispiel erläutert. Als zweiter Schwerpunkt wird die "Balanced Scorecard" präsentiert, mithilfe derer immaterielle Unternehmensziele messbar gemacht werden sollen.
Inhaltsverzeichnis
1 DAS UNTERNEHMEN STRONG MAMA
1.1 Vision und Leitbild
1.2 Strategie
2 STRATEGIEIMPLEMENTIERUNG ALS KONTINUIERLICHER PROZESS
2.1 Prozessmodell nach Kolks
2.1.1 Phase der Implementierungsplanung
2.1.2 Phase der Implementierungsrealisation
2.1.3 Phase der Implementierungskontrolle
2.2 Sach- und verhaltensbezogene Aufgaben
3 STRATEGIC CHANGE UND MÖGLICHE WIDERSTANDSFORMEN
3.1 Endwerte für das Unternehmen
3.2 Ist-Analyse und Veränderungen von Erfolgspotentialen
3.3 Maßnahmen im Rahmen des Managementkreislaufes
3.4 Widerstandsformen
3.5 Wertekonformes Verhalten und Wertekonflikte
4 BALANCED SCORECARD
4.1 Strategiekarte
4.2 Ursache-Wirkungsketten
4.3 Ziele, Kennzahlen, Vorgaben und Maßnahmen
4.4 Leistungstreiber und Frühindikatoren
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Strategieimplementierung am Beispiel des Unternehmens Strong Mama, wobei der Fokus auf dem Übergang von der strategischen Planung zur operativen Umsetzung sowie dem Umgang mit organisationalem Wandel liegt. Ziel ist es, ein maßgeschneidertes Implementierungskonzept zu entwickeln, das durch den Einsatz der Balanced Scorecard und unter Berücksichtigung werteorientierter Führung eine erfolgreiche Marktentwicklung ermöglicht.
- Prozessmodell der Strategieimplementierung nach Kolks
- Analyse von Strategic Change und Widerstandsformen
- Einsatz der Balanced Scorecard als Managementinstrument
- Methoden der wertorientierten Unternehmensführung
- Kausale Verknüpfung von Strategiezielen und Kennzahlen
Auszug aus dem Buch
3.1 Endwerte für das Unternehmen
Zweckwerte meinen Dinge, die ihren Wert durch ihre Funktion erlangen, beispielsweise Geld mit der Funktion des Zahlungsmittels. Endwerte hingegen, sind Werte, die meist auf Erfahrung beruhen, wie Freundschaft, Anerkennung, Sicherheit und so weiter. Meist klingen Endwerte sehr abstrakt, was bedeutet, dass es dafür keinen Ort gibt, dieser Wert kann nicht in eine Schubkarre gelegt oder abgewogen werden. Gemütlichkeit ist beispielsweise ein solcher Endwert, er hat keinen Ort im Raum, kann jedoch mit den unterschiedlichsten Inhalten gefüllt werden (Kensok & Dyckhoff, 2004, S. 32).
Endwerte des Unternehmens Strong Mama sind:
Qualität Ganzheitlichkeit Einfühlsamkeit Vertrauen Freundschaft
Diese fünf Werte sind allesamt nicht in eine Schubkarre zu legen, lediglich beim Wert Qualität ließe sich darum streiten, inwieweit messbar dieser ist. Natürlich lässt sich Qualität bis zu einem bestimmten Punkt messen, aber Qualität stellt ja auch immer einen sehr subjektiven Aspekt des eigenen Empfindens dar und meint nicht nur die Beschaffenheit eines Produktes, sondern eventuell auch die damit verbundenen Emotionen, welche ja wieder sehr subjektiv sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1 DAS UNTERNEHMEN STRONG MAMA: Dieses Kapitel liefert eine grundlegende Charakterisierung des Unternehmens Strong Mama, seiner Vision und der aktuellen Wachstumsstrategie.
2 STRATEGIEIMPLEMENTIERUNG ALS KONTINUIERLICHER PROZESS: Hier wird das Prozessmodell nach Kolks erläutert und in die drei Teilphasen Planung, Realisation und Kontrolle unterteilt, um den Wandel von der Theorie in die Praxis zu beschreiben.
3 STRATEGIC CHANGE UND MÖGLICHE WIDERSTANDSFORMEN: Dieses Kapitel beleuchtet die Bedeutung von Endwerten im Unternehmen und analysiert, wie strategischer Wandel Widerstände bei Mitarbeitern hervorrufen kann und wie man diesen begegnet.
4 BALANCED SCORECARD: Der Fokus liegt auf der Balanced Scorecard als Instrument, um strategische Ziele in materielle Kennzahlen und Maßnahmen zu überführen, inklusive der Definition von Frühindikatoren.
Schlüsselwörter
Strategieimplementierung, Strong Mama, Balanced Scorecard, Strategiekarte, Marktentwicklung, Unternehmenskultur, Endwerte, Prozessmodell, Change Management, Widerstandsformen, Leistungstreiber, Frühindikatoren, Qualitätsführerschaft, Managementkreislauf, Zielerreichung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die systematische Umsetzung strategischer Ziele in einem Unternehmen der Gesundheitsbranche unter Anwendung erprobter Management-Methoden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind Strategieimplementierung, Change Management, wertorientierte Unternehmensführung sowie der Einsatz von Performance-Messsystemen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die erfolgreiche Implementierung einer Wachstumsstrategie (Kindersportschule) bei Strong Mama durch eine strukturierte Planung und operative Steuerung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird das Prozessmodell nach Kolks angewandt und für die operationalen Ziele die Balanced Scorecard als zentrales Managementinstrument genutzt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Implementierungsplanung, die Analyse von Widerständen bei strategischem Wandel und die konkrete Ausarbeitung von BSC-Perspektiven.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Strategieimplementierung, Balanced Scorecard, Change Management, Unternehmenswerte und Leistungstreiber.
Warum sind Wertekonflikte für ein Unternehmen besonders kritisch?
Wertekonflikte gelten als besonders teuer und komplex, da sie meist auf subjektiven Ansichten basieren, die nicht direkt belegbar sind und oft unterschwellige Stellvertreterkonflikte auslösen.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Früh- und Spätindikatoren?
Spätindikatoren wie der Umsatz messen das Endergebnis, während Frühindikatoren wie die Anzahl ausgearbeiteter Stundenentwürfe als messbare Stellschrauben vor der eigentlichen Leistungserbringung dienen.
Warum wurde die Eröffnung der Kindersportschule (KiSS) vorgezogen?
Aufgrund der Ist-Analyse wurde erkannt, dass ein Mitbewerber plant, eine KiSS früher zu eröffnen; um den Marktvorteil zu sichern, wurde das Projektziel um ein Jahr beschleunigt.
- Arbeit zitieren
- Moritz Wenninger (Autor:in), 2015, Strategie-Implementierung als kontinuierlicher Prozess. Balanced Scorecard und Strategic Change, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304070