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Pierre Bourdieus Theorie über das subversive politische Handeln

Mit einem besonderen Augenmerk auf die PEGIDA Bewegung

Título: Pierre Bourdieus Theorie über das subversive politische Handeln

Ensayo , 2015 , 8 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Stene Johann Oßenbrügge (Autor)

Política - Generalidades y teorías de la política internacional
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Dieses Essay soll textnah die Argumentation von Pierre Bourdieu über die Möglichkeit des subversiven politischen Handelns wiedergeben. Dafür versuche ich aufzudecken, inwieweit und wodurch Akteure politisch handlungsfähig sind, wie sich politische Gruppen als Zusammenschlüsse interessennaher Akteure organisieren, welche Probleme dabei für subversive Gruppen entstehen und wie diese letztlich ihre Subversivität durchsetzen oder einbüßen.
Aufgrund des aktuellen Anlasses der regelmäßigen Demonstrationen der PEGIDA und ihrer Gegenbewegung möchte ich die Thesen Bourdieus unter anderem auf dieses Beispiel anwenden um aufzuzeigen, ob und inwiefern die Bewegung der PEGIDA subversiv zu nennen ist und welches Gefüge der oberflächlich divers erscheinenden Gegenbewegung zugrunde liegt. Die von Bourdieu angeführten Begriffe sind bei erstmaliger Verwendung kursiv geschrieben, Zitate und populäre Parolen apostrophiert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Prozess des Auftretens politisch Handelnder

3. Das Spannungsfeld von Doxa und Illusion

4. Die Rolle der Wortführer und des sozialen Kapitals

5. Subversive Handlungen und der Bruch mit der Doxa

6. Analyse der PEGIDA-Bewegung aus Bourdieu'scher Sicht

Zielsetzung & Themen

Das Essay untersucht anhand der soziologischen Theorien von Pierre Bourdieu die Möglichkeiten und Mechanismen subversiven politischen Handelns. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie politische Gruppen entstehen, welche Rolle Akteure und Wortführer bei der Legitimation einnehmen und inwiefern aktuelle Bewegungen wie PEGIDA diese theoretischen Konzepte bestätigen oder widersprechen.

  • Theoretische Grundlagen von Doxa, Illusio und mentalen Strukturen.
  • Die Funktion von Wortführern und die Bedeutung von Bildungs- und Kulturkapital.
  • Differenzierung zwischen autorisierter Sprache und subversiver Handlung (Häresie).
  • Kritische Analyse der PEGIDA-Bewegung als Fallbeispiel für politische Gruppendynamik.

Auszug aus dem Buch

Der Prozess des Auftretens politisch Handelnder

Der Prozess des Auftretens politisch Handelnder beginnt bei Bourdieu mit dem sozialen Akteur als einer Einzelperson, die sich innerhalb der sozialen Welt als mehr oder weniger richtig erkennende bewegt und diese Welt insofern beeinflussen kann, indem die Person ihre Erkenntnisse beeinflusst. Dabei ist das Verhalten zwischen der politischen Handlung und dem Erkenntnisprozess hier schon ein wechselseitiges: durch die politische Handlung werden Repräsentationen der sozialen Welt geschaffen, durch welche die Erkenntnis des sozialen Akteurs und letztlich die soziale Welt selbst beeinflusst wird. „Die ökonomisch-soziale Welt – Erkenntnisobjekt für die in ihr lebenden sozialen Akteure – übt einen Einfluss nicht in Gestalt mechanischer Determinierung aus, sondern in Gestalt einer Beeinflussung dieser Erkenntnis.“

Bourdieu setzt voraus, dass es in einer Gesellschaft Herrscher und Beherrschte gibt, die sich in Klassen unterteilen, da die Beeinflussung der Erkenntnis über Klassifizierungsschemata (mentale Strukturen) durchgesetzt werden, die – angepasst an objektive Klassifizierungen – die Ordnung zwischen den politisch handelnden Herrschenden und den nicht zum politischen Handeln beeinflussten Beherrschten durchsetzen. Dieses Zusammenspiel von mentalen Strukturen und objektiven Strukturen, führt zur Doxa, der Ur-Bejahung der bestehenden Ordnung. Diese Doxa ist die Weiterführung von Bourdieus Begriff der Illusio, des Vertrauens der Akteure an ein soziales Feld als solches. Ohne Illusio gibt es keine Zugehörigkeit zu einem sozialen Feld und die Doxa beschreibt die selbstverständliche Einsicht in die grundsätzlichen Regeln, Mechanismen und Normen dieses Feldes; zusammen bilden sie den common sense, eine Art Leitidee als Fundament der öffentlichen Meinung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus auf die Untersuchung subversiver politischer Handlungen mittels der Konzepte von Pierre Bourdieu und nutzt PEGIDA als zeitgenössisches Fallbeispiel.

2. Der Prozess des Auftretens politisch Handelnder: Dieses Kapitel erläutert, wie soziale Akteure ihre Erkenntnisse über die Welt formen und wie diese wiederum durch politische Handlungen wechselseitig beeinflusst werden.

3. Das Spannungsfeld von Doxa und Illusion: Hier werden die Begriffe der mentalen Strukturen, der Doxa als Ur-Bejahung der bestehenden Ordnung und der Illusio als Grundlage sozialer Felder detailliert dargelegt.

4. Die Rolle der Wortführer und des sozialen Kapitals: Der Abschnitt analysiert die Abhängigkeit politischer Repräsentation von kulturellem und ökonomischem Kapital sowie die Funktion von Wortführern für politische Gruppen.

5. Subversive Handlungen und der Bruch mit der Doxa: Es wird erörtert, wie echte revolutionäre Veränderungen (Häresie) einen Bruch mit dem herrschenden common sense erfordern, der über bloße Rhetorik hinausgeht.

6. Analyse der PEGIDA-Bewegung aus Bourdieu'scher Sicht: Das Kapitel wendet die theoretischen Konzepte auf die PEGIDA-Bewegung an und diskutiert, warum diese aus der Perspektive Bourdieus den Anforderungen an eine wirkliche subversive Bewegung kaum gerecht wird.

Schlüsselwörter

Pierre Bourdieu, soziale Akteure, Doxa, Illusio, mentales Strukturen, kulturelles Kapital, politisches Handeln, subversive Gruppen, PEGIDA, Häresie, common sense, Klassifizierungsschemata, politische Repräsentation, soziale Welt, Machtmechanismen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Bedingungen und Möglichkeiten politischen Handelns, speziell unter dem Aspekt der Subversivität, basierend auf den theoretischen Modellen von Pierre Bourdieu.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Entstehung politischer Gruppen, die Rolle von Kapital (Bildung, Kultur) in politischen Diskursen sowie die Mechanismen, durch die gesellschaftliche Ordnung (Doxa) aufrechterhalten oder herausgefordert wird.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Bourdieus Theorien auf die Praxis subversiver politischer Handlungen anzuwenden und am Beispiel der PEGIDA-Bewegung zu prüfen, wie effektiv diese innerhalb des sozialen Feldes agieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, bei der soziologische Fachbegriffe von Pierre Bourdieu auf ein aktuelles politisches Phänomen (PEGIDA) angewendet und kritisch reflektiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in die Akteurs- und Feldtheorie, die Analyse der Bedeutung von Bildungskapital für Wortführer sowie die empirische Anwendung dieser Theorien auf die aktuelle politische Lage.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Doxa, Illusio, kulturelles Kapital, soziale Felder, subversive Handlung und politische Repräsentation charakterisiert.

Warum spielt das "Bildungskapital" eine so wichtige Rolle für Wortführer?

Bourdieu argumentiert, dass Gruppen ohne spezifisches kulturelles und bildungsbezogenes Kapital Gefahr laufen, ihre politischen Anliegen nicht effektiv legitimieren zu können, da sie nicht über die notwendigen autorisierten Ausdrucksmittel verfügen.

Inwiefern unterscheidet sich echte "Häresie" von der Rhetorik einer Bewegung wie PEGIDA?

Echte Häresie erfordert laut Text einen grundlegenden Bruch mit der Doxa und dem bestehenden common sense, während der Autor bei PEGIDA eher eine Fortführung oder Anpassung bestehender (reaktionärer) Strukturen erkennt, statt eines echten subversiven Wandels.

Was bedeutet der Begriff "Doxa" in diesem Kontext?

Die Doxa ist die "Ur-Bejahung" der bestehenden gesellschaftlichen Ordnung, die als selbstverständlich hingenommen wird und die Wahrnehmung der Welt für die Akteure strukturiert.

Final del extracto de 8 páginas  - subir

Detalles

Título
Pierre Bourdieus Theorie über das subversive politische Handeln
Subtítulo
Mit einem besonderen Augenmerk auf die PEGIDA Bewegung
Universidad
University of Leipzig  (Sozialwissenschaften)
Curso
Wissen und Macht
Calificación
1,7
Autor
Stene Johann Oßenbrügge (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
8
No. de catálogo
V304131
ISBN (Ebook)
9783668025226
ISBN (Libro)
9783668025233
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bourdieu PEGIDA Doxa Die feinen Unterschiede Was heißt Sprechen Illusio
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stene Johann Oßenbrügge (Autor), 2015, Pierre Bourdieus Theorie über das subversive politische Handeln, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304131
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