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Das Burnout-Syndrom und begünstigende Faktoren

Überlegung für das Berufsfeld des Rettungsassistenten und des Rettungssanitäters in der Landrettung im Rheingau-Taunus-Kreis

Titre: Das Burnout-Syndrom und begünstigende Faktoren

Thèse de Bachelor , 2015 , 76 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Johannes Fuchs (Auteur)

Santé - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Arbeitsbelastung im Rettungsdienst ist durch Schichtdienst einschließlich Dienst an Wochenenden und Feiertagen hoch. Hinzu kommt es für das Rettungsdienstpersonal während des Einsatzes zu emotionalen, psychischen und körperlichen Belastungen. Heringshausen beschreibt eine zunehmende Komplexität in diesem Berufsfeld: „Die präklinische Akutversorgung von Notfallpatienten stellt aufgrund immer komplexer werdender diagnostischer und therapeutischer Optionen sowie organisatorischer und arbeitsgesetzlicher Rahmenbedingungen hohe Anforderungen an das Rettungsdienstpersonal“ (Heringshausen, 2011, 5). Ein Burnout scheint bei solchen Arbeitsbedingungen nicht selten vorprogrammiert zu sein. Doch „Burnout wird häufig noch als Schwäche, Versagen oder individuelle Fehlleistung angesehen, obwohl in der Forschung zunehmend akzeptiert wird, dass die Arbeitsbedingungen bei der Entstehung von Burnout eine wichtige Rolle spielen“ (Rössner-Fischer, 2007, 3). Zu Beginn der 1970er Jahre galten vor allem die sog. Helferberufe als burnoutgefährdet. Inzwischen gibt es in der aktuellen Fachliteratur Beschreibungen über die Entstehung von Burnout in über 30 Berufen. Hier werden Sozialarbeiter, Pfarrer, Ärzte, Pflegepersonal, Sportler, Anwälte, Studenten und sogar Arbeitsuchende erwähnt. (Aus Gründen der besseren Lesbarkeit des Textes wird nur die kürzere, männliche Schreibweise verwendet. An dieser Stelle wird mit Gültigkeit für die gesamte Arbeit betont, dass dies als Synonym für die männliche und weibliche Form vereinfacht verwendet wurde und alle männlichen und weiblichen Personen gleichberechtigt angesprochen werden.) Mitarbeiter des Rettungsdienstes, die einer hohen emotionalen, psychischen und physischen Belastung ausgesetzt sind, findet man hier nicht. „Neuerdings registrieren Wissenschaftler eine neue Qualität der Burnoutgefahren: Das Syndrom sei in sämtlichen Berufen und Tätigkeiten anzutreffen. Im Arbeitsprozess stünde zunehmend die totale Verausgabung aller menschlichen Ressourcen auf der Tagesordnung und werde die gesamte Persönlichkeit gefordert. Die Arbeitszeit kennt häufig keine Grenzen mehr. Energiereserven bleiben dabei auf der Strecke, oft verbunden mit einer Kette endloser Frustration“ (Rössner-Fischer, 2007, 10).

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Burnout

2.1 Versuch einer Begriffsbestimmung

2.2 Das Schlüsselphänomen Stress

2.2.1 Stresstheorie nach Lazarus (1974)

2.2.2 Stressoren

2.2.3 Vom Stress zum Burnout

2.2.4 Weitere psychische Auffälligkeiten und Krankheitsbilder im Vergleich mit dem Burnout

2.2.4.1 Psychosoziale Belastungen

2.2.4.1.1 Akute Belastungsreaktion

2.2.4.1.2 Posttraumatische Belastungsstörung

2.2.4.2 Depression

2.2.4.3 Vergleich des Burnouts mit anderen Erkrankungen

3. Der Rettungsdienst

3.1 Der Rettungsdienst in Deutschland

3.2 Stadt-/ Landrettung

3.2.1 Beispiel Landrettung RTK

4. Burnout und begünstigende Faktoren im Rettungsdienst

4.1 Einleitung

4.2 Fragestellung

4.3 Stress im Rettungsdienst

4.3.1 Stressoren im Rettungsdienst

4.4 Untersuchungsinstrument Literaturrecherche

4.5 Untersuchungsinstrument Fallbeispiel/Fallgeschichte

4.5.1 Fallgeschichte Fr. E.

4.5.2 Interpretation der Fallgeschichte

4.6 Untersuchungsinstrument Fragebogen

4.6.1 Messung von Burnout

4.6.2 Methoden der Untersuchung

4.6.3 Fragebogenverteilung und Rücklauf

4.6.4 Ergebnisse

4.6.5 Diskussion der Ergebnisse

4.6.5.1 Soziodemographische Daten:

4.6.5.2 Rahmenstrukturen des Arbeitsfeldes:

4.6.5.3 Landrettung

4.6.5.4 Idealismus

4.6.5.5 Anerkennung

4.6.5.6 Stress

5. Zusammenfassende Diskussion und Bezug zur Fragestellung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Auftreten und die begünstigenden Faktoren des Burnout-Syndroms bei nicht-ärztlichem Rettungsdienstpersonal in der Landrettung, speziell im Rheingau-Taunus-Kreis. Ziel ist es, durch Literaturanalyse, Fallbeispiele und eine Fragebogenerhebung zu klären, inwiefern berufsspezifische Anforderungen die psychische Gesundheit der Mitarbeiter belasten.

  • Burnout-Syndrom und seine Phasen
  • Einfluss von Stress und Stressoren im Rettungsdienst
  • Vergleich zwischen Stadt- und Landrettung
  • Die Rolle von Idealismus, Anerkennung und Rahmenstrukturen am Arbeitsplatz

Auszug aus dem Buch

4.5.1 Fallgeschichte Fr. E.

„Es ist wieder einer dieser Tage. Der Wecker klingelt und ich kann mich nur mit Widerwillen aus dem Traumland lösen und denke nur …. nein, ich will nicht. Was eine Voraussetzung für einen neuen Arbeitstag. Aber es nutzt nichts und ich quäle mich aus dem Bett. Heute habe ich wieder Dienst mit meinem festen Schichtpartner. Er ist nicht besonders schlau oder motiviert und beschränkt sein Tun nur auf seine Aufgaben. Unterstützung ist immer mit Diskussionen verbunden. Ich bin ihm weisungsbefugt, was er auch akzeptiert, aber ich muss ständig darüber wachen, dass er seine Kompetenzen nicht überschreitet. Ich arbeite also meine morgendliche Routine ab und fahre zur Arbeit. Auch dort erwartet mich die morgendliche Routine: Fahrzeug checken, Wache klar Schiff machen, Papierkram, Frühstück holen. Und auch wenn mich dieses Ritual am Morgen schon nervt, so ist es auch irgendwie angenehm. Machen, nicht denken. Und dann beginnt der Tag. Und wieder die Frage: Womit verbringe ich heute meine Zeit, in der ich darauf warte, dass der Melder geht? (Anmerkung des Autors: Ein sog. Funkmeldeempfänger (FME) ist ein kleiner tragbarer Funkempfänger, der üblicherweise zu Alarmierungszwecken eingesetzt wird. Diesen Melder trägt das Fachpersonal meistens am Gürtel. Über akustische, optische und/ oder Vibrationsalarm wird der Mitarbeiter alarmiert. Danach folgt die Ausgabe einer empfangenen Nachricht über den Lautsprecher). Mein Kollege legt sich nach getaner Arbeit erst mal auf die Couch und schläft. Wie immer. Vielleicht auch besser, denn dann muss ich mir nicht seine Manieren antun oder mir das Geschwätz anhören. Irgendwann gegen Mittag erlöst mich der Melder aus dem Rumlungern auf der Wache. Patient kollabiert, irgendwo auf dem Wanderweg zwischen hier und dem mehrere Kilometer entfernten Nachbarort. Ich freue mich, endlich was Spannendes zu tun. Die Feuerwehr wird mit alarmiert und die Suche beginnt. Und dann geht es wieder los und ich muss meinem Kollegen erklären, wer hier auf dem Auto das Sagen hat. Als hätte ich nicht bereits genug Last zu tragen. Wenn was schief geht, muss ich mich rechtfertigen. Eine Last, die über jedem Einsatz schwebt und mir heute wieder einmal besonders zu schaffen macht.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die hohe Arbeitsbelastung im Rettungsdienst und begründet die Relevanz einer Untersuchung zum Burnout-Syndrom, insbesondere unter Berücksichtigung der psychischen Anforderungen.

2. Burnout: Dieses Kapitel definiert Burnout als prozesshaften Zustand emotionaler und physischer Erschöpfung, grenzt ihn von anderen Krankheitsbildern wie der Depression ab und stellt theoretische Phasenmodelle vor.

3. Der Rettungsdienst: Es werden die Strukturen des deutschen Rettungsdienstes, die Unterschiede zwischen Stadt- und Landrettung sowie spezifische Gegebenheiten im Rheingau-Taunus-Kreis erläutert.

4. Burnout und begünstigende Faktoren im Rettungsdienst: Das Hauptkapitel präsentiert die methodische Vorgehensweise, bestehend aus Literaturrecherche, einer Fallstudie und einer Fragebogenerhebung unter Einsatzkräften zur Identifikation von Belastungsfaktoren.

5. Zusammenfassende Diskussion und Bezug zur Fragestellung: Hier werden die gewonnenen empirischen Daten in den theoretischen Kontext gesetzt und kritisch im Hinblick auf die Forschungsfrage diskutiert.

6. Fazit: Das abschließende Kapitel resümiert die Arbeit und weist auf die Notwendigkeit zukünftiger Forschung sowie neuer Denkansätze im Umgang mit der Burnout-Problematik im Rettungsdienst hin.

Schlüsselwörter

Burnout, Rettungsdienst, Landrettung, Stressoren, Schichtdienst, Psychische Belastung, Arbeitszufriedenheit, Fallgeschichte, Fragebogen, Arbeitszeit, Anerkennung, Idealismus, Rheingau-Taunus-Kreis, Prävention, Einsatzkräfte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Burnout-Syndrom im Berufsfeld des Rettungsdienstes, mit einem besonderen Fokus auf die spezifischen Belastungen in der Landrettung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretischen Grundlagen von Burnout und Stress, die Arbeitsstrukturen im Rettungsdienst, der Unterschied zwischen Stadt- und Landrettung sowie die Faktoren Idealismus und berufliche Anerkennung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, begünstigende Faktoren zu identifizieren, die Rettungsdienstmitarbeiter anfällig für ein Burnout machen können, und die Rolle beruflicher Anforderungen in diesem Kontext zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer Literaturrecherche, der Analyse einer Fallgeschichte sowie einer schriftlichen Befragung mittels Fragebogen unter Einsatzkräften im Rheingau-Taunus-Kreis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl theoretische Konzepte (Stress- und Burnout-Modelle) als auch die praktische Auswertung der durchgeführten Fragebogenerhebung sowie die Interpretation einer spezifischen Fallgeschichte detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Burnout, Rettungsdienst, Landrettung, Stressoren, Schichtdienst, Psychische Belastung, Arbeitszufriedenheit und Prävention.

Wie beeinflusst die Landrettung das Burnout-Risiko im Vergleich zur Stadtrettung?

Die Landrettung zeichnet sich durch längere Wartezeiten bei gleichzeitigem plötzlichem Wechsel in hochintensive Stresssituationen aus, was die Mitarbeiter vor besondere Herausforderungen stellt und laut Autor zu Unterforderung (Boreout) oder Stress führen kann.

Warum ist die Anerkennung durch Vorgesetzte so wichtig?

Wie die Untersuchung zeigt, spielt soziale Anerkennung – insbesondere durch direkte Vorgesetzte – eine zentrale Rolle für die Arbeitszufriedenheit und kann den Einfluss psychischer Belastungen abpuffern; ein Mangel daran wirkt sich negativ aus.

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Résumé des informations

Titre
Das Burnout-Syndrom und begünstigende Faktoren
Sous-titre
Überlegung für das Berufsfeld des Rettungsassistenten und des Rettungssanitäters in der Landrettung im Rheingau-Taunus-Kreis
Université
University of Applied Sciences Mainz
Cours
Gesundheit und Pflege
Note
1,0
Auteur
Johannes Fuchs (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
76
N° de catalogue
V304140
ISBN (ebook)
9783668023130
ISBN (Livre)
9783668023147
Langue
allemand
mots-clé
burnout-syndrom faktoren überlegung berufsfeld rettungsassistenten rettungssanitäters landrettung rheingau-taunus-kreis
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Johannes Fuchs (Auteur), 2015, Das Burnout-Syndrom und begünstigende Faktoren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304140
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Extrait de  76  pages
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