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Möglichkeiten für die ambulante Pflege durch das Pflegestärkungsgesetz

Wie wirkt sich eine Verbesserung im Betreuungsbereich auf die Pflegedienste aus?

Titel: Möglichkeiten für die ambulante Pflege durch das Pflegestärkungsgesetz

Bachelorarbeit , 2015 , 43 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Katharina Daub (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Pflegemanagement
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Pflegestärkungsgesetz 1 ist das erste von zwei Gesetzesänderungen in der sozialen Pflegeversicherung in Deutschland. Die Pflegereform sieht seit dem 1. Januar 2015 einen Anstieg der Beträge innerhalb des Pflegegeldes nach § 37 SGB XI und der Pflegesachleistung nach § 36 SGB XI vor. Auch die Einsatzmöglichkeiten der Kurzeitpflege nach § 41 SGB XI und Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI ändern sich.

Die Versicherten können die Leistungsentgelte individueller einsetzen und haben die Möglichkeit, einen Pflegemix zu verwirklichen. Außerdem haben sich die Leistungen des § 45b verändert. Der Grundbetrag beträgt seit 2015 nun 104 € und ist für jeden Pflegebedürftigen mit Pflegestufe zugänglich. Der erhöhte Betrag kann in Höhe von 208 € genutzt werden und ist nur in Verbindung des § 45a zugänglich. Die Leistungen sind von nun an für die Betreuung von Pflegebedürftigen und die Entlastung der Angehörigen da.

Der Gesetzestext ist wesentlich offener gestaltet, so können jetzt auch hauswirtschaftliche Leistungen über die Betreuungs- und Entlastungsleistungen erfolgen. Für Betreuungs- und Entlastungsleistungen können außerdem Leistungen der Verhinderungspflege verwendet werden. Darüber hinaus ist es möglich 40% der Pflegesachleistung umzuwandeln und zusätzlich für Betreuungs- und Entlastungsleistungen in Anspruch genommen werden. Die Grundpflege muss dabei sichergestellt sein.

Um die Fragestellung bearbeiten zu können, wurde eine Literaturrecherche durchgeführt. Die Recherche fand unter der Berücksichtigung bestimmter Schlagworte statt. Dabei ergaben sich aus den Neuerungen Vor- und Nachteile sowohl für Leistungsnehmer, sprich Pflegebedürftige und deren Angehörige, als auch für Leistungserbringer. Diese wurden für beide Seiten erläutert. Bei den Leistungserbringer wurde der Schwerpunkt auf ambulante Pflegedienste gelegt. Bei der Bearbeitung konnte herausgefiltert werden, dass es positive Auswirkungen für Pflegedienste gibt. Vor allem, dass jeder Pflegebedürfte 104 € erhält sollte ein ambulanter Pflegedienst nutzen. Außerdem müssen die Angebote im Entlastungsbereich erweitert werden. Sofern ein niedrigschwelliges Angebot nach § 45c SGB XI vorhanden ist, muss das Konzept erweitert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen der Pflegeversicherung nach SGB XI - aus Sicht der Leistungsnehmer

2.1 Betreuungsleistungen vor dem Pflegestärkungsgesetz 1

2.2 „Erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz“ §45a SGB XI

2.3 „Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen“ §45b SGB XI

2.4 Leistungsentgelte die zusätzlich für „Betreuungs- und Entlastungsleistungen“ aufgewendet werden können

3 Theoretische Grundlagen der Pflegeversicherung nach SGB XI - aus Sicht der Leistungserbringer

3.1 Nutzungsmöglichkeiten der Leistungsentgelte nach §45b SGB XI vor dem Pflegestärkungsgesetz 1

3.2 „Niedrigschwellige Betreuungsangebote“ §45c SBG XI

3.3 Nutzungsmöglichkeiten der Leistungsentgelte nach §45 b SGB XI nach dem Pflegestärkungsgesetz 1

4 Ableitung der sich ergebenen Vor- und Nachteile

4.1 Vor- und Nachteile der „Betreuungs- und Entlastungsleistungen“ – aus Sicht der Leistungsnehmer

4.2 Vor- und Nachteile der „Betreuungs- und Entlastungsleistungen“ - aus Sicht der ambulanten Pflegedienste

4.3 Vor- und Nachteile zusätzliche Leistungsentgelte für „Betreuungs- und Entlastungsleistungen“ aufzuwenden - aus Sicht der ambulanten Pflegedienste

5 Schluss

5.1 Zusammenfassung

5.2 Ausblick

5.3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die gesetzlichen Verbesserungen im Betreuungsbereich durch das Pflegestärkungsgesetz 1 (PSG 1) zu positiven Auswirkungen für ambulante Pflegedienste führen. Dabei steht die Analyse der Vor- und Nachteile sowie die Identifikation neuer Handlungsoptionen für Pflegedienste im Vordergrund.

  • Analyse der theoretischen Grundlagen der Pflegeversicherung nach SGB XI
  • Vergleich der Leistungsstrukturen vor und nach dem PSG 1
  • Bewertung der ökonomischen und operativen Auswirkungen für ambulante Pflegedienste
  • Diskussion des Potenzials von Betreuungs- und Entlastungsleistungen
  • Strategische Beratungsempfehlungen für Leistungserbringer

Auszug aus dem Buch

3.3 Nutzungsmöglichkeiten der Leistungsentgelte nach §45b SGB XI nach dem Pflegestärkungsgesetz 1

„Darüber hinaus können ambulante Pflegedienste sogenannte zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen anbieten (siehe hierzu auch Kapitel 2.1 f). Hierzu zählen besondere Angebote der allgemeinen Anleitung und Betreuung sowie der hauswirtschaftlichen Versorgung der Pflegedienste. Erstattet werden hierfür auf Antrag bis zu 104 Euro oder 208 Euro pro Monat – also bis zu 1.248 Euro oder 2.496 Euro jährlich – zusätzlich zu dem jeweiligen Leistungsbetrag für ambulante Pflegesachleistungen.“ (BMG 2015b, 47)

In dem Bereich der „Entlastungsleistungen“ ist ein neuer Bereich geschaffen worden, den Leistungserbringer sich zum Nutzen machen können. In Punkt 3.1 wurden bereits die Leistungen der „niedrigschwelligen Betreuung“ beschrieben, da diese auch bereits vor dem PSG 1 Teil der sozialen Pflegeversicherung waren.

Abgerechnet werden können die Leistungen von Einrichtungen der Tages- und Nachtpflege, Kurzzeitpflege, zugelassenen Pflegediensten und „niedrigschwelligen Betreuungs- und Entlastungsangeboten (vgl. Punkt 2.3). Außerdem wurde der Grundbetrag für alle Pflegebedürftigen, die in eine der drei Pflegestufen sind, geöffnet. Dadurch haben Leistungserbringer den Vorteil, dass in diesem Bereich deutlich mehr Menschen angesprochen werden können. Ambulante Pflegedienste können beispielsweise hauswirtschaftliche Leistungen eines Klienten über den Betrag des § 45b mit der Pflegekasse abrechnen, diese müssen sich jedoch von Leistungen der Grundpflege abheben. (BMG 2015a; BMG 2015b, 45ff.; BMG 2014; Deutscher Caritasverband 2014, 79ff.; Heiber 2014, 60f.)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Autorin legt die Motivation und Fragestellung der Arbeit dar, welche die Auswirkungen des PSG 1 auf ambulante Pflegedienste untersucht.

2 Theoretische Grundlagen der Pflegeversicherung nach SGB XI - aus Sicht der Leistungsnehmer: Es werden die gesetzlichen Regelungen der Betreuungsleistungen vor und nach dem PSG 1 sowie deren finanzielle Auswirkungen auf die Leistungsnehmer erläutert.

3 Theoretische Grundlagen der Pflegeversicherung nach SGB XI - aus Sicht der Leistungserbringer: Dieses Kapitel betrachtet die Leistungsstrukturen, insbesondere § 45b und § 45c, aus der Perspektive der Pflegedienste und zeigt deren Nutzungsmöglichkeiten auf.

4 Ableitung der sich ergebenen Vor- und Nachteile: Hier findet eine kritische Diskussion der Vor- und Nachteile des PSG 1 statt, differenziert nach Leistungsnehmern und ambulanten Pflegediensten.

5 Schluss: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, ein Ausblick auf das PSG 2 gegeben und die zentrale Forschungsfrage im Fazit beantwortet.

Schlüsselwörter

Pflegestärkungsgesetz 1, PSG 1, SGB XI, ambulante Pflege, Betreuungsleistungen, Entlastungsleistungen, Pflegedienste, Pflegeversicherung, § 45b, § 45c, Pflegemix, Grundpflege, Hauswirtschaftliche Versorgung, Leistungserbringer, Pflegebedürftige

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Pflegestärkungsgesetzes 1 (PSG 1) auf die ambulante Pflege, insbesondere unter dem Aspekt, ob die neuen Betreuungs- und Entlastungsleistungen positive Effekte für Pflegedienste bieten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig die gesetzlichen Änderungen im SGB XI, die Struktur von Betreuungs- und Entlastungsangeboten sowie die wirtschaftlichen und operativen Chancen und Risiken für ambulante Pflegedienste.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ambulanten Pflegediensten aufzuzeigen, wie sie das PSG 1 nutzen können und welche Vor- und Nachteile sich daraus ergeben, um eine fundierte Entscheidungsgrundlage für ihr Leistungsangebot zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin führt eine systematische Literaturrecherche durch, wertet Gesetzestexte aus und vergleicht diese mit aktueller Fachliteratur und Stellungnahmen von Branchenverbänden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen aus Sicht der Leistungsnehmer und Leistungserbringer sowie eine detaillierte Ableitung und Diskussion der Vor- und Nachteile der gesetzlichen Neuerungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind das Pflegestärkungsgesetz 1 (PSG 1), § 45b SGB XI, Betreuungs- und Entlastungsleistungen sowie der ambulante Pflegemix.

Welche Rolle spielt die „Pflegestufe 0“ in der Untersuchung?

Die Pflegestufe 0 ist ein wesentlicher Punkt, da sie den Zugang zu Leistungen nach § 45b für demenziell erkrankte Personen öffnet und somit eine neue Zielgruppe für Pflegedienste definiert.

Warum ist das Thema der „niedrigschwelligen Betreuungsangebote“ so relevant?

Diese Angebote (§ 45c SGB XI) sind laut Autorin entscheidend für die Entlastung pflegender Angehöriger und eröffnen Pflegediensten durch eine Ausweitung ihrer Konzepte neue wirtschaftliche Handlungsspielräume.

Welchen Stellenwert nimmt die hauswirtschaftliche Versorgung ein?

Durch das PSG 1 können diese Leistungen nun gezielter über § 45b abgerechnet werden, was für ambulante Pflegedienste eine wichtige zusätzliche Einnahmequelle darstellt, sofern sie sich von der Grundpflege abgrenzen.

Wie lautet das Fazit der Autorin zum Nutzen des PSG 1?

Die Autorin beantwortet die Forschungsfrage mit einem klaren „Jein“: Es bestehen zwar klare Vorteile und Umsatzpotenziale, diese erfordern jedoch einen hohen Beratungsaufwand, individuelle Anpassungen der Konzepte und einen souveränen Umgang mit dem Fachkräftemangel.

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Details

Titel
Möglichkeiten für die ambulante Pflege durch das Pflegestärkungsgesetz
Untertitel
Wie wirkt sich eine Verbesserung im Betreuungsbereich auf die Pflegedienste aus?
Note
1,3
Autor
Katharina Daub (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
43
Katalognummer
V304343
ISBN (eBook)
9783668032545
ISBN (Buch)
9783668032552
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pflegestärkungsgesetz Pflegereform SGB XI Betreuungs- und Entlastungsleistungen § 45b SGB XI
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Daub (Autor:in), 2015, Möglichkeiten für die ambulante Pflege durch das Pflegestärkungsgesetz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304343
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  43  Seiten
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