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Öffentliche Querverbundunternehmen. Rechtlich-organisatorische Gestaltungen und ökonomische Vorteile

Título: Öffentliche Querverbundunternehmen. Rechtlich-organisatorische Gestaltungen und ökonomische Vorteile

Trabajo de Seminario , 2014 , 19 Páginas , Calificación: 8

Autor:in: Artemiy Batanov (Autor)

Economía de las empresas - Administración de empresas, gestión, organización
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Eines der Ziele der Europäischen Union besteht darin, einen gemeinsamen Binnenmarkt zu errichten. Um dies zu verwirklichen, gibt es eine Reihe an Regelungen im europäischen Primär- sowie Sekundärrecht. Dazu gehören z.B. Kartellverbot, Beihilfeverbot und sonstige Wettbewerbsregeln.
Allerdings existieren dazu auch Ausnahmen: Man darf unter bestimmten Bedingungen den Wettbewerb beeinträchtigen. Ein öffentliches Querverbundunternehmen könnte unter bestimmten Voraussetzungen dazu zählen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Begriffserklärungen

1.1 Öffentliches Querverbundunternehmen

1.1.1 Definition

1.1.2 Branchenbild

1.1.3 Gesellschaftsstruktur

1.2 Quersubvention

1.2.1 Definition und Arten der Quersubventionierung

1.2.2 Ökonomische Feststellung von Quersubventionierung

1.2.3 Rechtliche Feststellung von Quersubventionierung

2 Querverbund von rechtlicher Perspektive

2.1 Transparenzrichtlinie

2.1.1 Zielsetzung und Inhalt

2.1.2 Rechtliche Würdigung

2.1.3 Umsetzung

2.2 Verstoß gegen Art. 102 AEUV

2.2.1 Tatbestand

2.2.2 Rechtfertigung des Missbrauchs

2.3 Verstoß gegen Art. 107 AEUV

2.3.1 Tatbestand

2.3.2 Rechtfertigung der Beihilfe

3 Ökonomische Vorteile des Querverbundes

3.1 „Klassische“ Vorteile

3.2 „Ambivalente“ Vorteile

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die rechtlichen Aspekte der Quersubventionierung in öffentlichen Querverbundunternehmen zu beleuchten und gleichzeitig deren ökonomische Vorteile kritisch zu hinterfragen.

  • Rechtliche Grundlagen der Transparenz bei öffentlichen Unternehmen
  • Analyse von Verstößen gegen das EU-Wettbewerbsrecht (Art. 102 und 107 AEUV)
  • Unterscheidung zwischen „klassischen“ und „ambivalenten“ Verbundvorteilen
  • Einfluss von Synergieeffekten und steuerlichen Aspekten auf die Kommunalwirtschaft
  • Betriebs- und volkswirtschaftliche Bewertung der Anreizstrukturen

Auszug aus dem Buch

1.1.1 Definition

Ein öffentliches Unternehmen hat im Gegensatz zu einem Privatunternehmen eine Doppelstellung. Einerseits kann der Staat als Eigentümer wie ein privater Akteur handeln; dies ermöglicht ihm das Gleichbehandlungsprinzip. Andererseits hat der Staat einen hoheitlichen Einfluss, indem er z.B. Wirtschafts- und Sozialpolitik betrieben oder Leistungen der Daseinsvorsorge zur Verfügung stellen kann. Bei öffentlichen Unternehmen gibt es darüber hinaus die Besonderheit, dass der Staat als Eigentümer eines Unternehmens über die Mittel der steuerzahlenden Bürger verfügt2.

Im Primärrecht der EU findet man keine Definition öffentlicher Unternehmen. Erwähnt werden sie lediglich im Art. 106 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV). Laut Art. 106 Abs. 1 AEUV gelten für öffentliche Unternehmen gleiche Wettbewerbsregeln wie für private Akteure, d.h. hier ist das so genannte Gleichbehandlungsprinzip verankert3. Der Unterschied zu einem Privaten besteht in der Einflussnahme: Der Staat kann ein öffentliches Unternehmen beeinflussen (z.B. Einwirkung auf die Geschäftsführung), ohne hoheitliche Maßnahmen zu ergreifen. Die unternehmerische Selbstständigkeit dieses Unternehmens ist damit begrenzt4.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Begriffserklärungen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe „öffentliches Querverbundunternehmen“ und „Quersubvention“ und beleuchtet deren rechtliche sowie ökonomische Einordnung.

2 Querverbund von rechtlicher Perspektive: Das Kapitel analysiert die Transparenzrichtlinie der EU sowie die rechtlichen Tatbestände und Rechtfertigungsmöglichkeiten bei Verstößen gegen das Kartell- und Beihilferecht.

3 Ökonomische Vorteile des Querverbundes: Hier werden die ökonomischen Motive untersucht, wobei zwischen Synergieeffekten, Steuervorteilen sowie ambivalenten Anreizwirkungen und Preisbildungsstrategien unterschieden wird.

Schlüsselwörter

Querverbundunternehmen, Stadtwerke, Quersubventionierung, Transparenzrichtlinie, Art. 102 AEUV, Art. 107 AEUV, Wettbewerbsverzerrung, Daseinsvorsorge, Synergieeffekte, Steuerliche Vorteile, Kommunalwirtschaft, Beihilferecht, Private Investor Test, Altmark Trans, Preisbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die rechtlichen Bedingungen und ökonomischen Auswirkungen von internen Quersubventionierungen innerhalb öffentlicher Querverbundunternehmen, wie sie häufig bei Stadtwerken vorkommen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Transparenz bei finanziellen Beziehungen, dem europäischen Wettbewerbsrecht sowie den betriebs- und volkswirtschaftlichen Vorteilen von Verbundstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, sowohl die rechtliche Zulässigkeit der Quersubventionierung als auch deren Nutzen für die Kommunen und die damit verbundenen ökonomischen Risiken zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer rechtwissenschaftlichen Analyse des EU-Primär- und Sekundärrechts sowie einer betriebswirtschaftlichen Bewertung von Synergieeffekten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Begriffsdefinitionen, eine rechtliche Prüfung der Transparenzrichtlinie und der EU-Beihilfevorschriften sowie eine ökonomische Beurteilung von Querverbundvorteilen.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Querverbundunternehmen, Quersubvention, Transparenzrichtlinie, Wettbewerbsverzerrung und Daseinsvorsorge.

Wie unterscheidet der Autor „klassische“ von „ambivalenten“ Vorteilen?

„Klassische“ Vorteile beziehen sich auf direkte Synergieeffekte und Steuervorteile, während „ambivalente“ Vorteile wie Preisbildung und Anreizwirkungen sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf verschiedene Akteure haben können.

Welche Rolle spielt der „Private Investor Test“ in der Arbeit?

Der Test dient als Instrument, um zu prüfen, ob das Verhalten eines öffentlichen Unternehmens markttypisch ist, und schränkt so den Anwendungsbereich des Beihilfeverbots nach Art. 107 AEUV ein.

Final del extracto de 19 páginas  - subir

Detalles

Título
Öffentliche Querverbundunternehmen. Rechtlich-organisatorische Gestaltungen und ökonomische Vorteile
Universidad
German University of Administrative Sciences Speyer
Curso
Seminar zur BWL öffentlicher Unternehmen
Calificación
8
Autor
Artemiy Batanov (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
19
No. de catálogo
V304384
ISBN (Ebook)
9783668026346
ISBN (Libro)
9783668026353
Idioma
Alemán
Etiqueta
öffentliche querverbundunternehmen rechtlich-organisatorische gestaltungen vorteile
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Artemiy Batanov (Autor), 2014, Öffentliche Querverbundunternehmen. Rechtlich-organisatorische Gestaltungen und ökonomische Vorteile, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304384
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