Wie das Märchen von Aschenbrödel klingt der Lebenslauf von Elizabeth Arden: Anfangs gründete sie mit gepumptem Geld in New York City einen kleinen Schönheitssalon, gegen Ende ihres Lebens galt sie als eine der erfolgreichsten Kosmetikerinnen Amerikas und besaß ein großes Unternehmen mit 220 Schönheitssalons in aller Welt.
Mit zwölf Cremedosen begann die Karriere von Helena Rubinstein. Sie schuf ein Kosmetikimperium mit 100 Niederlassungen in 14 Ländern und häufte ein Privatvermögen von mehr als 100 Millionen US-Dollar an. Der französische Künstler Jean Cocteau verlieh ihr den Ehrentitel „Kaiserin der Kosmetik“.
Bescheiden fing auch Deutschlands bedeutendste Designerin an. Die ganze Jil Sander GmbH fand zunächst Platz unter einem Dach. In der Küche wurden die Schnitte zubereitet, im Bad standen die Fotokopiergeräte, das Wohnzimmer diente als Büro und im Schlafzimmer wartete die Kollektion auf den Versand.
Claudia Schiffer wollte als junges Mädchen kleiner sein und nicht „so eine Bohnenstange“. Mit 14 gab sie sich im Urlaub als Mannequin aus, um Verehrer zu beeindrucken. Tatsächlich entdeckte man sie mit 17 in einer Diskothek und lud sie zu Probeaufnahmen nach Paris ein. Danach stieg sie zur „Modeprinzessin“ auf.
Nachzulesen sind diese erstaunlichen Erfolgsgeschichten aus der Welt der Schönen und der Reichen im vorliegenden Taschenbuch „Superfrauen 13 – Mode und Kosmetik“. Es präsentiert die Biografien zwölf berühmter Frauen in Wort und Bild und befasst sich auch mit ihrem Privatleben.
Inhaltsverzeichnis
MODE
Laura Biagiotti
Die „Queen of Cashmere“
Naomi Campbell
Das Topmodel Englands
Coco Chanel
Die „Königin der Haute Couture“
Cindy Crawford
Das bekannteste Topmodel der USA
Linda Evangelista
Das Topmodel aus Kanada
Jil Sander
Die erfolgreichste deutsche Designerin
Elsa Schiaparelli
Die berühmteste Pariser Modeschöpferin
Claudia Schiffer
Die „Mode-Prinzessin“ aus Deutschland
„Twiggy“
Das erste Supermodel
Vivienne Westwood
Die Frau, die die Punkrock-Mode schuf
KOSMETIK
Elizabeth Arden
Die Spitzenkosmetikerin der USA
Helena Rubinstein
Die „Kaiserin der Kosmetik“
Große Namen in der Welt der Mode
Azzedine Alaïa – Giorgio Armani – Nadja Auermann – Cristóbal Balenciaga – Pierre Balmain – Tyra Banks – Xuly Bët – Dirk Bikkembergs – Sónia Bogner – Barbara Bui – Giselle Bündchen – Esther Cañadas – Pierre Cardin – Laetitia Casta – Jean Charles de Castelbajac – Helena Christensen – Suzanne Clements – Corinne Cobson – Jean Colonna – Michel Comte – André Corrèges – Sophie Dahl – Christian Dior – Domenico Dolce – Jacques Esterel – Louis Féraud – Ines de la Fressange – Stefano Gabbana – John Galliano – Jean-Paul Gaultier – Romeo Gigli – Hubert de Givenchy – Guccio Gucci – Daniel Hechter – Eva Herzigova – Tommy Hilfiger – Iman – Marc Jacobs – Wolfgang Joop – Milla Jovovich – Donna Karan – Rei Kawakubo – Kenzo – Calvin Klein – Heidi Klum – Christian Lacroix – Karl Lagerfeld – Jeanne Lanvin – Ted Lapidus – Ralph Lauren – Peter Lindbergh – Jennifer Lopez – Elle MacPherson – Alexander McQueen – Steven Meisel – Issey Miyake – Jean-Baptiste Mondino – Claude Montana – Popy Moreni – Hanae Mori – Kate Moss – Thierry Mugler – Karen Mulder – François Nars – Helmut Newton – Rifat Ozbek – Miuccia Prada – Emilio Pucci – Paco Rabanne – Nina Ricci – Rebecca Romijn – Sonia Rykiel – Yves Saint-Laurent – Stephanie Seymour – Martine Sitbon – Anna Sui – Stella Tennant – Mario Testino – Nicola Trussardi – Christy Turlington – Emanuel Ungaro – Valentino – Gianni Versace – Diana Vreeland – Junya Wantanabe – Bruce Weber – Yohij Yamamoto – Valentin Yudashkin
Meilensteine der Modegeschichte
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Das vorliegende Buch präsentiert die faszinierenden Biografien von zwölf einflussreichen Frauen aus der Welt der Mode und der Kosmetik. Ziel ist es, den Werdegang dieser Persönlichkeiten – von den bescheidenen Anfängen bis zu ihrem internationalen Aufstieg – nachzuzeichnen und ihr Wirken in den historischen Kontext der Modegeschichte einzuordnen.
- Biografische Skizzen bedeutender Designerinnen und Kosmetik-Unternehmerinnen
- Analyse des Einflusses dieser Frauen auf globale Modetrends und Unternehmenskulturen
- Erfolgsgeschichten und Strategien hinter den Marken und Imperien
- Dokumentation wichtiger Meilensteine in der Entwicklung der Mode
- Einblick in das Privatleben und die Charakterzüge dieser Ikonen
Auszug aus dem Buch
Coco Chanel
Als „Hohepriesterin der Mode“ und „Königin der Haute Couture“ feierte man die französische Modeschöpferin Coco Chanel (1883–1971), die bürgerlich Gabrielle Chanel hieß. Weltweit bekannt wurden Cocos bortengesäumtes Chanel-Kostüm – kombiniert aus kurzem Rock, der eine Handbreit über dem Knie schwebte, Pullover und Jacke –, das „kleine Schwarze“ – ein kurzes Kleid der Charlestone-Epoche – und das herb-süße Parfüm „Chanel Nummer 5“.
Gabrielle Chanel kam am 19. August 1883 als zweite uneheliche Tochter des Hausierers Albert Chanel und seiner Geliebten Jeanne Devolle in dem Sevennen-Dorf Saumur an der Loire zur Welt. Ihr Vater heiratete ihre Mutter am 17. November 1884, als bereits das dritte Mädchen unterwegs war. 1889 und 1891 folgte jeweils ein Junge, wovon letzterer jedoch bald starb.
Nach dem frühen Tod ihrer vermutlich einer Bronchitis erlegenen Mutter am 16. Februar 1895 wurde die elf Jahre alte Gabrielle Chanel, die bis dahin beim Verkauf von Wein und Kurzwaren auf der Straße geholfen hatte, völlig verwahrlost in das Waisenhaus eines katholischen Klosters von Obasine gebracht. Da die Schwestern der „Kongregation vom Heiligen Herzen Mariens“ bereits ihr Abendessen eingenommen hatten, boten sie Gabrielle zwei schnell gekochte Eier als Nachtmahl an.
Zusammenfassung der Kapitel
Laura Biagiotti: Biografie einer Designerin, die mit ihren Kaschmirkreationen als „Queen of Cashmere“ weltbekannt wurde und maßgeblich zur Etablierung des „Made in Italy“ beitrug.
Naomi Campbell: Lebensgeschichte des ersten farbigen Topmodels, das durch seinen außergewöhnlichen Gang und eine steile Karriere die Modewelt der 80er und 90er Jahre prägte.
Coco Chanel: Darstellung der legendären Modeschöpferin, die mit ihren innovativen Entwürfen wie dem „kleinen Schwarzen“ und dem Parfüm „Chanel No. 5“ die Haute Couture revolutionierte.
Cindy Crawford: Porträt des amerikanischen Supermodels, das durch seine Präsenz in unzähligen Magazinen und Fitness-Videos das Idealbild der 90er Jahre verkörperte.
Linda Evangelista: Einblick in den Weg eines der erfolgreichsten Topmodels der 90er Jahre, das für seine ständige Wandelbarkeit und professionelle Disziplin bekannt war.
Jil Sander: Geschichte der deutschen Designerin, deren Konzept der radikalen Reduktion und Schlichtheit der deutschen Mode internationale Anerkennung verschaffte.
Elsa Schiaparelli: Hommage an die surrealistische Pariser Modeschöpferin der 30er Jahre, die als Rivalin von Chanel bekannt war und mutige Farbgebungen sowie neue Materialien in die Mode einführte.
Claudia Schiffer: Weg der deutschen „Modeprinzessin“ vom Mädchen aus Rheinberg zum bestverdienenden Fotomodel der 90er Jahre.
„Twiggy“: Dokumentation des Aufstiegs des ersten Supermodels der 60er Jahre, das mit seinem androgynen Look und kurzen Haaren ein weltweites Schönheitsideal definierte.
Vivienne Westwood: Biografie der Pionierin der Punkrock-Mode, die mit ihrer exzentrischen Art und der Verbindung von Tradition und Rebellion Trendsetterin wurde.
Elizabeth Arden: Lebenslauf einer der erfolgreichsten Kosmetikerinnen, die vom kleinen Schönheitssalon ein globales Imperium aufbaute und das Konzept der „totalen Schönheit“ prägte.
Helena Rubinstein: Porträt der „Kaiserin der Kosmetik“, die ausgehend von einer einfachen Creme ein weltweites Imperium schuf und die Kosmetikindustrie nachhaltig beeinflusste.
Schlüsselwörter
Mode, Kosmetik, Designerin, Topmodel, Haute Couture, Schönheit, Erfolgsgeschichte, Biografie, Business, Trend, Innovation, Luxus, Ästhetik, Markenführung, Stil
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Das Buch zeichnet die Lebenswege von zwölf einflussreichen Frauen nach, die die Branchen Mode und Kosmetik maßgeblich geprägt und revolutioniert haben.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der Aufstieg zur unternehmerischen Spitze, kreative Innovation in Design und Kosmetik sowie die Einflüsse dieser Frauen auf zeitgenössische Modetrends.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Erfolgsgeschichten dieser Persönlichkeiten festzuhalten und ihre persönliche sowie berufliche Bedeutung in der Modegeschichte zu dokumentieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine detaillierte Recherche, die biografische Daten, Zeitzeugenberichte, Medienberichte und historische Kontextualisierung umfasst.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die einzelnen Biografien von Frauen wie Coco Chanel, Jil Sander oder Helena Rubinstein detailliert in Bezug auf ihre Karriere, ihre Visionen und ihr gesellschaftliches Wirken beschrieben.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Mode, Kosmetik, Business, Erfolg, Innovation, Biografien, Stil und Kreativität sind die prägenden Begriffe.
Warum wird Elizabeth Arden mit einem Märchen verglichen?
Ihr Lebenslauf wird mit dem Aschenbrödel-Märchen verglichen, da sie mit wenig Kapital in New York startete und gegen Ende ihres Lebens ein globales Unternehmen mit hunderten Salons besaß.
Was war das „Credo“ von Jil Sander?
Ihr Credo lautete: „Die reinste Form von Luxus ist die Reduktion“, was ihre Philosophie widerspiegelt, auf überflüssiges Beiwerk zu verzichten und sich auf klare, elegante Formen zu konzentrieren.
Wie reagierte Elsa Schiaparelli auf den „Uniform-Look“?
Sie lehnte die Gleichmacherei in der Mode ab und verfolgte stets das Ziel, Frauen so zu kleiden, dass sie ihre eigene Attraktivität und eine gewisse „fatale“ Wirkung unterstreichen konnten.
- Citation du texte
- Ernst Probst (Auteur), 2001, Superfrauen 13 - Mode und Kosmetik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304385