Diese Veröffentlichung beinhaltet ein Portfolio aus dem Jahr 2015 zur Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte in Integrationskursen.
Sie ist geeignet für verkürzte als auch unverkürzte Zusatzqualifizierung.
Inhaltsverzeichnis
I. Unterrichtsfeinplanung 1. Arbeitsblatt
II. Unterrichtsfeinplanung 2. Arbeitsblatt
III. Analyse eines Lehrwerks 1. Arbeitsblatt
III. Analyse eines Lehrwerks 2. Arbeitsblatt
III. Analyse eines Lehrwerks 3. Arbeitsblatt
III. Analyse eines Lehrwerks 4. Arbeitsblatt
IV. Arbeitsblatt / Lernerfahrungen
Zielsetzung & Themen
Dieses Portfolio dokumentiert die didaktische Planung und methodische Analyse im Kontext der Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte im Bereich Deutsch als Zweitsprache. Das primäre Ziel ist die Reflexion über handlungsorientierte Unterrichtskonzepte, die gezielte Analyse von Lehrwerken unter Berücksichtigung der Teilnehmerbedürfnisse sowie die Evaluierung der persönlichen Lernerfahrungen zur Professionalisierung als DaZ-Lehrkraft.
- Handlungsorientierte Unterrichtsplanung und -gestaltung
- Lehrwerkanalyse und kriteriengestützte Bewertung
- Differenzierung und Heterogenität in Integrationskursen
- Methoden der Wortschatz- und Grammatikvermittlung
- Reflexion über Rolle und Haltung als DaZ-Lehrkraft
Auszug aus dem Buch
III. Analyse eines Lehrwerks 1. Arbeitsblatt
Als Analyseschwerpunkt wähle ich die Handlungsorientierung, da ich in meinem bisherigen Nicht-Daz-Unterricht (BWL und Politik) gute Erfahrungen damit gemacht habe und dabei die Schülermotivation sehr hoch war. Die vorgespielten lebensnahen Situationen finde ich sehr wichtig, weil eine Aktivität besser im Gedächtnis bleibt als gelesene Regeln. Mit Projekten kann man im Kurs einen Übergang zum Alltag bauen, und sie bringen auch einen erheblichen Mehrwert für den Unterricht.
Den Teilnehmern wird deutlich, dass sie ihre Kenntnisse im Leben verwenden können und bekommen so eine gewisse Sicherheit. Mit Rollenspielen werden die Teilnehmer auf den Kontakt mit Muttersprachlern vorbereitet und Blockaden (Ängste) werden zerstört. Je mehr Alltagssituationen die Teilnehmer nachspielen, desto grösser ist die Motivation mehr lernen zu wollen. Die Inhalte des Lehrwerks „Pluspunkt Deutsch“ sind auf den deutschsprachigen Alltag bezogen, z. B. Familie, Beruf, Ämter und Behörden.
Projekte werden nicht mit Frontalunterricht sondern in Paaren oder in Gruppenarbeit durchgeführt, wodurch die Schüler selbständiger werden. Hierbei bekommen die Teilnehmer reale Zeitungsartikel und Formulare, denen sie auch im Alltag begegnen wodurch sie gleichzeitig Übung bekommen, wenn sie zum Beispiel Anmeldeformulare selbst ausfüllen müssen. Die Kursteilnehmer werden selber das Lernen erlernen, und in den Unterrichtsstunden aktiver werden. Durch Handlungsorientierung wird die deutsche Umgebung in den Lernprozess einbezogen und so wird das Lernen außerhalb der Klasse gefördert.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Unterrichtsfeinplanung 1. Arbeitsblatt: Entwurf einer Unterrichtseinheit zum Thema "Kinder und Schule" für eine heterogene DaZ-Lerngruppe auf A1-Niveau.
II. Unterrichtsfeinplanung 2. Arbeitsblatt: Detaillierte tabellarische Darstellung der geplanten Unterrichtsphasen, Sozialformen und methodischen Hinweise für die Unterrichtseinheit.
III. Analyse eines Lehrwerks 1. Arbeitsblatt: Begründung der Wahl des Schwerpunkts "Handlungsorientierung" für die Lehrwerkanalyse.
III. Analyse eines Lehrwerks 2. Arbeitsblatt: Zusammenstellung der strukturellen Eckdaten, Lernziele und Aufbau des Lehrwerks "Pluspunkt Deutsch".
III. Analyse eines Lehrwerks 3. Arbeitsblatt: Praxisorientierte Untersuchung der Umsetzung handlungsorientierter Ansätze in spezifischen Lektionen der Bände A2 und B1.
III. Analyse eines Lehrwerks 4. Arbeitsblatt: Persönliche Einschätzung der Eignung des Lehrwerks für die Zielgruppe der Zugewanderten unter Einbeziehung ergänzender Aufgaben.
IV. Arbeitsblatt / Lernerfahrungen: Umfassende Selbsteinschätzung und Reflexion der im Rahmen der Zusatzqualifizierung erworbenen Kenntnisse und deren Bedeutung für die zukünftige DaZ-Lehrtätigkeit.
Schlüsselwörter
Deutsch als Zweitsprache, DaZ, Handlungsorientierung, Lehrwerkanalyse, Unterrichtsplanung, Integrationskurs, Sprachdidaktik, Lernerfahrungen, Differenzierung, Kommunikation, Sprachhandlungen, Kompetenzorientierung, Lehrerprofessionalisierung, Erwachsenenbildung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Portfolio primär?
Das Portfolio dient als Reflexions- und Dokumentationsinstrument für die Zusatzqualifizierung im Bereich Deutsch als Zweitsprache und verknüpft theoretische Lerninhalte mit der praktischen Umsetzung.
Welche Themenfelder stehen im Fokus?
Zentrale Themen sind die Unterrichtsplanung (Feinplanung), die analytische Bewertung von Lehrmaterialien nach handlungsorientierten Kriterien sowie die eigene didaktische Professionalisierung.
Was ist das Ziel der Forschungsfrage bzw. Analyse?
Ziel ist es, zu evaluieren, wie handlungsorientierte Ansätze in DaZ-Lehrwerken umgesetzt sind und wie diese Erkenntnisse effektiv in den eigenen Unterricht für zugewanderte Lernende transferiert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse herangezogen?
Die Arbeit nutzt deskriptive Analyseverfahren und Kriterienkataloge (u.a. den Stockholmer Kriterienkatalog), um die Qualität von Lehrwerken und deren Eignung für verschiedene Lernertypen zu bewerten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst sowohl die konkrete Planung von Unterrichtseinheiten als auch eine fundierte, kritische Analyse des Lehrwerks "Pluspunkt Deutsch" sowie eine umfassende Reflexion der Lernerfahrungen aus den verschiedenen Qualifizierungsmodulen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Handlungsorientierung, Lernerautonomie, Binnendifferenzierung, Sprachbedarfsanalyse und Interkulturelles Lernen aus.
Wie bewertet der Autor die Rolle der Handlungsorientierung im Unterricht?
Der Autor stuft die Handlungsorientierung als essenziell für die Schülermotivation ein, da sie den Transfer zwischen dem Kursgeschehen und realen Alltagssituationen (z.B. Ämtergänge) herstellt und Sprachblockaden abbaut.
Welchen Stellenwert nimmt die Fehlerkorrektur ein?
Der Autor betont, dass Fehlerkorrektur sensibel und zielgerichtet erfolgen muss, um die Lernenden nicht zu entmutigen, wobei der Fokus auf Kommunikation vor grammatikalischer Perfektion liegen sollte.
Wie möchte der Autor die "Neue Medien" in Zukunft nutzen?
Er plant den Einsatz von Software wie LingoFox und digitalen Endgeräten, um die Motivation zu steigern, das autonome Lernen zu fördern und den Unterricht lebendiger zu gestalten.
Welche Bedeutung kommt der Beratungskompetenz zu?
Die Lehrkraft agiert als erster Ansprechpartner bei Alltagsproblemen der Teilnehmer, wobei der Autor hervorhebt, dass eine Sensibilisierung für Beratungsbedarfe notwendig ist, um Blockaden zu lösen, die sonst das Lernen behindern würden.
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- Bekir Kocaker (Autor), 2015, Portfolio zur Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte im Bereich Deutsch als Zweitsprache, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304564