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Caesars Expeditionen nach Britannien. Vergleich von Caesars Bericht und Ciceros Briefen aus Britannien

Titre: Caesars Expeditionen nach Britannien. Vergleich  von Caesars Bericht und Ciceros Briefen aus Britannien

Dossier / Travail de Séminaire , 2007 , 16 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Anne-Mareike Franz (Auteur)

Études latines - Littérature
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Résumé Extrait Résumé des informations

Gaius Julius Caesar startete im Jahre 55 und 54 vor Christus im Laufe seines Gallien Feldzugs zwei Expeditionen nach Britannien, über deren Verlauf er in seinem Kommentar „De Bello Gallico“ berichtet. Die Tatsache jedoch, dass Caesar einer der wenigen ist, die überhaupt literarische Zeugnisse über den Gallien Feldzug hinterlassen haben, erschwert die wissenschaftliche Überprüfbarkeit dieses Kriegsberichts erheblich. Dies führte dazu, dass Caesar sowohl zu seiner Zeit als auch in der aktuellen Diskussion des öfteren Vertuschen oder Erfinden von Tatsachen vorgeworfen wurde.
Im Falle der zweiten Expedition nach Britannien verfügt die heutige Wissenschaft jedoch mit den Briefen des Quintus Cicero aus Britannien, die sein Bruder Marcus Tullius Cicero in seinen „Epistulae ad Atticum“ schriftlich niederlegte, über einen seltenen Einzelfall, in dem andere Quellen Informationen über die gleiche Thematik liefern. Auf diese Weise ist es auch möglich, Teile von Caesars littera ad senatum zu rekonstruieren, die wahrscheinlich als Basis für seinen Bericht im Bellum Gallicum V,22-23 diente.

Im Folgenden wird nun einerseits auf wissenschaftliche Erkenntnisse in Bezug auf Verlauf und Ergebnis der beiden Expeditionen nach Britannien und andererseits auf deren Darstellung in den bereits erwähnten literarischen Zeugnissen eingegangen, um Caesars Darstellungsweise beurteilen zu können.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Caesars Expeditionen nach Britannien

2.1 Möglicher Verlauf

2.2 Beurteilung des Ergebnisses

2.2.1 Reaktionen in der Antike

2.2.2 Heutige Meinungen

2.3 Erkundung oder Eroberung? – Vermutungen zur Motivation Caesars

3. Caesars Darstellung im BG (V,22-23)

3.1 Darstellung als bellum iustum

3.2 Charakterisierung des Gegners

3.3 excusatio zur Rückkehr nach Gallien

3.4 Eroberung ganz Britanniens

3.5 pristina fortuna Caesars

4. Vergleich mit Q. Ciceros Briefen aus Britannien (Cic., ad Att. IV,16,7 und IV,18,5)

4.1 Erwartungen an die zweite Überfahrt nach Britannien (Cic., ad Att. IV,16,7)

4.2 Caesars Bericht in Rom (Cic., ad Att. IV,18,5)

4.2.1 Wörtliche und inhaltliche Übereinstimmungen

4.2.2 Unterschiede

4.3 Caesars Prinzip der Sachauswahl im Bellum Gallicum

5. Schlussfolgerung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die rhetorische und literarische Darstellung von Caesars Britannienfeldzügen in seinem Kommentar "De Bello Gallico" im Vergleich zu den zeitgenössischen Briefen des Quintus Cicero. Ziel ist es, aufzudecken, wie Caesar durch gezielte Sachauswahl und Darstellungsweise reale militärische Misserfolge in einen publizistischen Erfolg transformierte, um sich gegen Vorwürfe der Unfähigkeit zu wehren und ein positives Bild seines Handelns in Rom zu etablieren.

  • Analyse des tatsächlichen Verlaufs der Britannienexpeditionen (55 und 54 v. Chr.).
  • Gegenüberstellung von Caesars Selbstdarstellung im "Bellum Gallicum" mit privaten Quellen (Briefe an Atticus).
  • Untersuchung von Caesars Strategien zur Rechtfertigung als "bellum iustum" (gerechter Krieg).
  • Kritische Würdigung der Manipulation von Fakten und der Konstruktion eines eigenen Mythos durch den Autor.

Auszug aus dem Buch

3.1 Darstellung als bellum iustum

Caesar ist stets bemüht, sämtliche Reaktionen von Seiten der Römer durch eine Verteidigungssituation zu begründen, sei es dass sie angegriffen wurden oder selbst angriffen. Der Grundgedanke Caesars hierbei ist zu beweisen, dass die administratio provinciae und die propagatio imperii zwei untrennbare Aufgaben des jeweils verantwortlichen Statthalters beziehungsweise Feldherren seien. Die Sicherheit der römischen Provinzen könne also nur gesichert werden, wenn die gewaltsame Auseinandersetzung mit den Nachbarvölkern nicht gescheut werde und da bleibe es auch nicht aus, diese notfalls zu unterwerfen. So sei die römische Flotte nicht nur bei der ersten Landung an den britannischen Strand gewaltsam behindert sondern durch stetige Angriffe bedrängt worden. Auch die Entscheidungsschlacht der zweiten Expedition sei durch den Gegner provoziert worden: Cassivellaunus (...) imperat, uti coactis omnibus copiis castra navalia de improviso adoriantur atque oppugnent (V,22,1). Somit gelingt es Caesar, den römischen Leser zu überzeugen, dass er ganz im Zeichen eines bellum iustum und zur Verteidigung der römischen Truppen gehandelt habe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Britannienfeldzüge Caesars und Darlegung der Problematik der wissenschaftlichen Überprüfbarkeit aufgrund mangelnder literarischer Parallelquellen.

2. Caesars Expeditionen nach Britannien: Darstellung des historischen Verlaufs der beiden Expeditionen, der antiken sowie modernen Beurteilung ihrer Ergebnisse und der Frage nach der Motivation Caesars.

3. Caesars Darstellung im BG (V,22-23): Untersuchung der rhetorischen Mittel, mit denen Caesar seine Feldzüge als gerechtfertigte, notwendige Unternehmungen propagiert und sein Ansehen wahrt.

4. Vergleich mit Q. Ciceros Briefen aus Britannien (Cic., ad Att. IV,16,7 und IV,18,5): Analyse von Abweichungen zwischen Caesars offiziellen Berichten und der Korrespondenz von Quintus Cicero, um die Strategie der Sachauswahl zu entlarven.

5. Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse, die bestätigt, dass Caesar durch die literarische Gestaltung seines Kommentars ein bewusstes Bild seines Wirkens schuf, um Vorwürfen der Inkompetenz entgegenzuwirken.

Schlüsselwörter

Gaius Julius Caesar, De Bello Gallico, Britannienfeldzug, Quintus Cicero, bellum iustum, Historiographie, Propaganda, antike Quellen, militärische Rechtfertigung, Sachauswahl, commentarius, römische Geschichte, Cassivellaunus, Britannien, Machtpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Gaius Julius Caesar die Berichterstattung über seine Britannienexpeditionen in seinem Werk "De Bello Gallico" gestaltete, um militärisch wenig erfolgreiche Unternehmungen als politische Siege darzustellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Diskrepanz zwischen realem militärischem Verlauf und literarischer Darstellung, der Rechtfertigung des Krieges als "bellum iustum" sowie der Auswertung zeitgenössischer Vergleichsquellen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, Caesars Strategien der Faktenselektion und rhetorischen Manipulation aufzudecken, die dazu dienten, sein Image in Rom zu festigen und sich gegen Vorwürfe der Misserfolgs zu schützen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quellenkritische Analyse durchgeführt, bei der Caesars "Bellum Gallicum" mit den Briefen von Quintus Cicero an Atticus verglichen wird, um eine Rekonstruktion der tatsächlichen Ereignisse zu ermöglichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Darstellungstechniken Caesars, wie die Charakterisierung des Gegners, die Entschuldigung der Rückkehr nach Gallien und die Nutzung der "fortuna", sowie den direkten Vergleich mit den Briefen Ciceros.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen: Caesar, Britannien, De Bello Gallico, Propaganda, bellum iustum, Quellenkritik, Historiographie und Machtinszenierung.

Wie bewertet die Arbeit die Glaubwürdigkeit Caesars?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Caesar zwar kein Historiker im modernen Sinne war, aber seine Darstellungen aufgrund der zeitgenössischen Korrespondenz und Augenzeugenberichte nicht völlig frei erfunden sein konnten, sondern geschickt "verschönert" wurden.

Welche Rolle spielen die Briefe des Quintus Cicero?

Diese Briefe dienen als wichtige, weitgehend unabhängige Parallelquelle, die es ermöglicht, die "glänzenden Farben" von Caesars Berichten zu identifizieren und die tatsächliche Lage in Britannien besser einzuschätzen.

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Résumé des informations

Titre
Caesars Expeditionen nach Britannien. Vergleich von Caesars Bericht und Ciceros Briefen aus Britannien
Université
University of Trier
Note
2,3
Auteur
Anne-Mareike Franz (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
16
N° de catalogue
V304571
ISBN (ebook)
9783668029422
ISBN (Livre)
9783668029439
Langue
allemand
mots-clé
caesars expeditionen britannien vergleich bericht ciceros briefen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anne-Mareike Franz (Auteur), 2007, Caesars Expeditionen nach Britannien. Vergleich von Caesars Bericht und Ciceros Briefen aus Britannien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304571
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Extrait de  16  pages
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