Die vorliegende Arbeit behandelt das Konzept der transformationalen Führung auf Basis zweier Studien.
Deren Kernaussagen werden dargestellt und anschließend diskutiert.
Transformationale Führung hat die gezielte Beeinflussung und Veränderung („Transformation“) des Wertesystems und den Einstellungen der Mitarbeiter zum Kern. Ziel bei diesem Führungsstil ist es durch einen Wertewandel die
Motivation der Mitarbeiter zu steigern um dadurch auf individueller Ebene eine höhere Leistungsfähigkeit zu erreichen.
Nachdem transformationale Führung genauer definiert wird, untersucht diese Arbeit zwei aktuelle Studien (1. „Wie beeinflusst transformationale Führung das Wohlbefinden von Mitarbeitern? Untersuchung der vermittelnden Funktion von Selbstwirksamkeit“ von Karina Nielsen und Fehmidah Munir und 2. „Ein zweischneidiges Schwert: Transformationale Führung und individuelle Kreativität“ von Silke Astrid Eisenbeiß und Sabine Boerner). Es erfolgt sowohl die Darstellung des thematischen Fokus der Studien als auch deren Methoden, Ergebnisse und anschließend eine kurze Diskussion.
Das abschließende Kapitel widmet sich der vergleichenden Diskussion der dargestellten Studien.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1. FÜHRUNG UND FÜHRUNGSERFOLG
1.2. TRANSFORMATIONALE FÜHRUNG
1.3. AKTUELLE FORSCHUNGSERGEBNISSE
2. DIE STUDIE VON NIELSEN UND MUNIR (2009)
2.1. EINFÜHRUNG UND HYPOTHESEN
2.2. METHODEN
2.3. ERGEBNISSE
2.4. DISKUSSION
3. DIE STUDIE VON EISENBEIß UND BOERNER (2013)
3.1. EINFÜHRUNG UND HYPOTHESEN
3.2. METHODEN
2.3. ERGEBNISSE
2.4. DISKUSSION
4. VERGLEICHENDE DISKUSSION
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Konzept der transformationalen Führung durch die Analyse zweier spezifischer Studien kritisch zu beleuchten, um sowohl dessen positive Wirkung auf das Mitarbeiterwohlbefinden und die Kreativität als auch potenzielle Risiken wie erhöhte Abhängigkeiten besser zu verstehen.
- Grundlagen der transformationalen Führung und ihre vier zentralen Dimensionen.
- Analyse der vermittelnden Rolle der Selbstwirksamkeit beim Einfluss von Führung auf das Wohlbefinden (Studie Nielsen & Munir).
- Untersuchung des Spannungsfelds zwischen transformationaler Führung und Mitarbeiterkreativität (Studie Eisenbeiß & Boerner).
- Diskussion über die Relevanz von Mediatoren und Rahmenbedingungen in Führungsprozessen.
- Synthese der Studienergebnisse zur Ableitung praktischer Implikationen für Führungskräfte.
Auszug aus dem Buch
1.2. Transformationale Führung
Transformationale Führung hat die gezielte Beeinflussung und Veränderung („Transformation“) des Wertesystems und den Einstellungen der Mitarbeiter zum Kern. Ziel bei diesem Führungsstil ist es durch einen Wertewandel die Motivation der Mitarbeiter zu steigern um dadurch auf individueller Ebene eine höhere Leistungsfähigkeit zu erreichen. Neben der Steigerung der Leistungsfähigkeit zielt dieser Führungsstil auf die Stärkung des Verantwortungsgefühls und der Veränderungsbereitschaft ab. Mitarbeiter sollen durch die Transformation der Motivation auf einer höheren Ebene von ihren Aufgaben überzeugt, für gemeinsame Ziele begeistert und zum Lernen angeregt werden (nach Pundt, Nerdinger, 2011, S. 49). Als Folge dessen treten kollektive Ziele sowie langfristige übergeordnete Werte und Ideale in den Vordergrund und eigennützige Ziele verlieren an Bedeutung. Somit werden kurzfristige Motive durch langfristige Ziele ersetzt und die Bereitschaft des einzelnen Mitarbeiters zur erhöhten Zielsetzung wird gesteigert (nach Felfe, 2006, S. 163).
Da menschliches Handeln nicht nur rational und auf ein Ziel gerichtet ist sondern ebenso eine Erhöhung des Selbstwertgefühls und der Selbstwirksamkeit angestrebt wird, besteht der Ansatz der transformationalen Führung in der Befriedigung dieser höheren Bedürfnisse (Sehm, 2011, S. 26).
Fraglich ist, wie sich eine Transformation der Werte eines Mitarbeiters zur Bedürfnisbefriedigung und der daraus resultierenden Leistungssteigerung erreichen lässt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Herausforderungen moderner Führung im globalen Wandel ein und definiert das Konzept der transformationalen Führung mitsamt seiner theoretischen Basis.
2. DIE STUDIE VON NIELSEN UND MUNIR (2009): Der Abschnitt analysiert den Zusammenhang zwischen transformationaler Führung, dem Wohlbefinden der Mitarbeiter und der vermittelnden Funktion der Selbstwirksamkeit.
3. DIE STUDIE VON EISENBEIß UND BOERNER (2013): Hier wird untersucht, wie transformationale Führung die individuelle Kreativität der Mitarbeiter beeinflusst und inwiefern eine Abhängigkeit von der Führungskraft als negativer Mediator fungiert.
4. VERGLEICHENDE DISKUSSION: Dieses abschließende Kapitel führt die Erkenntnisse beider Studien zusammen und diskutiert die komplexen Wirkmechanismen von Führung unter Berücksichtigung von Mediatoren und Randbedingungen.
Schlüsselwörter
Transformationale Führung, Führungserfolg, Mitarbeiterwohlbefinden, Selbstwirksamkeit, Kreativität, Mitarbeiterabhängigkeit, Führungskräfte, Wertewandel, Motivationssteigerung, Führungsstile, Arbeitsleistung, Organisationspsychologie, Längsschnittstudie, Mediatoren, Selbstwertgefühl.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Konzept der transformationalen Führung anhand von zwei aktuellen Studien, um dessen Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Kreativität der Mitarbeiter zu evaluieren.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf den positiven Auswirkungen transformationaler Führung, der psychologischen Vermittlung durch Selbstwirksamkeit sowie den Risiken einer erhöhten Abhängigkeit von der Führungskraft.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis darüber zu gewinnen, wie transformationale Führung wirkt und unter welchen Bedingungen sie sowohl förderliche als auch potenziell einschränkende Effekte auf die Belegschaft hat.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung sowie die Analyse quantitativer Längsschnitt- und Online-Studien (Strukturgleichungsmodelle), um die aufgestellten Hypothesen zu überprüfen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung und Diskussion der beiden Studien von Nielsen und Munir (2009) sowie Eisenbeiß und Boerner (2013) hinsichtlich ihrer Hypothesen, Methoden und Ergebnisse.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind transformationale Führung, Selbstwirksamkeit, Kreativität, Mitarbeiterabhängigkeit und der Einfluss von Führung auf das Wohlbefinden.
Wie korreliert transformationale Führung mit der Mitarbeiterkreativität?
Die Ergebnisse zeigen eine positive Korrelation zur Kreativität, wobei jedoch gleichzeitig eine durch Führung induzierte Abhängigkeit entstehen kann, die sich wiederum negativ auf die Kreativität auswirken kann.
Welche Rolle spielt die Selbstwirksamkeit im Kontext der Führung?
Die Studie von Nielsen und Munir untersuchte die Selbstwirksamkeit als potenziellen Mediator zwischen Führung und Wohlbefinden; die Ergebnisse lieferten dabei differenzierte Erkenntnisse über die zeitliche Stabilität dieser Mechanismen.
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- Stephanie Müller (Author), 2015, Höhere Leistungsfähigkeit durch transformationale Führung. Ein Vergleich zweier Studien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304581