Didaktische Überlegungen:
Didaktik behandelt im engeren Sinne die Lehre der inhaltlichen Planung, Organisation und Kontrolle des Lernens: Didaktik lehrt somit hauptsächlich das „Was“ der Ausbildung. Hierbei sollten bestimmte Faustregeln eingehalten werden wie z.b.:
• Vom Leichten zum Schweren
• Vom Einfachen zum Zusammengesetzten
• Vom Nahen zum Entfernten
• Etc.
Weiterhin sollte ich als Ausbilder die obersten Leitsätze, die „didaktischen Prinzipien“ beachten. Zu diesen gehören z.B.:
• Prinzip der Aktivität des Auszubildenden (eigenständiges Denken und Arbeiten)
• Prinzip der Anschauung
• Prinzip der Praxisnähe
• Prinzip der Erfolgssicherung
• Etc. Methodische Überlegungen:
Methodik behandelt im Gegensatz zur Didaktik das „Wie“ der Ausbildung. Die Nachfolgende Unterweisung soll nach der 4-Stufen-Methode erfolgen. Hierbei sollen auch die oben genannten Prinzipien angewandt werden. Zum „Wie“ ist noch zu sagen, dass eine veranschaulichende Unterweisung am besten durch Visualisierung erfolgen kann. Der Lerneffekt wird nochmals gestärkt durch das „selbst machen“ des Auszubildenden, was im Anschluss an die ausführliche Erklärung folgt. Der Mensch behält am meisten von dem, was er selbst macht (ca. 90%).
Inhaltsverzeichnis
1. Rahmeninformationen
2. Überlegungen
3. Vorstellung der Vier-Stufen-Methode
4. Lernziele
5. Unterweisungsablauf
5.1 Stufe 1 - Vorbereitungen
5.2 Stufe 2 - Vorführung des Arbeitsvorganges
5.3 Stufe3 - Ausführung durch den Auszubildenden
5.4 Stufe 4 - Üben
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit dient als strukturierter Leitfaden für eine betriebliche Unterweisung im Ausbildungsberuf Hotelfachfrau, mit dem primären Ziel, der Auszubildenden die fachgerechte Erstellung und den Versand eines Angebots per E-Mail zu vermitteln.
- Anwendung der 4-Stufen-Methode in der betrieblichen Praxis
- Vermittlung von Kompetenzen in der Datenverarbeitung und Softwarenutzung
- Berücksichtigung didaktischer Prinzipien wie Praxisnähe und Aktivierung
- Strukturierter Aufbau einer Unterweisung von der Vorbereitung bis zum Üben
Auszug aus dem Buch
5.2 Stufe 2 – Vorführung des Arbeitsvorganges
Der Ausbilder führt hierbei dem Auszubildenden die einzelnen Schritte vor, d. h. er macht einen Teilschritt und erklärt danach sofort, was und wieso er es getan hat (Fachbegriffe und Fragen werden sofort geklärt). Der Auszubildende kann sich dadurch die Vorgehensweise besser einprägen.
Zeit: 5 Min.
1. Vorstellung der Arbeitsmittel: 1 Laptop: Ein mobiler Computer, der die gleichen Eigenschaften wie Desktop hat. Das Programm Word: Ein Textverarbeitungsprogramm. Das Programm Outlook: Ein E-Mail Programm. Der Beamer: Eine Visualisierungsmöglichkeit für mehrere Zuschauer.
2. Programme starten: Die Programme Outlook und Word, werden mit einem Doppelklick auf die jeweilige Verknüpfung geöffnet. Dabei ist darauf zu achten, dass beide Programme tatsächlich offen sind, um diese parallel einsetzten zu können.
3. Eine neue E-Mail in Outlook öffnen: Durch das klicken auf den Knopf „ Neue E-Mail“, öffnet sich das neue Fenster zum schreiben einer E-Mail.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Rahmeninformationen: Dieses Kapitel definiert die Rahmenbedingungen der Unterweisung, einschließlich der Beteiligten, des Themas, der Methode sowie einer Einschätzung des Bildungsstandes der Auszubildenden.
2. Überlegungen: Hier werden die didaktischen und methodischen Überlegungen dargelegt, die den Grundstein für die strukturierte Vermittlung der Ausbildungsinhalte bilden.
3. Vorstellung der Vier-Stufen-Methode: Es erfolgt eine Einführung in die als TWI-Methode bekannte Struktur, die besonders für psychomotorische Lernziele geeignet ist.
4. Lernziele: Dieses Kapitel gliedert die angestrebten Lernfortschritte in Richt-, Grob- und Feinlernziele, unterteilt in psychomotorische, kognitive und affektive Bereiche.
5. Unterweisungsablauf: Detaillierte Darstellung des vierstufigen Prozesses, von der Vorbereitung des Arbeitsplatzes bis hin zur abschließenden Übungsphase und Anerkennung der erbrachten Leistung.
Schlüsselwörter
Betriebliche Unterweisung, Hotelfachfrau, 4-Stufen-Methode, TWI-Methode, Ausbildungsplanung, E-Mail-Korrespondenz, Lernziele, Didaktik, Methodik, Datenverarbeitung, Softwareanwendung, Ausbildungsnachweis, Arbeitsvorgang, berufliche Bildung, Kompetenzvermittlung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert den Ablauf einer betrieblichen Unterweisung für eine Auszubildende im Beruf Hotelfachfrau am Ende ihres zweiten Lehrjahres.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum steht die professionelle Kommunikation per E-Mail, insbesondere das fachgerechte Versenden von Angeboten unter Nutzung der Software Word und Outlook.
Was ist das primäre Ziel der Unterweisung?
Das Ziel ist, dass die Auszubildende nach der Unterweisung selbstständig ein fachgerechtes Angebot mittels gängiger Software erstellen und versenden kann.
Welche wissenschaftliche bzw. pädagogische Methode wird verwendet?
Es wird die klassische Vier-Stufen-Methode (Training within Industry) angewandt, die durch schrittweises Vorgehen den Lernprozess am Arbeitsplatz optimiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltlichen Überlegungen, die Definition der Lernziele und eine detaillierte schrittweise Beschreibung des Unterweisungsablaufs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem betriebliche Unterweisung, 4-Stufen-Methode, Hotelfachfrau, Lernziele und berufliche Kompetenzvermittlung.
Warum wird speziell die Vier-Stufen-Methode für dieses Thema gewählt?
Die Methode ist besonders für Aufgaben geeignet, die psychomotorische Fähigkeiten erfordern, und ermöglicht durch den Grundsatz „Schritt für Schritt“ eine zeitsparende und effektive Einprägung der Vorgehensweise.
Wie geht der Ausbilder bei Fehlern in der Ausführungsphase vor?
Der Ausbilder korrigiert sachlich und ermunternd, wobei darauf geachtet wird, die Auszubildende nicht zu demotivieren, sondern durch Hilfestellung Sicherheit im Umgang mit den Aufgaben zu geben.
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- Patrick Mathé (Author), 2004, Schreiben einer E-Mail (Unterweisung Hotelfachfrau / -fachmann), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30460