Im Folgenden sollen die einzelnen Schritte eines Softwaremanagements erläutert werden. Dazu werden die verschiedenen Phasen von der Planung bis hin zur Inbetriebnahme beschrieben. Auf Grund der begrenzten Länge des Assignments wird insbesondere der fachliche bzw. formelle Teil des Softwaremanagements beschrieben, nicht personelle oder organisatorische Aspekte. Ziel ist es, dem Leser einen Eindruck über die einzelnen Phasen des Softwaremanagements zu geben.
Das Softwaremanagement beschäftigt sich insbesondere mit der theoretischen Seite eines Softwareentwicklungsprojekts. Dazu zählen Aufgaben wie die Planung, Zielsetzungen, Steuerung und Kontrolle des konkreten Projekts. Softwaremanagement ist speziell bei größeren Entwicklungsprojekten unabdingbar. Erfolgreiche Projekte benötigen ein ebenso erfolgreiches Softwaremanagement.
Eine Forsa Studie kam zu dem Ergebnis, dass 59% aller Softwareprojekte das geplante Budget überschreiten, 46% die geplanten Termine um durchschnittlich sieben Monate überschreiten und die Fluktuationsrate der Projektleiter bei 68% liegt. Dieser Zustand kann durch ein ganzheitliches, gutes Softwaremanagement verbessert werden.
Aufbau der Arbeit:
Die Aufgabenstellung lautet: „Ausgehend von den im Modul erlernten Techniken sind für unterschiedliche aktuelle Softwareentwicklungsprojekte ein vereinfachtes Projektmanagement zu entwickeln und durchzuführen.
Die Arbeit sollte dabei folgende Schritte umfassen: Planung, Lastenheft, Projektplan, Kalkulation und Aufwandsabschätzung, Ist-Analyse, Soll-Konzept, Modellierung der Anforderungen, Entwurfsphase, Realisierungsphase, Test, Inbetriebnahme“. Nach telefonischer Rücksprache wurde entschieden, keine konkreten Beispiele zu beschreiben, sondern die einzelnen, in der Aufgabenstellung aufgezählten, Phasen zu erläutern.
Aufbau der Arbeit:
Das Assignment beschreibt alle in der Aufgabenstellung vorgegebenen Schritte des Softwaremanagements in der Reihenfolge wie sie in der Regel auch in einem konkreten Projekt durchgeführt werden.
Zum Schluss wird noch ein kurzes Fazit über die Wichtigkeit und Notwendigkeit eines guten Softwaremanagements anhand eines eigenen Beispiels gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Aufgabenstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Softwaremanagement
2.1 Planungsphase
2.1.1 Lastenheft
2.1.2 Projektplan
2.1.3 Kalkulation und Aufwandsabschätzung
2.2 Analysephase
2.2.1 Ist-Analyse
2.2.2 Soll-Konzept
2.2.3 Modellierung der Anforderungen
2.3 Entwurfsphase
2.4 Realisierungsphase
2.5 Test
2.6 Inbetriebnahme
3 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist es, die wesentlichen Phasen eines Softwaremanagements von der Planung bis zur Inbetriebnahme strukturiert zu erläutern, um dem Leser einen fundierten Einblick in die fachlichen Abläufe und Herausforderungen bei Softwareentwicklungsprojekten zu gewähren.
- Grundlagen des Softwaremanagements
- Strukturierung von Planung und Analyse
- Methoden der Anforderungsmodellierung
- Prozessschritte der Softwareentwurf- und Realisierungsphase
- Teststrategien und Methoden der Inbetriebnahme
Auszug aus dem Buch
2.1 Planungsphase
Bei der Projektplanung handelt es sich in der Regel um die umfangreichste, schwierigste und auch wichtigste Aufgabe. Eine erfolgreiche Projektplanung wirkt sich auf den gesamten Ablauf eines Projekts aus. Fehler in der Projektplanung können wiederum gravierende Auswirkungen haben. Ein gutes Beispiel, wenn auch nicht aus dem Software-Bereich, ist der neue Flughafen in Berlin, der durch Fehlplanungen mit immensen Kostensteigerungen und Verzögerungen in der Eröffnung zu kämpfen hat. Somit ist die Planung die grundlegende Voraussetzung für den Projekterfolg.
Als Ergebnis der Planung sollte folgende Aussage beantwortet werden können: „Wer hat wann, was und mit welchem Aufwand zu tun, um rasch und sicher zum beschriebenen Produkt unter Berücksichtigung aller Ziele zu kommen?“2
In der Planungsphase wird insbesondere das vorhandene Problem (der „Auslöser“ des Projekts) genauer analysiert und auf Basis dessen ein Projektvorschlag erarbeitet. Dieser konkretisiert die Probleme oder Wünsche des Auftraggebers und definiert die Zielvorgaben. Die Definition der Ziele hat eine besonders hohe Bedeutung und sollte daher zusammen mit Kunde und Auftraggeber formuliert werden, um falsche Erwartungen an die Software zu vermeiden. Diese sind ein häufiger Grund für das Scheitern oder mangelnde Akzeptanz von Projekten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema Softwaremanagement und verdeutlicht dessen Notwendigkeit anhand aktueller Statistiken über Projektfehlentwicklungen sowie die Aufgabenstellung und Zielsetzung.
2 Softwaremanagement: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Phasen eines Softwareentwicklungsprojekts von der Planung über die Analyse, den Entwurf, die Realisierung und den Test bis hin zur Inbetriebnahme.
3 Zusammenfassung: Das Fazit reflektiert die Wichtigkeit eines strukturierten Softwaremanagements und verknüpft die theoretischen Erkenntnisse mit eigenen Praxiserfahrungen aus einem konkreten Entwicklungsprojekt.
Schlüsselwörter
Softwaremanagement, Projektplanung, Lastenheft, Projektplan, Ist-Analyse, Soll-Konzept, Requirements Engineering, Anforderungsmodellierung, Systemarchitektur, Realisierungsphase, Softwaretest, Inbetriebnahme, Projektcontrolling, Wirtschaftlichkeit, EPK.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Seite des Softwaremanagements und beschreibt die notwendigen Schritte zur Durchführung eines Softwareentwicklungsprojekts.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Phasen Projektplanung, Analyse, Entwurf, Realisierung, Testverfahren und die abschließende Inbetriebnahme von Software.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, dem Leser einen umfassenden Eindruck über die einzelnen fachlichen Phasen des Softwaremanagements zu vermitteln, ohne personelle oder organisatorische Aspekte zu tief zu behandeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte Erläuterung der verschiedenen Projektphasen, ergänzt durch die Darstellung gängiger Modellierungsmethoden und Prozessabläufe im Softwaremanagement.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Phasen der Planung, Analyse, Entwurf, Realisierung, Test und Inbetriebnahme detailliert beschrieben und teilweise durch Diagramme wie EPK, ER-Modelle und Netzpläne veranschaulicht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Projektplanung, Lastenheft, Anforderungsmodellierung, Test-Driven-Development, Softwarequalität und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.
Warum ist die Analysephase trotz hoher Kosten so entscheidend?
In der Analysephase lassen sich konzeptionelle Fehler frühzeitig erkennen, deren spätere Behebung in späteren Projektphasen wesentlich kostspieliger wäre.
Welche Rolle spielen Meilensteine in der Planungsphase?
Meilensteine sind konkrete Termine für definierte Zwischenergebnisse und dienen dazu, den Projektfortschritt effektiv zu kontrollieren und steuern.
Wie unterscheidet sich der Black Box Test vom White Box Test?
Beim White Box Test ist das „Innere“ des Programms bekannt und wird geprüft, während beim Black Box Test ausschließlich die Korrektheit der Ergebnisse anhand der Spezifikationen ohne Blick auf die interne Umsetzung kontrolliert wird.
Welchen Nutzen bietet die Modellierung durch EPK oder ER-Modelle?
Diese Methoden helfen dabei, komplexe Zusammenhänge (wie Geschäftsprozesse oder Datenstrukturen) grafisch, übersichtlich und für Beteiligte verständlich darzustellen.
- Citar trabajo
- Patrick Pagels (Autor), 2015, Softwareentwicklungsprojekte. Schritte des Softwaremanagements von der Planung bis zur Inbetriebnahme, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304624