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Verbesserung des Effektes von Gesundheitskampagnen durch Anwendung von modernen Theorien aus der Neurowissenschaft und der Verhaltensforschung

Título: Verbesserung des Effektes von Gesundheitskampagnen durch Anwendung von modernen Theorien aus der Neurowissenschaft und der Verhaltensforschung

Tesis de Máster , 2015 , 55 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Karin Schwenoha (Autor)

Salud - Otros
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Weltweit kommt es zu einem Anstieg der sogenannten „Non Communicable Diseases“, wobei die Ernährung einen wesentlichen Einflussfaktor darstellt. Diese Gesundheitsprobleme sind weitgehend vermeidbar und weisen gemeinsame Risikofaktoren und Handlungsmöglichkeiten auf.
Die negativen Auswirkungen auf die Lebensqualität jedes einzelnen, aber auch für die Gesellschaft sind enorm. Gleichzeitig steigen die Belastungen für Gesundheitssysteme und die Volkswirtschaft. Es ist daher notwendig, integrative Maßnahmen im Bereich der ernährungsbezogenen Prävention zu setzen. Auf Grund des globalen Problems von Adipositas, Bewegungsmangel und den damit verbundenen nicht übertragbaren Krankheiten wird es immer wichtiger, effektive Methoden beziehungsweise Studiendesigns zu entwickeln. Diese sollen erreichen, dass Menschen zu einer nachhaltigen Verhaltensänderung motiviert werden. Die Ergebnisse bisheriger Projekte beruhen in vielen Fällen auf Wissensvermittlung. Ihnen gemeinsam ist, dass sie nur sehr kurzfristig positiv sind, oder sie nur sehr wenig relevante Ergebnisse bringen. Aus diesem Grund sind Projekte mit anderen Ansätzen notwendig, um Menschen zu einer positiven Veränderung ihres Ernährungsverhaltens zu bewegen.
Es ist daher Ziel dieser Arbeit, die verschiedenen modernen Theorien/ Modelle der Kognitions- und Neurowissenschaften zu betrachten. Abgeleitet aus diesen Erkenntnissen soll ein Konzept zur Änderung des Ernährungsverhaltens entwickelt werden. Dieses Konzept soll zu einem späteren Zeitpunkt als konkretes Projekt des Studiengangs Biomedizinische Analytik der Fachhochschule Salzburg an Schulen verwirklicht werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemdarstellung und Hintergrund

1.2 Zielsetzung und Forschungsfrage

1.3 Methodik

2 Verhaltensänderung aus der Sicht der Kognitions- und Neurowissenschaften

2.1 Aktueller Stand der Forschung

2.2 Modelle und Theorien der Verhaltensforschung

2.2.1 Gewohnheiten

2.2.2 Theory of Planned Behavior

3 Aktuelle Studienkonzepte zur Änderung des Ernährungsverhaltens

3.1 Implementation Intentions

3.2 Änderung des Ernährungsverhaltens durch Änderung von Gewohnheiten

3.3 Nudging

3.4 Goal Priming

3.5 Zusammenfassung

4 Studienkonzept

4.1 Auswahl der Methoden für die geplante Studie

4.2 Entwicklung eines Konzeptes

4.3 Zusammenfassung

5 Schlussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie der nachhaltige Erfolg von Gesundheitskampagnen durch die Integration moderner psychologischer und neurowissenschaftlicher Modelle verbessert werden kann. Das Ziel besteht darin, ein integratives Konzept zur Modifikation des Ernährungsverhaltens zu entwickeln, das unbewusste Prozesse und automatisiertes Verhalten stärker berücksichtigt, um die Effektivität klassischer Informationskampagnen zu steigern.

  • Analyse automatischer vs. reflektiver Verhaltenssteuerung.
  • Evaluation von Interventionstechniken wie "Implementation Intentions" und "Nudging".
  • Bedeutung von Gewohnheiten bei der täglichen Nahrungsauswahl.
  • Entwicklung eines evidenzbasierten Konzepts für den schulischen Kontext.

Auszug aus dem Buch

3.1 Implementation Intentions

Vor der Definition des Begriffs „Implementation Intentions“ ist es notwendig, die Begriffe Motivation und Volition zu erklären. Unter Motivation im psychologischen Sinn versteht man die psychische Verhaltensbereitschaft, die unter anderem die Zielrichtung, die Ausdauer und die Intensität des Verhaltens beeinflusst (Heckhausen 1989 zit. in: Ahnert 2013: 235). Damit es zum Handeln kommt, braucht es die Handlungsabsicht. Ist die Intention vorhanden, geht es darum, diese Handlungsabsicht als konkretes Handeln vorzubereiten und einen günstigen Augenblick zur Realisierung abzuwarten. Dabei sind wir bereits beim Konzept der Volition. Darunter versteht man Prozesse der Selbstkontrolle, die es Personen ermöglichen, ihre Absichten in die Tat umzusetzen, auch wenn es zum Auftreten von äußeren oder inneren Hindernissen kommt (Gollwitzer/Fujita/Oettinger 2004: 211). So gesehen beschäftigt sich Volition mit der Umsetzung von Intentionen. Ein einmal gefasster Entschluss soll auch in die Realität umgesetzt werden. Die Aufrechterhaltung dieser Handlung soll über einen möglichst langen Zeitraum erfolgen.

Die bisherigen Studien gingen meist davon aus, dass eine entsprechende Motivation von Menschen, welche eine Lebensstil- beziehungsweise eine Ernährungsänderung planen, ausreicht. Um Verhalten zu verändern, ist es daher unbedingt notwendig, volitionale Interventionen einzusetzen. Unter volitionalen Interventionen versteht man unter anderem Selbstbeobachtungstraining, das Erkennen der kritischen äußeren und inneren Hindernisse, die das Zielerreichen verhindern können und das Entwickeln geeigneter Gegenstrategien (Gollwitzer/Fujita/Oettinger 2004: 212). Gollwitzer geht von der Annahme aus, dass Personen meist gute Absichten und Vorsätze haben, um ein Ziel zu erreichen. Leider kommt es trotz der guten Absichten häufig zum Scheitern dieser Vorhaben. Es stellt sich daher die zentrale Frage, welche Strategien anzuwenden sind, damit die getroffenen Vorsätze zu einem deutlich zielgerichteten Verhalten und damit zu einem tatsächlichen Erreichen des Ziels führen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die globale Belastung durch ernährungsbedingte Krankheiten und die Notwendigkeit, Präventionsprogramme durch moderne wissenschaftliche Ansätze zu optimieren.

2 Verhaltensänderung aus der Sicht der Kognitions- und Neurowissenschaften: Untersucht die Grundlagen menschlicher Entscheidungsprozesse und die Differenzierung zwischen reflektiven und impulsiven Verhaltenssystemen.

3 Aktuelle Studienkonzepte zur Änderung des Ernährungsverhaltens: Analysiert verschiedene psychologische Interventionsmethoden wie Implementation Intentions, Nudging und Goal Priming auf ihre Wirksamkeit bei der Verhaltensänderung.

4 Studienkonzept: Leitet aus den theoretischen Erkenntnissen ein konkretes Forschungskonzept zur Förderung eines gesünderen Snackverhaltens bei Jugendlichen in Schulen ab.

5 Schlussbetrachtung und Ausblick: Führt die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Rahmenbedingungen, die eine gesunde Wahl für den Einzelnen erleichtern.

Schlüsselwörter

Gesundheitskampagnen, Neurowissenschaften, Verhaltensforschung, Ernährung, Prävention, Adipositas, Verhaltensänderung, Implementation Intentions, Gewohnheiten, Nudging, Goal Priming, Selbstkontrolle, Schulverpflegung, Gesundheitsförderung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit primär?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Optimierung von Gesundheitskampagnen durch die Anwendung moderner Theorien aus der Neurowissenschaft und Verhaltensforschung, um eine nachhaltigere Veränderung des Ernährungsverhaltens zu erzielen.

Welche wissenschaftlichen Fachgebiete werden kombiniert?

Die Arbeit verknüpft Erkenntnisse aus der Psychologie, den Kognitionswissenschaften und den Neurowissenschaften, um Mechanismen der unbewussten Verhaltenssteuerung zu verstehen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Wie lässt sich der Outcome von Gesundheitskampagnen unter Einbeziehung moderner Theorien der Kognitions- und Neurowissenschaften erhöhen bzw. der nachhaltige Erfolg von Interventionsstudien verbessern?

Welche Methoden der Verhaltensbeeinflussung werden diskutiert?

Zu den untersuchten Methoden zählen primär "Implementation Intentions" (Wenn-Dann-Pläne), "Nudging" (architektonische Umgestaltung der Wahlumgebung) sowie "Goal Priming" (Aktivierung von Zielen durch Umweltreize).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der dualen Systemmodelle (reflektiv/impulsiv) und eine detaillierte Analyse spezifischer Interventionskonzepte für das Ernährungsverhalten.

Was charakterisiert die Arbeit in Bezug auf die Zielgruppe?

Ein besonderer Fokus liegt auf Kindern und Jugendlichen, da Ernährungsgewohnheiten in dieser Lebensphase geprägt werden und das schulische Umfeld ein zentraler Ansatzpunkt für Interventionen ist.

Wie unterscheidet sich "Nudging" von staatlicher Regulierung?

Nudging setzt auf sanfte Anstupser, ohne die Entscheidungsfreiheit durch Verbote oder Befehle einzuschränken, während Regulierung direkte rechtliche oder ökonomische Beschränkungen (z.B. Verbote, Steuern) nutzt.

Was ist das Ziel des entwickelten Studienkonzepts?

Ziel ist es, Schülern den Konsum von gesunden Zwischenmahlzeiten durch das Erlernen von "Implementation Intentions" und die Schaffung einer gesundheitsförderlichen Umgebung im Schulbuffet zu erleichtern.

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Detalles

Título
Verbesserung des Effektes von Gesundheitskampagnen durch Anwendung von modernen Theorien aus der Neurowissenschaft und der Verhaltensforschung
Universidad
Donau-Universität Krems  (Zentrum für Management im Gesundheitswesen)
Curso
Universitätslehrgang Patientensicherheit durch Risiko- und Qualitätsmanagement
Calificación
2,0
Autor
Karin Schwenoha (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
55
No. de catálogo
V304680
ISBN (Ebook)
9783668031418
ISBN (Libro)
9783668031425
Idioma
Alemán
Etiqueta
„Non Communicable Diseases“ Prävention Ernährung Adipositas Verhaltensänderung Kognitions- und Neurowissenschaften
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Karin Schwenoha (Autor), 2015, Verbesserung des Effektes von Gesundheitskampagnen durch Anwendung von modernen Theorien aus der Neurowissenschaft und der Verhaltensforschung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304680
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