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Schizophrenie. Symptome und deren Auswirkungen auf das soziale Umfeld

Titel: Schizophrenie. Symptome und deren Auswirkungen auf das soziale Umfeld

Hausarbeit , 2015 , 16 Seiten , Note: 2,4

Autor:in: Madeleine Sperling (Autor:in)

Medizin - Neurologie, Psychiatrie, Süchte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Personen mit mehreren Identitäten, welche abwechselnd und unkontrolliert zutage treten und meistens durch ein Trauma entstanden sind; es ist eine Erkrankung, mit der wohl jeder Mensch in irgendeinem Kontext schon einmal konfrontiert wurde. Ob nun durch einen tatsächlich Betroffenen im näheren Umfeld, die Medien, wie zum Beispiel einen Kinofilm, ein Buch oder die Tageszeitung, oder auch durch eine scherzhafte Anspielung im Freundeskreis, wenn einmal Selbstgespräche geführt werden. Schizophrenie ist offenbar keine unbekannte Krankheit.

Dennoch ist den meisten Menschen nicht bewusst, dass es sich hierbei um einen großen Irrtum handelt. Weit verbreitet ist nämlich die Annahme, Schizophrenie sei gleichbedeutend mit einer „gespaltenen Persönlichkeit“. In Wirklichkeit handelt es sich bei den oben genannten Beispielen jedoch nicht um eine Schizophrenie, sondern um eine „dissoziative Identitätsstörung“.

Entstanden ist diese falsche Annahme vermutlich durch die Übersetzung des Begriffs „Schizophrenie“ aus dem Griechischen, da dieser etwa mit „Seelenspaltung“ übersetzt werden kann.

Was also ist Schizophrenie wirklich? Dieser Frage soll ausführlich nachgegangen werden. Gegenstand dieser Hausarbeit soll die Erarbeitung der typischen Symptome sowie die damit verbundenen Folgen der Erkrankung im Alltag sowie für Beziehungen, Freundschaften und andere soziale Kontakte des Betroffenen sein. Es ist davon auszugehen, dass ein Ausbruch der Erkrankung nicht nur den Erkrankten selbst betrifft, sondern auch auf das soziale Umfeld erhebliche Auswirkungen hat. Wie sehen diese konkret aus und inwieweit verändert sich dadurch das bisherige Leben?

Dazu wird im Vorfeld eine kurze Definition nach ICD-10 vorgestellt, um einen ersten Überblick zu bekommen. Anschließend wird ausführlich auf die verschiedenen Symptome der Erkrankung eingegangen, um parallel dazu mögliche Auswirkungen auf das soziale Umfeld näher zu beleuchten. Hierbei soll unter anderem überprüft werden, wie der Patient im Alltag und im Umgang mit seinem Krankheitsbild unterstützt werden kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Bezeichnung nach ICD-10

3 Symptome

3.1 Positivsymptome

3.1.1 Formale Denkstörungen

3.1.2 Wahn

3.1.3 Sinnestäuschungen

3.1.4 Ich-Störungen

3.2 Negativsymptome

3.2.1 Störungen der Affektivität

3.2.2 Antriebs- und psychomotorische Störungen

3.2.3 Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen

3.2.4 Sonstige Symptome

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Krankheitsbild der Schizophrenie mit einem besonderen Fokus auf die differenzierte Darstellung der Symptomatik sowie deren Auswirkungen auf den Alltag und das soziale Umfeld der Betroffenen.

  • Klassifizierung der Schizophrenie nach ICD-10
  • Differenzierung zwischen Positiv- und Negativsymptomen
  • Analyse der sozialen Folgen für Angehörige und Patienten
  • Herausforderungen in der zwischenmenschlichen Kommunikation
  • Strategien zur Unterstützung im Alltag und Umgang mit dem Stigma

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Wahn

Als „Wahn“ wird eine „argumentativ unkorrigierbare falsche Überzeugung von der Realität“ (Gaebel/Wölwer 2010, S. 8) bezeichnet.

Hierbei ist das Entscheidende jedoch nicht die falsche Beurteilung der Realität, sondern die absolute Überzeugung des Betroffenen, dass seine Sichtweise der Wirklichkeit tatsächlich existent ist. Dafür benötigt er keine Beweise und er lässt sich nicht von seiner Meinung abbringen, sodass die Wahnvorstellungen auch starke Auswirkungen auf die Handlungsweise des Patienten haben, z.B. durch Rufen der Polizei, in einer Situation, die eine derartige Reaktion überhaupt nicht erforderlich macht. (vgl. Deister/Möller 1998, S. 59)

Am häufigsten tritt dieses Symptom als Verfolgungs- bzw. Beeinträchtigungswahn zutage. Die Patienten haben dabei das Gefühl, andere Menschen wollten ihnen Schaden zufügen, oder sie würden verfolgt, beobachtet oder beleidigt. Eine andere Variante ist der Beziehungswahn, der den Betroffenen dazu bringt, verschiedene Ereignisse auf sich selbst zu beziehen, die eigentlich an die Allgemeinheit gerichtet sind. (vgl. Gaebel/Wölwer 2010, S.8) Hierbei werden Radio- und Fernsehnachrichten, Zahlenfolgen und ähnliches als geheime Botschaften verstanden, die speziell an den Betroffenen gerichtet sind und z.B. als Aufforderungen, etwas bestimmtes zu tun, oder als persönliche Zukunftsprognose betrachtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung räumt mit dem verbreiteten Irrtum auf, Schizophrenie sei eine gespaltene Persönlichkeit, und skizziert das Ziel der Arbeit, die Symptome und deren soziale Folgen zu beleuchten.

2 Bezeichnung nach ICD-10: Hier wird die Schizophrenie medizinisch gemäß der internationalen Klassifikation definiert und die häufigsten Untertypen, wie die paranoide und katatone Schizophrenie, erläutert.

3 Symptome: Dieses Hauptkapitel klassifiziert die vielfältigen Störungen in Positivsymptome (wie Wahn und Halluzinationen) sowie Negativsymptome (wie Antriebsverlust und Affektverflachung).

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass ein sensibler Umgang mit der Diagnose essenziell ist, um die soziale Isolation zu verhindern und die Lebensqualität trotz der Herausforderungen zu stützen.

Schlüsselwörter

Schizophrenie, Positivsymptome, Negativsymptome, Wahn, Halluzinationen, Ich-Störungen, ICD-10, soziale Isolation, psychische Erkrankung, Angehörigenhilfe, Affektstörungen, Denkstörungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem Krankheitsbild der Schizophrenie, wobei insbesondere die Symptome und deren Auswirkungen auf das soziale Umfeld analysiert werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die medizinische Definition nach ICD-10, die Unterscheidung zwischen Positiv- und Negativsymptomen sowie die Folgen für Alltag und zwischenmenschliche Beziehungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Betroffene und Angehörige mit den Symptomen der Erkrankung umgehen können, um soziale Ausgrenzung zu vermeiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der systematischen Aufarbeitung fachwissenschaftlicher Grundlagen zur Schizophrenie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene Symptome wie Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Ich-Störungen sowie Störungen der Affektivität und des Antriebs fachlich erläutert.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Schizophrenie, Symptomatik, soziale Auswirkungen, Unterstützung, Wahn und Negativsymptome charakterisiert.

Warum wird im Text zwischen „Registerziehen“ und anderen Ich-Störungen unterschieden?

Der Begriff „Registerziehen“ beschreibt die Fähigkeit von Patienten, bestimmte Gedanken oder Emotionen bei einigen Themen gezielt an- oder abzuschalten, während andere Ich-Störungen die gesamte Realitätswahrnehmung betreffen.

Welche Rolle spielen Angehörige laut der Autorin?

Angehörige fungieren als wichtiger Gegenpol zur Krankheit, indem sie den Betroffenen unterstützen, den Alltag bewältigen und ihn zur Pflege sozialer Kontakte ermutigen.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Schizophrenie. Symptome und deren Auswirkungen auf das soziale Umfeld
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen
Note
2,4
Autor
Madeleine Sperling (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
16
Katalognummer
V304712
ISBN (eBook)
9783668368378
ISBN (Buch)
9783668368385
Sprache
Deutsch
Schlagworte
schizophrenie symptome auswirkungen umfeld
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Madeleine Sperling (Autor:in), 2015, Schizophrenie. Symptome und deren Auswirkungen auf das soziale Umfeld, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304712
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Leseprobe aus  16  Seiten
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